Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Wieder eine gute Analyse von Oberst Reisner. Nur den Titel hätte ich anders gewählt.
Die Ukraine braucht auf jeden Fall deutlich mehr Waffen und auch schneller.
 
Ok, die Gebiete im Osten und im Donbass scheinen wirklich verloren zu sein.

Häh? Die Aussage ist doch nur, dass diese Gebiete erobert sind. Verloren sind sie erst, wenn man die Hoffnung aufgibt, sie je zurückzuerobern.

Dafür sehe ich keine Anzeichen und an Stelle der Ukraine würde ich Rückeroberungsanstrengungen auch erstmal auf die Region südlich des Dnejpr konzentrieren. Das hat zahlreiche strategische Vorteile, während ein Versuch den Donbass zu jetzigen Zeitpunkt zu befreien, praktisch ein Run in den Kessel zwischen zwei russischen Grenzen und einem russisch kontrollierten Territorium wäre. Und das wofür? Um Leute zu "befreien", die schon seit 8 Jahren gegen die Ukraine Krieg führen?

Also: Stellung halten oder den Russen jeden Meter so teuer wie möglich machen, während man Gegenangriffe an anderer Stelle vorbereitet. In ersterem leistet die Ukraine in den letzten Wochen gute Arbeit, bei letzterem sehe ich noch Ausbaupotential, wenn sie mal endlich schwere Waffen bekommt. Klappt das, kann man in 1-2 Monaten noch mal über den Donbass reden. Bis dahin ist der russisch, aber noch lange nicht "verloren".

(Zumal Russland gerade die Separatisten verheizt, was bedeutet, dass dort nach dem Krieg trotz Zwangsdeportation der ukranischen Zivilbevölkerung keine prorussische Mehrheit leben wird.)


Aber eben NUR wenn eine Offensive auf Odessa auch wirklich kommt.

Korrektur: NUR damit eine solche Offensive eben nicht kommt.

Bei der Rückeroberung der Südukraine nutzen diese Waffen natürlich nichts, da hast du recht. Offensiv würden sie erst zur Absicherung von Vorstößen auf die Krim eine Rolle spielen. Aber soweit ist die Ukraine noch lange nicht. Im Moment hat Russland die strunzdoofen Fehler der ersten Kriegswochen korrigiert und hält gegenwertig mit massivem Materialeinsatz die Initiative in der Hand. Die Ukraine ist also in der Defensive und da ist die Sicherung der Küste, wie von mir beschrieben, ein wichtiger Baustein damit man nicht plötzlich mit einer Südflanke konfrontiert wird.

Im aktuellen Lagebild spielt die Flotte keine große Rolle und leider ist der jetzige Verlauf des Krieges für die Ukraine sehr sehr wichtig. Weniger wegen des potentiell zu verlierenden Gebietes, sondern wegen der dort eingesetzten Einheiten. Die Ukraine will es sich nicht leisten die Gebiete zu verlieren, aber die echte Frage ist, kann es sich die Ukraine leisten die Soldaten zu verlieren.

Kaum. Aber sie kann es sich noch weniger Leisten, einen Großteil der Soldaten abzuziehen, solange die Gefahr im Raum steht, dass die Stellungen der verbleibenden von einem intensiven Seebombardement weggefegt und die relativ küstennahen, wichtigen Verkehrslinien von Landungstruppen abgeschnitten werden.

Russland ist, wenn man die bisherigen Meisterstrücke der Einsatztaktik bedenkt, sicherlich nicht in der Lage, eine erfolgreiche Massenlandung nach Vorstellung eines NATO-Generals hinzulegen. Also ohne 20-50% der Einheiten schon an den ersten beiden Tagen zu verlieren. Aber Putin hat bewiesen, dass ihm das im Zweifelsfall egal ist und auch 50% dessen, was Russland an Land schmeißen kann, wäre für die Ukraine ein massives Problem. Also muss sichergestellt werden, dass kein russisches Schiff in Sichtweite der Küste überlebt. Auch dann nicht, wenn Russland in massiven Raketenangriff 2/3 der Verteidigungsstellungen neutralisiert.

Auch ist das Meer eben KEIN so wichtiger Nachschubweg mehr nachdem Mariupol gefallen ist, die Landverbindung zwischen Russland und der Krim steht, das war eines der wesentlichen Zwischenziele des Russischen Angriffs, der Verlust der Moskwa als AA Plattform wurde durch die Verlagerung von AA Systemen auf Snake Island einigermaßen ausgeglichen.

Und jetzt brauchen letztere regelmäßigen Nachschub ;) .

Langfristig braucht die Ukraine die Fähigkeit russische Schiffe weiterhin angreifen zu können, aber das bringt ihr nix wenn sie sich bis an den Dnjepr zurückziehen muss. Harpoons sind toll, helfen aber nicht gegen die Munitionsknappheit der UKR Artillerie bzw. gegen die Feuerüberlegenheit der Russen im Donbass.

Keine Widerrede von mir.
Ich sage nicht, dass anderes unwichtig wäre, ich sage nur, dass die wenigen Dutzend Harpoons eine Bedeutung haben. Artilleriemunition in gleichem Wert (oder gar gleichem Gewicht :ugly:) dagegen hätte die Ukraine bei ihrem derzeitigen Einsatz an einem Nachmittag verbraucht.
 
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Wieder eine gute Analyse von Oberst Reisner. Nur den Titel hätte ich anders gewählt.
Die Ukraine braucht auf jeden Fall deutlich mehr Waffen und auch schneller.
Naja, im Grunde hat er nicht wirklich viel Neues erzählt.
Das die Ukraine deutlich mehr schwere Waffen braucht und das der Westen aktuell kaum genug liefert um die Abnutzung im Donbass so "halbwegs" auszugleichen, ist ja absolut kein neuer Umstand, genauso wenig wie das es der Ukraine an Artillerie mit größerer Reichweite mangelt und an mehr Munition für selbige.
Gerade letzteres reißt er ja sowieso überhaupt nur sehr wage und knapp gegen Ende, als Fragestellung, an...

Ansonsten frag ich mich nach wie vor wo der reale Mehrwert dieser kurzen eingespielten Videoschnippsel von Waffensystemen sein soll, die da in den Videos eingestreut werden.
Wirklichen faktischen Mehrwert haben die jedenfalls nicht.
Bei dem S-300 Einschnitt z.B. ist sachlich / nüchtern betachtet jedenfalls nicht erkennbar, wie von ihm dargestellt, das die S-300 ein effektives Luftabwehrinstrument ist.
Im Grunde haben diese Videoschnippsel so kaum Mehrwert, als die reine Effekthascherei, oder das man mal gesehen hat wie das Teil in etwa ausschaut (was man auch auf Wikipedia / Google Bildersuche könnte). ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Häh? Die Aussage ist doch nur, dass diese Gebiete erobert sind. Verloren sind sie erst, wenn man die Hoffnung aufgibt, sie je zurückzuerobern.
Wie es aktuell aussieht haben sie nichts entgegenzusetzen. Und vom zurückerobern ist man ganz weit entfernt.
Die müssen zusehen das vor allem ihre menschlichen Verluste reduziert werden.
Das bricht irgendwann auch die Moral der Truppe, wenn sie mit ansehen müssen, wie ihre Kameraden in Scharen fallen. Dann fragen sie sich auch ob sie nicht sinnlos verheizt werden.
Ohne mehr schwere Waffen kann man das aktuelle Dilemma aber nicht ändern.

Naja, im Grunde hat er nicht wirklich viel Neues erzählt.
Das die Ukraine deutlich mehr schwere Waffen braucht und das der Westen aktuell kaum genug liefert um die Abnutzung im Donbass so "halbwegs" auszugleichen, ist ja absolut kein neuer Umstand, genauso wenig wie das es der Ukraine an Artillerie mit größerer Reichweite mangelt und an mehr Munition für selbige.
Was er überhaupt nur sehr wage und knapp gegen Ende als Fragestellung anreißt...
Naja, er hat da einiges aufgedröselt. Wie die verschiedenen Einheiten und Bereiche in der Armee zusammenarbeiten.
Wo die aktuellen Stärken und Schwächen der ukrainischen Armee sind.
Im Grunde haben diese Videoschnippsel so kaum Mehrwert, als die reine Effekthascherei, oder das man mal gesehen hat wie das Teil in etwa ausschaut (was man auch auf Wikipedia / Google Bildersuche könnte). ;)
Ich denke um es unterhaltsamer zu machen. Wenn ein paar bewegte Bilder eingeblendet werden.

Aber du bist wahrscheinlich der bessere Militärexperte, oder? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke um es unterhaltsamer zu machen. Wenn ein paar bewegte Bilder eingeblendet werden.

In dem Punkt könnten die Östereicher bei ihren Videos durchaus noch das eine oder andere bei der Bundeswehr abschauen, in Bezug auf professioneller Aufmachung der Videos, umgedehrt könnte die Bundeswehr aber auch noch das eine oder andere in Bezug auf kommunizierten Inhalt lernen, gerade wenn man die Videos bzgl. des Inhalts zum Ukrainekrieg zwischen beiden vergleicht, wo die Videos der Bundeswehr nicht so glänzen können und es doch mehr wie sehr aufgesetzte Werbevideos, zum anwerben für die Bundeswehr wirkt(e). ;)

Aber du bist wahrscheinlich der bessere Militärexperte, oder? ;)
Was hat das eine Bitte mit dem anderen zu tun, oder was soll die dumme Aussage von dir?
Ich habe ja wohl nirgends die fachliche Kompetenz von Herrn Reisner kritisiert / in Frage gestellt, als nur angesprochen das die optische Präsentation (der Videoeinschnitte) keinen wirklichen Mehrwert erzeugt!
Dazu muss man kein Militärexperte sein, da reicht es auch schon im Bereich Medien etwas Ahnung zu haben.
 
Die müssen zusehen das vor allem ihre menschlichen Verluste reduziert werden.
Das bricht irgendwann auch die Moral der Truppe, wenn sie mit ansehen müssen, wie ihre Kameraden in Scharen fallen. Dann fragen sie sich auch ob sie nicht sinnlos verheizt werden.
Dachte ich auch. Und entsprechend verwundert bin ich, dass die Russen denen das seit Monaten so geht/ging immer noch weiter an die Front laufen bis auf wenige vereinzelte Grüppchen die verweigern.
Klar, wer in der russischen Armee nen Befehl verweigert ist potentiell tot. Aber bei mancher Aktion ist das Ergebnis bei Befolgung ziemlich sicher dasselbe.
 
Was hat das eine Bitte mit dem anderen zu tun, oder was soll die dumme Aussage von dir?
Ich habe ja wohl nirgends die fachliche Kompetenz von Herrn Reisner kritisiert / in Frage gestellt, als nur angesprochen das die optische Präsentation (der Videoeinschnitte) keinen wirklichen Mehrwert erzeugt!
Dazu muss man kein Militärexperte sein, da reicht es auch schon im Bereich Medien etwas Ahnung zu haben.
Achso, dann ist ja gut. Hatte sich zuerst im Kontext mit deinem anderen Geschriebenen fast so angehört. ;)
 
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Twitter. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Wenn das mit dem selben Erfolg läuft wie das letzte mal haben wir bald den nächsten Krieg.
 
Ansonsten frag ich mich nach wie vor wo der reale Mehrwert dieser kurzen eingespielten Videoschnippsel von Waffensystemen sein soll, die da in den Videos eingestreut werden.
Wirklichen faktischen Mehrwert haben die jedenfalls nicht.
Bei dem S-300 Einschnitt z.B. ist sachlich / nüchtern betachtet jedenfalls nicht erkennbar, wie von ihm dargestellt, das die S-300 ein effektives Luftabwehrinstrument ist.
Im Grunde haben diese Videoschnippsel so kaum Mehrwert, als die reine Effekthascherei, oder das man mal gesehen hat wie das Teil in etwa ausschaut (was man auch auf Wikipedia / Google Bildersuche könnte).
Aufgabe des Kanals ist es ja nicht, eine sehr gute Videogestaltung zu machen, sondern der Inhalt muss passen. Die Erläuterung waren ja trotzdem gut und ich sehe, wie viel sie auf Twitter unterwegs sind. Ich denke mal die Aufnahme vom S300 wurde genommen, weil es eine der wenige Aufnahmen im Einsatz ist, nachdem einige System gespendet wurden und die russische Seite eine Woche später behauptet haben, sie hätten mit ihren "hochpräzisions"
Raketenangriffe alle zerstört. Das Video vom System ist gut so wie es ist, es zeigt das Vorhandensein des Systems, verrät aber nicht zu viele Daten über den Standort, ich wünschte die Ukrainer wären sonst so bedacht.
Für das Video des Bundesheer war die die Einbindung so nicht wirklich sinnvoll, es hätte weitere Ausführung dazu gefehlt.

Was mir teilweise ein bisschen komisch vorkommt, sind die genannten Zahlen. Ich würde vermuten, dass aus Polen mittlerweile mehr Panzer in der Ostukraine sind. Ebenfalls dachte ich, dass die USA auch M113 liefern wollte?

---------------------------------------

Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, die USA schiebt zeitnahe nochmal 100 M777 hinterher. Ansonsten fand ich das was UK gemacht nicht schlecht, einfach M109 kaufen, reparieren und dann liefern. Würde es von den Dinger ausreichend Stück geben und auch Ersatzteile, wäre das doch das sinnvollste Konzept oder nicht?

Mal sehen wie gut die Geparden funktionieren werden, aus meiner Laiensicht könnten die ja gut ins Konzept passen, wenn sie es schaffen die zahlreichen Orlan und andere Drohnen aus der Luft holen und so die Artillerie schützen können.
Wie es aktuell aussieht haben sie nichts entgegenzusetzen. Und vom zurückerobern ist man ganz weit entfernt.
Die müssen zusehen das vor allem ihre menschlichen Verluste reduziert werden.
Das bricht irgendwann auch die Moral der Truppe, wenn sie mit ansehen müssen, wie ihre Kameraden in Scharen fallen. Dann fragen sie sich auch ob sie nicht sinnlos verheizt werden.
Ohne mehr schwere Waffen kann man das aktuelle Dilemma aber nicht ändern.
Ich glaube es ist mehr eine Frage der Qualität, die dort an Soldaten verloren geht. Es ist wie mit den Asovsoldaten in Mariupol, dass waren sehr gut ausgebildete und auch ausgestattete Einheiten, die dort verloren wurden. Bei den Russen ist halt der Vorteil von Material, die können den ganzen Tag mit Artillerie schießen und sonst nichts machen, da brauchst du nicht überall Qualität und hohe Moral.
 
Haben sie auch, nur sind M113 das Gegenteil von gepanzert, ein Kamerad sagte letztens da schießt ne Pistole seitlich durch.
Ist wahrscheinlich übertrieben, aber Gefechtsfahrzeuge sind das wirklich nicht.
Nö, das nicht mal übertrieben. ;)

Ohne weitere Zusatzpanzerung besteht die Panzerung des M113 in der Standardausführung nur aus einer 12 bis 38mm starken Aluminumlegierung.
Die primäre Forderung bei der Entwicklung des M113 war damals um 1960 auch nicht ein möglichst umfassender Schutz gegen Infanteriewaffen (primär vor allen frontaler Schutz vor Granatsplittern und dem Beschuss durch kleinere Kaliber bis 7,62mm), sondern vor allen möglichst leicht zu sein (ca. 12,3t Gefechtsgewicht), um noch als Last unter Hubschraubern transportiert werden zu können.

Es gab schon in Vietnam damals, soweit ich mich erinnere gelesen zu haben, Berichte davon das der M113 vor allen bei Seiten- / Hecktreffern, bedingt durch die 12mm starke Aluminiumlegierung, durchaus auf "kürzere Entfernungen" selbst von Pistolen durchschlagen werden konnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube es ist mehr eine Frage der Qualität, die dort an Soldaten verloren geht. Es ist wie mit den Asovsoldaten in Mariupol, dass waren sehr gut ausgebildete und auch ausgestattete Einheiten, die dort verloren wurden. Bei den Russen ist halt der Vorteil von Material, die können den ganzen Tag mit Artillerie schießen und sonst nichts machen, da brauchst du nicht überall Qualität und hohe Moral.
Ja eben. Qualität von Einheiten nützt nichts wenn sie das Material nicht haben.
 
Jetzt wird es mal Zeit,
richtig schwere Waffen zu liefern.

Putin"s Großmachtfantasien wird man nicht mit diplomatischen Mitteln lösen können.
Egal wo es kracht,
der Ivan mischt immer mit.
Jetzt sollte Schluß damit sein,
für immer und ewig ...
 
[...]
Egal wo es kracht,
der Ivan mischt immer mit.
Jetzt sollte Schluß damit sein,
für immer und ewig ...

Quasi so wie in dem Song, nur halt mit Russland statt Schland? Oder was schwebt dir da genau vor? Klingt ja schon, als würdest du dir eine sehr... endgültige Lösung wünschen.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
19:01 Uhr

Ukrainischer Gouverneur: Russland verlegt Truppen nach Sievierodonetsk


Nach Angaben des Gouverneur der ukrainischen Region Luhansk, Serhiy Gaida, hat Russland eine große Anzahl Reservetruppen aus anderen Kampfgebieten nach Sievierodonetsk verlegt, um die volle Kontrolle über die östliche Frontstadt zu erlangen. Weil es bereits so viele von ihnen gibt, bilden sie eine kritische Masse", sagte er im nationalen Fernsehen. Die russischen Streitkräfte würden bereits den größten Teil, aber nicht die gesamte Stadt kontrollieren.

13:55 Uhr

Ukrainer verabschieden sich mit Trauerfeier von getötetem Aktivisten


Hunderte Ukrainer haben in Kiew Abschied von dem im Krieg getöteten Demokratie-Aktivisten Roman Ratuschny genommen. Der 24-Jährige wurde am 9. Juni nahe der Stadt Isjum in der ostukrainischen Region Charkiw bei Kämpfen mit russischen Truppen getötet. Ratuschny hatte eine wichtige Rolle in der pro-europäischen Revolution von 2013-2014 gespielt. Ratuschny - damals Schüler - war einer der ersten Demonstranten auf dem Maidan im Winter 2013/2014 gewesen. Später engagierte er sich im Kampf gegen die Korruption. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am vergangenen 24. Februar trat er in die Armee ein.

13:50 Uhr

Bundesnetzagentur: Moskau treibt Gaspreise


Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sieht in der Drosselung der Gaslieferungen eine klare Strategie Russlands. Müller sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Russland liefert nun seit Tagen deutlich weniger Gas nach Deutschland und nach Europa. Das soll uns verunsichern und die Preise treiben. Deshalb organisiert die Bundesregierung zusätzliches Flüssiggas und das Gasspeichergesetz wirkt. Gas einsparen und einspeichern für den Winter ist jetzt das Gebot der Stunde."

Der russische Staatskonzern Gazprom hatte den Gasfluss durch die Ostseepipeline Nord Stream in den vergangenen Tagen verringert. Begründet wurde dies mit Verzögerungen bei der Reparatur von Verdichterturbinen. Die von den ausbleibenden Lieferungen betroffenen Unternehmen könnten diese Mengen zurzeit anderweitig am Markt beschaffen, so die Bundesnetzagentur. Die Großhandelspreise seien in Folge der Lieferreduzierung spürbar gestiegen und hätten sich zuletzt auf höherem Niveau eingependelt. Es könne weiterhin Gas eingespeichert werden. Die aktuellen Füllstände der Speicher in Deutschland liegen demnach bei rund 56,7 Prozent.

11:01 Uhr

BKA hat Hinweise auf Hunderte Kriegsverbrechen


Das Bundeskriminalamt (BKA) hat mehrere Hundert Hinweise auf Kriegsverbrechen von Soldaten der russischen Armee in der Ukraine. Ermittelt werde nicht nur zu Tätern, sondern auch zu den militärisch und politisch Verantwortlichen, sagte BKA-Präsident Holger Münch der "Welt am Sonntag". Ziel sei es, die Verantwortlichen zu identifizieren, ihnen Taten nachzuweisen und die Täter vor ein Gericht zu stellen. Nach dem Weltrechtsprinzip können Kriegsverbrecher auch in Deutschland vor Gericht gestellt werden. Der Generalbundesanwalt, in dessen Auftrag das BKA ermittelnd tätig sei, führe derzeit ein Strukturermittlungsverfahren, aber noch keine Verfahren gegen einzelne Verdächtige, sagte Münch.

06:32 Uhr

Zwei gefangene US-Bürger präsentiert


Russische Medien haben zwei US-Bürger vorgeführt, die in der Nähe der ukrainischen Großstadt Charkiw gefangen genommen worden sein sollen. Die beiden Männer sollen für die ukrainische Armee gekämpft haben.

Ein Gefangener wurde im Kremlsender RT präsentiert. Er übermittelte einen Gruß an seine Mutter und sprach von der Hoffnung, nach Hause zurückkehren zu dürfen.

Der andere Mann sagte der kremlnahen Zeitung "Iswestija", er habe der westlichen "Propaganda" von den "schlechten Russen" geglaubt und sei deswegen in den Krieg gezogen. "In den westlichen Medien wird uns nicht gesagt, wie inkompetent und korrupt die ukrainische Armee ist." Das Interview wurde , bereits über den Telegram-Kanal der Zeitung verbreitet.

Beide Soldaten stammen nach russischen Angaben aus dem US-Bundesstaat Alabama. Es ist unklar, ob sie zu den Medienauftritten gezwungen wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück