Das ist ja im Prinzip richtig - würde zwischen den beiden Bildern ein Versatz von z.B. 50ms liegen, wäre der 3D-Effekt deutlich eingeschränkt. Aber ein Versatz von ca. 5ms kann durch den Menschen nicht wahrgenommen werden. So schnell ist die ganze Reizweiterleitung und -Verarbeitung nicht, dass man das bemerken könnte.
Die nächste Frage ist, woher dieser Versatz überhaupt kommen soll. Gehen wir für jedes Auge und jede GPU mal von konstanten 60 FPS ohne Mikroruckler aus (Mikroruckler sollten ja nicht auftreten, weil die GPUs völlig unabhängig voneinander arbeiten). Jede GPU erzeugt also alle 17ms ein neues Bild. Wenn beide GPUs jetzt gleichzeitig anfangen, das neue Bild zu berechnen, und beide GPUs nach spätestens 17ms damit fertig sind (sonst hätten wir ja die oben gerade ausgeschlossenen Mikroruckler), dann sollte es doch nicht so schwer sein, dass beide GPUs ihr Bild auch genau gleichzeitig ausgeben. Nämlich nach exakt 17ms, egal ob eine der beiden GPUs schon etwas früher fertig war oder nicht.
Ich sehe also eigentlich gar nicht die Grundlage für diese Diskussion, woher der Versatz der Bilder kommen sollte