Öhm, Gravitation "wirkt" nicht. Gravitation ist laut der allgemeinen Relativitätstheorie eine Eigenschaft des Raumes. Masse krümmt den Raum (haben ja schon Experimente belegt).
...und das hat Aus
wirkungen auf Objekte. (...die um so größer sind, je näher sie sich am Zentrum dieser Krümmung =der Masse aufhalten, weswegen deren Aufenthaltsdauer die Stärke der Wirkung beeinflusst)
Laut allgemeiner Forschung sind wir derzeit in der Lage, nur 10% der Masse der Galaxie zu erklären (eben mit den sichtbaren Sternen), die es braucht, um eben die Rotationsgeschwindigkeit zu erzeugen, die die Galaxie zusammenhält.
Wo sind also die anderen 90%?
Interessante Frage, hat aber nichts damit zu tun, dass es Masse der Galaxie ist und das gleiche Verhältniss auch für andere Galaxien gilt. Es bleibt eine Kollision von zwei Objekten, deren Massen sich nicht um mehrere Zehnerpotenzen unterscheiden. (wie bei Venus und Sonne)
Öhm, wie ist denn das Verhältnis von Größe und Drehzahl?
Die Sonne braucht 220 Millionen Jahre um einmal um das Zentrum der Galaxie zu kreisen. Hat also in ihrer gesamten Existenz gerade mal 22 Mal die Galaxie umkreist, was nun wirklich wenig ist im Vergleich zum Alter der Galaxie.
220 Millionen Jahre mögen ein langer Zeitraum sein, aber bei der derzeitigen Annäherungsgeschwindigkeit dauert es bis zu 400 Millionen Lichtjahre, ehe sich die Milchstraße vollständig durch Andromeda bewegt hat (600 Millionen Lichtjahre für die größere Andromeda durch die Milchstraße - ich weiß nicht genau, wie der Aufprallwinkel aussieht). D.h. mehr als 1,5 Umdrehungen oder drei Passagen durch die Rotationsebene von Andromeda, jedesmal mit der Chance, dass das was im Weg ist - inbesondere da ein Teil durch den Kernbereich führen könnte. (nur unter Berücksichtigung der helleren inneren Teils. Randsysteme, die um das gleiche Zentrum kreisen, wurden in vier mal größerer Entfernung entdeckt)
Sterne, die im inneren der liegen, haben eine entsprechend vielfach höhere Wahrscheinlichkeit einer Interaktion - und dadurch aus ihrerer Bahn geworfene Körper stellen einen weitere Gefahr dar.
Wieder muss ich widersprechen.
Wo wiedersprichst du mir?
Das Milchstraße und Andromeda vergleichbare Massen haben?
Das sie sich auf Entfernungen annähern werden, die geringer als ihr eigener Durchmesser sind?
Oder das ihre Annäherungsgeschwindigkeit klein ist? (im Vergleich zu z.B. ihrer durchschnittlichen Rotationsgeschwindigkeit)
Wie groß ist deiner Meinung nach die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwei Sterne treffen, wenn zwei Galaxien miteinander verschmelzen?
Treffen im Sinne von "sie beeinflussen die Bahn des anderen" (wovon ich rede) oder Treffen im Sinne von "Frontalcrash"?
Ersteres ist imho sehr wahrscheinlich (sonst würde ich hier nicht schreiben...), da Gravitation über (auch für astronomische Verhältnisse) große Distanzen spürbare Auswirkungen hat, wenn genug Zeit zur Verfügung steht (tut sie), letzteres hängt stark von der Art der Auswirkungen ab und ist eher unwarhrscheinlich bzw. dauert sehr lange. (knapp vorbei ist im Weltraum nicht verfehlt, es dauert aber ein Weilchen, bis man sich wieder begegnet)
Ich denke eher, dass sich das im Zentrum der Galaxie eher zu merken ist, aber in den "Armen" wo sich die Sonne befindet, ist sie nun wirklich sehr gering.
"eher" durchaus, aber das heißt nicht, dass es woanders =0 ist. Und auch Interaktionen, die da etwas aus seiner Bahn werfen, können weiter außen direkt für Ärger sorgen.
Dazu kommt halt das Grundproblem, dass "hier bei uns" und "im Zentrum einer Galaxie z.B. Andromeda" im Falle einer Kollision eben nicht mehr zwei verschiedene Orte sein muss, sondern durchaus ein und der selbe sein kann.
Du spekulierst weiterhin, dass ein Stern in das Sonnensystem "eindringen" wird,
Tue ich nicht (jedenfalls nicht in diesem Abschnitt), ich nutzte das ausdrücklich als Vergleich/Beispiel.
was ich aber eher anzweifel, da die Gravitation die "wandernden" Sterne eher ins Zentrum ziehen wird.
Die Gasriesen lenken auch regelmäßig Asteroiden ab, die dann gar nicht ins Zentrum des Sonnensysem eindringen können.
Ob die die ablenken oder nicht hat wenig Einfluss auf die Chance, ins innere des Sonnensystem einzudringen - es beeinflusst nur, welche es machen und welche nicht. Abfangen tun sie nur solche, die in sie einschlagen bzw. in einer Umlaufbahn landen.
Ähnlich wird es da mit Sternen ablaufen, die gar nicht zu uns kommen können, weil sie von Sternenhaufen abgelenkt werden.
Das erhoffen sich benachbarte Arme vermutlich auch von unserem. In den sie dann "eindringen"...
So weit ich weiß, kann man sich nur das Vorstellen, was man selbst schon mal erfahren oder Kenntniss von hat.
Man kann sich weder die Größe der Sonne vorstellen noch 1 Milliarde Euro auf einem Haufen.
Da der Mensch Dinge immer bildlich vorstellt, wenn er sich was "vorstellt", würde ich es darauf beschränken: Dinge, die in ein Bild passen. Eine Milliarde in z.B. 500€ Scheinen sollte sich jeder vorstellen können, wenn er will (20 mal 10 Stapel a 10000 Zettelchen mit lila Aufdruck. Ein Würfel von ca. 1,6x1,6x1,2m) - eine Milliarde als Sammlung von Möglichkeiten oder Macht wird ein Problem, da Abstrakt. Die Größenverhältnisse im Universum oder auch nur im inneren Sonnensystem scheitern bereits daran, dass das menschliche Auge eine zu geringe Auflösung hat, um eine Entfernung von 2280000000km und Objekte von ein paar tausend km Durchmessern zeitgleich wahrzunehmen. (Faktor 100.000. Auf eine Entfernung von 6 Metern wären das -bei einem bewusst gerade noch wahrgenommen Sichtfeld von geschätzt 12 Metern Breite- Details von 120µm Größe. Also ein einzelnes Haupthaar einer erwachsenen Person)
Jupiter würde vielleicht gerade noch klappen - als Punkt. Aber nicht als räumlicher Körper, dem man auch eine Masse zuordnen würde.