Will die EU-Kommission die Rettung des Nürburgrings verhindern?

AW: Will die EU-Kommission die Rettung des Nürburgrings verhindern?

Genau den Freizeitpark neben oder in der naehe von dem Nuernburgring.

Wieviele Arbeitsplaetze sind den entstanden?


Nunja aber in eine Rennstrecke zu investieren? Ich glaube der Nutzen fuer die Region ist bei einer weiteren Investition in die Rennstrecke im Nullbereich.
 
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Was genau meinst du damit? Den Freizeitpark etc.? Auch wenn keine Gewinne gemacht wurden, wurden Arbeitsplätze geschaffen. Wenn man jetzt nicht mehr investieren würde, dann wär das für die Gegend fatal.

Ich habe btw. nicht gesagt, dass ich die bisherigen Investitionen richtig finde, es wurde in meinen Augen sehr viel falsch gemacht und viel Geld verschwendet, aber darum geht es hier nicht.

Gerade weil in der Vergangenheit so viel Geld verschwendet würde, ist es in meinen Augen falsch, diesen jetzt noch zu unterstützen. Im Grunde genommen ist den Leuten und den Arbeitsplätzen auch nicht geholfen, wenn du Geld reinpumpst, um diese kurzfristig zu erhalten, nur damit dann in 2 Jahren schon wieder das dicke Ende naht.

Abgesehen davon macht eine Rennstrecke eine Gegend jetzt nicht unbedingt attraktiver, da wäre das Geld eher in bessere Infrastruktur o.ä. angelegt, die "richtige" Firmen anlocken, die auch zu einer Wertschöpfung beitragen.
 
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Der Nürburgring leistet für den Tourismus in der Gegend schon einen gewaltigen Beitrag. Das sollte man nicht unterschätzen.
 
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Sicher werden die heldenhaften Politiker, welche keine Mühe scheuen und ihr letztes Hemd geben, um die Banken zu retten (siehe Kleidung der Dame), die Situation bald bereinigt haben. Dann müssen nur noch Italien, Portugal, Irland, Zypern und Frankreich gerettet werden und dann... ..ja dann ist Deutschland dran. Wer wird uns retten?

Das Politiker heldenhaft seien hat ja niemand behauptet. Soweit ich den Schriftwechsel im Kopf habe warst du der einzige, der ein pauschalurteil über alle Politiker, insbesondere die spanischen gefällt hast (z.B.: "Die korrupten spanischen Politiker verschenken das Volksvermögen an die Banken und pressen den Spaniern zu diesem Zweck auch den letzten Cent ab.")

Wie schon geschrieben, die Politiker sind so gut oder schlecht wie alle anderen auch. Was leider bei solchen "Stammtisch" Argumenten zu kurz kommt ist, dass es kein leichter (dazu mies bezahlter) Job ist politische Verantwortung zu tragen. Man muss das nicht alles gut finden was entschieden wird, aber man sollte die Arbeit der Leute wenigstens respektieren. Denen den guten Willen generell abzusprechen ist völlig fehl am Platz!

Tja, ich bezog mich ausschließlich auf die Dame selber und zog aus dem Foto keinerlei Rückschlüsse auf andere Politiker.

Liest du eigentlich deine eigenen Beiträge? Für mich liest sich ein Satz wie "Dabei werden die Spanier von ihren Volksvertretern auch noch verhöhnt, wie hier von Andrea Fabra." schon wie eine Pauschalisierung. Dazu ein aus dem Zusammenhang gerissenes Bild, das für dich argumentativ taugt, weil es deine Meinung so schön stützt... Super!


Bitte kommt zum Thema Nürburgring zurück.

Genau das will ich gerne tun.

Der Nürburgring sollte mMn weiterhin unterstützt werden. Nicht wegen seiner Geschichte o.ä., sondern weil er primär die Förderung einer strukturschwachen Gegend ist. Ob die EU dazu eingespannt werden kann/darf/sollte weiß ich nicht, dafür kenn ich mich mit dem europäischen Recht nicht genau genug aus. Ich sehe aber v.a. den Bund in der Pflicht.

Wieviele Arbeitsplätze hängen denn da dran? Für 300 Mio. kann man sicherlich wenn man sich Mühe gibt eine strukturschwache Region besser unterstützen, will sagen mehr Arbeitsplätze schaffen. Es ist ja nicht so, dass die Gegend am Ende der Welt liegt und man da als Firma unter keinen Umständen hin will. Anschluss an die Autobahn bzw. Autobahnen (A1 und A61) ist gegeben, da sollte man es schon schaffen den einen oder anderen Arbeitgeber anzusiedeln und so aus der strukturschwachen Region was zu machen.

Es kann ja nicht sein, dass nachdem 300Mio. wirkungslos verpufft sind noch mehr Geld da reingepumpt wird. Ein Strategiewechsel wäre da doch evtl. eine Überlegung wert.
 
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Wieviele Arbeitsplaetze sind den entstanden?
Genaue Zahlen kenn ich nicht, aber ein Hotel, ein Freizeitpark, mehrere Ladenlokale von Automobielbauern, mehrere Restaurants und Discos und etwa 100 Ferienhäuser sprechen für sich, oder?

Gerade weil in der Vergangenheit so viel Geld verschwendet würde, ist es in meinen Augen falsch, diesen jetzt noch zu unterstützen. Im Grunde genommen ist den Leuten und den Arbeitsplätzen auch nicht geholfen, wenn du Geld reinpumpst, um diese kurzfristig zu erhalten, nur damit dann in 2 Jahren schon wieder das dicke Ende naht.
Lieber gleich alles umsonst gewesen sein? Letztlich wird man immer unterstützen müssen, aber es ist besser als die Gegend komplett umzustrukturieren und vielen Menschen Arbeitslosengeld zahlen zu müssen.

Abgesehen davon macht eine Rennstrecke eine Gegend jetzt nicht unbedingt attraktiver, da wäre das Geld eher in bessere Infrastruktur o.ä. angelegt, die "richtige" Firmen anlocken, die auch zu einer Wertschöpfung beitragen.
Die Infrastruktur ist schon ziemlich gut ausgebaut. Weiteres s. unten.

Wenn dem so wäre, wäre es im Grunde für die GmbH ja kein Problem gewesen, daraus Profit zu schlagen und nicht am Rande der Insolvenz zu stehen, oder?
Und mit der Begründung willst du jetzt praktisch alle Schwimmbäder, Theater, Museen usw. in D schließen?

Dazu kommen allein ~ 85 000 durch Rock am Ring, aber ob das weiterhin dort ist ist ja momentan auch fraglich, weil eben nicht richtig investiert wurde.

Es ist ja nicht so, dass die Gegend am Ende der Welt liegt und man da als Firma unter keinen Umständen hin will. Anschluss an die Autobahn bzw. Autobahnen (A1 und A61) ist gegeben, da sollte man es schon schaffen den einen oder anderen Arbeitgeber anzusiedeln und so aus der strukturschwachen Region was zu machen.
Doch, leider ist das so. Selbst mit der sehr gut ausgebauten Infrastruktur will fast keine Firma dort hin. Die Städte am Rhein sind einfach viel attraktiver, allein schon wegen der Topographie. Firmen könnte man nur mit massiven Subventionen in die Eifel locken und selbst dann ist es nicht sicher wie lange die Firmen Gewinne abwefen, vermutlich so kurz, dass noch mehr Geld durch die Subventionen verschwendet werden würde als jetzt verschwendet wird.

Es kann ja nicht sein, dass nachdem 300Mio. wirkungslos verpufft sind noch mehr Geld da reingepumpt wird. Ein Strategiewechsel wäre da doch evtl. eine Überlegung wert.
Welche Strategie würdest du vorschlagen? Neben dem Tourismus bleiben nicht viele Möglichkeiten und für den Tourismus ist der Ring nunmal sehr wichtig.
 
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Genaue Zahlen kenn ich nicht, aber ein Hotel, ein Freizeitpark, mehrere Ladenlokale von Automobielbauern, mehrere Restaurants und Discos und etwa 100 Ferienhäuser sprechen für sich, oder?

Also wenn bei der eingesetzten Summe nicht mehr als das rauskommt, dann wars für die Katz.


Lieber gleich alles umsonst gewesen sein? Letztlich wird man immer unterstützen müssen, aber es ist besser als die Gegend komplett umzustrukturieren und vielen Menschen Arbeitslosengeld zahlen zu müssen.

Das wäre aber sicher wesentlich billiger. An einer Umstrukturierung führt mittel- und langfristig eh kein Weg vorbei. Andernfalls wird die Gegend bevölkerungsmäßig ausbluten.

Doch, leider ist das so. Selbst mit der sehr gut ausgebauten Infrastruktur will fast keine Firma dort hin. Die Städte am Rhein sind einfach viel attraktiver, allein schon wegen der Topographie. Firmen könnte man nur mit massiven Subventionen in die Eifel locken und selbst dann ist es nicht sicher wie lange die Firmen Gewinne abwefen, vermutlich so kurz, dass noch mehr Geld durch die Subventionen verschwendet werden würde als jetzt verschwendet wird.

Ich bin letzt durch den Schwarzwald gefahren, von VS bis Offenburg. Da ist noch nichtmal von die Infrastruktur gut, aber es steht trotzdem Firma an Firma, die leben da nicht alle vom Tourismus. Dann muss es doch möglich sein auch in der Eifel Firmen anzusiedeln.
 
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Das wäre aber sicher wesentlich billiger. An einer Umstrukturierung führt mittel- und langfristig eh kein Weg vorbei. Andernfalls wird die Gegend bevölkerungsmäßig ausbluten.
Zu billiger siehe das Schwimmbad, Museum usw. Bsp. aus meinem letzten Post.
Wozu willst du die Gegend umstrukturieren? Siehe das Ende meines letzten Posts.

Ich bin letzt durch den Schwarzwald gefahren, von VS bis Offenburg. Da ist noch nichtmal von die Infrastruktur gut, aber es steht trotzdem Firma an Firma, die leben da nicht alle vom Tourismus. Dann muss es doch möglich sein auch in der Eifel Firmen anzusiedeln.
Industrie mit der Grundlage Forstwirtschaft? Das ist in der Eifel auch nicht so einfach.
 
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Zu billiger siehe das Schwimmbad, Museum usw. Bsp. aus meinem letzten Post.
Wozu willst du die Gegend umstrukturieren? Siehe das Ende meines letzten Posts.

Museen haben zumindest einen Beitrag zur Kultur zu leisten. Ob man das persönlich wichtig und richtig findet oder nicht lass ich mal offen - muss jeder selbst entscheiden.

Ich will die Gegend net umstrukturieren. Aber wenn es keine Arbeitsplätze gibt wird die Gegend halt immer dünner besiedelt werden. Dafür hunderte von Millionen in die Eifel zu pumpen um eine handvoll Arbeitsplätze zu schaffen, die sich offenbar nicht selbst tragen ist ja auf Dauer schwer zu vermitteln und auch nicht durchzuhalten. Überlege mal wenn die hier genannten 300.000.000€ stimmen, dann wurde jeder der geschaffenen Arbeitsplätze mit ner 7-stelligen Summe bezahlt und muss offenbar auch weiter bezahlt werden, weil das Konzept so nicht aufgeht. Das kann ja niemals durch Steuern zurückgezahlt werden! Da wäre Arbeitslosengeld wesentlich billiger - so zynisch das klingen mag.

Industrie mit der Grundlage Forstwirtschaft? Das ist in der Eifel auch nicht so einfach.

Nein, net nur Forstwirtschaft. Da sind Getriebebauer und sonst. Automobilzulieferer, Werkzeugmaschinenhersteller und was weiß ich noch dabei.
 
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Vielleicht sollte man erstmal das Ergebnis der Insolvenz abwarten, und dann entscheiden was man wie mit dem Unternehmen macht. Den jetzigen Betreibern muss man ja nicht gerade goldene Rettungsringe zuwerfen.
 
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Da wäre Arbeitslosengeld wesentlich billiger - so zynisch das klingen mag.
Arbeitslosen Geld ist fast immer günstiger (extrem ausgedrückt: noch günstiger wär es die Arbeitslosen auf den Straßen verhungern zu lassen), aber wir leben immernoch in einem Sozialstaat und das ist auch gut so. Warum wurde sonst Jahrzehntelang in den Bergbau investiert, obwohl die Kohle im Ausland viel günstiger war? Es geht hier um Sozialverträglichkeit und nicht um so günstig wie möglich. Die sozialen Folgen von einer solchen plötzlichen Veränderung sind meist schwerwiegender und im Endeffekt auch teurer als solche Maßnahmen.

Nein, net nur Forstwirtschaft. Da sind Getriebebauer und sonst. Automobilzulieferer, Werkzeugmaschinenhersteller und was weiß ich noch dabei.
Die gibt es, aber wirklich viele sind es nicht. Der Schwarzwald lebt v.a. vom Tourismus. Dann kommt lang nichts, dann die Forstwirtschaft, dann wieder lang nichts, dann die Agrarwirtschaft und dann irgendwann die "wirkliche Industrie". Abgesehen davon investiert das Land sicher auch nicht wenig in den Schwarzwald.
 
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Arbeitslosen Geld ist fast immer günstiger (extrem ausgedrückt: noch günstiger wär es die Arbeitslosen auf den Straßen verhungern zu lassen), aber wir leben immernoch in einem Sozialstaat und das ist auch gut so. Warum wurde sonst Jahrzehntelang in den Bergbau investiert, obwohl die Kohle im Ausland viel günstiger war? Es geht hier um Sozialverträglichkeit und nicht um so günstig wie möglich. Die sozialen Folgen von einer solchen plötzlichen Veränderung sind meist schwerwiegender und im Endeffekt auch teurer als solche Maßnahmen.

Sozialstaat bedeutet nicht, das unwirtschaftliche Arbeitsplätze koste es was es wolle am Leben zu erhalten. Das war dann eher im Sozialismus gang und gebe - mit bekannten Folgen. Wir haben neben dem Sozialstaat aber auch eine Marktwirtschaft und da müssen Unternehmen erst mal selbst schauen wie sie zurecht kommen. Wenn die nicht wirtschaftlich arbeiten, dann kann nicht der Staat einspringen - von Ausnahmefällen vlt. einmal abgesehen.

Das Beispiel mit der Kohle zieht hier nicht - wenngleich ich der Meinung bin der Abbau der Kohlesubventionen ist überfällig. Bei der Kohle waren mehrere Gründe dafür verantwortlich, dass sie so stark gefördert wurde/wird. Zum Einen der strategische Gesichtspunkt, nicht völlig abhängig von Lieferungen aus dem Ausland zu werden sondern die Produktion aufrecht zu erhalten um sie in einer Krise (Z.B. auch Krieg) notfalls auch wieder hochfahren zu können. Dann natürlich, das extrem viele Menschen (net bloß ein paar Hoteliers und Eintrittkartenabreißer) und ganze, dicht besiedelte Regionen davon lebten. Natürlich spielten da auch Wahltaktische Überlegungen rein. Des weiteren sollte Zeit für die nötige Umstrukturierung ganzer Regionen gekauft werden (im Pott hat das ganz gut geklappt, im Saarland nicht so gut). Diese Voraussetzungen sind alle am Ring nicht gegeben.

Die gibt es, aber wirklich viele sind es nicht. Der Schwarzwald lebt v.a. vom Tourismus. Dann kommt lang nichts, dann die Forstwirtschaft, dann wieder lang nichts, dann die Agrarwirtschaft und dann irgendwann die "wirkliche Industrie". Abgesehen davon investiert das Land sicher auch nicht wenig in den Schwarzwald.

Mir fallen auf Anhieb ein gutes Dutzend Maschinenbaubetriebe ein, die im Schwarzwald ihren Sitz haben. Natürlich hat man hier sicherlich auch mit Landesmitteln Anreize geschaffen (genau weiß ichs net), aber unterm Strich hats auch geklappt und die Unternehmen leben ohne Subventionen.
 
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Sozialstaat bedeutet nicht, das unwirtschaftliche Arbeitsplätze koste es was es wolle am Leben zu erhalten.

Das ist aber gängige Praxis. Schau dir die Landwirtschaft an. Ohne die Milliarden Subventionen hätten viele Landwirte keine Arbeit.
Oder der öffentliche Nahverkehr. Ohne Subventionen würde kein Zug oder Bus mehr fahren.
 
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Das Beispiel mit der Kohle zieht hier nicht - wenngleich ich der Meinung bin der Abbau der Kohlesubventionen ist überfällig.
Das Ende der Subventionen kommt 2018.

Bei der Kohle waren mehrere Gründe dafür verantwortlich, dass sie so stark gefördert wurde/wird. Zum Einen der strategische Gesichtspunkt, nicht völlig abhängig von Lieferungen aus dem Ausland zu werden sondern die Produktion aufrecht zu erhalten um sie in einer Krise (Z.B. auch Krieg) notfalls auch wieder hochfahren zu können.
Diese Argumente ziehen seit dem Mauerfall nicht mehr. ;)

Dann natürlich, das extrem viele Menschen (net bloß ein paar Hoteliers und Eintrittkartenabreißer) und ganze, dicht besiedelte Regionen davon lebten. Natürlich spielten da auch Wahltaktische Überlegungen rein. Des weiteren sollte Zeit für die nötige Umstrukturierung ganzer Regionen gekauft werden (im Pott hat das ganz gut geklappt, im Saarland nicht so gut). Diese Voraussetzungen sind alle am Ring nicht gegeben.
Beim Nürburgring ist die Anzahl der betroffen Personen geringer, dafür sind die Kosten aber auch geringer. Damit ist eine Vergleichbarkeit gegeben. Natürlich wurde viel Geld unnötig verschwendet, aber daran kann man jetzt nichts mehr ändern. Umso wichtiger ist es jetzt richtig zu investieren und nicht auf einmal alles aufzugeben.

Mir fallen auf Anhieb ein gutes Dutzend Maschinenbaubetriebe ein, die im Schwarzwald ihren Sitz haben. Natürlich hat man hier sicherlich auch mit Landesmitteln Anreize geschaffen (genau weiß ichs net), aber unterm Strich hats auch geklappt und die Unternehmen leben ohne Subventionen.
Dann nenn doch bitte die Faktoren, die in der Eifel nicht gegeben sind bzw. wo man genau investieren kann/soll. Die Aussage "wo anders klappt es besser" bringt nichts, wenn man nicht weiß warum es dort besser läuft. ;)
 
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Wieviele Arbeitsplätze hängen denn da dran? Für 300 Mio. kann man sicherlich wenn man sich Mühe gibt eine strukturschwache Region besser unterstützen, will sagen mehr Arbeitsplätze schaffen.

Quasi alle Arbeitsplätze in der Region hängen direkt oder indirekt am Ring. Ansonsten gibt es da einfach nur ein kleines bißchen Landwirtschaft und vielleicht ein bißchen Erholungstourismus - aber sonst nichts.
Aber mit den 300 Millionen hast du definitiv recht: Die Arbeitsplätze hängen am Ring. Nicht am Freizeitpark. Nicht am Shopping-Center. Die sollten zwar massig Leben in die Gegend bringen (denn es ist halt nicht rund um die Uhr n großes Rennen), aber nenneswert mehr als den Bauarbeitern haben sie wohl nicht zu Arbeit verholfen...
Aber ob andere Maßnahmen sinnvoller gewesen wären, ist auch zu bezweifeln. Es nützt einfach nichts, an jeder zweiten Ecke in Deutschland eine exzellente Infrastruktur zu schaffen. Es gibt nur eine beschränkte Anzahl an Unternehmen, die sich irgendwo ansiedeln könnte und es stehen mehr als genug Subventionsruinen in der Landschaft, die auf diese warten. Ständiger Wettkampf zwischen Regionen und Ländern ist einfach nur Selbstvernichtung.


Arbeitslosen Geld ist fast immer günstiger (extrem ausgedrückt: noch günstiger wär es die Arbeitslosen auf den Straßen verhungern zu lassen), aber wir leben immernoch in einem Sozialstaat und das ist auch gut so. Warum wurde sonst Jahrzehntelang in den Bergbau investiert, obwohl die Kohle im Ausland viel günstiger war? Es geht hier um Sozialverträglichkeit und nicht um so günstig wie möglich. Die sozialen Folgen von einer solchen plötzlichen Veränderung sind meist schwerwiegender und im Endeffekt auch teurer als solche Maßnahmen.

Die 300 Millionen wurden in eine (erhoffte) plötzliche Veränderung investiert, nicht in den Erhalt des Status Quo. Und die Kohle war im Ausland auch lange Zeit nicht wirklich billiger, wenn man das Arbeitslosengeld oben drauf rechnet und die an beidem hängende Wertschöpfungskette. Denn Geld, dass du im Ausland ausgibst, ist weg. Geld, dass im Inland in Arbeitsplätze fließt, erhält nicht nur diese, sondern noch eine ganze weitere bei den Unternehmen, die die Arbeiter versorgen.
Trotz allem hast du recht: Kohle wurde und wird über das volkswirtschaftlich sinnvolle hinaus gefördert.
Von Politikern, die wissen, dass große Teile der Wählerschaft direkt betroffen wären oder jemanden in der Verwandtschaft haben, der es wäre...

Das ist aber gängige Praxis. Schau dir die Landwirtschaft an. Ohne die Milliarden Subventionen hätten viele Landwirte keine Arbeit.
Oder der öffentliche Nahverkehr. Ohne Subventionen würde kein Zug oder Bus mehr fahren.

Die werden aber beide nicht zum Erhalt der Arbeitsplätze subventioniert, sondern zum Erhalt billiger Lebensmittelpreise respektive öffentlicher Versorgung.
 
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Die werden aber beide nicht zum Erhalt der Arbeitsplätze subventioniert, sondern zum Erhalt billiger Lebensmittelpreise respektive öffentlicher Versorgung.

Natürlich auch zum Erhalt der Arbeitsplätze. Ohne Subventionen würde der Nahverkehr teurer und unattraktiver werden und das würde den Verlust von Jobs bedeuten.
Überall dort wo subventioniert wird geht es immer um Arbeitsplätze. Das ist das Totschlagargument der Politik.
 
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Natürlich auch zum Erhalt der Arbeitsplätze. Ohne Subventionen würde der Nahverkehr teurer und unattraktiver werden und das würde den Verlust von Jobs bedeuten.
Überall dort wo subventioniert wird geht es immer um Arbeitsplätze. Das ist das Totschlagargument der Politik.

Naja, so ziemlich überall wurden die Preise für den ÖPNV in den letzten Jahren deutlich erhöht und trotzdem fahren vor allem in großen Städten erstaunlich viele Leute mit diesen Verkehrsmitteln.
Ich denke eher, dass die Überlegung ist, den ÖPNV zu stützen, um weniger Autos auf den Straßen zu haben und somit auch viel weniger Probleme, die mit Autos einher kommen (Stau, Smog, CO²-Minderung,..).
 
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Wenn dem so wäre, wäre es im Grunde für die GmbH ja kein Problem gewesen, daraus Profit zu schlagen und nicht am Rande der Insolvenz zu stehen, oder?

Der durchschnittliche Auto- und Motorradfahrer, der mal ein paar Runden im Touristenbetrieb drehen will und vielleicht noch das Museum besucht, möchte nicht zwingend in einen Vergnügungspark. Was er aber sehr wohl macht, ist noch in einer Eifelgaststätte einzukehren und was zu essen und zu trinken.

Geiler Artikel! Ich habe bisher noch nie einen Aufsatz gesehen, der am Anfang was tierisch aufbauscht, um seiner ganzen Argumentation am Schluß mit einem Satz allen Wind aus den Segeln zu nehmen:
Ring-Kenner wissen: Mit Besuchern waren oft Besuche gemeint. Wer das ganze Wochenende am Ring weilte, wurde eben dreimal gezählt. Manchmal kamen offiziell sogar mehr Gäste, als es überhaupt Tribünenplätze am Ring gab.
Wenn "Ring-Kenner" das wissen, wußte von der Zählweise ja wohl jeder, der enger mit dem Thema befaßt war. Also alle, auf die es bei der Sache überhaupt ankommt. Wo kann man dann noch davon reden, daß Zahlen geschönt worden wären?

Ich will die Gegend net umstrukturieren. Aber wenn es keine Arbeitsplätze gibt wird die Gegend halt immer dünner besiedelt werden. Dafür hunderte von Millionen in die Eifel zu pumpen um eine handvoll Arbeitsplätze zu schaffen, die sich offenbar nicht selbst tragen ist ja auf Dauer schwer zu vermitteln und auch nicht durchzuhalten.
Ich weiß ja nicht, was für eine Vorstellung Du von der Eifel hast, aber in keiner deutschen Stadt sind im letzten Jahr die Immobilienpreise so stark gestiegen wie in Trier. Das spricht nicht so sehr für eine immer dünnere Besiedelung der Gegend.
 
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Der durchschnittliche Auto- und Motorradfahrer, der mal ein paar Runden im Touristenbetrieb drehen will und vielleicht noch das Museum besucht, möchte nicht zwingend in einen Vergnügungspark. Was er aber sehr wohl macht, ist noch in einer Eifelgaststätte einzukehren und was zu essen und zu trinken.

Eben - ein Zeichen dafür, dass die GmbH nicht ordentlich gewirtschaftet hat und jedes andere Unternehmen geht nun mal auch den Bach runter, wenn es das tut.
 
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