Du sagst es eigentlich selbst. Das MCM nur eine Übergangslösung ist.
Wenn man es so sieht, ist alles nur eine Übergangslösung. Wenn nicht eine grundlegend andere Art der Fertigung aus dem Boden geschossen kommt, ist MCM für die nahe Zukunft im HighEnd Bereich quasi alternativlos.
Dennoch ist ein guter großer Monolith einem gelich starken MCM Design vorzuziehen, was die Leistung angeht.
Leistungstechnisch mag das sein, in nahezu allen anderen Gebieten wird ein MCM allerdings überlegen sein. Gerade auch was das Enginieering angeht, man muss sich mal NV vorstellen, die hier gleich mehrere Designs und Masken produzieren müssen um GPUs über den gesamten Bereich anzubieten. Nicht umsonst werden regelmäßig alte Designs einfach übernommen und per Nomenklatur neu angestrichen.
Damit kann sich, erstens ein Hersteller komplett auf eine Chipgröße konzentrieren und zweitens spart man Kosten in der Entwicklung, in der Fertigung und das ohne Ende im Vergleich.
s.o.
Genau so wird es kommen, es wird EIN Chip produziert und letzlich beliebig zusammengeknüpft (in der realen Welt sieht das sicher noch etwas anders aus), aber vom Prinzip verstehe ich es auch so.
Aufgrund der Nachteile, ist aus Leistungssicht ein Monolith theoretisch immer besser, aber eben wirtschaftlich nicht machbar und halt irgendwann auch technisch nur noch schwer umsetzbar.
Es ist halt die Frage, "was" wird verglichen.
So wie du es oben formulierst, kann ich nicht widersprechen, ein gleich großer Monolith wird einem MCM oftmals überlegen sein. Aber es gibt doch eigentlich wichtigere Parameter und dann kommt MCM um die Ecke und deklassiert den Monolithen! In meinen Augen ist ein MCM nämlich sowohl in der maximalen Leistung überlegen, eben weil es eine Grenze für einen Monolithen gibt (die nicht einmal weit weg ist von dem was wir aktuell haben, würde mal behaupten (ohne Belege) dass 1000mm² schon nicht mehr produzierbar sein dürften), während beim MCM 4 250mm² Chips recht problemlos und sogar günstig gebaut werden könnten. Des Weiteren und das ist letztlich ja eigentlich das wichtigste, der Preis. Wir sehen hier oft nur die Endkundenpreise, aber selbst daraus kann man ja schon etwas ableiten, NV hat einen 600mm² großen Chip und muss den im Bereich um 2.000 EUR anbieten, AMD kommt mit einem ähnlich großen Chip, aber eben aufgeteilt daher und kann für um die 1.000 EUR anbieten. Selbiges sieht man doch auf dem CPU Markt, wo Intel letzlich seit 5 Jahren im MCM Bereich (da wo Monolithen nicht mehr so ohne weiteres hinkommen) deklassiert wird und AMD teilweise ein um 100% besseres P/L Verhältnis anbieten kann (konnte, aktuell wachsen sie ja und ziehen die Preise an), ein 64 Kern Chiplet fuhr Kreise um alles was Intel monolithisch fertigen konnte und mit 6.000 EUR war dieser AMD Chip selbst dem 20.000 EUR Intel Platinum massiv überlegen, schneller, sparsamer und 2/3 günstiger!
Sehe ich anders, es ist keine Notlösung. Es ist eine Lösung des Problems! Genausowenig wie E-Autos eine Notlösung sind, sie sind ebenfalls eine Lösung. Womit nicht gesagt ist, dass es die perfekte Lösung ist. Aber auch ein Monolith hat seine Nachteile und ist daher letzlich nur eine Notlösung!
Jetzt nicht falsch verstehen, ich denke AMD hat es genau richtig gemacht und Nvidia wird hier auch sicher, in ein oder zwei Generationen im Consumer Bereich nachziehen.
Keine Sorge, habe die Diskussion zu keiner Zeit als Fanboy-Gelaber verstanden. Ich finde nur wichtig, dass der schlechte Ruf eines MCM Designs in meinen Augen völlig unbegründet ist und MCM keine Notlösung, sondern die logische Fortführung (bzw. Ergänzung) des monolithischen Designs ist. Wie gesagt, mit weiteren Strukturverkleinerungen wird der Monolith nicht aussterben, aber zusehends vom günstiger zu produzierendem MCM abgelöst werden.
Daten? Bisher hab ich noch keinen Bench gesehen wo der Intel vorne war. Ram hin oder her. Dem X3D kannst du auch bessere Timings, Schnellern Ram, Soc Tuning, SMT Off usw. verpassen
Da braucht man keine Glaskugel! 6% sind eben nur 6% und Intels Chips sind deutlich besser zu OCen denn die Zen 4 CPUs, dazu kommt ja noch, dass die 3Ds nochmal schwerer zu OCen sind und nur einstellige Gewinne geholt werden können. Intels Chips reagieren sehr sehr positiv auf schnellen RAM und 7600er sind fast problemlos einzusetzen, selbst 8000er werden oftmals stabil betrieben (allerdings dann zu horrenden Plattformkosten, da hier schon HighEnd Boards notwendig sind).
Das einzige was Intel nicht bieten kann ist die Effizienz, AMD schlägt hier out of the Box den Intel Chip in Sachen Leistung und jede Maßnahme, die die Effizienz des Intelchips erhöht, mindert die Leistung. Dennoch wird man den Intel Chip kaum in die Sphären bringen können, wo sich AMDs Chip out of the Box befindet, selbst wenn wird man den Chip so dermaßen in der Leistung beschneiden müssen, dass es kein fairer Vergleich mehr ist.
Die Effizienz ist klasse, aber mehr Leistung wäre besser gewesen. So knapp nur über dem 13900K und mit RAM OC ist Intel wieder vorne. Hm...
Du bist ja ein Spaßvogel!
Out of the Box der schnellste Gamingprozessor, dazu dermaßen effizient, dass Intels 13900K eigentlich komplett seine Berechtigung verliert! Ja, mit "Brechstange" wird man den Intel sicher wieder über den 3D bringen können, aber halbwegs realistische Szenarien sind wohl etwas angebrachter und da ist der 3D einfach so maßlos überlegen, dass Intel aktuell ein echtes Problem hat. Mit ein bischen Feintuning wird man den 3D ja auch noch füttern können und ich denke, in dem einen oder anderen Bench wird es sogar noch deutlich nach oben gehen, so dass am Ende (wenn Scheduler und alles mal perfekt sind) wahrscheinlich sogar eher 10% da stehen werden.
Aber Hauptsache Hm!
Mir geht es halt nur darum, dass man aufzeigt, was prinzipiell möglich ist, wenn man beide Platformen ausreizt. Und Raptor Lake bietet auf einem Z790-2-DIMM-Board nun einmal mehr Potenzial zum Ausreizen. Das ist mein Punkt. Dass das unrealistisch ist für 99,9% aller User, ist mir auch klar. Ich will halt nur sehen, was geht.
Dann reden wir jetzt nur noch über 9Ghz RL? Weil mit flüssigem Helium ist das ja möglich?
Sorry, aber ich bin ja absolut nicht dagegen, sinnvolle OC Maßnahmen in solche Vergleiche mit aufzunehmen, aber Fakt ist und bleibt, dass der 13900K deutlich geschlagen wird und "normale" OC Maßnahmen wie schnellerer RAM eben auch nicht den heiligen Gral bieten. Bis wohin kann man denn problemlos den RAM aufrüsten? 8000er geht schon nur auf absoluten High End Boards, 7600er gehen mit ein bischen Fingerspitzengefühl auch schon drunter, 6600er würde ich jetzt aber auch mal als Mainstreamtauglich erachten und damit wird es dann ein Kopf an Kopf Rennen zwischen dem 3D und dem 13900K.
Was aber bleibt? Dann deutlich höhere Plattformkosten und eine völlig indiskutabler Effizienzvergleich, weshalb (und das sage ich nicht nur wegen Zen 4) bei 5% Unterschied in der maximalen Leistung, sicherlich keine 100% Effizienzunterschied tolerierbar sind.
In meinen Augen wäre ein Vergleich von beiden System mit 6000er RAM (beides noch mainstreamtauglich), vernünftigen (nicht zu scharfen) Timings und vernünftigen Einstellungen im BIOS hinsichtlich CPU OC sehr interessant und würde noch einmal erweiterte Infos geben. Beim AMD (da gebe ich dir absolut Recht) erwarte ich nicht viel, 5-10% mehr wird da nicht kommen. Aber ich glaube eben auch, dass der 13900K nicht mehr als 15% in der Spitze gewinnen wird, gerade weil beim Takt schon alles ausgereizt ist, was noch Mainstreamtauglich ist.
P.S.
Ich spreche immer von Mainstream, das ist im Endeffekt natürlich völliger Quatsch. Der Mainstream kauft sich erstens solche CPUs nicht und zweitens wird man da zu 95% nicht einmal XMP Profile sehen. Mit Mainstream meine ich den durchschnittlichen PowerUser der hier im Forum unterwegs ist, also durchaus schon mit viel Erfahrungen, Ambitionen zum OC und in der Lage einen 12PHPWR Stecker richtig zu stecken
