14:19 Uhr
Aus dem Donbass im Osten der Ukraine wird entlang der gesamten Frontlinie starker Beschuss gemeldet. Besonders betroffen ist nach wie vor die Stadt Sjewjerodonezk, wie
ARD-Korrespondent Vassili Golod berichtet. Russland kontrolliert zwar große Teile, aber nicht die ganze Stadt. Auch die umliegenden Orte stehen unter starkem Beschuss, viele Menschen wurden evakuiert.
14:11 Uhr
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben mit einem Raketenangriff einen Führungsgefechtsstand der ukrainischen Streitkräfte mit mehr als 50 hochrangigen Offizieren zerstört. Das sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Andere Raketen hätten eine Eisenbahnstation im Gebiet Dnipropetrowsk getroffen, wo gerade ukrainisches Militär verladen worden sei. Auch im Gebiet Donezk sei eine größere ukrainische Einheit mit Raketen beschossen worden.
12:52 Uhr
Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in Charkiw ein Panzer-Reparaturwerk mit Iskander-Raketen beschossen. Zudem seien in Mykolajiw zehn Haubitzen und bis zu zwanzig Militärfahrzeuge zerstört worden. Dieses Kriegsgerät sei in den vergangene zehn Tagen von westlichen Ländern an die Ukraine geliefert worden.
11:22 Uhr
Nach Ansicht des britischen Verteidigungsministeriums leidet auch die ukrainische Kampfmoral unter den schweren Gefechten im Donbass. "Ukrainische Kräfte haben wahrscheinlich in den vergangenen Wochen unter Desertionen gelitten", schreibt das Ministerium bei Twitter ohne Angaben zu den Quellen zu machen.
Auf russischer Seite sei das Problem niedriger Moral sogar größer. Seit Beginn des russischen Angriffs hatte es immer wieder Berichte über russische Soldaten gegeben, die Fahnenflucht begingen. "Es gibt weiterhin Fälle, in denen gesamte russische Einheiten Befehle verweigern, und es kommt weiterhin zu bewaffneten Konfrontationen zwischen Offizieren und Soldaten" so die Mitteilung weiter.
Hintergrund für die niedrige russische Moral seien unter anderem eine als unfähig wahrgenommene Führung, begrenzte Möglichkeiten zur Rotation von der Front, hohe Verluste, Stress, schlechte Logistik und Probleme mit der Bezahlung.