AW: Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung
5 wäre heute eine angemessene Zahl. 2030 könnte man schon mit etwas mehr planen, die Inflation bleibt schließlich nicht stehen und bei dann hoffentlich effizienteren Fahrzeugen sollte der Druck aufrecht erhalten werden. Aber das, was die Regierung da plant, hat mit Klimaschutz gar nichts zu tun. Das sind einfach nur Geschenke für den Klischee-CDU-Wähler mit seinem Häuschen im Grünen (und der SPD sind die nicht-besserverdienenden Wähler ja auch schon weggelaufen).
5 Cent mehr Pendlerpauschale pro km = 5 Euro mehr pro 100 km? Davon könnte ich, wenn ich nicht mit dem Rad zur Arbeit fahren würde, einen sofortigen Preisanstieg von 60 Cent pro Liter komplett ausgleichen, mit einem für einen derartigen Lebensstil besser geeigneten Wagen sogar 1 €/l. Und die neue Ölheizung gäbe es noch oben drauf, wenn ich mit denn sowas wie ein Haus mit Ölheizung leisten könnte.
Der Planet regeneriert sich doch nicht. Es gab auch schon Phasen der Erdgeschichte, bei der der Anteil an CO2 deutlich höher war als heute.
Nur haben eben damals keine Menschen gelebt.
Und verschwinden wird der Mensch auch nicht. Er wird sich anpassen.
"Regenerieren" ist der falsche Ausdruck, weil es einen Sollwert suggeriert zu dem das System zurückpendelt. Das wird es sicherlich nicht machen, nach der massiven Methanfreisetzung die wir angestoßen haben, bleiben die Temperaturen vermutlich langfristig deutlich erhöht. Der reine CO2-Peak wäre/wird aber mittelfristig wieder absorbiert. Es gibt genug Sedimente im Ozean, die reichlich CO2 als Carbonatgestein binden könnten. Aber dazu muss es halt erstmal in die Tiefsee gelangen, was 1-2-3-4 Jahrtausende dauern kann und dann auch nicht alles auf einmal, weil sonst der pH-Wert zu weit sinkt. Aber in 10k könnten wir wieder vorindustriellen Stand haben - gäbe es nicht unzählige selbstverstärkende Reaktionen.
Warum sollten sich Kraken weiter entwickeln?
Kraken wären Aufgrund ihrer Intelligenz und Manipulationsfähigkeiten der spannendste und rein morphologisch aussichtsreichste Kandidat (neben noch ner Primatenrunde halt), was eine Evolution bis auf das Niveau des Menschen angeht. Und dank der kurzen Generationszyklen haben sie auch mehr Potential für eine flinke Evolution als die von dir angesprochene Schildkröte.
Das einzige was ihnen zur Weltherrschaft fehlt: Ein Fortfplanzungskonzept, das nicht mit dem Tod der Eltern endet. Vermeintlich ein kleines Detail, aber alles rund um die Fortpflanzung zählt meist zu den mit Abstand evolutionär stabilsten Bereichen überhaupt (
Homo sapiens kriegt nicht einmal einen Geburtskanal in Kopfgröße richtig hin...), weil hier jede nachteilige Mutation ihre Entwicklungsrichtung komplett aus dem Genpool katapultiert.
Es wird keinen Krieg um den letzten Tropfen Öl geben und ich gebe zu bedenken, dass auch die letzten beiden Weltkriege ausdrücklich nicht wegen Rohstoffen geführt wurden.
Ich will dir in der Aussage nicht widersprechen, aber ohne den rohstofforientierten Imperialismus wäre es wohl kaum zur Spannungssituation vor dem ersten Weltkrieg gekommen und hätte Hitler nicht für einige Schlüsselrohstoffe einen Partner in Süd(ostasien) gebraucht und später zur Sicherung von Rohstoffen eine Ostexpansion versucht, wäre der Deutsch-Italienisch-Französisch-Britische Krieg nie als 2. Weltkrieg in die Geschichtsbücher eingegangen.
Haha, der war gut, naja, eigentlich doch nicht wirklich...
Salzwasser zu reinigen, um daraus Trinkwasser zu machen, ist verhältnismäßig teuer, da die benötigten Energiemengen wirklich sehr hoch sind
"verhältnismäßig teuer"? Auch im Verhältnis zum Transport von Trinkwasser über sehr große Entfernungen, vor allem wenn die Landschaft keinen einfachen Kanal erlaubt und leichte Resentiments (z.B. wegen einem vorrangehenden Krieg) in der lokalen Bevölkerung eine permanente Überwachung einer Pipeline gegen Sabotageakte erfordern?
Wasser zu erobern bringt einem großskalig gar nichts, also wird auch niemand "Krieg um Wasser" führen. "Wasserreiche Gebiete" wäre was anderes, aber da sind die räumlichen Abstände zwischen wirklich darbenden Regionen und wirklich wasserreichen riesig, außerdem kommt es schon lange vor Spannungen auf Kriegsniveau zu Wanderungsbewegungen der Bevölkerung, die die Situation ausgleichen. Wir sehen heute Kriege um Wasser südlich der Sahara, sondern wir haben die Flüchtlinge aus diesen wegen Wassermangel verarmten Regionen in Europa.
Was es kleinskalig geben könnte: Kriege wegen Wasser. Im Dauerbrenner Israel-Palästina ist die Monopolisierung von Lebensmitteln und Landwirtschaft ja bereits ein gewichtiger Faktor, Ägypten und Sudan lägen sich vermutlich auch längst in der Wolle um Nilwasser wenn sie nicht jeder mit sich selbst beschäftigt wären und im Zentralasiatischen Raum gab es auch schon sehr scharfe Worte zwischen einigen ...Stans. Ohne weiteren Anlass reicht aber auch das nicht aus, um einen Krieg vom Zaun zu brechen. Das Wasser ist nicht plötzlich weg, sondern in der Regel behindert nur ein Mangel das Wachstum oder führt sogar zu leichter Schrumpfung. Das ist schlimm, aber ein Krieg hätte selbst für den Sieger viel schlimmere Folgen, weswegen sich bislang bei halbwegs ausgeglichenen Kräfteverhältnissen (einziges Gegenbeispiel: Israel) eine diplomatische Lösung gefunden hat.
Öl dagegen ist (noch) wesentlich wertvoller, hier lohnen sich auch Machtgewinne am anderen Ende der Welt. Und die Verteilung der Menschen auf dem Planeten und damit der Bedarf an Öl richtet sich nicht im gegeringsten nach dessen Vorkommen (wie bei Wasser), sodass große Spannungen vorprogrammiert sind/waren. (Mittlerweile hat sich das ja wegen Klimawandel zunehmend erledigt. Außer Deppen wie Trump kümmert sich kaum noch jemand um die Macht in Ölregionen, weil sowieso alle besser versorgt sind, als sie es künftig sein müssen.)