Guck die AMD zu Bulldozer-Zeiten an: Die als Intel-Killer gedachten CPUs wurden immer weiter verkauft, zum Schluss zu Spotpreisen. Das war immer noch lukrativer als sie ganz einzustellen. Aber es hat hinten und vorne nicht gereicht, um AMD in der Größe zu finanzieren, die es während der Bulldozer-Entwicklung hatte. Anstatt in gleichem Umfange die Entwicklung kommender Produkte fortzuführen, wurde ein Projekt nach dem anderen eingestellt, Leute entlassen (oder mangels Zukunftsaussichten abgeworben), Firmeneigentum verkauft (und teilweise zurückgeleast). Das verbleibende Budget hat gerade noch gereicht, um mit Zen alles auf eine Karte zu setzen und glücklicherweise war das eine Siegerkarte. Aber alle Back-Ups musste AMD einstellen, weil man für FX nicht die geplanten Preise verlangen konnte.
@PCGH_Torsten Stimme dem völlig zu.
AMD habe ich lange die Treue gehalten und damals wirklich Sorge gehabt, sie könnten vom Markt quasi verschwinden. Dann kam Ryzen und alles hat sich geändert. Selbst habe ich nicht gleich gekauft, etwas später dann aber schon. Inzwischen floss sogar einiges in Richtung AMD und das ist für mich so ok, denn ich bekam jedes mal ein ausgezeichnetes P/L.
Unterm Strich sind die ZENs (ja, auch die ersten schon) ein Knaller.
Mit jeder Gen noch besser geworden, so geht das!
Natürlich lockste mit nem Zen (u.a. ein 1300X läuft hier noch) heute keinen mehr hinter dem Ofen vor.
Aber selbst mit dem kommt man noch recht weit.
Ich möchte nicht wissen wo wir preislich heute stünden wenn der Coup in die Hose gegangen wäre.
Intel könnte (und würde!!) jeden Preis verlangen der ihnen gerade so vorschwebt. Die sind und waren im Hinlangen noch nie kleinlich, NVidia und Apple (!) können das aber mindestens ebenso gut oder noch weitaus besser.
Zudem hätte es gewisse technische Innovationen entweder gar nicht gegeben oder sie hätten später Einzug gehalten. Aus Sicht der Käufer war der Wiederaufstieg von AMD ein Segen. Dazu innovative Ansätze (klar, gabs teils so ähnlich schon mal, aber eher im Nischenbereich), das ist für den Markt an sich prima.
Intel muss aktuell mit der Brechstange ran um dranzubleiben bzw. teils leicht vorne zu liegen.
Nur, zu welchem Preis? Hoher bis sehr hoher Verbrauch, zusätzliche Kosten für aufwändigere Kühllösungen etc. pp.
Die können CPUs, sogar sehr gute, aber das ist m.E. auf Sicht der falsche Ansatz. Sie wurden nun halt mal kalt erwischt, das Spielchen haben sie mit AMD auch oft getrieben.
Man denke an die Aktionen in den großen Märkten (ich bin doch nicht blöd! Doch!!

) um AMD rauszudrücken etc.
Dann noch das Intel7 (Leute, das sind 10nm und nicht sieben!!)-Marketing-Geblubber *grrr
Davon ab:
Ne richtig schlechte CPU kann man heute eigentlich nicht mehr kaufen (die Mini-Intels mal außen vor, haben zwar auch ihre Daseinsberechtigung, aber nicht in einem normalen PC). Es kommt letztlich immer auf den Einsatzzweck an, den sollte man genau kennen bzw. sich die Mühe machen das weitgehend genau zu erfassen.
Otto-Normal-Mediamarkt-Kunde schlappt halt in den Laden rein und kauft was der "Berater" empfiehlt (also das gut provisionierte Produkt, irgend nen HP-Müll etwa).
Abschluß:
Möge ein jeder mit "seiner" Firma glücklich werden, sei es AMD oder Intel, Apple, NVIdia

Es ist nicht meine Absicht, hier wieder einen Glaubenskrieg zu entfachen. Ist es schlichtweg nicht wert.