Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

Sind wohl doch nicht so autark. ;)
Bis in die 1990er Jahre war man es mal, weitestgehend.
Hätte daher nicht gedacht das man die Kotrolle dadrüber inzwischen, auch von Seiten des Kreml, soweit aus der Hand gegeben hat, besonders da die Rüstungsindustrie neben Gas und Öl einer der wichtigsten russischen Devisen & Exportzweige ist.

Dadrum auch meine Äußerung / Annahme.
 
Bis in die 1990er Jahre war man es mal, weitestgehend.
Hätte daher nicht gedacht das man die Kotrolle dadrüber inzwischen, auch von Seiten des Kreml soweit aus der Hand gegeben hat.
Dadrum meine Äußerung.
Ich glaube es gibt kein Land was wirklich 100% autark ist. Bei Nordkorea könnte man es eher vermuten.
Aber die kriegen bestimmt aus Russland und China Produkte.
 
Ich glaube es gibt kein Land was wirklich 100% autark ist. Bei Nordkorea könnte man es eher vermuten.
Aber die kriegen bestimmt aus Russland und China Produkte.
Nordkorea importiert & exportiert da sogar, für seine Verhältnisse, recht stark aus China, aber auch z.B. aus dem Iran und Russland, welches die 3 wichtigsten Handelspartner (und wohl auch fast die einzigen offiziellen) sind.
 
Ok, das war mir so nicht geläufig, danke für den Hinweis.
Ich denke das trifft auch noch auf eine Menge andere industrieller Halbprodukte und vor alen dingen digitaler (Halbleiter) Güter zu, deshalb sind die Russen auch so wild auf chinesische Hilfe, ohne die Chinesen wird ihr militärisch industrieller Komplex wirklich bald gänzlich still stehen.

Bis in die 1990er Jahre war man es mal, weitestgehend.
Hätte daher nicht gedacht das man die Kotrolle dadrüber inzwischen, auch von Seiten des Kreml soweit aus der Hand gegeben hat.
Dadrum meine Äußerung.
Wie sollen sie das in einer digitalen Welt, ohne jegliche digitale eigene Möglichkeiten schaffen?
Auch ihre (Herstellungs) Maschinen müssen irgendwann erneuert werden, ohne westlches oder eben chinesisches Know How läuft da gar nichts. Russland ist industriell ein Zwerg und Digital nicht existent!
 
Naja, erstmal muß noch genug Manpower da sein die das Material bedient. Zweitens wird vielleicht die Instandhaltung irgendwann nicht mehr finanziert werden können, wenn Russland der Geldhahn immer weiter zugedreht wird.

Die Instandhaltung wird in Rubeln bezahlt. Wie willst du den Hahn zudrehen?


Ist auch so.
In modernen Armeen kannst du von den reinen Zahlen problemlos 40% bis 75% der Truppe abziehen, die überwiegend bis hauptsächlich für Logistik und Unterstützungsaufgaben draufgehen (Transport / Nachschub, Wartung & Instandsetzung, elektronische Kriegsführung & Fernaufklärung, usw. usf.) nur etwa 1/4 bis eben 60% sind eigentlich wirklich regulär kämpfende Einheiten / Verbände.

Die gängige Angabe von 500000-600000 berücksichtigt das bereits. Aktives personal insgesamt hat die russische Armee über eine Million. Da der Schwerpunkt dabei auf dem Heer liegt, wo für gewöhnlich nicht 20 zu Hause werkeln, damit einer in den Einsatz fliegen kann, dürfte die Quote aus Kämpfern und Unterstützern auch näher an den 60:40 denn 25:75 liegen.
Was aber eben nichts über Fähigkeiten und Grad der Ausbildung aussagt, sondern nur über die Einordnung.


Sehe ich genau so.

DAS ist echt schwierig, in diesem Fall vorauszusehen.
Die Russen schießen ja nicht umsonst die Städte zusammen, weil sie in urbaner Umgebung ihre Masse an Großkampfgeräten gar nicht effektiv einsetzen können.

"Alles zu klump schießen" mag nicht sonderlich effizient sein und es ist garantiert mit keinem Menschenrechtsparagraphen der Welt vereinbar. Aber es ist effektiv.


Scheint so als wenn man nun auf russischer Seite verstärkt die eingelagerten, eben nicht modernisierten, Bestände aus den Garagen holen muss und das was man so über die Jahre bei der russischen Armee an Material modernisiert hatte zunehmend knapper wird.

"Muss" passt nicht zu den bislang insgesamt vermeldeten Zahlen (nicht mal, wenn man die der Ukraine 1:1 übernimmt). Aber sehr gut zu der Beobachtung, dass Putin die schlechteren Einheiten verheizt: Unerfahrene Soldaten in zweitklassigem Equipment, die "ins Manöver" geschickt wurden, um was zu lernen.

Stellt sich noch die Frage, ob es von Anfang an geplant war, sie als Kanonenfutter zu verheizen oder ob es nur eine weitere Folge der grundlegenden Fehler ist. Wenn man annimmt, im Norden mit offenen Armen von der Bevölkerung empfangen zu werden, macht es durchaus Sinn, viele schwächere Truppen zu schicken. Die würden nämlich nach kurzer Zeit nur noch Wachdienst schieben, um Untergrundaktivitäten zu begrenzen - da braucht man keine Frontlinienerfahrung und die Panzer müssen auch nur als kugelsicherer Rückzugsraum ausreichen.

Stattdessen kämpft man jetzt an vorderster Front gegen eine hochmotivierte Armee mit frischen, westlichen Waffen, die eigentlich in viel kleinerer Zahl hätte existieren und schon am ersten Tag von den wenigen guten Einheiten in der ersten Welle hätte vernichtet werden sollen.


Das mit dem Gas hat sich am Mittwoch denke ich sowieso erledigt - dann wird der EU die Entscheidung abgenommen.
Putin will Rubel, die G7 wollen das nicht und beharren auf "Vertragsbruch" (woher auch immer die Auffassung kommen möge dass im Krieg irgendwer sich um Verträge oder juristischen Kram scheren würde).

Putin ist nicht im Krieg mit der EU und hat tierische Angst davor, dass ihn selbige angreifen könnte. Von daher rechne ich damit, dass am Mittwoch gar nichts passiert:
Nur weil Rechnungen nicht bezahlt werden, hört das Gas nicht von alleine auf zu fließen. Da liegen noch andere Entscheidungen dazwischen. Und Putin weiß genau, dass eine Ende der Gaslieferungen ihm kurzfristig genauso wenig bringt, wie ein Ende der Gasbezahlungen kurzfristig der Ukraine helfen würde. Unsere Speicher sind voll genug, um bis weiter über das Ende der Heizperiode hinaus durchzuhalten, andere Lieferanten fahren hoch, die Kohlekraftwerke sind noch einsatzbereit. Es ist alles andere als prall, ohne russisches Gas dazustehen, aber bis zum Herbst ist es ohne größere Probleme machbar.

Und wenn noch weitere 6 Monate Eskaltion folgen, dann ist nicht fließendes Gas sowie beiden Seiten ziemlich egal.


Ich denke das trifft auch noch auf eine Menge andere industrieller Halbprodukte und vor alen dingen digitaler (Halbleiter) Güter zu, deshalb sind die Russen auch so wild auf chinesische Hilfe, ohne die Chinesen wird ihr militärisch industrieller Komplex wirklich bald gänzlich still stehen.

Die Produktion der neuesten Technik wäre stellenweise nicht mehr möglich, was nicht zu den bisherigen Rüstungsplänen passt. Aber das heißt nicht, dass man die gesamte Industrie längere Zeit anhält. Gegen die Ukraine braucht es nur bedingt Klasse, da kann man notfalls auch gemäß alter Baupläne auf Masse setzen.
 
Von daher rechne ich damit, dass am Mittwoch gar nichts passiert:
Nur weil Rechnungen nicht bezahlt werden, hört das Gas nicht von alleine auf zu fließen.
Damit haste ja Recht, es wird diese Woche und auch die Wochen danach wegen Speichern keinerlei Engpass geben. Ich hab aber die Panik des Michels angesprochen der all das nicht weiß und sobald ein "Russland-Gas gestoppt!!" auf der Titelseite des meistgelesenen Schmierblattes in Arial 250pt steht sofort zur nächsten Tanke fährt um das letzte Benzin Deutschlands noch schnell einzusacken. Da das dann ein paar Tage anhalten dürfte und im worst Case dadurch sogar tatsächlich eine kurzfristige Knappheit eintreten könnte (wie beim Klopapier damals oder vor wenigen Wochen beim Heizöl das auch je nach Region tatsächlich nicht mehr lieferbar war weil gekauft wurde wie irre) die Empfehlung für Leute die drauf angewiesen sind eher heute noch ein paar Liter nachzutanken.

Ich hab zwar als alter Pseudoprepper selbstverständlich 20 Liter Benzin im Keller eingesperrt aber die alte Suppe würde ich bevorzugt eher wie gewohnt nach und nach in den Rasenmäher kippen wollen.
 
Ukrainer kommen nach Angaben der dortigen Grenzpolizei in großem Umfang in ihre Heimat zurück. "Seit Kriegsbeginn am 24. Februar sind 510.000 Ukrainer aus dem Ausland wieder zurückgekehrt, darunter mehr als 110.000 in der letzten Woche", sagte Grenzpolizei-Sprecher Andrij Demtschenko der "Welt" (Dienstag). Demnach sind bis zu 80 Prozent der Einreisenden Männer. Die Grenzpolizisten fragten zwar nicht jeden Rückkehrer nach seinen Gründen, doch man könne sagen, dass die meisten militärisch oder nicht-militärisch zur Landesverteidigung beitragen wollten.

und

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Russland Kriegsverbrechen in der ukrainischen Stadt Mariupol vorgeworfen. Demnächst werde ein umfassender Bericht zur Verwüstung veröffentlicht, die Russland durch seinen Angriff auf die Hafenstadt verursacht habe, teilte Amnesty-Generalsekretärin Agnes Callamard in Johannesburg mit. "Die Belagerung von Mariupol, die Verweigerung einer humanitären Evakuierung und humanitären Flucht für die Bevölkerung, und die Angriffe auf Zivilisten" seien Kriegsverbrechen.
Quelle: Ukraine-Ticker: Amnesty wirft Russland Kriegsverbrechen vor
 
Damit haste ja Recht, es wird diese Woche und auch die Wochen danach wegen Speichern keinerlei Engpass geben. Ich hab aber die Panik des Michels angesprochen der all das nicht weiß und sobald ein "Russland-Gas gestoppt!!" auf der Titelseite des meistgelesenen Schmierblattes in Arial 250pt steht sofort zur nächsten Tanke fährt um das letzte Benzin Deutschlands noch schnell einzusacken.
Russland kann gar nicht den Gashahn einfach zudrehen. Das ist rein technisch ein riesiges Problem. Da gab es gestern oder vorgestern ein Interview bei NDR Info mit einem Mann, der sich sehr gut mit Gaskavernenfeldern auskennt. Der meinte, dass Russland das Gas, was wir von denen kaufen und verbrauchen, gar nicht speichern und auch die Gasproduktion selber gar nicht mal eben so auf Dauer abstellen kann.

Einer meiner Verwandten arbeitet bei EWE und ist in Teilen für deren Speicherfelder in NDS mit zuständig. Der meinte, entweder nehmen wir das Gas von den Russen, oder aber das wir einfach abgelassen - mit allen schwerwiegenden Folgen für den Produzenten und den Rest von uns.
 
Im Osten der Ukraine werden britischen Regierungsangaben zufolge russische Söldner der Gruppe Wagner eingesetzt. Wie das britische Verteidigungsministerium erklärte, könnten mehr als 1000 Söldner für Kampfeinsätze in die Ukraine entsandt werden, darunter auch Anführer der Organisation. Berichte über die Existenz der Gruppe waren erstmals zu Beginn des Krieges in der Ostukraine 2014 aufgetaucht.

"Aufgrund schwerer Verluste und einer weitgehend blockierten Invasion" in der Ukraine "war Russland höchstwahrscheinlich gezwungen, sein Wagner-Personal für die Ukraine auf Kosten der Operationen in Afrika und Syrien umzuverteilen", erklärte das britische Verteidigungsministerium weiter.

Die USA und die EU glauben, dass die Wagner-Truppe als Ersatz für das russische Militär genutzt wird. Die russische Regierung bestreitet jegliche Verbindung zu der Söldner-Truppe. Die EU verhängte im Dezember 2021 Sanktionen gegen die Organisation und deren Gründer Dmitri Utkin.

Die Wagner-Truppe gilt als Russlands "Schattenarmee" und wird mit Krisenregionen wie Syrien, Libyen, der Zentralafrikanischen Republik und zuletzt auch Mali in Zusammenhang gebracht. Russland bestreitet jegliche Verbiindung zu ihr. Den Söldnern werden schwere Verstöße gegen Menschenrechte vorgeworfen, darunter Folter und gezielte Tötungen.
Quelle: Russland setzt Wagner-Truppe in der Ukraine ein

Darüber gab es auch schon vor ein paar Wochen Berichte. Aber eher in der Region Kiew.
Und das Wagner Söldner auf Selenskyj und die Klitschkos angesetzt wurden.
 
Russland kann gar nicht den Gashahn einfach zudrehen. Das ist rein technisch ein riesiges Problem.
Das mag schon sein und will ich gar nicht in Abrede stellen.
Aber, faktisch befinden wir uns im Krieg mit Russland, einem Wirtschaftskrieg, auch wenn es keiner laut aussprechen will.
Und wie immer geht es vornehmlich in einem Krieg darum,
den Gegner so weit wie möglich zu schaden und die eigene Position zu verbessern.

Wir, der Westen funktionieren dann, wenn die Wirtschaft funktioniert.
Was läge näher, uns genau in diesem Punkt massiv zu schaden auch zu dem Preis, dass das Gas schlichtweg über der Taiga schnöde abgefackelt wird.
 
Wir, der Westen funktionieren dann, wenn die Wirtschaft funktioniert.
Was läge näher, uns genau in diesem Punkt massiv zu schaden auch zu dem Preis, dass das Gas schlichtweg über der Taiga schnöde abgefackelt wird.
Man kann sich ruhig spinnefeind sein, aber das ändert nichts an den Abhängikeiten zueinander; weder von unserer noch von russischer Seite. Denn die Gasmengen, die wir jeden Tag geliefert bekommen, die fackelt man nicht einfach so ab - zumindest nicht, wenn man soweit die Kontrolle haben will, dass man das Gas aus diesen Lagerstätten in der Zukunft nochmal kontrolliert fördern und verkaufen möchte. Das ist dabei die Krux. Wir brauchen das Gas und die Russen müssen es loswerden. Dazwischen steht das moralische Dilemma Ukrainekrieg.
 
Zuletzt bearbeitet:
da bin ich mir nicht zu 100% sicher.
Sagen zumindest die Leute, die von so etwas vermeintlich Ahnung haben.

Ist es nur Moral oder eine Weichenstellung über die künftige Werteordnung Europas?
Wir verbscheuen den widerlichen Angriffskrieg und sind parallel vor die Wahl gestellt das durch unserer Geschäfte mit Russland de facto zu unterstützen oder aber die Geschäfte abzubrechen und vermutlich deutliche Wohlstandsverluste in Kauf zu nehmen. Und da gilt es abzuwägen was am Ende wem mehr hilft. Wenn das kein moralisches Dilemma ist, was dann?
 
Sagen zumindest die Leute, die von so etwas vermeintlich Ahnung haben.
Es kursieren unterschiedliche Meinungen hierzu im Netz.
Es ist für mich nahezu unmöglich abzuschätzen, ob es Russland in der gegenwärtigen Situation mehr schadet oder nutzt, den Gashahn zuzudrehen.
So weit ich die Pressemitteilungen ernst nehmen kann, dürfte die Entscheidung bei den Russen binnen der nächsten 10 Tage fallen.
 
Erstmals seit fast drei Wochen reden Vertreter der Ukraine und Russlands heute wieder direkt miteinander. Sie treffen sich in Istanbul - unter Vermittlung des türkischen Präsidenten Erdogan. Dieser sieht eine "positive Richtung".

Vertreter Russlands und der Ukraine wollen heute in Istanbul erstmals seit fast drei Wochen wieder direkt über einen Waffenstillstand in der Ukraine verhandeln. Die Gespräche sollen bis Mittwoch dauern. Zu den zentralen Themen gehören nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "Sicherheitsgarantien und die Neutralität" sowie der Status der Ukraine als "atomwaffenfreier Staat". Eine Neutralität der Ukraine ist eine der russischen Hauptforderungen. Selenskyj sagte am Sonntag, seine Regierung werde die Frage "gründlich" prüfen.

Erste Verhandlungen auf Ministerebene am 10. März im türkischen Antalya hatten keine konkreten Fortschritte im Bemühen um eine Waffenruhe in der Ukraine gebracht. Seitdem wurden die Gespräche per Videokonferenz fortgesetzt. Beide Konfliktparteien bezeichneten sie zuletzt als "schwierig".
Quelle: Russland und Ukraine verhandeln wieder

Mal gucken ob was dabei heraus kommt.
 
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Die Übersetzerin ist allerdings...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der meinte, dass Russland das Gas, was wir von denen kaufen und verbrauchen, gar nicht speichern und auch die Gasproduktion selber gar nicht mal eben so auf Dauer abstellen kann.
Klar kann man das. Es ist Krieg. Schieber zur EU zu, Schieber zu China auf (beides dauert mehrere Tage) und alles was nicht passt und nicht speicherbar ist bis die Produktion gesenkt ist in einer riesigen Flamme über Russland abfackeln (oder ohne abfackeln in die Luft damit, ballert noch besser beim Treibhauseffekt). Greta freut sich.

Du hast natürlich Recht dass es technisch keineswegs so einfach ist (mir ist das durchaus bewusst, ich war am Bau von Nordstream2 damals beteiligt und kenne daher zumindest die Grundlagen solcher Systeme), nur gibt es Mittel und Wege das zu tun. Die sind natürlich stellenweise extrem hässlich aber ich fürchte das interessiert im Ernstfall auch nicht wirklich in solchen Situationen.

Realistisch wird wenn so eine Entscheidung gefällt wird die gelieferte Gasmenge über mehrere Wochen nach und nach auf Null gefahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar kann man das. Es ist Krieg. Schieber zur EU zu, Schieber zu China auf
Da gibt es blos eine Pipeline, die schon ausgelastet ist, es gibt sonst keine Schieber nach China, das dürfte ihr vorrangiges Problem sein.
Die Pipeline nach China kann ungefähr 1/5 was die Pipelines nach Europa können und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben.
 
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leider steckt der artikel aus der NYT hinter ner paywall:
 
Es ist für mich nahezu unmöglich abzuschätzen, ob es Russland in der gegenwärtigen Situation mehr schadet oder nutzt, den Gashahn zuzudrehen.
Du deutest es um. Es geht nicht um Schaden für Russlands Wirtschaft sondern um die rein technisch realistische Umsetzbarkeit.
Klar kann man das. Es ist Krieg. Schieber zur EU zu, Schieber zu China auf (beides dauert mehrere Tage) und alles was nicht passt und nicht speicherbar ist bis die Produktion gesenkt ist in einer riesigen Flamme über Russland abfackeln (oder ohne abfackeln in die Luft damit, ballert noch besser beim Treibhauseffekt). Greta freut sich.
Genau das geht wegen der schieren Menge eben nicht. Was bei uns nicht verbraucht wird, das muss irgendwo hin. Und irgendwo ist ein Ort, der noch nicht mit Gas beliefert wird. Du kannst diese Mengengröße auch nicht kontrolliert abfackeln. Das Gas ist da, es muss zu einem Abnehmer, und der einzige wirkliche Abnehmer sind wir und niemand anderes. Deswegen sollte man sich auch von diesem ganzen Gasgerede nicht kirre machen lassen.
 
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