Welche Dimension der WaKü ist empfehlenswert?

AW: Welche Dimension der WaKü ist empfehlenswert?

hallo,

Also dann muss das aber echt ein großer mess fehler seien .... Aber bei mir ist die cpu unter vollast bei max. 20° xDDD
Die Fehler können gewaltig sein. Interne Sensoren sind nicht für die Absolutwertmessung im normalen betrieb gemacht und unterliegen darüber hinaus sehr starken Streuungen, die im Einzelfall durchaus Abweichungen von 20K von der realen Temperatur und in Extremfällen sogar noch mehr ausmachen können. Bei AMD sind die Abweichungen und Streeungen bekanntermaßen sowieso schon besonders hoch, und falls dein Radi in einem normal temperierten Zimmer steht und während des ablesens wirklich unter stationärer Vollast lief, hast du ein CPU-Exemplar erwischt, was einen dieser Extremfälle darstellt. Die Auslesesoftware spielt bei solchen Exemplaren dann oft zusätzlich noch ordentlich mit rein.

Was aber viel wichtiger zur Verifizierung, bzw. Falsifizierung von ausgelesenen Werten, im Sinne dessen, ob man wenigsten ungefähr in einem realistischen Fenster liegt, ist die Tatsache, dass die Temperatur eines Chips mit einer Lukü oder einer Wakü prinzipiell nicht unterhalb der Umgebungstemperatur des Wärmetauschers (also des Kühlers bei Lukü und des Radis bei Wakü) liegen kann. Alles andere würde dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik widersprechen und ist damit physikalisch unmöglich. Dazu kommt, dass der Grenzwert (also die Raumtemperatur) nur mit idealer Wärmeabfuhr (kein Wärmeleiter ist dazu in der Lage) und unendlich großer Kühlfläche erreicht werden kann, weshalb bei einer realen Kühlung die Temperatur der gekühlten Chips je nach Effizienz der Kühlung grundsätzlich deutlich über der Raumtemperatur liegt. Mit deiner CPU-only Konfiguration und dem dafür recht großen Radi wäre eine Chip-Temperaur im Bereich um 20K über der Raumtemperatur u.U. möglich, wenn alle Wäremübergänge perfekt funktionieren und du einen sehr guten Kühler drin hast. Aber selbst das ist eher unrealisitsch. 30K über RT sind bei stationärer Vollast (unter stationärer Vollast wird Prime95 auf allen Kernen nach min. 15min verstanden), schon ein guter Wert für CPUs dieser TDP-Klassen.

Wenn um deinen Radiator herum also bei der Messung kein Frost herrschte, deutet ein ausgelesener Vollastwert von 17°C lediglich auf eine CPU hin, die sehr weit an den Rändern des Streubereichs liegt und der Wert ist natürlich vollkommener Nonsens ;). Es gibt leider keine Möglichkeit die Temperatur eines Chips direkt auf dem DIE wirklich zu messen, aber selbst mit den besten Workarounds bei denen ein Thermoelement in den IHS eingelassenen wird, wie sie z.B. von Intel vorgegeben und oft von den Kühlerherstellern einsetzt wird, würdest du bei deiner CPU natürlich völlig andere Messwerte bekommen - immer unter der Voraussetzung, dass der Radi nicht im Freien stand - aber dann hättest du bei sowieso Kondenswasserprobleme von denen du sicherlich berichtet hättest :D...
 
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Es könnte aber auch sein, dass er mit flüssiger Luft kühlt und diese beim wieder Verdampfen die viele Wärme aufnimmt :D
 
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