Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Wahrscheinlich ist das wirklich besser für das eigene Wohlbefinden, wenn man dann doch mal andere Quellen anschaut, hat man meistens direkt alle Bilder ungefiltert.
Ich habe früher schon viel Mist gesehen. Mir tut es nicht gut wenn ich mir sowas angucke.
Das Leben ist schon hart genug.
 
Wenn das stimmt sollte Christian Lindner lieber direkt seinen Hut nehmen und sein Amt räumen (kann wegen der Paywall der FAZ leider nicht direkt auf deren Seite danach schauen):

Um so fassungsloser macht da die Meldung, Christian Lindner, immerhin Finanzminister, hätte am Tag des Kriegsbeginns dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk mit süffisantem Lächeln im Gesicht eröffnet, weder Waffenlieferungen an die Ukraine noch ein SWIFT-Ausschluss Russlands würden irgendeinen Sinn machen, da die Ukraine ja nur wenige Stunden gegen Russland durchhalten würde. Das jedenfalls behauptet Melnyk in einem Interview mit der „FAZ“.


Aber es würde durchaus zum Charakter und dem Grad der persönlichen Dummheit eines Lindners passen, sowas von sich zu geben...
 
Aber es würde durchaus zum Charakter und dem Grad der persönlichen Dummheit eines Lindners passen, sowas von sich zu geben...
Das war sehr ungeschickt von ihm und eine krasse Fehleinschätzung.
Aber ich glaube auch nicht das er deswegen zurücktreten wird.
Versucht sich bestimmt irgendwie rauszureden.
 
Sagen wir Mal so - wenn Russland wirklich alles reingeworfen hätte was sie hatten und sich militärisch nicht wie der letzte Depp angestellt hätte (das könnte ja keiner ahnen...) hätte Lindner, sofern er das wirklich so gesagt hat, durchaus richtig liegen können.
Das soll aber keine Entschuldigung sein, ein erfahrener Politiker sollte eigentlich wissen dass man solche Aussagen niemals treffen darf.
 
(...)eine krasse Fehleinschätzung.

Die man ihm nachsehen kann. Weder hat er eine einschlaegige Qualifikation noch haben es viele andere wirklich fundamental anders beurteilt. Die 72 Stunden-Fantasien der Kremllautsprecher auch hier im Forum waren zwar erkennbarer Unfug, aber dass man nach gut einem Monat nicht einmal die Warlord-Republiken kontrolliert, die man sich vorher acht Jahre lang zurechtgelegt hat, ist schon ein ueberraschendes Armutszeugnis fuer die russischen Streitkraefte.

Das war sehr ungeschickt von ihm(...)

Wenn es denn so passiert ist. Und selbst wenn - der Diplomat Melnyk ist mitunter auch alles, nur nicht diplomatisch. Im Kontext "seiner" aktuellen Lebenswirklichkeit kann man ihm das aber auch nachsehen.

Russland begeht wirtschaftlichen Selbstmord - Analyse eines Militaeroekonomen.
 
Hmmm... bzgl. der russischen Truppenstärke bin ich mir nicht mehr so sicher, ob Russland nicht tatsächlich schon "sehr viele" im Einsatz hat.
Auf BR24 kam vor einigen Tagen so ein Ex-General (Name entfallen) zu Wort, der meinte, dass von den ca. 900.000 aktiven Soldaten (so aus den Statistiken) der Landstreitkräfte tatsächlich nur ca. 360.000 bis 400.000 "echte" Einsatzsoldaten wären.
Insofern wäre das bei ca. 150.000 (bis zu 200.000) Mann, die in der Ukraine im Einsatz wären, immerhin grob die Hälfte.
Er hat in dem Bericht die Ukraine sogar im Vorteil gesehen, da diese ca. 200.000 Mann reguläre Armee und mittlerweile gut 500.000 Reservisten aktiviert hätten.

Muss aber ehrlich gestehen, dass ich die genannten russischen Zahlen nirgendwo nachlesen konnte.
Man bekommt immer nur Gesamtzahlen.
 
Er hat in dem Bericht die Ukraine sogar im Vorteil gesehen, da diese ca. 200.000 Mann reguläre Armee und mittlerweile gut 500.000 Reservisten aktiviert hätten.
Wenn's nur um die Manpower ginge vielleicht. Nur ist das eben nur ein kleiner Teil, die Russen haben auch eine massive Materialübermacht. Der wesentliche Grund warum sich die Ukraine so gut schlägt ist dass der Westen sie mit Tonnenweise Waffen und Munition flutet und die Ukrainer mit allem was sie haben ihr Heimatland verteidigen (gegenüber russischen Truppen die weitgehend wahrscheinlich keinen Bock auf die Sch... haben).
Ist sozusagen Motivation gegen Material. Langfristig gewinnt leider meist letzteres.
 
Auf BR24 kam vor einigen Tagen so ein Ex-General (Name entfallen) zu Wort, der meinte, dass von den ca. 900.000 aktiven Soldaten (so aus den Statistiken) der Landstreitkräfte tatsächlich nur ca. 360.000 bis 400.000 "echte" Einsatzsoldaten wären.
Insofern wäre das bei ca. 150.000 (bis zu 200.000) Mann, die in der Ukraine im Einsatz wären, immerhin grob die Hälfte.
Er hat in dem Bericht die Ukraine sogar im Vorteil gesehen, da diese ca. 200.000 Mann reguläre Armee und mittlerweile gut 500.000 Reservisten aktiviert hätten.
Ist auch so.
In modernen Armeen kannst du von den reinen Zahlen problemlos 40% bis 75% der Truppe abziehen, die überwiegend bis hauptsächlich für Logistik und Unterstützungsaufgaben draufgehen (Transport / Nachschub, Wartung & Instandsetzung, elektronische Kriegsführung & Fernaufklärung, usw. usf.) nur etwa 1/4 bis eben 60% sind eigentlich wirklich regulär kämpfende Einheiten / Verbände.
 
Ist sozusagen Motivation gegen Material.
Sehe ich genau so.
Langfristig gewinnt leider meist letzteres.
DAS ist echt schwierig, in diesem Fall vorauszusehen.
Die Russen schießen ja nicht umsonst die Städte zusammen, weil sie in urbaner Umgebung ihre Masse an Großkampfgeräten gar nicht effektiv einsetzen können.

So blöd das sich anhört, Militärstrategen aus der ganzen Welt werden da genau hinschauen und neu evaluieren, welche Waffensysteme in einem "modernen" Krieg was bringen oder eben auch nicht.

"Gefühlt" wird der "Main-Battle-Tank" keine kriegsentscheidende Rolle mehr bekommen.
Er ist mittlerweile zu leicht mit viel günstigeren Waffensystemen auszuschalten.
Britische Militärmeldungen gehen von ca. 300 zerstörten T-72 Panzern aus, die Ukrainer vermelden ca. 600.
Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen.
Bedenkt man, dass gem. den Berichten in Wicki oder so die Russen "nur" über 1200 aktive T-72 Panzer verfügen, ist ein Verlust von selbst nur 300 Stück eine Ansage.
 
Zweitens wird vielleicht die Instandhaltung irgendwann nicht mehr finanziert werden können, wenn
Das dauert viel zu lange. Das Geschwafel in den Medien von wegen wir finanzieren mit Gas den Krieg usw. ist reiner Populismus. Russland hat zig Tonnen an Goldreserven (so grob 5x soviel wie die EZB...) und eine Staatsverschuldung die so niedrig ist dass der Westen davon feuchte Träume hätte (10% BIP oder sowas). Die könnten auch noch sehr, SEHR lange weiterkämpfen wenn der Rest der Welt sie finanziell komplett isolieren würde.

Es ist nebenbei vermutlich auch kein Zufall, dass diese Werte die letzten paar Jahre extrem zugenommen haben und Russland beispielsweise seine Goldreserven vervielfacht hat.
 
"Gefühlt" wird der "Main-Battle-Tank" keine kriegsentscheidende Rolle mehr bekommen.
Nope, ganz so ist es nicht...

Der MBT wird sich mal wieder verändern, da sich das Schlachfeld verändert hat.
Man muss halt sehen / beachten, hier in der Ukraine kämpfen gerade MBTs die noch für Technik, Waffen und Taktiken des Kalten Krieges entwickelt und gebaut wurden und die meist schon in ihrer Konzeption 30-50 Jahre alt sind und immer nur ein bisschen modernisiert und geupgraded wurden, aber eben keine grundsätzlichen Neuentwicklungen sind (das nicht mal der T-14 Armata, wenn man es sehr genau betachten will, der auch nur die Weiterführung des alten Panzer-Konzepts mit neuer Technik ist).

Für das Schlachtfeld von heute und morgen wird es da neue MBTs brauchen, die sich an die veränderten Bedingungen anpassen, genauso wie der Panzer des Zweiten Weltkriegs sich an andere Bedingungen anpassen musste als noch ein Panzer des Ersten Weltkriegs.

Ganz grundsätzlich aber kann man auch beim Krieg in der Ukraine festhalten, besteht nach wie vor definitiv ein Bedarf und gibt es einen Platz für MBTs, auf dem Schlachtfeld.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die könnten auch noch sehr, SEHR lange weiterkämpfen wenn der Rest der Welt sie finanziell komplett isolieren würde.

Rein wirtschaftlich mag das stimmen, Ja. Mit Goldbarren kann man aber keinen Feind erschlagen. Das Material geht Ihnen unvermeidlich irgendwann aus und einen neuen Panzer zu bauen und an die Front zu schaffen dauert eben laenger, als ihn zu zerstoeren. Davon, dass ihn irgendwer fahren muss, ganz zu schweigen. Wenn man das Ersparte aber nur noch dafuer aufwenden kann (muss), diesen Krieg zu finanzieren, wird man an anderer Stelle zurueckstecken muessen, entweder durch offene Kuerzungen (Loehne, Sozialleistungen) oder durch verdeckte (Inflation). Und ob Rekruten, deren Eltern jeden Tag nur noch Brotsuppe essen koennen, die motiviertesten Kaempfer sind?

Voellig falsch ist die Position, wir wuerden den Krieg finanzieren, also nicht: wir subventionieren das "System Putin" (und es ist eben vor allem sein Krieg) und stabilisieren es mit jeder Ueberweisung. Mehr als die Haelfte der russischen Einnahmen stammen aus Rohstoffexporten (die zur Disposition stehen), ein weiterer prominenter Posten ist der Verkauf von Waffen (Russland ist der zweitgroesste Exporteur der Welt), die man gerade selbst (ver)braucht.

So oder so ist die Frage, wie lange es dauert bis die Sanktionen eine Wirkung entfalten, am Ende nur Dekoration. Die Sanktionen sind das mildere Mittel als ein militaerisches Eingreifen und insoweit, solange wir noch waehlen koennen, alternativlos. Und langfristig kann Russland das nicht durchhalten und hat China auch kein Interesse an lebenserhaltenden Massnahmen. Tatsaechlich ist China sogar ein Kriegsgewinnler und muss sich dafuer nicht einmal besonders engagieren.

Und zu guter Letzt - genau so hat die Sowjetunion den kalten Krieg auch schon verloren. Vielleicht haette Putin ja die Zeitungen mal lesen sollen anstatt sie zu verbieten.
 
Aber es würde durchaus zum Charakter und dem Grad der persönlichen Dummheit eines Lindners passen, sowas von sich zu geben...
Erinnert sich eigentlich noch jemand an Westerwelle, der irgendwann 2009 einen englischen Journalisten angegangen ist, weil dieser es wagte, ihn auf Englisch eine Frage zu stellen? (Von Möllemann will ich nicht anfangen, da kommt mir nur das Mittagessen hoch...)
 
Tatsaechlich ist China sogar ein Kriegsgewinnler und muss sich dafuer nicht einmal besonders engagieren.
Würde sagen, sogar DER Kriegsgewinnler...
Und zu guter Letzt - genau so hat die Sowjetunion den kalten Krieg auch schon verloren.
Jepp, und wieder ging es dem Grunde nach um Wirtschaftsmacht.

Einzelne militärische "Leuchtturmprojekte" wie meinethalben 20 Stück T-14 oder 20 Hyperschallraketen helfen da kaum was.
Unbedarft davon, dass der Irak sicherlich nicht die Kampfkraft hatte wie die Ukraine und der Kriegsgrund dort durchaus ebenso hinterfragungswürdig ist, ist es der "Koalition der Willigen" immerhin gelungen, binnen weniger Wochen/Monate eine größere Armee über eine ungleich größere Entfernung zu transportieren, den kontinuierlichen Nachschub mehr oder weniger aufrecht zu erhalten und ein ganzes Land binnen Wochen zu erobern.

Der direkte Vergleich zeigt doch recht eindeutig, dass die russische Armee derzeit zu so was nicht in der Lage ist.
 
Unbedarft davon, dass der Irak sicherlich nicht die Kampfkraft hatte wie die Ukraine und der Kriegsgrund dort durchaus ebenso hinterfragungswürdig ist, ist es der "Koalition der Willigen" immerhin gelungen, binnen weniger Wochen/Monate eine größere Armee über eine ungleich größere Entfernung zu transportieren, den kontinuierlichen Nachschub mehr oder weniger aufrecht zu erhalten und ein ganzes Land binnen Wochen zu erobern.
Im Irak hatte es praktisch keine Gegenwehr gegeben als der Ami dort einmarschiert ist.
Schon alleine weil die Truppenmoral dort im Keller war. Die hatten teilweise monatelang keinen Sold bekommen.
Da hatten die sich bestimmt auch gedacht: "Wofür soll ich hier mein Leben riskieren? Dann ergebe ich mich lieber."
Die Irakinvasion kann man also nicht wirklich mit der Ukraine vergleichen.
 
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