Dazu sagt das Bundesvertriebenengesetz in Paragarph 6: Deutscher Volkszugehöriger im Sinne dieses Gesetzes ist, wer sich in seiner Heimat zum deutschen Volkstum bekannt hat, sofern dieses Bekenntnis durch bestimmte Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur bestätigt wird.
Deutsche als Ethnie
Okay.
Wenn ich den §6 Abs.2 mal mit dazu nehme (in dem die unklare Liste aus Abs.1 als "oder" Aufzählung gehandhabt wird, nicht als und) und den Schwerpunkt aus dem Link berücksichtige, dann geht es also primär um eine deutsche Muttersprache?
Zum Verständniss: Würdest du den Sohn eingebürgter italienischer Gastarbeiter, die ihr Kind in deutscher Sprache (ausschließlich/zweisprachig, falls das deiner Meinung nach ein Unterschied ist?) und nach grundgesetzkompatiblen Wertevorstellungen erzogen haben, als "deutsch" in deinem Sinne akzeptieren? (Falls nicht, bitte erklären)
Man unterhält sich mit den Leuten ja auch hinter den Kulissen, nicht nur du, auch ich. Ich finde es schade, das du ins lächerliche Abdriftest. Fakt ist, das ein Schwatter nicht wie ich ist. Sollen wir der Eeinfachheithalber nur beim Aussehen bleiben ... Ein Asiate ist auch nicht wie ich. Eine Türke ebenso nicht ... Wie willst du das, ohne es ins lächerliche zu ziehen, wegreden?
Siehe meine Antwort an Madz: Ich gehöre keineswegs zu denen, für die "alle Menschen gleich sind". Für mich sollten zwar alle Menschen gleichberechtigt sein, aber sie sind alle Individuen.
Genau aus diesem Grund stehe ich aber Sammelbezeichnungen, die von außen vergeben werden, sehr kritisch gegenüber. Z.B. du haben offensichtlich unterschiedliche Ansichten. Mit einigen (nach Selbstverständniss) "echten Bayern" teile ich nicht einmal die Sprache. Dagegen hatte ich z.B. Freunde, deren Eltern gebürtige Staatsbürger der Türkei waren und von denen mich imho nicht viel mehr, als Äußerlichkeiten unterschieden hat. Mein äußeres teilen aber auch eine ganze Menge anderer Leute nicht

Deswegen finde ich es auch ein bißchen merkwürdig, wenn man mich mit den erstgenannten und besagten anders aussehenden in eine Gruppe namens "Deutsche" stecken und von meinen früheren Freunden abgrenzen will. Das wäre nur dann nachvollziehbar (dann aber sinnlos), wenn man die Gruppeneinteilung auf einige sehr wenige optische Merkmale beschränkt.
Hier sollen die Einteilungen aber offensichtlich eine politische und/oder gesellschaftliche Bedeutung wiederspiegeln und die scheint mir nicht im geringsten erfüllt zu sein.
Wenn ich an meine Bekanntschaften denke, dann gibt es z.B. durchaus Leute, die z.B. du vermutlich in die Kategorie "Brite" stecken würdest und mit denen mich politisch und gesellschaftlich mehr verbindet, als z.B. mit einem Herrn Sarrazin.
Coca Cola macht Fett, McFrass ist ungesund und Bildzeitungsleser sind dumm. Willst du nun endlich Maßnahmen ergreifen, oder mir nur weiter Drohen?
Ich bin Naturwissenschaftler, alles was zu ~95% richtig ist, lass ich durchgehen

Und ich will nicht drohen. Ich weise ausschließlich Nutzer auf die hier geltenden Regeln hin.
Ein guter Abschlußsatz für diesen Post:
Manche meinen, sie seien liberal geworden, nur weil sie die Richtung ihrer Intoleranz geändert haben
"Liberal" ist sowieso ein Begriff, dessen Bedeutung heutzutage überdehnt worden ist.
Was ist denn mit Deutsch-Russen?

Ich wüßte nicht, daß die irgendwo Probleme machen. Okay, die rennen halt zum großen Teil alle jeden Sonntag in die Freikirche und haben keinen Sex vor der Ehe, aber ist das jetzt so schlimm? Und Verständigungsprobleme haben die in der Regel auch nicht.
*grübel*
Mögen unsere Spezialisten für Ausländer-Kriminialitätsstatistiken beantworten, aber ich glaube mich an Aussagen zu erinnern, denen zu Folge Einwanderer aus Russland und anderen Ostblockstaaten in eingen Teilen Deutschlands mitlerweile ganz erhebliche Probleme machen, insbesondere im Rahmen der organisierten Kriminialität.
Was die Statistiken angeht, so hast du recht. Aber ich kenne ein paar Beispiele, wenn auchnicht repräsentativ, welche aus eigener Kraft ihrem sozialen Umfeld ab einem bestimmten Alter die kalte Schulter gezeigt haben. Eienr davon kam aus der untersten Schicht, hat die Zähne zusammen gebissen und ist heute wer.
Bei solchen Dingen wäre ich mit positiven Einzelfällen sehr vorsichtig. De facto beschreibst du Jugendliche, die sich aufgrund eigener Vorstellungen dem Einfluss ihrer Eltern entziehen.
Das mag in einigen Fällen eine Verbesserung sein, aber die Statistiken zur Jugendkriminalität zeigen imho, dass es in viel zu vielen Fällen ein Problem darstellt und keineswegs zu befürworten ist. Denn eine Wahl von Wertvorstellungen entgegen dem Elternhaus kann in so ziemlich jede Richtung gehen und wenn wir mal ehrlich sind:
Aller Mängel zum Trotz ist die deutsche Gesellschaft auf einem so hohen Niveau, dass eine zufällige Änderung mit großer Chance eine Verschlechterung darstellt. (das übrigens vollkommen unabhängig von den eigenen Vorstellungen. Auf der Skala vom Anarchisten, der Brandanschläge auf Polizeiwachen verübt bis hin zum Rassissten, der Bandanschläge auf Asylbewerberheime verübt -um nur eine der vielen Dimensionen zu nennen- dürfte jeder eine ganze Reihe von Stufen sehen, die er nicht mag und nur sehr wenige, die er lobenswert findet)