Am Samstag waren mehrere russische Kampfjets und Hubschrauber nahe der ukrainischen Grenze in der Region Brjansk abgestürzt. Die Ukraine machte dafür Russlands eigene Flugabwehr verantwortlich, Russland schiebt Kiew die Schuld zu.
Nun meldet sich der Chef der privaten russischen Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, zu Wort. Er behauptete, dass die abgestürzten Militärflieger möglicherweise von den russischen Streitkräften selbst abgeschossen worden sein könnten. Mit anderen Worten: Die Ukraine könnte recht haben.
Abgestürzte russische Fluggeräte selbst abgeschossen?
Die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Notdienste, die Su-34 und ein Hubschrauber seien abgestürzt. Andere Quellen, darunter Wladimir Rogow, der Leiter einer russischen Organisation von Kollaborateuren im ukrainischen Bezirk Saporischschja, sprach von vier abgestürzten Fluggeräten. Alle sollen derselben Einheit angehört haben.
Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Jurij Ihnat, erklärte am Sonntag, die Ukraine habe damit nichts zu tun. Im ukrainischen Fernsehen legte er nahe, dass Russland selbst für die Abstürze verantwortlich sein könnte. Außerdem seien insgesamt nicht zwei, sondern drei Hubschrauber sowie zwei Kampfjets abgeschossen worden. Die russische Flugabwehr sei dafür verantwortlich.
Später machte Ihnat einen Rückzieher und sagte, er habe einen Scherz machen wollen.
Prigoschin hat ähnliche Hypothese
Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin äußerte allerdings eine ähnliche Hypothese. "Vier Flugzeuge - wenn man einen Kreis um die Orte ihres Absturzes zieht, stellt sich heraus, dass dieser Kreis einen Durchmesser (und alle liegen exakt in einem Kreis) von 40 Kilometern hat. ... Jetzt geh ins Internet und sieh nach, welche Art Flugabwehrwaffe in der Mitte dieses Kreises sein könnte, und dann bilde dir deine eigenen Versionen", sagte Prigoschin bei Telegram.
Prigoschin machte deutlich, dass er keine Insiderkenntnisse habe.