ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
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"Eroberung"
Klarer Fall von "Leute, denen X gefallen hat, gefällt auch Y": Nicht nur die Bundeswehr und rechtsextreme Kameradschaften sind Vereine mit strenger Hierarchie und zentral vorgegebener Denkweise, das gilt auch für die (insbesondere) katholische Kirche. Anarchistisch-individuelle Philosophen, die jede Entscheidung vom kategorischen Imperativ ausgehend persönlich ausknobeln wollen, wirst du da dagegen in keinem der drei finden. Sowas verträgt sich nicht mit Befehlsstrukturen.

Russland hat die Krim militärisch erobert, Ukrainer festgenommen oder vertrieben und dann eine Scheinabstimmung mit russischen Soldaten in den Wahllokalen (neben einsehbaren Wahlurnen) abgehalten, bei dem man sich nur für die Angliederung an Russland entscheiden konnte, da die einzige Alternativoption, eine eigenständige Krim, nicht überlebensfähig gewesen wäre, aber ein Verbleib in der Ukraine überhaupt nicht zur Wahl stand.
(siehe auch Diskussion in diesem Thread hier.)
Menschen- und völkerrechtswidrige "Optionen"...
Brötchen auf politischen Veranstaltungen in einem fremden Land verteilen ist für Abteilungsleiter eines Ministeriums eine merkwürdige Aktivität, aber ich sehe nicht so ganz, was das mit dem Einmarsch der russischen Armee in ukrainisches Territorium zu tun hat.
Falls du mit diesem sehr weit verbreiteten Namen diese Person hier meinst https://de.wikipedia.org/wiki/Marija_Wladimirowna_Sacharowa :
Wenn die sich an einem Putschversuch in den USA beteiligt hätte, dann hätte das ganz sicher "Geschrei" gegeben, ja. Gab es zumindest bei allen anderen, die damals mit Gewalt versucht haben, ein demokratische gewähltes Parlament abzusetzen und ich wüsste nicht, warum man sie anders behandeln sollte.
Das les besser nochmal nach...
Seinem Vorgesetzten? Ja. Dem Bundeswehrbeauftragten des Parlaments? Aber na klar. X-beliebigen Leuten am anderen Ende der Welt, vor denen er IM NAMEN DER BUNDESWEHR spricht? NEIN. Selbst wenn er da etwas vollkommen unpolitisches, meinetwegen seine Vorliebe für Modern Talking und dass die zu Unrecht als Foltermethode klassifiziert werden, zum Besten gegeben hätte, wäre das zumindest eine Verfehlung seine Jobs an diesem Tag gewesen. Sowohl seitens des Auftraggebers als auch seitens des Publikums. Das war nämlich auch nicht versammelt, um die Privatmeinung von Herrn Schönbach zu internationaler Politik in Osteuropa zu hören und ganz sicher wurde seine Reise dahin nicht zu diesem Zweck organisiert und bezahlt.
Eine offene Ausgangshaltung ist sicherlich löblich, aber bestehende Mitglieder dieser Community ... befinden sich bezüglich dieser Frage nicht mehr in Ausgangshaltung, sondern haben auf der Basis von Erfahrungen ein qualifizierte Antwort auf deine Fragen entwickelt.
Und die Fängt mit Ne an und hört mit in und sehr vielen Ausrufezeichen auf.
Verharmlost du hier gerade Völkermord??
Die "Grünen Männchen" traten weder mit den Hoheitszeichen noch (ausschließlich) mit dem Equipment und schon gar nicht im Rahmen der erlaubten Aktivitäten von auf dem Stützpunkt Sewastopol stationierten Soldaten auf. Sondern als Besatzungsmacht und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch teilweise von außen ins Land kommend.
Man hat sämtliche Aktivitäten ukrainischer Institutionen mit Waffengewalt verhindert. Nicht nur des Heeres, auch die ukrainische Marine und die ukrainische Polizei wurden festgesetzt, der Sicherheitsdienst des Parlements, etc.. Die russische Armee hat die komplette Kontrolle auch über das zivile und politische Leben übernommen.
Und ja, Kämpfe gab es vereinzelt, ich glaube auch eine Handvoll Tote auf ukrainischer Seite (das wäre dann Mord, wenn du statt einer militärischen Eroberung von einem zivilen Umfeld sprechen möchtest), auch wenn die meisten ukrainischen Institutionen in Anbetracht der Übermacht kampflos kapituliert haben.
Die NATO hat in einen laufenden Krieg eingegriffen. Da gibt es naturgemäß Opfer und da braucht es für Eingriffe naturgemäß eine Armee. Auf der Krim dagegen gab es keine militärischen Akivitäten - bis die Russen kamen. Der bessere Vergleich wäre wohl tatsächlich, was die Serben im Kosovo gemacht haben. Nur dass auf der Krim wieder Ruhe und die politischen Gegner geflohen waren, bevor jemand Vernichtungslager für eine gute Idee hielt.
"In der Nähe" ist gemäß internationalem Recht alles innerhalb der 12 Meilenzone des eigenen Staatsterritoriums, bestenfalls innerhalb der eigenen Wirtschaftszone. Das steht hier also überhaupt nicht zur Debatte. Die korrekte Formulierung lautet "Ist ein Schiff mit 100 Marschflugkörpern vor einer Küste, die drei Staaten von der eigenen entfernt ist, willkommen?"
Die Antwort darauf lautet: "Muss man den Staat fragen, dessen Küste es ist". In dem Fall war das Rumänien und die Cook war auf offiziellem Besuch, also wohl allem Anschein nach willkommen. Wenn Putin damit ein Problem hat, soll er sich an den rumänischen Präsidenten wenden.
Der Arme. Ob ein Teddy helfen würde?
Nehmen wir aber mal die Krim. Da tauchen plötzlich grüne Männchen ohne Hoheitsabzeichen auf, übernehmen die Halbinsel, vertreiben direkt wie indirekt die Ukrainer und halten dann ein Referendum ab, womit man sich nach der militärischen Anektion die politische Erlaubnis dafür holt. Ich weiß nicht wie man das nennen soll.
"Eroberung"
Ich werde die Vermutung nicht los, dass es kein Einzelfall ist und es in der Bundeswehr noch eine ganze mehr dieser 200-prozentigen Christenmenschen gibt, wie dieser Vizeadmiral a.D.
Klarer Fall von "Leute, denen X gefallen hat, gefällt auch Y": Nicht nur die Bundeswehr und rechtsextreme Kameradschaften sind Vereine mit strenger Hierarchie und zentral vorgegebener Denkweise, das gilt auch für die (insbesondere) katholische Kirche. Anarchistisch-individuelle Philosophen, die jede Entscheidung vom kategorischen Imperativ ausgehend persönlich ausknobeln wollen, wirst du da dagegen in keinem der drei finden. Sowas verträgt sich nicht mit Befehlsstrukturen.
Russland hat im Gegensatz dazu eine Bitte der Krim nach einem Referendum befolgt.

Russland hat die Krim militärisch erobert, Ukrainer festgenommen oder vertrieben und dann eine Scheinabstimmung mit russischen Soldaten in den Wahllokalen (neben einsehbaren Wahlurnen) abgehalten, bei dem man sich nur für die Angliederung an Russland entscheiden konnte, da die einzige Alternativoption, eine eigenständige Krim, nicht überlebensfähig gewesen wäre, aber ein Verbleib in der Ukraine überhaupt nicht zur Wahl stand.
(siehe auch Diskussion in diesem Thread hier.)
Das dabei natürlich Möglichkeiten genutzt wurden, auf jeden Fall,
Menschen- und völkerrechtswidrige "Optionen"...
aber was ist mit Frau Nuland, die triumphierend von 5Mrd Doller erzählte, die man in den Regierungswechsel der Ukraine investiert hat und auf dem Maidan Brötchen verteilte ?
Brötchen auf politischen Veranstaltungen in einem fremden Land verteilen ist für Abteilungsleiter eines Ministeriums eine merkwürdige Aktivität, aber ich sehe nicht so ganz, was das mit dem Einmarsch der russischen Armee in ukrainisches Territorium zu tun hat.
Stelle mir das beim Sturm auf das Capitol vor, mit Frau Sacharowa. Was hätte das für ein Geschrei gegeben ?
Falls du mit diesem sehr weit verbreiteten Namen diese Person hier meinst https://de.wikipedia.org/wiki/Marija_Wladimirowna_Sacharowa :
Wenn die sich an einem Putschversuch in den USA beteiligt hätte, dann hätte das ganz sicher "Geschrei" gegeben, ja. Gab es zumindest bei allen anderen, die damals mit Gewalt versucht haben, ein demokratische gewähltes Parlament abzusetzen und ich wüsste nicht, warum man sie anders behandeln sollte.
War übrigens lange vor Putin.
Das les besser nochmal nach...
Darf ein Admiral nicht sagen wenn er etwas falsch hält?
Seinem Vorgesetzten? Ja. Dem Bundeswehrbeauftragten des Parlaments? Aber na klar. X-beliebigen Leuten am anderen Ende der Welt, vor denen er IM NAMEN DER BUNDESWEHR spricht? NEIN. Selbst wenn er da etwas vollkommen unpolitisches, meinetwegen seine Vorliebe für Modern Talking und dass die zu Unrecht als Foltermethode klassifiziert werden, zum Besten gegeben hätte, wäre das zumindest eine Verfehlung seine Jobs an diesem Tag gewesen. Sowohl seitens des Auftraggebers als auch seitens des Publikums. Das war nämlich auch nicht versammelt, um die Privatmeinung von Herrn Schönbach zu internationaler Politik in Osteuropa zu hören und ganz sicher wurde seine Reise dahin nicht zu diesem Zweck organisiert und bezahlt.
Nein, aber ist das relevant? Vielleicht hat der viel bessere Einsicht als wir?
Eine offene Ausgangshaltung ist sicherlich löblich, aber bestehende Mitglieder dieser Community ... befinden sich bezüglich dieser Frage nicht mehr in Ausgangshaltung, sondern haben auf der Basis von Erfahrungen ein qualifizierte Antwort auf deine Fragen entwickelt.
Und die Fängt mit Ne an und hört mit in und sehr vielen Ausrufezeichen auf.
Die Grausamkeit gab es auf beiden Seiten.
Verharmlost du hier gerade Völkermord??
Nein. Die Russen durften 20000 Soldaten auf der Krim haben.
Die "Grünen Männchen" traten weder mit den Hoheitszeichen noch (ausschließlich) mit dem Equipment und schon gar nicht im Rahmen der erlaubten Aktivitäten von auf dem Stützpunkt Sewastopol stationierten Soldaten auf. Sondern als Besatzungsmacht und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch teilweise von außen ins Land kommend.
Gab es Kämpfe? Ich glaube nicht. Man hat sich vor Kasernen gestellt und verhindert das die Ukrainische Armee gegen die Demonstranten vorgeht.
Man hat sämtliche Aktivitäten ukrainischer Institutionen mit Waffengewalt verhindert. Nicht nur des Heeres, auch die ukrainische Marine und die ukrainische Polizei wurden festgesetzt, der Sicherheitsdienst des Parlements, etc.. Die russische Armee hat die komplette Kontrolle auch über das zivile und politische Leben übernommen.
Und ja, Kämpfe gab es vereinzelt, ich glaube auch eine Handvoll Tote auf ukrainischer Seite (das wäre dann Mord, wenn du statt einer militärischen Eroberung von einem zivilen Umfeld sprechen möchtest), auch wenn die meisten ukrainischen Institutionen in Anbetracht der Übermacht kampflos kapituliert haben.
Ist doch das gleiche was die Nato in Jugoslawien gemacht hat ? Nur das es da wesentlich mehr Opfer gab.
Die NATO hat in einen laufenden Krieg eingegriffen. Da gibt es naturgemäß Opfer und da braucht es für Eingriffe naturgemäß eine Armee. Auf der Krim dagegen gab es keine militärischen Akivitäten - bis die Russen kamen. Der bessere Vergleich wäre wohl tatsächlich, was die Serben im Kosovo gemacht haben. Nur dass auf der Krim wieder Ruhe und die politischen Gegner geflohen waren, bevor jemand Vernichtungslager für eine gute Idee hielt.
Darum geht es nicht, aber ein Schiff mit der Möglichkeit rund 100 Marschflugkörper abzufeuern, ist sicher nicht in der eigenen Nähe willkommen ?
"In der Nähe" ist gemäß internationalem Recht alles innerhalb der 12 Meilenzone des eigenen Staatsterritoriums, bestenfalls innerhalb der eigenen Wirtschaftszone. Das steht hier also überhaupt nicht zur Debatte. Die korrekte Formulierung lautet "Ist ein Schiff mit 100 Marschflugkörpern vor einer Küste, die drei Staaten von der eigenen entfernt ist, willkommen?"
Die Antwort darauf lautet: "Muss man den Staat fragen, dessen Küste es ist". In dem Fall war das Rumänien und die Cook war auf offiziellem Besuch, also wohl allem Anschein nach willkommen. Wenn Putin damit ein Problem hat, soll er sich an den rumänischen Präsidenten wenden.
Putin ist derweilen unzufrieden nach dem Gespräch mit Macron:
Der Arme. Ob ein Teddy helfen würde?
Der ukrainische Präsident sieht das Ganze nach wie vor gelassener:
Naja, in der Ostukraine herrscht die ganze Zeit Krieg.
Ich habe den Eindruck, dass der langsam eher besänftigende Innenpolitik betreibt, um noch größeres Chaos und möglicherweise unbeherrschbare Entwicklungen in der Ukraine zu verhindern. Er hat zwar Recht, dass es bei weitem nicht das erste Mal ist, dass eine Invastionsstreitmacht vor der Grenze zusammengezogen wurde und vor allem beweißt ja eben dass, das Russland ohnehin jederzeit binnen weniger Wochen an der polnischen Grenze stehen könnte, sobald Putin das will. Aber aus der Tatsache, dass das bislang geschehen ist, zu schlussfolgern, dass es kein Problem gäbe, ist absolut falsch, nach außen fordert die ukrainische Regierung nicht ohne Grund jede Unterstützung, die sie bekommen kann (und dann noch etwas mehr) und bis vor ein paar Wochen klang das auch an der Spitze noch komplett anders und seitdem hat sich auf russischer Seite gar nichts geändert.
Nur die Ukrainer passen sich zunehmend der Lage an.



