Tja, weder sind mir die Zahlen bekannt, noch wäre ich befugt, sie herauszugeben. Du kannst ja Kollegen Waadt fragen, wenn er wieder da ist.
Nein. Allerdings werden die PCs als Komplett-PC entwickelt, allerdings nicht alle zur gleichen Zeit. Es fließen auch Punkte wie die Verfügbarkeit einzelner Hardwarekomponenten mit ein. Die PCs unterscheiden sich also höchst selten nur in der Grafikkarte. Zudem ist es für den Hersteller, in unserem Fall Alternate, wohl doch ein großer Unterschied, ob er PCs komplett fertig bauen und einlagern kann, oder aber immer die Grafikkarte weglassen muss, um sie dann später doch noch einbauen zu müssen. Das verkompliziert die ganze Logistik. Ob das mit einem Plus an Aufwand (Systeme erneut ein-/auspacken) oder Lagerplatz (nicht eingepackte Systeme müssen entsprechend sicher gelagert werden) kompensiert wird, tut da nichts zu Sache: Es kostet zusätzlich.
Jedes System, das neu zusammengestellt wird, wird zumindest einmal zusammengebaut, in die Redaktion geschickt, und einem Benchmarkparcours und Lautstärkemessungen unterzogen. Du wirst es nicht glauben: Das kostet Zeit und wird von einem Kollegen erledigt, der seinen Aufwand tatsächlich vergütet haben will. Wenn das System sich dann nur ein paar Mal verkauft, hat die Zeit des Kollegen vermutlich mehr gekostet, als die Systeme wieder hereinspielen.
Ein neuer PC wird in der Regel im Heft und auch Online vorgestellt. Auch dieser Text schreibt und layoutet sich nicht von alleine, genauso wenig schießen sich die Fotos selbst.
Ich halte die Gründe für sehr nachvollziehbar. Eher scheint es mir so, dass du den Komplettsystemen nachgelagerten Rattenschwanz, die Logistik, sowie die Kosten von Lohnarbeit insgesamt völlig unterschätzt.