Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine


Das wird uns auch treffen. Ich erwarte noch mehr Inflation durch diesen Effekt. Man friert nicht einfach so das Geld von einem ganzen Land ein und verbietet Bankgeschäfte durch den Ausschluss aus Swift.
Quelle: Stadtrat: In Mariupol sterben die ersten Menschen am Hunger

Ich weiß nicht an wem es lag , dass die bisherigen Evakuierungsversuche gescheitert sind. Aber das ist auf jeden Fall eine humanitäre Katastrophe.
Wenigstens 200000 Menschen sind noch da. Sie werden alle geopfert. Es ist egal, wer Schuld ist oder nicht. Das Problem ist allgegenwärtig und beide Seiten unternehmen mitunter zu wenig.
 
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Wenigstens 200000 Menschen sind noch da. Sie werden alle geopfert. Es ist egal, wer Schuld ist oder nicht. Das Problem ist allgegenwärtig und beide Seiten unternehmen mitunter zu wenig.
Oh pro-russische Propaganda, der Aufruf an die Ukraine unnötiges Leid zu vermeiden und sich doch bitte zu ergeben. Nice, Kremls likes, 10/10 Sowjetsterne. Oder meinst du mit "zu wenig unternehmen" für die Ukraine nochmal was genau? Sollen die den Widerstand in Mariupol einstellen? Und dann in anderen Städten? Und dann in Kiew? Und dann vllt überall?
Oh Moment, würde das nicht bedeuten dass die russische Taktik der zivilen Katastrophe Erfolg hat und sich so für in der Zukunft liegende Sonderoperationen eigenen würde? Hmm...

Oder was genau meintest du mit BEIDE Seiten unternehmen mitunter zuwenig?

Was sagt denn Carlo dazu?
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Das wird uns auch treffen. Ich erwarte noch mehr Inflation durch diesen Effekt.
Die wird sowieso explodieren.
Je nachdem welche Option im Energiemarkt gezogen wird von den Konfliktparteien wird das alles SEHR interessant.

Ich meine jetzt schreit hier eine ziemliche Anzahl von Leuten rum man möge doch russische Energie komplett unters Embargo stellen. Wenn Putin das Rubel-only durchzieht und der Westen hart bleibt ist das praktisch dasselbe.
Gleichzeitig weigern sich die Leute aber schon nur langsamer zu fahren oder Sonntags mal gar nicht und müssen bei 2,30€ der Liter Sprit schon vom Staat gepampert werden. Die Krise ist grade mal am Horizont erkennbar und da springen schon Leute panisch im Dreieck? Sind wir/die denn wirklich alle derart realitätsfremd?!

Wenn das Energieembargo so kommt passieren folgende Dinge:
- Der Spritpreis (Benzin, Diesel, Öl, alles) steigt auf weit über 3€ der Liter, eher 4-5€.
- Diesel und Heizöl sind nicht ausreichend vorhanden und müssen rationiert werden - es ist dann keine Frage des Preises mehr sondern eine Frage der Verfügbarkeit!
- Gas muss sowieso rationiert werden, bedeutet Endverbraucher bekommen eine Notfallmenge und Industriewerke werden abgeschaltet, vieles außer der Grundversorgung bricht dadurch weitgehend zusammen.
- Folge davon ist eine harte Rezession (also deutlich härter als die, die sowieso kommt) bei gleichzeitiger starker Inflation - das übelste, was einer Wirtschaft überhaupt passieren kann.
- Die EZB wird wahrscheinlich wieder panisch anfangen Geld zu erschaffen (bzw. noch mehr/schneller als sie es sowieso IMMER NOCH macht) um irgendwas zu stützen was zur Folge hat dass Inflationsraten in den 25+%-Bereich klettern (die Erzeugerpreisinflation ist da übrigens schon seit einiger Zeit, das issn ganz guter Indikator dafür was kommt...)

Und all das trifft auf eine Bevölkerung, die zum Großteil aus Menschen besteht die noch nie echte Entbehrungen erlebt haben da jahrzehntelang alles notwendige immer verfügbar und bezahlbar war.

Die Nummer hier hat das Potential, einen ganz harten Aufprall für viele viele Leute zu bedeuten. Und solche Phasen hatten in der Geschichte immer Destabilisation und mit Pech weit schlimmere Dinge zur Folge (das letzte Mal als die Deutschen so am Boden waren haben sie den Irren gewählt). Ich hoffe wirklich dass ich da zu pessimistisch bin aber ich sehe da wirklich düstere Zeiten kommen. Wirtschaftskrieg ist weit weniger schlimm als "echter" krieg was die Ukraine erlebt aber ich habe das Gefühl, dass weite Teile der deutschen Bevölkerung nicht ansatzweise ahnt was da auf sie zukommen kann.
 
Bitte sehr, Import aufgeschlüsselt nach Warengruppen und deren finanziellen Wert:


Gerade im Bereich der Medizinischen Güter könnte da schon das eine oder andere bei sein was man durchaus unter "akut" verbuchen könnte, genauso wie im Bereich der Baustoffe und gewisser chemischer Erzeugnisse.

Jo, Medizin wäre ein Thema. "Kleidung" ist auch etwas, wo man bei der heutigen Qualität teilweise nur ein paar Monate Ausfall überbrücken kann. Die Zahlen gehen zwar nicht auf (absolut 25 Milliarden Importe insgesam, davon 114 Milliarden Maschinene???), aber wenn die Verhältnisse stimmen, dann machen diese Posten nur einen winzigen Anteil aus. Das heißt es ist auf Jahre hinaus nicht möglich, Russland auszuhungern, denn sie können ihren Devisenverrauch auf <1% drosseln, ohne dass es zu aktuen Mangelsituationen im Alltag kommt. Sie können aber schon alleine 10%, mit Umleitung bestehender Warenströme vermutlich 15% über China weiterhin wie gewohnt abwickeln.

Die Frage ist nur ob die medizinischen Güter überhaupt sanktioniert werden. Da gibt es ja naheliegende Argumente gegen.

Werden sie nicht. Aber die Überlegung war, ob z.B. Energiesanktionen überhaupt mittel- geschweige denn kurzfristige Wirkung haben können und die Antwort ist ein glasklares:

Nein.

Das Handelsvolumens Russlands mit China & weiteren Blockadebrechern würde mindestens 20% ihrer bisherigen Deviseneinnahmen sichern. Auch wenn ein Teil davon möglicherweise kurzfristig nicht realisiert wird, weil Beispielsweise aus Mangel an Westelektronik nicht fertiggestellte Autos auch nicht verkauft werden können, reicht das locker, um Medizin & Citrusfrüche & Co zu bezahlen - vollkommen egal ob wir weiter Erdgas beziehen oder nicht.

Weitere Sanktionen sollten also eher darauf abziehen, Russland von Waren- denn von Finanzströmen abzuschneiden. Letzteres schadet nur uns kurzfristig massiv, hat in Russland selbst aber erst in einigen Jahren Wirkung und das möglicherweise auch nur redundant zu bereits bestehenden Sanktionen.

Jetzt kann man ohnehin keine Produktsanlagen aus Deutschland importieren, weil das direkt verboten ist. In fünf Jahren kann man es dann zusätzlich/stattdessen nicht, weil man keine Devisenreservern mehr hat. Aber wir brauchen Maßnahmen die Russland jetzt unter Druck setzen und falls die wirken sollten, wollen wir sogar, das der Druck in fünf Jahren schon wieder weg ist.
 

 
"Kleidung" ist auch etwas, wo man bei der heutigen Qualität teilweise nur ein paar Monate Ausfall überbrücken kann.
:confused:
Grade Kleidung wäre das erste was ich als "fast ewig überbrückbar" ansehen würde sofern es um Funktionalität und nicht Konsum/Design geht. Ich habe (als jemand dem "Mode" völlig egal ist) kaum Kleidungsstücke im Schrank die nicht mehrere Jahre alt sind. Meine Hausschuhe als Extrembeispiel habe ich mit 16 gekauft. Ich werde demnächst 37. Die sind noch gut (auch wenn meine Frau das Gegenteil behauptet).

Das heißt es ist auf Jahre hinaus nicht möglich, Russland auszuhungern, denn sie können ihren Devisenverrauch auf <1% drosseln, ohne dass es zu aktuen Mangelsituationen im Alltag kommt.
Stimmt. Aber ist das das Ziel? Ganz erhebliche Wohlstandseinbußen werden sie (und wir...) wohl hinnehmen müssen. Putin bombt sein Land was das angeht wohl zurück in die 90er Jahre.

Bei der ganzen LNG-Geschichte frage ich mich wirklich was die sich da vorstellen. Dass LNG-Terminals bauen viele Jahre dauert ist ja bereits zum Normalbürger halbwegs durchgedrungen. Aber selbst wenn wir viele Terminals haben und uns Katar, USA, Kanada und wer auch immer mit dem Zeug beliefern will - es gibt nicht annähernd so viele LNG-Transportschiffe um das hinzukriegen... und zig riesen LNG-Tanker bauste auch nicht mal in nem Jahr (vor allem dann nicht, wenn die Werften keinen Schiffbaustahl kaufen können weil für dessen Produktion Rohstoffe und Energie fehlen - und der Stahlmarkt sowieso generell massiv unterversogt ist weil die Importe von Russland, was so grob 30% des europäischen Stahl ausmacht, ja wegfallen...).
 
Sie wollen volle Kontrolle über das Schwarze Meer haben.

Also das wird spätestens bei der Eroberung der Türkei schwierig. Meinst du vielleicht das asowsche Meer, wo man ja praktisch fertig ist? Aktuell ist die beste Vermutung zu Eroberungen darüber hinaus, dass man eine Landbrücke nach Transnistrien will und Odessa steht unabhängig davon weit oben auf der "haben will" Liste russisch-sowjetischer Nostalgisten. Der Rest der Ukraine wird man nur noch nach Möglichkeiten in Schutt und Asche legen. Der ursprüngliche Plan einer Kompletteroberung ist gescheitert, der ukrainische Norden und Westen als solcher für Putin wertlos.

Offen ist aus meiner Sicht noch das nördliche Donezsk. 2014 wollte man nicht mal einen Teil davon geschenkt haben, bislang hat man wenig Anstrengungen zu einer Erweiterung des Gebiets gemacht und es wäre aufgrund der guten Vorbereitung einer der militärisch teuersten Teile der Ukraine. Aber je weiter man im Süden Richtung Westen vorstößt, desto länger werden die Versorgungswege, desto länger auch die eigene Flanke und das für die Ukraine wichtige Kraftwerk Saporischja liegt auch noch exakt auf dieser. Da wäre es strategisch attraktiv, eine Linie von Charkiw bis Dnipro zu ziehen und sich alles östlich davon einzuverleiben.


Im Gegenteil sogar, die Russen tun sich offensichtlich schwer damit nicht stationäre Ziele mit weitreichenden Waffen zu bekämpfen. Zudem kann erwartet werden, dass die russische Westflanke durchaus weich sein wird, die Truppe ist frontal in Kiew gebunden und alles was es braucht ist ein Abschneiden von der Versorgung.

Aber wie? Teilweise stehen die Straßen wortwörtlich voll mit russischen Einheiten und auch wenn die nur bedingt Kriegsbereit sind, werden sie als Wachpersonal gegen Kommandounternehmen reichen. Langstreckenwaffen oder gar Luftwaffe hat die Ukraine praktisch nicht mehr, der Versuch einer vollwertigen Einkesselung wäre bei der vorhandenen Truppen-Nicht-stärke und mit Weißrussland im Rücken Selbstmord für die ukrainische Armee. Dann lieber Putin die Macht über Tschernobyl lassen und nach Schaffung stabiler Riegel in den nördlichen und östlichen Vororten Kiews frei werdendende Truppen Richtung Odessa verlegen. Da und im Bereich Dnipro sehe zumindest ich die größten Gefahren, sobald die bislag um Mariupol gebundene russische Truppen in wenigen Tagen frei sind.


Ja ja da ist mir tatsächlich ein kleiner Fehler unterlaufen, danke für den höflichen Hinweis. Ändern tuets trotzdem nichts auch wenns weh tuet, Abrams halten so einige Panzerabwehrraketen aus.

:)
Hängt von der Waffe ab. Der Arbams ist nach zig Upgrades zwar afaik einer der am schwersten gepanzerten MBTs im Einsatz (einschließlich ettlicher der einhergehenden Nachteile), aber die hohe Überlebensquote im Irakkrieg lag vor allem an den zu alten / zu leichten Waffen der Iraker. Mit einer RPG-7 oder -7M gibt es da an den meisten Stellen tatsächlich nur einen Delle, kampftoppende Wirkung braucht reichlich viel Glück und gute Winkel (und damit viele Versuche, bis vielleicht mal was klappt). Mit einer -28 sieht die Geschichte schon DEUTLICH anders aus, aber die hatte Hussein halt nicht. (Aktuelle -7V-Versionen liegen irgendwo dazwischen)

Bei solchen Überlegungen muss man immer sehr genua auf die Ausrüstung achten (und z.T. auch auf die Bedingungen, versteht sich). Gerade Panzerung ist eine beinahe binäre Sache: Entweder die Waffen deines Gegeners kommen nicht durch. Dann ist im typischen Maße fast egal was er macht und wie viele Waffen er hat. Oder sie kommen durch. Dann ist fast egal, was du machst oder wie viele Panzer du hast. Die ambivalente Übergangsspanne vom einem zum anderen Zustand, in der es doch mehr Möglichkeiten gibt, kann in Extremfällen nur 20-30% betragen. Soviel mehr Panzerung bzw. soviel mehr Durchschlag gegenüber der herangezogenen Vergleichsituation führen dann schon zum gegenteiligen Ausgang.


Eines der größten Landungsschiffe der Russen in ihrer Flotte, die "Orsk" wurde von den Ukrainern zerstört:

Mein Gefühl sagt mir, dass ein Schiff, dass 55 Jahre nach seinem Stapellauf immer noch das größte seiner Art in einer Armee ist, nicht gerade die begehrteste Eigenschaftenkombination aufweißt und wenn es sich dann um ein Landungsschiff handelt, dass beim Entladen in einem Hafen erwischt wird, fühle sich mein Gefühl bestätigt :ugly: .


Aber, Herr Schröder, wo nun genau ist der Grund für einen Angriffskrieg????
Norde Dich erst mal wieder in die Grundwerte einer Demokratie ein, alter Mann...

Einige Leute kapieren einfach nicht den Unterschied zwischen "Ergebnis von" und "verursacht durch", sondern fangen an Schuldzuweisungen zu verteilen, sobald sie eine Verknüpfung gefunden haben. Ich habe das Gefühl oft in der Annahme, dass sie von ihrer eigenen geistigen Leistung derart begeistert sind, dass sie automatisch davon ausgehen, niemand anders könnte sie vor ihnen vollbracht haben und vor allem dass es unmöglich ist, eien zweite zu finden. Wobei Schröder früher eigentlich viel gewitzter war.
Fest steht jedenfalls, dass der Ukrainekrieg gegenauso "Ergbnis von" der NATO-Osterweiterung ist, wie "Ergebnis von" der russischen Revolution, "Ergebnis von" dem Apolloprogramm, "Ergebnis von" der deutschen Wiedervereinigung (und insbesondere der Friedlichkeit der Proteste in der DDR) und "Ergebnis von" ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen sowjetischer Judolehrer. Aber nichts, rein gar nichts davon hat den Ukrainekrieg auch verursacht.


:confused:
Grade Kleidung wäre das erste was ich als "fast ewig überbrückbar" ansehen würde sofern es um Funktionalität und nicht Konsum/Design geht. Ich habe (als jemand dem "Mode" völlig egal ist) kaum Kleidungsstücke im Schrank die nicht mehrere Jahre alt sind. Meine Hausschuhe als Extrembeispiel habe ich mit 16 gekauft. Ich werde demnächst 37. Die sind noch gut (auch wenn meine Frau das Gegenteil behauptet).

Ja. Aber das sind Dinge, die solange halten, weil du die richtigen Produkte gewählt hast (und bei den Hausschuhen muss noch irgendwas deutlich magisches im Spiel sein). Aber vieles von dem, was man heutzutage in den Läden bekommt, hat spätestens nach einem Jahr, teilweise schon nach wenigen Wochen Löcher. Mit Flicken und Ausbessern kommt man noch etwas weiter, aber wenn so etwas z.B. die oft nur in einfacher oder maximal doppelter Ausführung vorhandene Winter-/Schlechtwetterjacke trifft, hat der eigene Kleiderschrank in Russland eine Halbwärtszeit von unter 6 Monaten. Und bei Heranwachsenden ist das sowieso ganz allgemein das Limit und die Kleidung wird erst recht qualitativ darauf ausgelegt.

=> Kleidung ist essentiell und ohne Vorbereitung nur für wenige Monate aufschiebbar. (Mit Vorbereitung dagegen könntest du auch in deinem Keller genug Hülsenfrüchte, Stärke, Konserven und Brennstoffe fürs nächste halbe wenn nicht volle Jahrzehnt haben. Aber außer der russischen Armee hat sich niemand auf diesen Krieg vorbereitet. Und die eigentlich auch nicht so richtig.)

Bei der ganzen LNG-Geschichte frage ich mich wirklich was die sich da vorstellen. Dass LNG-Terminals bauen viele Jahre dauert ist ja bereits zum Normalbürger halbwegs durchgedrungen. Aber selbst wenn wir viele Terminals haben und uns Katar, USA, Kanada und wer auch immer mit dem Zeug beliefern will - es gibt nicht annähernd so viele LNG-Transportschiffe um das hinzukriegen... und zig riesen LNG-Tanker bauste auch nicht mal in nem Jahr (vor allem dann nicht, wenn die Werften keinen Schiffbaustahl kaufen können weil für dessen Produktion Rohstoffe und Energie fehlen - und der Stahlmarkt sowieso generell massiv unterversogt ist weil die Importe von Russland, was so grob 30% des europäischen Stahl ausmacht, ja wegfallen...).

China hat noch reichlich Werftkapazitäten über und ZUFÄLLIG gerade eine große Menge nur ganz leicht überteuerten Stahls aus unbekannter Quelle bekommen :ugly: .

Für mich fallen die Terminals unter puren Populismus und vielleicht noch Wahlgeschenke. Selbst mit genug Tankern würde es kaum Sinn machen, sie in Stade/Wilhelmshaven/Brunsbüttel hinzuknallen. Aber zumindest letzteres könnte Habeck am Herzen liegen. Was sinnvoll wäre: Terminals in Griechenland und in Süditalien. Bis die fertig sind haben wir auch die Pumpstationen der Pipelines, die bislang russisches Gas aus Nordosteuropa dahin befördert haben, soweit aufgerüstet, dass die gleiche Kapazität auch in Gegenrichtung bereitsteht (wenn das nicht sogar jetzt schon der Fall ist). Wieso sollte ein Tanker aus Katar nach Durchfahrt des Suez-Kanals noch einmal die gleiche Stecker weiterdampfen, wenn es doch innerhalb Europas ein Pipelinnetz für den vollen Bedarf gibt? In die deutsche Bucht würde man allenfalls das tolle Frackinggas aus den USA anlanden...

Meine Hoffnung ist, dass die Terminals wenigstens flexibel genug für Wasserstoff ausgelegt werden, und zwar in beide Richtungen. Da könnte es im Zuge der Energiewende nämlich noch einer Trennung der europäischen Netze kommen und dann brauchen wir tatsächlich eigene Importwege.
 
Aber wie? Teilweise stehen die Straßen wortwörtlich voll mit russischen Einheiten und auch wenn die nur bedingt Kriegsbereit sind, werden sie als Wachpersonal gegen Kommandounternehmen reichen. Langstreckenwaffen oder gar Luftwaffe hat die Ukraine praktisch nicht mehr, der Versuch einer vollwertigen Einkesselung wäre bei der vorhandenen Truppen-Nicht-stärke und mit Weißrussland im Rücken Selbstmord für die ukrainische Armee. Dann lieber Putin die Macht über Tschernobyl lassen und nach Schaffung stabiler Riegel in den nördlichen und östlichen Vororten Kiews frei werdendende Truppen Richtung Odessa verlegen. Da und im Bereich Dnipro sehe zumindest ich die größten Gefahren, sobald die bislag um Mariupol gebundene russische Truppen in wenigen Tagen frei sind.

Von Kiew bis an der Grenze zu Belarus sinds 100-120 Kilometer, das ist schonmal ne Strecke, die zu sichern ist nicht ganz einfach, dennoch müssen die Russen in irgendeiner Form sicherstellen, dass ihre Supply Lines offen bleiben. Über Tschnerobyl geht das noch einigermaßen, aber alles läuft am Ende durch Iwankiw.

Die Truppen die bei Irpin stehen müssen sich also drauf verlassen, dass hinter Ihnen alles feindfrei bleibt, ebenso müssen die Truppen die Kiew im Südwesten umfassen wollen aufpassen dass ihre Flanken nicht eingedrückt werden. Das Problem der Russen bei Kiew ist Stillstand. Da, wie ich in einem anderen Post geschrieben habe, weitere Angriffe aus Belarus gen Süden nicht erfolgt sind konnte die Ukraine Truppe freimachen.

Von Kiew gen Süden zu verlegen birgt Risiken, denn wenn man die russischen Truppen bei Kiew nicht bindet, dann bekommen die Ihre Operationsfreiheit zurück und ob man damit im Süden Entlastung schafft ist auch fraglich.
Es muss auch kein Kessel wie um Stalingrad sein, es reicht, wenn man die Versorgung der Einheiten bei Kiew in einem Maße bedroht, dass die Russen sich gezwungen sehen Truppen in die Flanke zu schicken, damit wird die Front in Kiew weich. Ob die Ukrainer dazu in der Lage sind ist offen.

Die einzige Chance die ich für die Ukraine mittelfristig sehe ist, den Russen soviele Verluste bei zuführen wie nur möglich und so ein Einlenken irgendwie zu erreichen. Die Ukrainer haben keine Chance den Konflikt zu beenden, der Ball liegt alleine in Russlands Hälfte.
 
Die Nummer hier hat das Potential, einen ganz harten Aufprall für viele viele Leute zu bedeuten.
Du siehst eindeutig zu schwarz. Russisches öl ist doch, nur wegen einem embargo, nicht unverkäuflich. Es werden sich aber die warenströme ändern, wenn indien, und vermutlich auch china, das billige öl aus russland kaufen. Dann wird halt an anderer stelle öl "frei" was besagte, und vieleicht auch andere staaten, eben nicht mehr bei den scheichs kaufen und das landet dann bei uns. (ich denke der sprit-preis wird sich erstmal zwischen 2 und 2,5€ einpendeln)
Bzgl. gas, das LNG soll nur russisches gas ersetzen und ja, tanker gibt es auch reichlich. (das meer ist auch nur ein risiges warenlager) Das restliche gas kommt, wie bisher, aus nord-afrika. Meine nur gelesen zu haben, das es da in sachen pipeline und durchleitung ein problem gibt, da sich die nord-afrikanischen staaten wohl gegenseitig nicht ganz grün sind. Und wenn sich endlich mal die türkei mit griechenland einigen könnte, gäbe es irgendwann auch noch gas aus der ägäis.
Andererseits, gereinigtes biogas kann man auch in die erdgas-pipelines einspeisen. (wird wohl teilweise auch gemacht-> beides ist methan) Da müßte sich aber beim gesetzgeber was tun.
Und sollte sich, wieder erwarten, eine zu große rezession aus bilden, dann wird china schon intervenieren. Europa ist schließlich nicht gerade der kleinste absatzmarkt und deren doktrin ist wachsen, egal wie.

Edit:
Meine Hoffnung ist, dass die Terminals wenigstens flexibel genug für Wasserstoff ausgelegt werden, und zwar in beide Richtungen. Da könnte es im Zuge der Energiewende nämlich noch einer Trennung der europäischen Netze kommen und dann brauchen wir tatsächlich eigene Importwege.
Soweit ich weis sollen die terminals auch für wasserstoff ausgelegt werden. Mir stellt sich mehr die frage, was man mit wasserstoff im erdgas-netz will. :confused:
 
Zuletzt bearbeitet:
Von Kiew bis an der Grenze zu Belarus sinds 100-120 Kilometer, das ist schonmal ne Strecke, die zu sichern ist nicht ganz einfach


Sicherlich nicht Meter-für-Meter, aber km-für-km reicht ja. Die Straße nur auf 10 m Strecke oder zu sprengen wird die russischen Truppen lediglich solange aufhalten, wie sie die Heimatsehnsucht in Anblick der gewohnten Verkehrslage überwältigt. Um den Nachschub über mehrere Tage zu unterbrechen, sollte man auf mehreren 100 m Strecke sprengen und müsste zusätzlich in vielen Bereichen breite Minengürtel legen, damit nicht einfach eine Behelfspiste drum rum gewalzt wird. (Bei Engstellen in sumpfigem Gelände, wo eine Sprenung von Dämmen schwerer reparier-/umgehbar sind, nehme ich mal eine engere Bewachung an)

Von Kiew gen Süden zu verlegen birgt Risiken, denn wenn man die russischen Truppen bei Kiew nicht bindet, dann bekommen die Ihre Operationsfreiheit zurück

Die Überlegung war in "frei werdende" enthalten.
Eine Einheit, die in Kiev X russische Ressourcen bindet nach Odessa zu verlegen, wo sie offensiv maximal X/10 russische Ressourcen zerstören könnte, ist natürlich nicht lohnend.

Es muss auch kein Kessel wie um Stalingrad sein, es reicht, wenn man die Versorgung der Einheiten bei Kiew in einem Maße bedroht, dass die Russen sich gezwungen sehen Truppen in die Flanke zu schicken, damit wird die Front in Kiew weich. Ob die Ukrainer dazu in der Lage sind ist offen.

In Anbetracht der zahlreichen Angriffe auf die Versorgungswege würde ich das als Status quo bezeichnen. Solange die Ukrainer nicht offen angreifen (was sehr riskant wäre) befinden sich die russischen Sicherungseinheiten zwar nicht aktiv im Kampf, aber abstellen muss die russische Armee diese schon jetzt. Bzw. falls sie das bislang gar nicht plant: Von der vorhandenen, offensivtechnisch beknackten Verstreuung russsischer Einheiten im Hinterland könnte man auch dann nicht abweichen, wenn die Versorgungslage insgesamt besser wäre, weil dann die Versorgungslinien frei liegen würden.

stehende 60-km-Konvois möge keine effektive Transportlösung sein, aber sie sind gut darin, Brückensprengungen auf 60 km Strecke zu verhindern :ugly: .

Die einzige Chance die ich für die Ukraine mittelfristig sehe ist, den Russen soviele Verluste bei zuführen wie nur möglich und so ein Einlenken irgendwie zu erreichen. Die Ukrainer haben keine Chance den Konflikt zu beenden, der Ball liegt alleine in Russlands Hälfte.

Das (zweite) Problem der Ukraine (wenn sie das erste - "unser Volk wird gerade systematsich vernichtet" - gelöst haben): Nur den russischen Truppen Verluste zuzufügen, bis die nicht weiter angreifen wollen, bringt kein bereits verlorenes Territorium zurück und auch keine Reparaturzahlungen.

Da EU & Co bereits nach der Krim bewiesen haben, dass sie selbst voll umfänglich anhaltende Sanktionsgründe nicht von Shake Hands abhalten und da Putin in Tschetschenien und Ossetien bewiesen hat, dass er es notfalls einfach ein zweites Mal versucht, reicht ein Stillstand für die Ukraine nicht. Sie muss entweder soviel Schaden zufügen, dass Putin innenpolitisch unhaltbar wird oder aber sie aus der Position eines in Offensive befindlichen Kriegsteilnehmers verhandeln kann. Sonst steht in 5-10 Jahren mit dem gleichem Problem wieder da, aber mit weniger Ausgangsmaterial, einem Land in schlechterem Zustand und einem Gegner, der möglicherweise aus seinen Fehlern gelernt hat. Ziel in der jetzigen Situation muss mindestens eine Rückeroberung der asowschen Küste sein, besser auch von Donezsk und Lughansk. Ein nicht-Sieg für Putin reicht nicht, es muss eine Niederlage werden.

Aus dem Kontext heraus: Weiß jemand, warum in den ersten Kriegstagen keine Angriffe auf die Brücke von Kertsch erfolgte? Gar keine geeigneten Waffen? Eigentlich ist es ja nicht das nördliche, sondern das südliche Aufgebot der russischen Armee, dessen Versorgung bis zum Schluss des Rings um Mariupol an einem Nadelöhr hing. Und Hängebrücken flickt man nicht so schnell wieder, wenn sie einmal hinüber sind.


Das restliche gas kommt, wie bisher, aus nord-afrika. Meine nur gelesen zu haben, das es da in sachen pipeline und durchleitung ein problem gibt, da sich die nord-afrikanischen staaten wohl gegenseitig nicht ganz grün sind.

Jein. Algerien und Marokko sind sich nicht grün wegen dem Imperialismus letzterer in Sahara und weil Spanien neuerdings auch noch zu letzteren hält, hat Algerien auch allgemein keinen Bock mehr auf Lieferungen nach Europa. Afaik wäre die nächste Engstelle aber ohnehin zwischen Spanien und Frankreich, das heißt auf dem Weg kann sowieso nur wenig Gas kommen und Importe aus Lybien via Tanker... :ugly:

Und wenn sich endlich mal die türkei mit griechenland einigen könnte, gäbe es irgendwann auch noch gas aus der ägäis.

Gasförderung aufbauen dauert noch länger als Terminals. Und eine Einigung zwischen Griechen und Türken einige Jahrhunderte.

Andererseits, gereinigtes biogas kann man auch in die erdgas-pipelines einspeisen. (wird wohl teilweise auch gemacht-> beides ist methan) Da müßte sich aber beim gesetzgeber was tun.

Das wird nicht nur teilweise, sondern in durchaus ansehnlichem Maßstab gemacht. Ich habe bis Anfang des Jahres einen reinen Biogasvertrag. Aber dann wurde ich runtergestuft, weil der Markt leergekauft ist - die Kapazitäten sind ziemlich beschränkt und in einer Situation sinkender Getreideproduktion auch nicht erweiterbar.

Im Gegenteil, ich würde erwarten dass ettliche Bauern wieder von Energie- auf andere Maissorten umstellen.

Soweit ich weis sollen die terminals auch für wasserstoff ausgelegt werden. Mir stellt sich mehr die frage, was man mit wasserstoff im erdgas-netz will. :confused:

Das Erdgasnetz könnte mittelfristig ein Wasserstoffnetz werden. Dann wäre es zumindest kein komplett rausgeschmissenes Geld, wenn man die vorhandene Infrastruktur weiternutzen könnte. Aber ich würde es unser Regierung durchaus zutrauen, dass sie nur das absolute Minimum in die Ausschreibung packen, um 5 Cent kosten zu sparen, und dann sind die Anlagen in 6 Monaten, wenn sich die Lage beruhigt hat und Russland wieder liefert, Sondermüll. (Was eine ziemlich Leistung für Anlagen ist, die erst in 36 Monaten in Betrieb gehen. Nur die Kohlekraftwerke Moorburg und Datteln IV waren noch schneller veraltet.)
 
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Oh pro-russische Propaganda, der Aufruf an die Ukraine unnötiges Leid zu vermeiden und sich doch bitte zu ergeben. Nice, Kremls likes, 10/10 Sowjetsterne. Oder meinst du mit "zu wenig unternehmen" für die Ukraine nochmal was genau? Sollen die den Widerstand in Mariupol einstellen? Und dann in anderen Städten? Und dann in Kiew? Und dann vllt überall?
Oh Moment, würde das nicht bedeuten dass die russische Taktik der zivilen Katastrophe Erfolg hat und sich so für in der Zukunft liegende Sonderoperationen eigenen würde? Hmm...

Oder was genau meintest du mit BEIDE Seiten unternehmen mitunter zuwenig?

Was sagt denn Carlo dazu?
Eingebundener Inhalt
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Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Beide Seiten natürlich, Moralapostelei und Schuldzuweisungen helfen niemandem, aber mach fleißig weiter.
Die wird sowieso explodieren.
Je nachdem welche Option im Energiemarkt gezogen wird von den Konfliktparteien wird das alles SEHR interessant.

Ich meine jetzt schreit hier eine ziemliche Anzahl von Leuten rum man möge doch russische Energie komplett unters Embargo stellen. Wenn Putin das Rubel-only durchzieht und der Westen hart bleibt ist das praktisch dasselbe.
Gleichzeitig weigern sich die Leute aber schon nur langsamer zu fahren oder Sonntags mal gar nicht und müssen bei 2,30€ der Liter Sprit schon vom Staat gepampert werden. Die Krise ist grade mal am Horizont erkennbar und da springen schon Leute panisch im Dreieck? Sind wir/die denn wirklich alle derart realitätsfremd?!

Wenn das Energieembargo so kommt passieren folgende Dinge:
- Der Spritpreis (Benzin, Diesel, Öl, alles) steigt auf weit über 3€ der Liter, eher 4-5€.
- Diesel und Heizöl sind nicht ausreichend vorhanden und müssen rationiert werden - es ist dann keine Frage des Preises mehr sondern eine Frage der Verfügbarkeit!
- Gas muss sowieso rationiert werden, bedeutet Endverbraucher bekommen eine Notfallmenge und Industriewerke werden abgeschaltet, vieles außer der Grundversorgung bricht dadurch weitgehend zusammen.
- Folge davon ist eine harte Rezession (also deutlich härter als die, die sowieso kommt) bei gleichzeitiger starker Inflation - das übelste, was einer Wirtschaft überhaupt passieren kann.
- Die EZB wird wahrscheinlich wieder panisch anfangen Geld zu erschaffen (bzw. noch mehr/schneller als sie es sowieso IMMER NOCH macht) um irgendwas zu stützen was zur Folge hat dass Inflationsraten in den 25+%-Bereich klettern (die Erzeugerpreisinflation ist da übrigens schon seit einiger Zeit, das issn ganz guter Indikator dafür was kommt...)

Und all das trifft auf eine Bevölkerung, die zum Großteil aus Menschen besteht die noch nie echte Entbehrungen erlebt haben da jahrzehntelang alles notwendige immer verfügbar und bezahlbar war.

Die Nummer hier hat das Potential, einen ganz harten Aufprall für viele viele Leute zu bedeuten. Und solche Phasen hatten in der Geschichte immer Destabilisation und mit Pech weit schlimmere Dinge zur Folge (das letzte Mal als die Deutschen so am Boden waren haben sie den Irren gewählt). Ich hoffe wirklich dass ich da zu pessimistisch bin aber ich sehe da wirklich düstere Zeiten kommen. Wirtschaftskrieg ist weit weniger schlimm als "echter" krieg was die Ukraine erlebt aber ich habe das Gefühl, dass weite Teile der deutschen Bevölkerung nicht ansatzweise ahnt was da auf sie zukommen kann.
Endlich mal jemand, der die Ausmaße nicht herunterspielt. Das ist auch meine Sorge. Dann kommt noch, dass absolut alle Güter transportiert werden müssen. Dadurch wird alles teurer ungeachtet der Inflation. Der andere Punkt wäre, dass durch die Beschaffung von teureren Gas aus den USA und Katar die Erzeugerkosten höher werden. Manche Branchen kalkulieren da ganz klein. Wenn ihre Produkte zu teuer sein sollten, egal wie gut sie sind, werden sie vom Markt fliegen. Da gibt es nur einen einzigen Gewinner, nämlich China.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn Energiekosten die Preise antreiben, trifft das Waren aus China am härtesten und könnte sogar eine Chance für europäische Hersteller sein. Die Transportkapiztäten waren schon in den letzten Jahren knapp, jetzt fallen der Zugverkehr durch Russland flach, die Spritmengen für Luftfracht sind 20-30% hoch und die Treibstoffpreise für alle Transportarten zumindest auf der Rückfahrt um 20-100% gestiegen. Klarer Vorteile für lokale Produktion.

(Anm.:Antwort auf deine vorletztes Post als Edit in meinem letzten)
 
Aus dem Kontext heraus: Weiß jemand, warum in den ersten Kriegstagen keine Angriffe auf die Brücke von Kertsch erfolgte?
Gute frage, die ich mir auch schon gestellt hab. Evt. keine passenden waffen gehabt?
Jein. Algerien und Marokko sind sich nicht grün wegen dem Imperialismus letzterer in Sahara und weil Spanien neuerdings auch noch zu letzteren hält, hat Algerien auch allgemein keinen Bock mehr auf Lieferungen nach Europa.
Als "keinen bock" würde ich das jetzt nicht unbedingt bezeichnen. Algerien hat nur keine größeren mengen zum verkaufen.
Afaik wäre die nächste Engstelle aber ohnehin zwischen Spanien und Frankreich, das heißt auf dem Weg kann sowieso nur wenig Gas kommen und Importe aus Lybien via Tanker... :ugly:
Es gibt noch die transmed, die in italien raus kommt.
Das wird nicht nur teilweise, sondern in durchaus ansehnlichem Maßstab gemacht.
Dann ist "ansehnlich" wohl relativ. So wie ich das sehe wird das meiste direkt verstromt...
Ich habe bis Anfang des Jahres einen reinen Biogasvertrag. Aber dann wurde ich runtergestuft, weil der Markt leergekauft ist - die Kapazitäten sind ziemlich beschränkt und in einer Situation sinkender Getreideproduktion auch nicht erweiterbar.
In europa sollte es genug getreide geben, nur afrika fällt leider im moment etwas hinten herunter. Aber die werden wohl letztlich von russland kaufen.

Das Erdgasnetz könnte mittelfristig ein Wasserstoffnetz werden.
Da mußt du aber auch alle dazu bekommen, wasserstoff verwerten zu können. Und dann braucht man auch noch die entsprechenden mengen wasserstoff... Ich sehe das alles noch nicht gleich... (ich werd es nicht erleben, denke ich)
 
Also das wird spätestens bei der Eroberung der Türkei schwierig. Meinst du vielleicht das asowsche Meer, wo man ja praktisch fertig ist? Aktuell ist die beste Vermutung zu Eroberungen darüber hinaus, dass man eine Landbrücke nach Transnistrien will und Odessa steht unabhängig davon weit oben auf der "haben will" Liste russisch-sowjetischer Nostalgisten. Der Rest der Ukraine wird man nur noch nach Möglichkeiten in Schutt und Asche legen. Der ursprüngliche Plan einer Kompletteroberung ist gescheitert, der ukrainische Norden und Westen als solcher für Putin wertlos.
Ich meine die gesamte ukrainische Küste zum Schwarzen Meer. Dadurch könnte aus der geostrategischen Sicht die Restukraine nie mehr ein Problem für Russland werden. Bleibt nur noch Moldova und ich denke , sie sind/waren die nächsten auf der Putin's Liste.
 
Nur mal nebenbei - was schäme ich mich manchmal fremd für unsere Michelbürokratie :-_-:

ntv schrieb:
Die Ukraine hat offenbar selbst Waffen von deutschen Herstellern gekauft. Nach "Welt"-Informationen habe die Regierung in Kiew 2650 Panzerabwehrwaffen aus Deutschland mit eigenem Geld bezahlt. Dem Bericht zufolge hat die Bundesregierung dem Export zugestimmt. Die Bundesregierung hätte demnach zuvor wochenlang ohne Ergebnis geprüft, ob sie Waffen deutscher Hersteller ankaufe und diese dann der Ukraine übergeben könne.

Die deutschen brauchen wochenlang um zu prüfen ob sie was haben und ob sies liefern und kommen zu keinem Ergebnis - und Kiew kauft das Zeug dann selber ein weil wir, sorry, einfach zu blöd sind. Es wär lustig wenns nicht so schlimm wäre.
 
für unsere Michelbürokratie
Diese Bürokratie ist der Grund weswegen wir statt vorwärts zu kommen seit Jahrzehnten auf der Stelle treten. Das große Problem ist, dass niemand mehr für irgendwas verantwortlich sein will. Permanente Verantwortungsverschiebung ist nicht zielführend. Man muss sich doch nur Mal das Konstrukt der Deutschen Bahn anschauen. Versuche da Mal jemanden ans Telefon zu bekommen der eine Entscheidung trifft. Jeder gibt es dem benachbarten Schreibtisch. Und wenn es die Runde rum ist und wieder auf dem ersten Schreibtisch liegt, ist derjenige der das Papier zuerst weiter gereicht hat, in Rente.

Die BRD ist ein noch viel größerer Wühltisch.
 
Nun wir machen Russland jetzt tatsächlich zum Armenhaus Europas und je heftiger es Russland trifft desto besser.
Auch wenn wir darunter leiden zeigt es jedem Aggressor eins: Krieg lohnt sich nicht.
Es ist ein ganz wichtiges Zeichen das man in China hoffentlich auch versteht.

Einerseits tun mir die normalen russischen Bürger leid, andererseits gibt es auch die Position
der Ukrainer die den russischen Bürgern vorwerfen sich nicht gegen die Regierung gewehrt zu haben,
die dürfen das ja auch sagen, haben sie doch den eigenen Präsidenten verjagt.
 
Der ja schon etwas länger zu erwartende Strategiewechsel der russischen Armee ist jetzt auch mehr oder weniger "offiziell" da.
Die russische Armee konzentriert sich nun stärker / primär auf den Donbass und scheinen ihre Versuche Kiew einnehmen zu wollen vorerst eingestellt / aufgegeben zu haben, sie graben sich dort an ihren aktuellen Positionen ein und bauen Verteidigungsstellungen auf.

 
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