Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Aber das ist dann bestimmt auch wieder irgendwie falsch, oder nicht wahr, oder absichtlich verdreht.
Es gibt nicht unbedingt richtig und falsch. Man muß auch immer die Bedingungen sehen.
Russland hat sich in den letzten 20 Jahren auf vielen Gebieten rasant entwickelt und große Erfolge errungen.
Warum kann man das nicht akzeptieren?
Klar sterben russische Männer früher, weil sie früher einfach Massen gesoffen haben und durch Schlampigkeit häufig verunfalten.
Ich habe Russen kennengelernt die ohne zu zucken 2 Wasserglas voll Wodka auf Ex aussoffen und Nachschlag verlangten.

Bei solchen einer Diskussion, ist aber das ignorieren Strategischer Interessen und Hintergründe fahrlässig und verstellt den Blick auf die Realität. So wie Russland die USA von seiner Grenze weghaben will, so haben die ein Interesse daran dort zu stänkern.
Wozu sonst seine Kohle dort versenken, während in den USA die Brücken zusammenfallen und kein Geld für die Infrastruktur vorhanden ist?
Warum Raketenabschußrampen in Polen und Rumänien aufbauen, die niemals Iranische Atomraketen abschießen können?
Gibt es nicht mit eigenen Wahlen Probleme, das sie sich um andere "sorgen"?
Warum gibt es Sanktionen und Theater wegen Navalny, während Assange gequält wird?

Uns hier in Deutschland schadet das alles und die Bevölkerung zahlt wieder dafür und für was?
Warum wird das von Journalisten nicht kritisch hinterfragt, sondern eher angeheizt?
 
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Es gibt nicht unbedingt richtig und falsch. Man muß auch immer die Bedingungen sehen.
Russland hat sich in den letzten 20 Jahren auf vielen Gebieten rasant entwickelt und große Erfolge errungen.
Warum kann man das nicht akzeptieren?
Nenne mir mal die Sprünge und "großen Erfolge".

Klar sterben russische Männer früher, weil sie früher einfach Massen gesoffen haben und durch Schlampigkeit häufig verunfalten.
Ich habe Russen kennengelernt die ohne zu zucken 2 Wasserglas voll Wodka auf Ex aussoffen und Nachschlag verlangten.
Rumänische Männer sind da nicht viel anders und leben im Schnitt trotzdem 5 Jahre länger. :P

Bei solchen einer Diskussion, ist aber das ignorieren Strategischer Interessen und Hintergründe fahrlässig und verstellt den Blick auf die Realität. So wie Russland die USA von seiner Grenze weghaben will, so haben die ein Interesse daran dort zu stänkern.
Wozu sonst seine Kohle dort versenken, während in den USA die Brücken zusammenfallen und kein Geld für die Infrastruktur vorhanden ist?
Bis auf Moskau und vielleicht noch St. Petersburg, ist Russland nicht gerade ein Vorzeigeland, was Infrastruktur angeht. Der größte Teil des Landes ist schlicht am Verdrecken und/oder verrotten.

Warum gibt es Sanktionen und Theater wegen Navalny, während Assange gequält wird?
Assange wird gequält? Srly? Der Typ sollte nach Schweden zurück, weil es dort eine Anzeige wegen Vergewaltigung gab. Er machte daraus den Vorwand, dass man ihn nach USA abschieben will und verkroch sich in einer Botschaft. Denen ging er wohl am Ende so sehr auf den Sack, dass man ihn einfach vor die Tür setzte, was letztendlich zur Verhaftung und zur Abschiebehaft in GB führte, wo er sich noch immer juristisch gegen die Auslieferung wehren darf, kann und es auch tut.

Wäre er Russe, man hätte ihn entweder bereits vergiftet, oder er würde in einem Gulag verschwunden sein.

Der Punkt ist der, dass es in der Politik tatsächlich viele Drecksäcke gibt. Nawalny will ich davon nicht mal ausnehmen. In einer Demokratie darf man sich aber die Drecksäcke aussuchen, von denen man verarscht werden will. Wenn man an der Macht ist und dann andere Drecksäcke, die einem als Drecksack gefährlich werden könnten, mit den Mitteln des Staates klein hält, unterdrückt oder zu töten versucht, dann nennt man das repressive Diktatur. Und wie man es auch dreht und wendet, repressive Diktaturen sind für die eigene Bevölkerung immer, hörst du: IMMER!, schlecht.

Hinweis: Der vorherige Absatz kann Spuren von Zynsimus und Sarkasmus enthalten.

Uns hier in Deutschland schadet das alles und die Bevölkerung zahlt wieder dafür und für was?
Warum wird das von Journalisten nicht kritisch hinterfragt, sondern eher angeheizt?
Das wird schon kritisch begleitet. Du kannst es anders darstellen, aber es ist so.
 
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Nenne mir mal die Sprünge und "großen Erfolge".

Na zuerst einmal das wegstecken der Sanktionen und Aufbau eigener Kapazitäten.
Zum Beidpiel Infrastruktur.

Gibt auch haufenweise einzelne Beispiele die es unterstreichen.

Sind jetzt auch einer der größten Automobilhersteller der Welt.

Es entwickelt sich, so das viele Ukrainer nach Russland schauen, oder dort arbeiten.
Auf jeden Fall für viele Russen in der Ukraine attraktiv. Es gibt östlich des Dnepr, einige Sympathien für eine Republik Novorossia, oder sogar für einen Anschluss an Russland.
Das ist ein Problem für die Ukraine.
Gerade in den Bezirken am Schwarzen Meer, oder östlich des Dnepr gibt es viele Sympathisanten und "Offene Rechnungen , wenn man zB an das Massaker im Gewerkschaftshaus denkt.
Ich glaube auch das dies den Ukrainern bewusst ist und sie fürchten das Teile ihrer Truppen desertieren könnten.
Warum erklärt Selensky sonst das keine Gefahr besteht aber Biden genau das Gegenteil?
Vielleicht ist es einfach die Angst vor einem Zerfall der Ukraine?
Russland muß nur warten und attraktiv auf die Menschen wirken.

Deshalb unter anderem, denke ich nicht das die Russen ihr " Brudervolk" angreifen. Es bringt nur Probleme und zerstört Sympathien in Russland und der Ukraine.
Wenn die Ukraine angreift, dann werden sie als " Retter" kommen.

Politik ist so und keine der beiden Seiten ist sauber. Am Ende zahlen die Menschen die Zeche
Die sollen übrigens auch wieder vor Ort sein.

Die Begeisterung scheint auch nicht riesig zu sein.
Darin heißt es: „In einer Kampfsituation kann der Kommandeur Waffen benutzen oder den Untergebenen Anordnungen zum Waffengebrauch erteilen, wenn kein anderer Weg vorhanden ist, das Vergehen zu beenden.“5 Damit wird, so die Agentur Newsweek in ihrem Bericht, „den Kommandeuren gestattet, in den bewaffneten Streitkräften auf Deserteure oder Befehlsverweigerer zu schießen.“6

Assanges Verfahren in Schweden ist lange eingestellt und er sitzt immer noch in Einzelhaft .
"Auch nach Verbüßung der fünfzigwöchigen Haftstrafe (wegen des Verstoßes gegen Kautionsauflagen) im September 2019 muss Assange wegen des Auslieferungsantrages der Vereinigten Staaten in Haft bleiben."

Stelle dir das mal in Russland vor, mit einem "Kritiker". Was wäre hier los, aber so....
 
Kurzer Einwurf zur Infrastruktur, so als Bauigel:
Zunächst: Nicht dass wir in Mitteleuropa oder gar in Deutschland mit vergleichbaren Themen kämpfen... :D

Die Dimensionen der USA wie Russland sind ungleich größer als bei uns und entsprechend eben die infrastrukturellen Herausforderungen.
Ich war in beiden Ländern beruflich Monate/Jahre unterwegs und wen man Arbeiteroutskirts von Detroit oder Landstraßen in North Dakota sieht, Merde...
Das gleiche eben in Russland, sobald man die großen Autobahnen verlässt...
Wahllos herausgegriffene Nationalstraßen, jeweils ca. 100 km von der Hauptstadt entfernt:
1.JPG

2.JPG


Und???

Edit:
Gleicher Straßentyp ca. 120 km südlich von Berlin.
Google-Bilder sind in Deutschland rar...
3.JPG


Kurzum: Wir in Deutschland sollten zunächst infrastrukturtechnisch zu Russland und USA aufschließen, bevor wir den Lehrmeister heraushängen lassen. :daumen:
 
Hmm -- die Ukraine greift an. Mal sehen, wann sie Moskau eingenommen haben.
Die Ukraine hätte nie ihre Atomwaffen abgeben sollen. Das kommt davon, wenn man den Russen vertraut.
Ich halte es auch für stark optimistisch, dass die Ukraine militärisch in der Lage wäre, Russland ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die ringen seit Jahren mit ein paar Separatisten im eigenen Land ohne Boden zu gewinnen.

Und Atomwaffen? Na ja, selbst wenn sie welche gehabt hätten, hätten sie ein über Moskau abwerfen sollen, als die Russen die Krim besetzten?
Die atomare Abschreckung funktioniert eigentlich nur, so lange es keine direkten Kampfhandlungen zwischen Atomwaffenstaaten gibt. Z. B. den Pakistanis und Indern nützt deren atomares Waffenarsenal eigentlich gar nix. Immer wieder Scharmützel, aber auf den roten Knopf drückt trotzdem keiner, obwohl die sich auf Blut hassen.
 
Es ist eine unkluge Option, Millionen von Zivilisten für ein Stück Land zu opfern.
just my 2 cents
Wieso opfern? Es soll ja nur gedroht werden.

Bisher wurden nur zweimal in der Geschichte Atomwaffen eingesetzt.
Das war natürlich schrecklich.

Es hätte ohne Atomwaffen aber mit Sicherheit einen 3. großen Weltkrieg gegeben.
Natürlich besteht immer die Gefahr das jemand nervös wird.
Das ist mir auch klar.
 
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Und Atomwaffen? Na ja, selbst wenn sie welche gehabt hätten, hätten sie ein über Moskau abwerfen sollen, als die Russen die Krim besetzten?
Atommächte drohen und machen Stellvertreterkriege. Mit dem Atomwaffenarsenal, den die Ukraine nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte, hätten sie Russland mehrmals platt machen können. Drohen und gut. Die Russen hätten die Krim in Ruhe gelassen und fertig.

Pakistan und Indien streiten um eine kleine Landfläche. Das taten sie, seit die beiden Länder unabhängig sind (wer hat Schuld? Die Briten?). Da drohst du nicht mit Atomwaffen, weil der Konflikt nicht einseitig ist.
Aber wenn die Russen einmarschiert wären, und die Ukraine hätte noch Atomwaffen, wäre das die Konsequenz gewesen. Du musst ja nicht Moskau zerstören. Irgendwo in Sibirien was platt machen hätte als Signal gereicht.
 
Sehr gute Entscheidung!


Wir die Guten, die mit der Wahrheit im Rücken gegen den bösen Putin kämpfen, haben Angst vor russischer
" Propaganda" ?
Phu, dann sieht es schlecht aus. Hat man solche Angst?
Bin mal gespannt was passiert wenn jetzt die Deutsche Welle in Russland nicht mehr senden darf.

Normalerweise sollte man die Möglichkeit haben, mehrere Seiten für eine Meinungsbildung zu hören und dann mühsam eine eigene zu bilden.
Das wird uns jetzt erleichtert.
Mit dem Atomwaffenarsenal, den die Ukraine nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte, hätten sie Russland mehrmals platt machen können. Drohen und gut. Die Russen hätten die Krim in Ruhe gelassen und fertig.

Ist ne gute Idee Atomwaffen vor seiner eigenen Haustür abzuwerfen. Für die USA praktikabel, für Europa sehr ungesund.
Ich kann mich an die Panik in Westeuropa bei Tschernobyl erinnern.
 
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Aber wenn die Russen einmarschiert wären, und die Ukraine hätte noch Atomwaffen, wäre das die Konsequenz gewesen. Du musst ja nicht Moskau zerstören. Irgendwo in Sibirien was platt machen hätte als Signal gereicht.
Ja klar warum auch nicht, heissen wir es in unserer unendlichen Selbstgerechtigkeit mal eben gut Atomwaffen tatsächlich zu benutzen wenn es nur gegen den "Richtigen" geht. Wie kann eigentlich nur so sehr auf Feindbildern hängengeblieben sein dass man scheinbar nicht mehr merkt wie unfassbar Schmutz so ne Aussage ist ?
 
Atommächte drohen und machen Stellvertreterkriege. Mit dem Atomwaffenarsenal, den die Ukraine nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte, hätten sie Russland mehrmals platt machen können. Drohen und gut. Die Russen hätten die Krim in Ruhe gelassen und fertig.

Pakistan und Indien streiten um eine kleine Landfläche. Das taten sie, seit die beiden Länder unabhängig sind (wer hat Schuld? Die Briten?). Da drohst du nicht mit Atomwaffen, weil der Konflikt nicht einseitig ist.
Aber wenn die Russen einmarschiert wären, und die Ukraine hätte noch Atomwaffen, wäre das die Konsequenz gewesen. Du musst ja nicht Moskau zerstören. Irgendwo in Sibirien was platt machen hätte als Signal gereicht.
Pakistan und Indien ist natürlich off topic, aber der Grund, warum beide Atommächte sind, ist deren Feindschaft.
(Und natürlich geht es neben der Religion und um Landstriche auch um die Folgen der Kolonialpolitik)
Und ja, selbst bei diesen Heissblütern ist es gedämmert, dass der finanzielle Aufwand für in diese Waffenart in keinem Verhältnis zur Konfliktursache steht.

Ich stimme zu (hätte, hätte Fahrradkette), wen die Ukraine nicht freiwillig abgerüstet hätte, wäre der Einmarsch auf die Krim evtl. unterblieben.
Wobei, Putin ist ein Zocker, ich traue dem alles zu.
Aber, wer wollte denn, dass die ehemaligen Sowjetrepubliken ihre Atomwaffen abgeben?
Ja genau, wir Westler, weil wir weder der Ukraine (berechtigt?) noch Belarus (berechtigt!) einen sorgsamen Umgang mit diesen Waffen zutrauten.
In der Tauwetterphase und dem betrunkenen Jelzin im Kreml waren die Sowjetrepubliken schwach und destabilisiert.
und diese wollten dem westlichen Wirtschaftsglück alle näher rücken und haben im Prinzip alles getan, das dem diente.
Eben auch massiv (atomar) abrüsten...
Aber das hinterherjammern nützt nix, es ist Geschichte.
Es gibt keine (bekannten) Atomwaffen in der Ukraine und der Kreml nutzt die wirtschaftliche wie politische Schwäche der Ukraine aus, um historische Grenzen zu "korrigieren".
 
Ist ne gute Idee Atomwaffen vor seiner eigenen Haustür abzuwerfen. Für die USA praktikabel, für Europa sehr ungesund.
Ich kann mich an die Panik in Westeuropa bei Tschernobyl erinnern.
Sibirien ist nicht vor ´der eigenen Haustür.
Natürlich war Tschernobyl schlimm. Niemand hatte mit sowas Erfahrung und die Sowjets sind nicht gerade bekannt dafür, offen Informationen zu teilen.
Ja klar warum auch nicht, heissen wir es in unserer unendlichen Selbstgerechtigkeit mal eben gut Atomwaffen tatsächlich zu benutzen wenn es nur gegen den "Richtigen" geht. Wie kann eigentlich nur so sehr auf Feindbildern hängengeblieben sein dass man scheinbar nicht mehr merkt wie unfassbar Schmutz so ne Aussage ist ?
Wie gesagt, wenn Russland eine Atommacht angreift, muss man mit Konsequenzen rechnen. Welche form das hätte, ist reine Spekulation, da die Ukraine keine Atomwaffen haben.
 
Entwarnung, war alles nicht so gemeint.Alles ein Irrtum? Frau Psaki hat einiges richtig gestellt.

"Ich habe es einmal benutzt. Ich glaube, auch andere haben es einmal verwendet, und wir haben damit aufgehört, weil ich glaube, dass es eine Botschaft aussendet, die wir nicht beabsichtigt haben, nämlich dass wir wissen, dass Präsident Putin eine Entscheidung getroffen hat."

Sie ergänzte:

"Ich würde sagen, dass ich in den allermeisten Fällen, in denen ich darüber gesprochen habe, gesagt habe, dass er [Putin, Anm. d. Red.] 'jederzeit' einmarschieren könnte."

"Nein, ich würde nicht sagen, dass wir behaupten, dass es unmittelbar bevorsteht."

Am 25, Januar hörte es sich so an.

"Wenn wir gesagt haben, es stehe unmittelbar bevor, dann steht es auch weiterhin unmittelbar bevor."


Wer will sie denn überhaupt noch ernst nehmen?
Immerhin haben die ja ihr Botschaftspersonal nach Hause geschickt und ersetzten sie durch " Ausbilder".
Sibirien ist nicht vor ´der eigenen Haustür.
Natürlich war Tschernobyl schlimm. Niemand hatte mit sowas Erfahrung und die Sowjets sind nicht gerade bekannt dafür, offen Informationen zu teilen.

Nimm einfach mal ne Wektkarte? Wo sollen sie denn ne Bombe hinschiessen und womit? Was machen die wenn eine zurückkommt?
Der Fallout, nach Tschernobyl, war in ganz Europa messbar und es wurde empfohlen auf Wildfleisch und Pilze zB zu verzichten

"In West-Berlin gab es 9 Monate später einen Anstieg an Neugeborenen mit Trisomie 21 (Down-Syndrom)."
 
Finde ich auch. Russische Propaganda brauchen wir hier nicht.
Habe ich auch gedacht. Und dann stieß mich wer auf das hier...


Stelle dir das mal in Russland vor, mit einem "Kritiker". Was wäre hier los, aber so....
Das würde gar nicht soweit kommen, weil der vorher entweder tot oder im Gulag verschwunden wäre....
 
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Sie könnten einfach nicht zur Wahl gehen.

Selbst laut den offiziellen Zahlen haben genau das 48% der Wahlberechtigten beim letzten Mal gemacht. Wahlsieger & Putin Hofstaat "Vereinigtes Russland" wurde offiziell nur von knapp 26% der Russen gewählt. Selbst die NSDAP hatte 1932 bei der letzten freien Wahl vor der beginnenden Diktatur mehr Zustimmung.

Und inoffiziell gibt es bei der russichen Parlaments"wahl" noch eine ganze Menge Zweifel daran, ob die gezählten Stimmen auch wirklich von Wählern abgegeben wurden und nicht von der Wahlleitung, was den Zustimmungsgrad von ""dem Russen"" (:kotz:) noch weiter senken würde. Leider wird man es nie erfahren, weil Putin eine internationale Beobachtung unmöglich gemacht hat.


Und Atomwaffen? Na ja, selbst wenn sie welche gehabt hätten, hätten sie ein über Moskau abwerfen sollen, als die Russen die Krim besetzten?
Die atomare Abschreckung funktioniert eigentlich nur, so lange es keine direkten Kampfhandlungen zwischen Atomwaffenstaaten gibt.

Atomare Abschreckung verhindert, dass einen irgend jemand mit dem Ziel der totalen Unterwerfung/Vernichtung angreift oder auch nur diesen Eindruck erweckt. Und als Putin Krim und Ostkraine unter seine militärische Kontrolle gebracht hat, hatte der verbleibende Teil des Landes nicht ohne Grund Angst, dass der Vormarsch weitergehen würde. Diesen Eindruck gegenüber einem militärisch unterlegenen Stäätchen wie der Ukraine zu erwecken, war für Russland ein Spiel; die resultierende Destabilisierung vermutlich sogar erwünscht. Genau den gleichen Eindruck gegenüber einer Atommacht zu erwecken, wäre ein Spiel mit der eigenen Vernichtung gewesen.

Zumal die nuklearen Möglichkeiten in so einem assymetrischen Kampf auf der Seite des Schwächeren/Kleineren stehen: Ja, die Ukraine hätte in einem (vermeintlichen) Last-Minute-Manöver Moskau und andere russische Großstädte angreifen können. Das hätte sie international, trotz der Verteidigungssituation, zur persona non grata gemacht, aber in einer wahrgenommenen "tot oder gebrandtmarkt"-Situation hält das niemanden auf.
Umgekehrt hätte Russland aber keine Atomwaffen im Osten der Ukraine einsetzen können, ohne die eigenen Verbündeten und die Krim in Mitleidenschaft zu ziehen und auch nicht gegen Kiev, Lemberg oder Odessa, ohne damit auch Weißrussland, Moldau, Polen und Rumänien (und über die letzten beiden die gesamte NATO) reinzuziehen.

Ob das der Ukraine die Krim erhalten hätte - keine Ahnung. Rein militärisch jedenfalls nicht: Der Einmarsch der grünen Männchen war riskant, aber so wie er geklappt hat, bot er keinen Ansatz für Gegenschläge. Als die Ukraine mit Sicherheit wusste, dass Landesteile von Russland erobert wurden, war die Zeit für Verzweiflungstaten schon lange abgelaufen. Möglich wäre nur eine indirekte Schutzwirkung. Im Moment will Putin die Ukraine destabilisieren und der Griff nach der Krim war Teil dieser Strategie. Aber ist Putin so durchgeknallt, dass er auch eine Atommacht hätte destabilisieren wollen? Ein Idiot am roten Knopf ist weitaus riskanter als ein klar denkender Feind. Es sorgen sich ja nicht ohne Grund mehr Menschen um das nordkoreanische als um das chinesische Atomprogramm. Vielleicht hätten ukrainische Atomwaffen Putin also allgemein von Einmischungen abgebracht. Wogegen sie meiner Meinung nach definitiv geholfen hätten: Den Kriegg im Donbass. Der betrifft viel größere Landesteile und hat keine offensichtliche geographische Grenze, löst somit viel eher den Eindruck einer vollständigen Eroberung aus, aber außer Destabilisierung bringt er Putin nichts. Dieses Risiko wäre Russland gegen eine Atommacht nicht eingegangen.


Es ist eine unkluge Option, Millionen von Zivilisten für ein Stück Land zu opfern.
just my 2 cents

Ist es klug, Tausende Zivilisten für ein Stück zu Land zu Opfern? Hunderte?
Krieg ist immer blöd und man sollte nie unterschätzen, wie amoralisch diejenigen handeln könnten, die sich trotzdem dafür begeistern.
(Man beachte an dieser Stelle, dass die ganze Debatte nur besteht, weil jemand einen großen Teil der Bevölkerung der Krim deportieren und verrecken hat lassen und stattdessen in großer Zahl Russen dort angesiedelt. Das war definitiv unklug und bis leidet die ganze Region darunter, aber aufgehalten hat das niemanden.)


Aber, wer wollte denn, dass die ehemaligen Sowjetrepubliken ihre Atomwaffen abgeben?

Im konkreten Fall wollten das alle. Der Westen, weil er keine weiteren Atomwaffenstaaten wollte, die potentiell gegen ihn waren. Russland, weil es seine Atomwaffen zurück haben wollte und auf keinen Fall in der Hand von Leuten, die gerade gegen die russische Unterdrückung im Rahmen der UdSSR revoltiert haten. Und ganz vorne auch die Ukraine selbst, die Dinger loswerden wollte. Wirtschaftlich und politisch lag man nämlich, wie alle ex-Sowjetrubriken, erst einmal am Boden respektiv im Chaos und in so einer Situation stellt man nicht mal eben ein Atomwaffenprogramm auf die Beine. Selbst der Unterhalt der Waffen wäre für die heutige Ukraine eine erhebliche Belastung, sich damals das nötige Know-How anzureichern, war schlichtweg nicht stemmbar.

Die Ukraine hatte und hat nicht das nötige Militär, um die taktischen Waffen gegen Russland oder gegen die NATO zum Einsatz bringen - was nützen einem mächtige Sprengköpfe, wenn der Träger nicht einmal über die eigenen Landesgrenzen hinaus kommt? Deswegen hat man die Teile auch direkt und noch vor dem Budapester Memorandum ausgehändigt. Die ICBMs waren nur wenig nützlicher: Abgesehen davon, dass die Steuerbarkeit nicht für Angriffe auf z.B. Moskau ausreichte (zu nah dran), man also erst einmal (mit noch einigermaßen vorhandenem Know-How) Modifikationen oder sogar neue Träger hätte entwickeln müssen, waren die Zünder immer unter Kontrolle Moskaus gewesen. Die Ukraine hätte zwar das Spaltmaterial, die konventionellen Explosivstoffe samt Zündern und die Geometrie der Sprengköpfe weiterverwenden können, aber um sie einsatzbereit zu machen, hätte man die zugeörige Elektronik entweder hacken oder neu entwickeln müssen. Beides kein leichtes Unterfangen - erst recht in einem Land, dass sich mangels unberührter Wildnis kein Testprogramm erlauben kann.
 
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