Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Nein, die Strelas wurden den Ägyptern abgekauft und nach Afghanistan geliefert.
Zu Anfang hatte die Afghanen lediglich Strelas, welche die UDSSR der kommunistischen DVPA geliefert hatte und die den Mudschahidin in die Hände fielen.

Gibt es darüber hinaus einen speziellen Grund, warum du bei den späteren Lieferländern Ägypten erwähnst, aber beispielsweise China und den Iran unterschlägst?

Diese erneute Nebelkerze ignoriert, sind hier folgende Punkte entscheidend:
1.) Damals in Afghanistan wurden zig sowjetische Helikopter abgeschossen und eben nicht allein in bergigem Gelände.
2.) Die Ukraine hat sowohl Strelas aus auch Stinger und andere MANPADS erhalten. Alle davon sind nachweislich in der Lage, Helikopter (nicht nur) russischer Bauart erfolgreich zu bekämpfen.
3.) Während des Absetzens von Truppen und Fahrzeugen sind Transporthubschrauber durch alle Waffensysteme verletzlich, die Bodenziele angreifen können.
4.) Die Option bzw. deren Umfang existiert ganz offensichtlich nur auf dem Papier, sonst wäre sie bereits im großen Maßstab zu Einsatz gekommen, denn passende Situationen dafür gab es auf jeden Fall genug. Aber vermutlich gehört es wieder einmal zum Sonderoperationsplan, alles so lange zurückzuhalten, bis man es nicht mehr gebrauchen kann.

Gerade angesichts der jüngsten Offensiverfolge der Ukraine wäre es ja angesichts der von dir unterstellten Kapazitäten sinnvoll gewesen, sofort Truppen und Material auf dem Luftweg aus dem Frontabschnitt Cherson in den akuter gefährdeten Abschnitt Charkiw zu verlegen.
Dass dies nicht geschah, kann nur drei Gründe haben: Entweder konnte nichts verlegt werden, oder es gab nichts zu verlegen, oder auf russischer Seite herrscht haarsträubende Verwirrung.
Du darfst dir etwas aussuchen; Mehrfachnennungen sind selbstverständlich möglich. :D
 
Also rein rational glaube ich schon, das sie den Plan rund um Isjum fest ins Kaljkühl gezogen haben, sonst würden keine mechanisierten Kräfte bereit stehen auf Lyman zu operieren, welches nach pro russischen Meldungen bereits aufgeben wurde. Das ist ein klarer Zangenansatz rund um Isjum und den Südwestabschnitt des Oskil Frontabschnittes oder Oskil Front.
Das sie auch gleich den gesamten Norden auf dem Zettel hatten (Velyky Burluk) werden wir irgendwann mal später erfahren, aber wenn mal ein Frontabschnitt aus den Angeln gehoben ist und der Gegner ins Laufen kommt, ergeben sich halt Möglichkeiten, gerade wenn der Gegner eben weinig Eigeninitiative der unteren Dienstgrade aufweist und anscheinend nicht energisch geführt wird.

Ich hab mich da evt. auch unglücklich ausgedrückt.
Grundsätzlich, ein guter Führungstab plant eigentlich immer auch für Eventualitäten, sowohl solche die über die gesteckten Ziele hinausgehen, als auch für die, die gesteckte Ziele nicht erreichen, oder sollte es zumindest.

In dem Punkt macht die Führung der ukrainischen Armee, unter den gegebenen Möglichkeiten, in Bezug auf Material, Personal und Topografie, eigentlich auch, soweit wir das als Außenstehende sehen und "bewerten" können, eine augenscheinlich ziemlich gute Arbeit.

Was ich also eigentlich mit der Aussage viel mehr meinte ist, nicht das man nicht für so eine Eventualität Pläne hatte, diese sich aktuell ja scheinbar in weit größeren Umfang durch die sich bietenden Möglichkeiten auch (aus)nutzen lassen, sondern das man vermutlich erst einmal nicht davon ausging, dass die ursprünglich gesteckten Ziele nun auch noch so weitreichend, darüber hinaus, verwirklicht werden könnten.

Und natürlich, wenn in eine so seit 1-3 Monaten (relativ) festgefahrene Front, mit nur punktuellen Bewegungen / Vorstößen dann für eine Seite deutlich Bewegung kommt, weil der Gegner nicht nur zurückgedrängt wird, sondern die Front durchstoßen wird, kann das sehr viel ins rollen bringen.

Hoffe damit wird es ein wenig klarer, was ich mit meinem letzten Post eigentlich meinte. ;)

By the way, was ist eigentlich aus der gestrigen "Notsitzung" im Kreml geworden, die Putin angeblich, wegen der schlechten russischen Lage um Charkiw, noch einberufen haben soll?
Hat man da schon irgendwelche Inhalte von mitbekommen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Twitter. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Scheinbar kam das für die Russen doch nicht so super überraschend, jedenfalls nicht auf die ersten Kilometer.
Aber mit Fahrrädern und in Zivilkleidung geflohen? Klingt nach Panik.
 
Ukrainian sources single out Germany’s Gepard"

(Ukrainische Quellen heben Deutschlands Gepard hervor.“)

Schön zu hören welchen Unterschied bei dieser Operation schon die nur 30 gelieferten Gepard für die Ukraine zu machen scheinen und zeigt eigentlich auch darüber hinaus, die Fähigkeiten des Gepard sind für eine heutige Armee noch alles andere als "unzeitgemäß / überflüssig".
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön zu hören welchen Unterschied bei dieser Operation schon die nur 30 gelieferten Gepard für die Ukraine zu machen scheinen und zeigt eigentlich auch darüber hinaus, die Fähigkeiten des Gepard sind für eine heutige Armee noch alles andere als "unzeitgemäß / überflüssig".
Nenene.
so viele haben sie noch gar nicht, die werden noch "fertig" gemacht bei der Industrie, ich habe was von 10 gehört, die müssen sie dann in Windeseile alle nach Charkiw gebracht haben, um sie dort einzusetzen, die PZH 2000 ist nach Videos auch mit von der Partie.
 
Der Gepard wurde nicht abgeschafft weil die Fähigkeit unzeitgemäß sei sondern weil man kein LV/BV Szenario mehr erwartet hat.
Ich hab meine mich da noch an Äußerungen aus der Politik damals erinnern zu können, wo einige Politiker der Ansicht waren, das ein System wie der Gepard wortwörtlich "überflüssig" und damit "unzeitgemäß" sei.

Natürlich waren dies nicht unbedingt Politiker die einen Sachverstand dafür besaßen, oder eben solche die einfach nur dem deutschen Durchschnittswähler verkaufen wollten wieso das wegsparen eines solch "teuren" Waffensystems "Gebot der Stunde" sei, aber es gab sie halt. ;)
 
Schön zu hören welchen Unterschied bei dieser Operation schon die nur 30 gelieferten Gepard für die Ukraine zu machen scheinen und zeigt eigentlich auch darüber hinaus, die Fähigkeiten des Gepard sind für eine heutige Armee noch alles andere als "unzeitgemäß / überflüssig".
2 x 550 Grüße pro Minute sind nie überflüssig! :devil:

(Sofern jemand ausdrücklich danach verlangt, solcherart gegrüßt zu werden.)
 
Der Gepard wurde nicht abgeschafft weil die Fähigkeit unzeitgemäß sei sondern weil man kein LV/BV Szenario mehr erwartet hat.
Hehe,
ich habe ja geschrieben das ich alle Folgen von "Was nun Herr General" mir anhöre, der General Bühler
hat in diesem Potcast mind. dutzendemale erklärt das der Gepard absolut nie hätte außer Dienst gestellt werden dürfen, weil er noch immer auf Höhe der Zeit ist, sondern laut seiner Expertise aus Kostengründen ausgemustert wurde, weil der BW die Insatandhaltung zu teuer war, das Geld wo anders einsetzen wollte.
Er regt sich über die Außerdienststellung des Gepards jedenfalls regelmäßig ziemlich auf.
 
Ich hab meine mich da noch an Äußerungen aus der Politik damals erinnern zu können, wo einige Politiker der Ansicht waren, das ein System wie der Gepard wortwörtlich "überflüssig" und damit "unzeitgemäß" sei.
Die Politiker haben keinen militärischen Konflikt erwartet in denen man keine Luftherrschaft hat
und in Mali, AFG und Co braucht man so ne Kiste tatsächlich nicht.
Da hat die Weitsicht für politische Szenarien gefehlt.
 
Die Politiker haben keinen militärischen Konflikt erwartet in denen man keine Luftherrschaft hat
und in Mali, AFG und Co braucht man so ne Kiste tatsächlich nicht.
Da hat die Weitsicht für politische Szenarien gefehlt.
Natürlich ist das der Grund dafür, aber es zeigt sich mal wieder, dass man sich dann halt als Politker doch nicht unbedingt in der Öffentlichkeit hinstellen und sowas als eine gute Entscheidung verkaufen sollte, besonders eben dann nicht, wenn einem die Personen mit der nötigen Sachexpertise eindringlich davon abraten.

Es könnte sich eben irgendwann doch mal zeigen, wie im Moment in der Ukraine beim Gepard, dass man dann eben Mensch ist, der zwar etwas aus (persönlicher) Überzeugung äußert, aber nicht auch aus einer kompetent getroffenen / überlegten Entscheidung herraus.
 
Andererseits können wir jetzt neue Systeme beschaffen die können was der Gepard nicht kann.

Ich kann nur sagen, dass ich richtig Bock auf diese Aufgabe hätte.
 
Andererseits können wir jetzt neue Systeme beschaffen die können was der Gepard nicht kann.

Ich kann nur sagen, dass ich richtig Bock auf diese Aufgabe hätte.
Das hätten wir doch auch gekonnt, wenn der Gepard noch im Dienst gewesen wäre und wir ihn jetzt einfach nur direkt aus dem Dienst an die Ukraine abgegeben hätten, statt, bereits seit langer Zeit schon mit dieser Fertigkeitslücke dazustehen und uns da in Manövern und Übungen immer von den Niederländern aushelfen lassen zu müssen, die nicht so dumm waren ihre Geparden auszumustern. :)
 
Oerlikon oder wie das heisst? Optisch jedenfalls mal geil, obs was taugt wisst ihr.

aber um auch mal wieder zur sache zu kommen:
die Ukrainer sollen mittlerweile am Stadtrand von Lysychansk angekommen sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Oerlikon oder wie das heisst? Optisch jedenfalls mal geil, obs was taugt wisst ihr.

aber um auch mal wieder zur sache zu kommen:
die Ukrainer sollen sich mittlerweile am Stadtrand von Lysychansk angekommen sein.
Ich mag daran noch nicht glauben, aber eins ist mal sicher, die Ukrainische Armee hat sich eins zu Herzen genommen, was auch im deutschen Militär seit mehr als einem Jahehundert ein prägnanter Satz ist:
"Klotzen nicht Kleckern"
 
Zurück