Neben all dem was materiell passiert:
Wie soll die russische Armee überhaupt noch den Willen zum Gefecht haben?
Wird diese Armee das moralisch überleben?
Die allgemeine Moral war ja sowieso schon lange ein Problem, mit dem sich die russische Führung in der Ukraine "rumschlagen" musste, da äußert niedrig.
Jetzt, nach dieser "Schlappe" und den in mehreren Monaten unter hohen Einsatz von Material und Personal, Verlust dieser Menge an okkupierten Gebiet in nur wenigen Tagen, an einen Gegner, von dem man den Soldaten sicherlich erzählt hat, dass er zu solch umfangreichen Operationen gar nicht mehr im Stande sei?
Das könnte der Moral, besonders in den untersten Rängen, in der Tat fast den Rest geben und "handfeste Zweifel" bei den Soldaten wecken, dass man hier, selbst langfristig, auch nur noch irgendwas gewinnen kann.
Das werden die nächsten Wochen und evt. auch Monate dann wohl auch zeigen müssen, wie es um den weiteren Kampfeswillen der russischen Soldaten bestellt sein wird.
Ob da noch irgend einer vorhanden sein wird, der eine ernsthafte, wie sinnlose, Weiterführung der "Spezialoperation" überhaupt ermöglicht.
Oder ob man die Front, auf Grund der nicht mehr gegebenen Moral, bei jeden ukrainischen Angriff, weitestgehend nur noch vor sich "herschieben" wird.
Ehnlich wie 1945, als die Allierten im Westen auf deutschen Boden standen und bis auf lokal ein paar Fanatikern in der Wehrmacht und SS, ein richtiger Aufbau einer "festen Frontlinie", im Grunde gar nicht mehr möglich wurde, da unter den Soldaten faktisch keiner mehr daran glaubte, noch irgendwas wenden zu können.