Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Nene. Der will Vorbereitungen für einen heißen Krieg, weil er davon ausgeht, dass der Konflikt über die Grenzen der Ukraine hinaus gehen wird.

Britischer Armeechef mahnt zur Vorbereitung auf Kriegseinsatz

Der neue Generalstabschef der britischen Streitkräfte hat Medienberichten zufolge in einem Rundschreiben an alle Soldaten die Vorbereitung auf einen Kriegseinsatz in Europa gefordert. Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine müsse sich Großbritannien auch auf weitere russische Aggressionen auf dem europäischen Festland einstellen, argumentierte General Patrick Sanders der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Es gibt jetzt den dringenden Zwang, eine Armee aufzubauen, die in der Lage ist, an der Seite unserer Verbündeten Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen", zitierte PA aus dem Schreiben des Generalstabschefs, der seinen Posten am vergangenen Montag angetreten hatte. Der Generalstabschef ist der ranghöchste Soldat der britischen Landstreitkräfte.

Quelle: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-sonntag-151.html#Armeechef
 
Der liegt aber 30 Jahre zurück. Die "Geübten" von damals sind mittlerweile in Rente, und die "großen" Armeen von damals haben in den Jahrzehnten mehr Rotstift als Investitionen gesehen.
 
Ja und deswegen muss man ja auch was verändern weil die Leistungsfähigkeit von damals nicht mehr gegeben ist.
 
Das kommt doch nicht wirklich überraschend, oder sollte verwunderlich sein.
Besonders schwere Gefechte & ausweglos erscheinende Lagen gehen immer zu Lasten der Moral der Soldaten, auf beiden Seiten und führen dazu das sie in der Regel, auf Grund der damit einhergehenden Belastung vermehrt zum desertieren neigen.
Es wäre ehr "verwunderlich" gewesen, auf Grund der aktuellen Intensivität der Gefechte, wäre es bei den Ukrainern im Donbass im Moment nicht so.
Und wenn da nicht bald mal endlich schwerere Waffen ankommen, wird die Moral der Ukrainer noch mehr sinken.
 
Es halt so eine Sache mit der Moral, da kommt es wohl auch darauf an, woher du kommst in der Ukraine und wo du aktuell eingesetzt wirst. Die meisten Probleme werden die Einheiten haben, die seit Ewigkeiten eine Front halten müssen und dort dem ganzen Tag Artillerie ausgesetzt sind. Es gibt ja schon Einheiten, die irgendwann die Waffen nieder gelegt haben und denen jetzt eine Strafe droht, es gab die Tage auch eine Apell an die Männer aus der Westukraine, dass sie sich auch mehr daran beteiligen sollen, ihr Land zu vereidigen.

hier eine angebliche Aussage eines amerikanischen Freiwilligens

FVkEenzWAAAu73t.jpg

Ich kann mir das Ganze schon so vorstellen, ein bestimmter Anteil an Verlusten erleidet man ja wohl immer durch sich selbst. Ein bisschen klingen die Erwartungen auch so, als wäre er zu verwöhnt von amerikanischen Einsätzen.

Zum Thema Brücken und das informieren von Soldaten:
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Zoka übrigens ein gutes Beispiel für einen pro russischen Kanal von einem Serben, welcher als Profilbild den Soldat mit dem Rucksack aus Mariupol hat, welcher letztens ein Bein an eine Mine verloren hat und für den Tod von hunderten von Zivilisten dort verantwortlich ist.

Zum Thema schwere Waffen: Aus Australien und Deutschland sollen laut Gerüchten wohl noch mehr Haubitze geliefert werden und 2 Länder aus Osteuropa wurden wohl gebeten, die Produktion von Artilleriemunition im alten Sowjet Standard zu verstärken.

Ich frage mich immer noch, wo die 200 M113 aus den USA sein sollen.

Angeblich soll es die Nacht auf Snake Island gekracht haben, mal sehen, ob da wirklich etwas dran ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es halt so eine Sache mit der Moral, da kommt es wohl auch darauf an, woher du kommst in der Ukraine und wo du aktuell eingesetzt wirst. Die meisten Probleme werden die Einheiten haben, die seit Ewigkeiten eine Front halten müssen und dort dem ganzen Tag Artillerie ausgesetzt sind. Es gibt ja schon Einheiten, die irgendwann die Waffen nieder gelegt haben und denen jetzt eine Strafe droht, es gab die Tage auch eine Apell an die Männer aus der Westukraine, dass sie sich auch mehr daran beteiligen sollen, ihr Land zu vereidigen.
Ist eben wie überall.
Nur wenige gehen freiwillig an die heisse Front.
Die durchsickernden Verlustraten von 100 Mann/Tag auf ukrainischer und mutmaßlich ähnlich hohen Verlustzahlen bei den Russen bedeuten nüchtern, dass pro Woche grob ein Battalion mit 1.000 Mann draufgeht.
Bedeutet, dass nur wenige länger als 4-8 Wochen am Leben bleiben.

hier eine angebliche Aussage eines amerikanischen Freiwilligens
Sieht man mal von Korea oder Vietnam ab (von denen wird kaum noch einer in der Ukraine herumspringen, mit Rollator kämpft es sich schlecht) dürfte der Freiwillige /Veteran (?) eher massivste Luft- und Ari- Unterstützung gewohnt sein und hat bisher eher gegen schlecht ausgebildete Soldaten gekämpft.
Russen mit Panzern, Ari und Kampfhubschraubern sind da einfach eine andere Liga.
Der Link funktioniert nicht
Ich kann mir das Ganze schon so vorstellen, ein bestimmter Anteil an Verlusten erleidet man ja wohl immer durch sich selbst. Ein bisschen klingen die Erwartungen auch so, als wäre er zu verwöhnt von amerikanischen Einsätzen.
s. o.
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Sind die da tatsächlich mit einem LKW voll speed über eine Brücke gefahren, wo man noch Kampfspuren kurz vor dem Knall auf dem Video sieht?
Nun ja, sagen wir es mal so, wäre ich Russe, würde ich jede Brücke, die ich auch nur kurzzeitig im Besitz hätte, mit Sprengfallen bestücken - liegt ja auf der Hand...
Angeblich soll es die Nacht auf Snake Island gekracht haben, mal sehen, ob da wirklich etwas dran ist.
Angeblich um die 40 Raketen von den Ukrainern auf Snakeisland abgefeuert
 
Ist eben wie überall.
Nur wenige gehen freiwillig an die heisse Front.
Die durchsickernden Verlustraten von 100 Mann/Tag auf ukrainischer und mutmaßlich ähnlich hohen Verlustzahlen bei den Russen bedeuten nüchtern, dass pro Woche grob ein Battalion mit 1.000 Mann draufgeht.
Bedeutet, dass nur wenige länger als 4-8 Wochen am Leben bleiben.
Angeblich sogar aktuell bis zu 300 Soldaten täglich auf ukrainischer Seite.
Hatte ich die Tage gelesen. Aber finde den Link/Artikel jetzt nicht.
 
Ist eben wie überall.
Nur wenige gehen freiwillig an die heisse Front.
Die durchsickernden Verlustraten von 100 Mann/Tag auf ukrainischer und mutmaßlich ähnlich hohen Verlustzahlen bei den Russen bedeuten nüchtern, dass pro Woche grob ein Battalion mit 1.000 Mann draufgeht.
Bedeutet, dass nur wenige länger als 4-8 Wochen am Leben bleiben.
Die Ukraine selber spricht sogar von deutlich mehr, erst waren es 200 zuletzt hatte sogar eine Quelle 500 angegeben, aber die letzte Zahl könnte auch zu andere Zwecken genannt wurden sein.
Russen mit Panzern, Ari und Kampfhubschraubern sind da einfach eine andere Liga.
FVkEenzWAAAu73t.jpg

Sind die da tatsächlich mit einem LKW voll speed über eine Brücke gefahren, wo man noch Kampfspuren kurz vor dem Knall auf dem Video sieht?
Die Brücke haben die Ukrainer selber gesprengt und die Soldaten im Video wollten sie halt noch nutzen.
Angeblich um die 40 Raketen von den Ukrainern auf Snakeisland abgefeuert
Mal sehen, auf der Seite der NASA sind keine Feuer zu sehen.
 
Ich würde darauf jetzt ersteinmal nichts geben, denn in einem Gebiet, wo sich die Frontlinie immer mal wieder kurzfristig verschiebt, da wirste es nicht schaffen alle im Feld befindlichen Einheiten über den letzten Stand zu informieren. Das ist keine Frage von unorganisiert oder nicht. Das jeder Einzelne Kommandeur und/oder Führungsoffizier vor Ort nicht immer von allen Einheiten weiß bzw wusste, das haben auch die USA und andere Staaten während diverser Konflikte und Kriege gezeigt.

In unseren Planspielidealvorstellungen vorm PC ist das natürlich total chaotisch und unorganisiert, aber ich tue mich schwer damit einen auf typisch Deutschen Besserwisser zu machen. Ihr wisst schon: Alle sind Bundestrainer bei der WM. Vor der Baustelle sind alle Polier. Und nun im Krieg alles vermeintlich oberste Strategen und Kommandeure.
 
Es ist für mich schwierig, die derzeit reguläre Ausrüstung eines US-Soldaten zu bewerten oder komplett zu kennen.
Zu meiner Zeit hatte ich hin und wieder zu "Seals" und "Deltaforce" im Rahmen von NATO - "Wettbewerben" Kontakt.
Die hatten schon damals (im Gegensatz zu uns) Knöpfchen auf Funkbasis im Ohr, waren also zumindest bis auf Platoon Ebene miteinander in ständigem Kontakt.
Evtl. vermisst der oben Zitierte diese Informationsgrundlage.
 
Angesichts dessen, dass sich Ukrainer und Russen mit Technik aus dem Kalten Krieg behaken, wäre ein Mangel an dieser Kommunikationsforn nicht ungewöhnlich. Man erinnere sich nur daran, dass die Russen anfangs über unverschlüsselte Mobilfunknetze die Einheiten kommandierten. Ist das eigentlich noch immer so?
 
Man erinnere sich nur daran, dass die Russen anfangs über unverschlüsselte Mobilfunknetze die Einheiten kommandierten. Ist das eigentlich noch immer so?
Keine Ahnung, im Netz schnell gesucht, findet man die Daten von uawardata über russische Einheiten , die angeblich auf Mobilfunkdaten beruhen, Letztstand 13.06.22:
 
Den Ukrainer fehlt es garantiert an Allem, sie waren viele Jahre massiv unterfinanziert. Es gibt auch einige Spendenaktionen, die regelmäßig für verschlüsselte Kommunikation spenden sammeln. Die russische Seite wird wohl auch noch viel das Mobilfunknetz nutzen und ansonsten, benutzen sie teilweise unverschlüsselte Funkgeräte, die ebenfalls aus Spendengeldern stammen.

Die Aktion mit der Brücke kommt mir etwas spanisch vor, entweder ist das Video schon älter oder die Soldaten hatten überhaupt keinen Kontakt nach außen, weil in den letzten Tagen wurden eigentlich keine Brücken gesprengt.

Im Krieg wird wohl immer Chaos herrschen, deswegen kann man es den Ukrainer nicht zum Vorwurf machen, sie haben sich den Krieg ja auch nicht ausgesucht. Sie hätten auch lieber Frieden oder wären für den Krieg besser vorbereitet gewesen.

Ist schon manchmal lächerlich, was da alles so für Sachen passieren. Es gibt auch ein Video, wo ukrainischen Soldaten ein Bild auf einem eroberten russischen Fahrzeug machen und dann ein russischer Panzer aus kurzer Distanz mit dem Hauptgeschütz (ich hoffe das heißt so, bitte nicht schlagen) mitten in die Menge schießt. Die Ukrainer haben auch schon mind. 2 eigene Flugzeuge vom Himmel geholt. Ich habe auch schon Video gesehen, wo ein russischer Soldat einen Baumstamm oder Abschleppstange gegen die Birne bekommt und dann fast vom Panzer überfahren wird, ebenfalls habe ich schon 2 Videos gesehen, wo russische Soldaten von russischen Fahrzeuge einfach überfahren wurden. Russischen Soldaten haben auch schon mehre Unfälle mit Zivilisten gehabt, wo es auch schon Todesopfer gab. usw.
 
Kampfhandlungen sind auch enorme Stresssituationen und Menschen keine perfekten Maschinen.
Das bei zunehmender Zermürbung mehr Fehler und Pannen passieren ist nachvollziehbar.
 
Der neue britische Generalstabschef fordert eine Vorbereitung auf einen Kriegseinsatz. Vorbereiten ist nun nicht gleich in den Krieg ziehen und eher Vorsicht denn Nachsicht walten lassen. Ich frage mich hierbei aber, ob ähnliche Gedankenspiele und ggf auch Pläne bereits in den West- und Zentraleuropäischen NATO-Streitkräften existieren oder zumindest in Vorbereitung sind?

Pläne für so etwas gibt es immer und in allen Armeen. Praktische Vorbereitungen dessen, was darin steht, gab es die letzten 9 Monate aber nur auf russischer Seite. Wir debattieren derweil darüber, ob wir vor Sommer 2023 eine Luftverteidigung in die Ukraine liefern können.
So schreckt man einen Autokraten, der seine Feinde am liebsten überrennt bevor die überhaupt wissen, dass Krieg ist, nicht ab.
 
Als jemand, der sich insbesondere für marinen Umweltschutz und allgemein für Klimaschutz interessiert, hatte ich auf die Pipeline- und Versorgungslage schon einen Blick, als es um den Bau von Nordstream 1 ging. Da hat sich vieles im Hinterkopf angesammelt. Zum aktuell wichtigsten hat Don ja eine kurze Zusammenfassung gegeben.
Ich würde gern das Thema Nordstream 1 aufgreifen, denn nach Darstellung der Nordstream AG ist sie selbst für den Transport des Gases, die Wartung und Instandsetzung der Pipes und Betriebs-Anlagen sowie für die Steuerung der Gasmengen u.n.v.m. verantwortlich. Von daher verstehe ich nicht, wie sich aus der Verantwortung der Nordstream AG die Schuld an der Situation in Richtung Russland entwickeln hat, oder habe ich etwas übersehen?

Quelle: https://www.nord-stream.com/de/betrieb/

"Die Nord Stream AG stellt Kapazitäten für den Transport von russischem Erdgas in das europäische Gasnetz zur Verfügung. Die zwei jeweils 1.224 Kilometer langen Leitungsstränge der Pipeline durch die Ostsee verfügen über eine Transportkapazität von 27,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr.

Als Betreibergesellschaft stellt Nord Stream Kapazitäten für den Transport von Erdgas über sein Pipeline-System zur Verfügung. Zum Aufgabenbereich gehören der Betrieb, die kommerzielle Abwicklung des Gastransports (Dispatching) und die Wartung aller technischen Komponenten des Pipelinesystems. Darüber hinaus stimmt sich Nord Stream kontinuierlich mit den zuständigen Behörden in den Ostseeanrainerstaaten ab und setzt die Umweltauflagen und Standards der jeweiligen Länder um.

Nord Stream ist verantwortlich für den Gastransport vom Beginn der Pipeline, Wyborg in Russland, durch die Ostsee bis zur Anlandestation in Lubmin bei Greifswald. Das über das Pipeline-System transportierte Erdgas ist nicht Eigentum der Nord Stream AG und wird auch nicht von ihr gekauft oder verkauft. Die Abnahme des Erdgases wird durch Vereinbarungen zwischen Gazprom Export und deren europäische Vertragspartner geregelt. In Lubmin, wo die Pipeline die deutsche Küste erreicht, wird das Erdgas durch die Anschlussleitungen OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) und NEL (Nordeuropäische-Erdgasleitung) in das europäische Gasnetz weitergeleitet.

Der Gastransport durch das Nord Stream-Pipelinesystem wird vom Hauptkontrollzentrum am Firmensitz in Zug aus überwacht und gesteuert. Die Mitarbeiter des Kontrollzentrums beaufsichtigen und koordinieren alle technischen Abläufe und den sicheren Betrieb der Pipelines. Das Kontrollzentrum ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr besetzt. Die Mitarbeiter stehen im ständigen Kontakt mit dem Erdgaslieferanten Gazprom Export und den Erdgasempfängern, um den täglichen Gasdurchfluss zu regeln und um sicher zu gehen, dass das System reibungslos funktioniert. Nord Stream betreibt vier verschiedene Einrichtungen des Pipelinesystems: Die Anlandestationen in Russland und Deutschland, wo die Offshore-Pipelines mit den Anschlussleitungen verbunden sind, das Hauptkontrollraum in Zug in der Schweiz und ein zweites, identisches Kontrollzentrum in der Schweiz.

Alle technischen Installationen für den Betrieb der Pipeline befinden sich an den Anlandestationen. Dazu gehören die Isolations- und Notabsperrventile, mit denen die Offshore- und die Onshore-Leitungen voneinander getrennt werden können, sowie verschiedene Sensoren zur Überwachung von u. a. Druck, Temperatur, Gasqualität und Gasdurchfluss."
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Lieferverträge bestehen meines Wissens nach nicht mit der Nordstream AG, sondern mit Gazprom. Wenn die nicht liefern ist das also in erster Instanz deren Schuld. Die Nord Stream AG hat da allenfalls indirekt etwas mit zu tun - Gazprom hatte scheinbar vor, über die Leitung dieser 51%igen Tochter zu liefern. Aber selbst wenn das ausdrücklich in den Verträgen steht (ich hab keinen Einblick), wird sich von den deutschen Abnehmern sicherlich niemand querstellen, wenn Russland stattdessen Jamal, Sojus, Druschba oder auch (via TAP) Blue Stream oder Turk Stream zum Export ihres Gases nutzt. Zusätzlich hat Gazprom auch noch eine 100%ige Tochter, die auf einer kompletten sechsten Pipeline nach Europa sitzt und dort zu Nordstream 1 baugleiche Technik verbaut hat. Die ihre kompletten Kompressorsätze aber auf Jahre hinaus sowieso nicht benutzten wird.

Wenn also wirklich die Gazprom zur Erfüllung der mit Gazprom geschlossenen Verträge zusätzlichen Equipment bei Gazpromtochter 1 braucht, um 2-3 bis vor einer Woche problemlos funktionierende Kompressoren zu ersetzen, kann sie das einfach aus dem Lager von Gazprom Tochter 2 nehmen. Da muss Gazprom nicht warten, bis eine kanadische Firma einen aus der Revision zurückschickt. Und wenn ihr daran gelegen ist, ihre bestehenden Verträge zu erfüllen, dann sollte sie das auch nicht.

Hat sie aber nicht. Und deswegen spielt es auch keine Rolle, dass Gazprom bereits drei Pipelines mit auch offiziell vollkommen intakter Technik stillgelegt hat. Was Putin im Moment abzieht ist schlicht eine glasklare Lieferungsverweigerung = Sanktion. Nur dass er nicht den Mumm hat, sich als Staatschef hinzustellen und sie offen zu verhängen, sondern lieber eine "ooch die arme Wirtschaft, böser Westen"-Show abzieht. Nur das die Wirtschaft halt gar nicht arm ist, sondern der Westen ganz bewusst sämtliche Türen offen gelassen hat, die für die Erfüllung der Verträge nötig sind. Diese Details auszuklamüsern war ja einer der Gründe, warum die Sanktionen nach der russischen Invasion so lange haben auf sich warten lassen.
 
Nur das die Wirtschaft halt gar nicht arm ist, sondern der Westen ganz bewusst sämtliche Türen offen gelassen hat, die für die Erfüllung der Verträge nötig sind.
Das war ja das Ziel. Russland solle brav weiter liefern, auch wenn es sanktioniert wird. Ich frage mich wirklich, wer sich das überlegt hat und nicht bedacht hat, dass die auch abdrehen können, was gerade passiert. Der Grund für die Aussage der fehlenden Teile dürfte sein, nicht offiziell zu sagen, dass die nicht mehr liefern, denn dann würden sicher einige ihre Zahlungen einstellen. So kann Russland sagen, dass die Sanktionen am Ausfall schuld sind und muss nicht offiziell sagen, dass die jetzt auch sanktionieren.
 
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