News Warum ich mir ernsthafte Sorgen um unser Lieblings-Hobby mache - ein Kommentar von Raffael Vötter

Bei den CPU´s hatten wir das selbe Problem. Athlon und Athlon 64 waren Großartig fürs Gaming. Gekauft wurde Intel, somit fehlen Mittel für Weiterentwicklung. Der Phenom II war OK, aber der FX ein Flop.

Nun haben wir den Ryzen und Gott Sei Dank wurde er vom Kunden angenommen. Somit haben wir eine gesunden Konkurrenzkampf.

Bei Grafikkarten hatte AMD auch bessere Karten gehabt ich glaube ab der 5870 waren die Karten sparsame und schnell. Hat kaum jemand gekauft. oder wars die 7970/7950.? egal.

AMD bedient den Konsolen Markt, somit können sie nicht schlafen. MS und Sony wollen in der nächsten GEN oder Upgrades mehr RT Leistung.

Das wird auch der Radeon am PC helfen, denke ich.

Ich für meinen Teil hatte ich eine gebrauchte 3080 für 500EUR "ging zurück" und jetzt eine 6800Xt, bin super zufrieden. Hab jetzt min 60FPS max 120FPS gelocked.

Damit nochmal den Verbrauch von 220 auf 85-105Watt gesenkt. Muss schauen was man mit dem guten Stück noch alles machen kann. Die Karte wird mir mit dem 7950x 5 Jahre reichen müssen.

Den meisten Kram zock ich eh mit der PS5, am 65 Zoll Sony 1000Nits mit Teufel 5.1 und Atmos. Das macht richtig laune. Wenn der Faktor Zeit nicht wäre. Muss umbedingt mal den Pc daran testen.
 
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Was heißt denn ausnutzen? Dass mal ne Grafikkarte mit 8 GB VRAM was wir bald seit fast einem Jahrzehnt im Rechner haben nicht mehr ausreicht? :ugly:

Wenn ich da an die letzten Games denke die alle ach so unoptimiert waren, da war einfach nur der VRAM das Problem. Bedankt euch da mal bei nvidia und schimpft nicht auf "schlechte Optimierung".

Wird halt auch immer passend gemacht.
"Oh guck mal das neue Cyberpunk mit Pathtracing! Geil! Hahah.. guck mal wie schlecht die AMD Karten da sind!"
"Boah, was ein unoptimiertes Game! Ich kanns mit meiner 8 GB VRAM nvidia Karte nicht auf maximalen Details spielen!"

Einmal isses tolle Technik und wenn mal AMD vorne ist weil die nicht beim VRAM sparen, dann ist es unoptimiertes Game.. Is klar. :schief:
 
Also anders als so einige der Kommentatoren hier, lese ich da keinen generellen Aufruf zum Aufrüsten von @PCGH_Raff heraus.

Er richtet sich ja einfach an die Meckerer, die übertriebene Ansprüche (an FPS, Optik, Features etc.) haben und gleichzeitig aber möglichst kein Geld dafür ausgeben wollen. Daher auch sein Hinweis zur Synchronisation von Erwartung und Realität.

Da ruft Raff doch nicht generell allen zu "Ihr alle müsst sein wie ich und immer wieder tausende Euro für 'ne neue GPU ausgeben", er richtet sich an jene, die für wenig Geld "alles" erwarten und wenn sie das nicht bekommen, dann nur meckern meckern meckern...


Falls ich nun der bin, der das falsch verstanden hat, berichtige mich gerne @PCGH_Raff :daumen:
 
Ja du hast vollkommen Recht. Immer dieses negative und alles in den Dreck ziehen sollte echt aufhören. Nichts auf dieser Welt ist perfekt und Fortschritt bzw Pionierarbeit ist wichtig auch wenn es am Anfang oft so aussieht als wäre es die Arbeit nicht Wert so hat es in der Zukunft oft einen großen Fortschritt gebracht. Irgendjemand muss nun mal damit anfangen etwas neues zu wagen und auch mit Rückschlägen dabei rechnen, ansonsten wären wir halt echt noch bei Steintafeln wie es auch im Artikel steht.
Klar die Preise sind echt abgehoben und ich finde sie auch nicht gut, auf der anderen Seite was ist denn in letzter Zeit nicht enorm im Preis gestiegen ? Mir fällt es auch beim Bäcker auf das ich nun fast das doppelte bezahle als früher.
Menschen gehen für 2000 Euro für 2 Wochen Spaß in den Urlaub , andere kaufen sich eben eine 2000 Euro GPU und haben damit Wochen, Monate oder vll Jahre Spaß. Jeder soll für das Geld ausgeben was ihm letztendlich Freude im Leben bereitet.
Man muss einfach mal mit dem zufrieden sein was man hat und den Wunsch nach einer perfekten Hardware/Spiele Welt beiseitelegen. Ich glaube wer in seinem Leben egal wo nach Perfektionismus sucht der wird nicht glücklich sein auf Dauer.
 
1995 hab ich die ersten PC-Games gespielt und drei Jahre später entnervt wieder damit aufgehört: häßlich, ruckelig, schlecht. Damals sagte ich mir, "warte, bis es fotorealistische Spiele gibt". Der Wiedereinstieg 2009 war dann eine kleine Offenbarung. Titel wie COD: Modern Warfare 2, Batman: Arkham Asylum und Dirt 2 sahen klasse aus! Ich war begeistert und optimistisch, was die nähere Zukunft angeht.

Seitdem ist mehr als ein weiteres Dutzend Jahre vergangen. Ein vergleichbarer Wow-Effekt stellt sich bei heutigen Top-Titeln nicht ein. Vielleicht wäre das anders, wenn ich wieder alles zwischen damals und heute verpasst hätte, also einen direkten Zeitsprung von 2009 nach 2023 gemacht hätte. Das war nicht der Fall, ich habe alles seitdem gesehen. Subjektiv war der Fortschritt in der Grafikqualität während der zweiten langen Zeitperiode geringer.

Mein Traum "Fotorealismus in PC-Spielen" wird nun also bald 30 und wurde in Form spielbarer Games bisher nicht erfüllt. Das lässt mich mittlerweile ungeduldig werden. In jeder technische Neuerung möchte ich begeistert den nächsten Heilsbringer sehen und bin doch immer wieder leicht enttäuscht vom Tempo der Umsetzung in Grafikqualität auf dem Screen bei kaufbaren Spielen.

Mit Raytracing beschäftigen wir uns seit bald fünf Jahren. Nun – endlich! – kommt mit Pathtracing der optische Quantensprung, den die RTX-Umsetzung bisher immer nur angedeutet hat. Ich will das und mehr! UE5-Entwickler, baut uns 2024 ff. Spiele, die unsere PCs endlich wieder genau so umhauen, wie Crysis 2007 die Gaming-Gemeinde auf den Hosenboden gesetzt hat! Ich möchte Fortschritt sehen, endlich wieder große Entwicklungssprünge!

Nicht dass ich mir die dafür erforderliche Hardware dann auch sofort leisten wollte. Die Preise sind galoppiert in den letzten paar Jahren, und ich fühle ein starkes Missverhältnis zum technischen Fortschritt. Aber zumindest gäbe es ein Ziel, auf das sich hinzuarbeiten lohnte. Und auch hier muss differenziert werden: Einem Familienmitglied, das einen Spiele-PC der unteren Mittelklasse besitzt, habe ich kürzlich vorgerechnet, was eine Erhöhung der durchschnittlichen Gaming-Framerate um 50 Prozent in Form neuer Hardware kosten würde. Es wären machbare 600 Euro. Würde ich dieselben 50 % Fps plus auf meinem Oberklasse-PC errreichen wollen, wäre ich 6.000 los. Kein Scherz, ich habs durchgerechnet. Es kommt also immer darauf an, auf welchem Niveau man jammert.

Dass Raff einen ungewohnt wenig differenzierten Rundumschlag für notwendig hielt, zeigt aus meiner Sicht zweierlei: Es hat sich womöglich einiges aufgestaut bei ihm, und dafür wird es Gründe geben. Bin froh, dass ich nicht alle Forums-Kommentare lesen muss. ^^ Und er ist, zweitens, weiter mit Herzblut bei der Sache. Dafür bin ich ihm dankbar, denn er und seine KollegInnen versorgen uns jeden Tag, jede Woche und jeden Monat mit sachlichen, unbestechlichen Informationen zu unserem Lieblingshobby. Da darf man auch mal einen raushauen.
 
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Ja ja der Highendraff :-)

Da müßte meine Möhre ja erschaudern (I7 2600K, 16 GB Ram, Vega 56)

wie kann ich nur :-)

Um aufzurüsten müßten 2 dinge passieren :

- halbwegs bezahlbare GPU Preise

- Nen Spiel was mich zum aufrüsten zwingen würde (Stalker 2 wird

das wohl tun).

Das letzte Aktuelle AAA Game was ich mir gegönnt habe war Fallout 4

aber ansonsten ist eher tote Hose am Spielemarkt und ich zocke neben

WoW meine Millionen alten Games :-)
 
Nach der Logik bin ich auch Opa, deshalb erlaube ich mir auch einen Kommentar, da ich den Kommentar so nicht stehen lassen kann.

Wo ich Recht gebe: die Ansprüche der Leute und die Internet-Hate-Kultur. Das sehen wir leider überall und das gab es (versteckt in Foren) auch schon früher. Heute ist es auf Social Media und erreicht deutlich größere Reichweite. Auch früher gab es kaputte Spiele zum Launch, die vor Bugs nur so strotzten und Spiele unspielbar machten (z.B. Gothic 3).

Das ist aber mmn nicht das, was (PC-)Gaming kaputtmacht. Es ist der Trend, dass Hardwarehersteller wie auch Softwareschmieden mit Biegen und Brechen finanziell alles rausquetschen aus dem Markt, was geht (das ist nicht das Neue), und dabei neuerdings wirklich alle Hemmungen verloren haben. Vor Covid war das bereits zu sehen (Stichwort RTX 2000) und seit Covid hat sich der Trend massiv verstärkt (Mining-Boom -> Direktverkäufe der Hersteller an die Miner, RTX 3000er zum x-fachen des Launch-Preises für den Consumer).

Es wird Hardware zum 3- bis 5-fachen des früher üblichen Preises (Inflation ist im 2-stelligen Prozentbereich, bei den Produzenten teils bei ca. 40-50%) auf den Markt geworfen, die dann auch noch qualitativ mangelhaft ist (Stichwort AMD-Kühler, Nvidia 12V-HPWR, ...).

Spiele werden in wirklich erschreckendem Zustand auf den Markt geworfen, der schlichtweg so schlecht ist, dass diese selbst auf den 3000€-High-End-Systemen nicht gut laufen und teilweise 1-2 Jahre brauchen, bis sie performance-technisch laufen (z.B. Cyberpunk). Spiele kommen mit deutlich weniger Features und Inhalten auf den Markt als früher, sie sind also auch spielerisch einfach schlechter (z.B. BF2042 -> weniger Maps, Waffen, schlechtere Engine -> nicht mal die alten Konsolenbefehle zum Limitieren der FPS funzen mehr, Mauseingaben sind laggy/buggy, ... was früher wie selbstverständlich funktionierte und Grundvoraussetzung ist, das Spiel zu spielen, wird Moante später nachgeliefert).

Der Trend geht doch so weit, dass der Normalbürger sich das Ganze eigentlich gar nicht mehr leisten kann oder will. Viele geben Unsummen für ihre PCs aus. Geld, das sie wirklich lieber in ihre Vorsorge o.Ä. stecken sollten. Wo man früher 800-1000€ alle 3-4 Jahre hinblätterte, muss man jetzt 2000-3000€ und mehr zahlen. Sind die Löhne so massiv gestiegen, dass da jeder ohne Probleme mitgehen kann? Ich glaube nicht, zumindest nicht auf Dauer.

Gaming wird zum Luxus-Hobby. Das macht es auf Dauer kaputt. Die Reaktion der Community ist oft überzogen, aber grundsätzlich in vielerlei Hinsicht verständlich.

Ich habe mich aus o.g. Gründen vom PC-Gaming nach jahrzehntelanger Leidenschaft verabschiedet. Nicht, weil ich es mir nicht leisten kann, sondern weil ich es einfach nicht mehr einsehe. Stattdessen steht jetzt bei mir eine Series X auf dem Schreibtisch. Die kostet mit Zubehör das, was ein Gaming-PC vor ein paar Jahren mal gekostet hat. Da kann ich es deutlich eher verschmerzen, wenn ein Spiel zum Launch mal nicht 100% läuft.
 
Gainward und Palit legen für die ihre 4090 ca. 1.650 €. Geht doch.
Für dich geht das. Für dich.
Glaube, wenn man immer in Bewegung ist, alt gegen neu austauscht, kann man die Kosten (etwas) im Zaum halten und seinem Hobby (ohne Gemotze) frönen.
Glauben ist ne schöne Sache, aber nein, das kann man eben nicht mehr so einfach. Genau darum geht es. Deswegen wird so viel gemotzt, deswegen gibt es diesen Artikel hier und deswegen brechen die GPU-Absätze ein.
Klar die Preise sind echt abgehoben und ich finde sie auch nicht gut, auf der anderen Seite was ist denn in letzter Zeit nicht enorm im Preis gestiegen ? Mir fällt es auch beim Bäcker auf das ich nun fast das doppelte bezahle als früher.
Da bringst du aber einiges durcheinander. Nvidia hat die Preise schon 2018 mit Turing massiv erhöht, dank Raytracing.

GTX 1080 TI = 819€
RTX 2080 TI = 1259€

Da war noch nichts mit Minern, Scalpern, Corona oder Krieg. Achja, und zum Thema Bäcker: GPUs werden nicht mit russischem Gas oder Weizen aus der Ukraine hergestellt.
 
Lieber Raff, ich bin eigentlich ein ziemlicher Fan von dir und deiner Arbeit auf diversen Plattformen. Dein O-Ton in deinem Statement kann ich jedoch absolut nicht nachvollziehen, bin sogar etwas geschockt das sowas aus deinem Mund kommt.

Wir sind sehr ähnlich vom Alter, und haben daher die Entwicklung in der Computer Technik ähnlich war genommen. Hauptsächlich ergibt sich diese Wahrnehmung über die Spiele die man konsumiert und auf welchem System das ganze läuft.

Du bist genauso wie ich viele andere Enthusiasten ein Mitglied der PCMR. Das Ziel der PCMR war es schon immer das maximale an FPS aus einem System zu quetschen, sonst wären wir noch bei 30fps. 1999 habe ich, wie viele andere Enthusiasten auch, 30fps in Unreal tournament als zu langsam erachtet. Wenn ich bei Freunden war, war das erste, sie HZ am Monitor auf das Max zu stellen. Als ich sich alle über 60Hz im Mainstream auf hässlichen TFT Displays gefreut haben, bin ich bei meiner 20"Röhre mit 85Hz bei 1200*800 geblieben, weil es soviel besser aussah und soviel flüssiger war.

Selbst wenn du erzählen würdest, so nie gehandelt zu haen, würde ich es nicht glauben, da klar ist, das das sehr wohl der Fall war.

Es geht gar nicht darum das es immer weiter, Höher, und besser sein muss. Es geht darum den persönlichen sweetspot zu erreichen.


Ich dachte von jemanden wie dir, bekommen wir Mal einen guten Meta Kommentar was gerade im PC Gaming alles schief läuft. Von schlechten Spielen, zu überhöhter Hardware. Stattdessen müssen wir uns von einem PCMR Mitglied anhören, das wir gefälligst zufrieden sein sollen, und die Schnauze halten.

Lieber Raff, wenn Spiele so innovativ und gut designed wären wie früher, würde die Aufmachung eine untergeordnete Rolle spielen, so wie früher, als man CS mit Wolfenstein Grafik gezockt hat, um noch mehr FPS zu haben. Das hat nicht groß gestört, weil das Spiel damals einfach so großartig war.

Du nimmst mit deinem Kommentar das widerliche Gebaren vieler großer Publisher heutzutage, Spiele unfertig auf den Markt werfen für Vollpreis, keine Sekunde in Optimierung investiert zu haben, und das ganze mit MTX garnieren, in Schutz. Kann ich absolut nicht vollziehen.. Schaut man sich bei Indi Games um, gibt es dieses ganze geblöcke in dieser Form nicht, da die Fans ein innovatives Spiel haben, in das der Entwickler sein Herzblut gesteckt hat.

Uns geht es nicht um Shadercompile Ruckler in UE Spielen, oder das wir nicht sie neusten Games in 4K Ultra mit 300FPS zocken können.

Was bemängelt wird sind AAA spiele die so verbuggt released werden, das sie buchstäblich, egal auf was für einem System, unspielbar sind. Nicht weil man nur 100 statt 120 FPS hat. Nein, weil das Spiel crashed, einen Speicherleak hat, oder gar Komponenten bzw. dein ganzen System killt.

Das zu relativieren, ist exakt das Gegenteil von dem was man von dir erwartet hätte.

Und zu guter Letzt, das Thema Hardware. Gerade du Raff, als GPU Experte weißt, das das was seit 5 Jahren passiert nichts mit normalen Preisanstieg zu tun hat, sondern einfach Gewinnmaximierung seitens der Hersteller. Du kennst sie Hardware specs seit über 10 Generationen und deren Preisgefüge, und wunderst dich das sich die Leute darüber beschweren, das ihnen eine 60 karte als 70ti verkauft wird, zum Preis einer 80ti? Oder eine AMD 7800XT als 7900XTX mit entsprechendem Preisschild? Nur zur Erinnerung, eine Voodoo 1 hat damals über 500€ (umgerechnet) gekostet neu, eine Voodoo 3 gab es schon für umgerechnet 150€ . Das nennt man Fortschritt.

Das es immer wieder neue bahnbrechende Dinge gibt, die einfach extrem viel Leistung kosten und dementsprechend nur mit der teuersten Hardware vernünftig betrieben werden können ist auch nochmal. Darüber beschwert sich keiner ernsthaft. Aber das man auf einmal min. 1000€ für unteres high-end investieren muss, nur für die GPU, ist ein riesen Problem für unser Hobby und deinen Job. Denn wenn diese Entwicklung, von Kunden Täuschung (bewusst falsche Namen für GPUs um ein höheres Preisschild zu rechtfertigen) weiter anhält, können 90% von uns PC Gaming in max. 10 Jahren an den Nagel hängen.

Rummeckern alleine hilft nicht, es müsste noch viel mehr Boykott für aktuelle Produkte betrieben werden. Leider sieht man hier immer mehr 4070ti Grakas in den Signaturen, was so ziemlich den Höhepunkt der Gier von NV und gleichzeitig die Dummheit der Käufer, darstellt. Leute, die sich noch eine Mittelklasse GPU für nen 1000 leisten können und sich fragen "was wollt ihr alle, ist doch ne super Karte". Wundern sich dann eine Generation später warum sie nun noch untere Mittelklasse fürs gleiche Geld bekommen.

Deine Aufgabe wäre es gewesen, die AAA Publisher + NV/AMD abzustrafen. Stattdessen hetzt du gegen deinen eigenen Wegbereiter und legitimierst absolut Eckelhaftes verhalten seitens der Hersteller.


Ich habe diesen Account seit über 10 Jahren nicht genutzt, aber deine Aussagen haben mich so sprachlos gemacht, das ich mich gezwungen fühlte, einen Kommentar zu deinem Kommentar zu verfassen.
 
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Sorry, aber der letzte Satz ist einfach weltfremd und kurzgedacht.

Selbst wenn man die ganzen Krisen der letzten Jahren mal ausblendet: Kaum jemand in der jüngeren Zielgruppe hat das Geld um "einfach mal so" aufzurüsten, oder sich einen modernen PC zusammenzubauen.

Ich konnte mir während der Schulzeit einen Zocker PC mit GTX 670 und i7 3770K vom Mund absparen - mit Zeitungaustragen, Rasenmähen etc, und obwohl alle Teile neu waren (weil damals eben das Neuste was es gibt). Natürlich war nicht alles High-End, das Gehäuse war eine 25€ Blechkiste, das Netzteil ein Kabelalptraum und unter Last hatte der PC dank Radiallüfter Referenzdesign die Geräuschkulisse eines Kampfjets.

Aber dieser PC hat voll funktionsfähig zusammen weniger gekostet als die äquivalente Grafikkarte heute allein kosten würde - selbst wenn man Inflation mit reinrechnet.

Wenn ich heute das Schulkind von damals wäre würde ich vermutlich eher auf eine Konsole sparen, und wäre nie ins PC Gaming eingestiegen.

Und ja, ich weiß dass PC-Spielen nicht immer so günstig war wie in den 2010er Jahren, aber trotzdem finde ich es traurig dass sich der Trend vom erschwinglichen PC-Hobby umgekehrt hat. Denn langfristig wird High-End PC Spielen damit zu einem Altherrenhobby verkommen, während der Nachwuchs Grafikkracher nur noch auf der Konsole genießen kann.
 
Endlich spricht es mal jemand aus!

Ich verstehe gar nicht woher diese Anspruchshaltung kommt! Wenn ich 120 FPS in 4K haben will, dann muß ich halt Geld in die Hand nehmen.

Wenn ich das nicht kann oder nicht möchte, dann bleib ich halt bei 1080p und 60 FPS. Ich denke es tut dem Spielvergnügen keinen Abbruch.

Hardware ist teuer? Kommt drauf an wie lange man in die Vergangenheit schaut. Ich habe mir meinen ersten PC 1996 gekauft, dazu habe ich 6 Wochen in den Sommerferien in Vollzeit gearbeitet und mußte noch mein Konfirmations Geld dazu nehmen. Es war ein 486 komplett mit Monitor, Soundkarte, bessere Grafikkarte usw. In Summe 2300 DM! Und es war nicht einmal ein Highend Gerät, eher Mittelklasse.

Dazu kommt noch, dass man damals maximal 2 Jahre Ruhe hatte, bevor man eigentlich alles ersetzen mußte, weil die Technik viel schnell lebiger war, als in den letzten Jahren.

Ich denke es gibt mehrere Faktoren, die hier reinspielen.

Da wären zum einen die "Influencer", die meist auf gesponserten High End Systemen zocken und es irgendwie von der Allgemeinheit übernommen wurde, dass auch der Kevin Müller jetzt "kompetitiv" nach Feierabend die 3 Runden Battlefield in 240 FPS zocken muß, negative Kd? Nicht der Skill ist schuld, sondern die Hardware oder die schlechte Optimierung.

Dann kommt sicherlich die große "Plug&Play" Lüge der Industrie dazu, auch heute ist ein PC keine Konsole, klar kann ich alles einfach zusammen stöpseln und es sollte laufen. Aber... auch heute noch, sollte man sich die Zeit nehmen und sich mit der ganzen Thematik auseinander setzten. Siehe zb. New World oder in der jüngsten Vergangenheit Diablo 4 Beta zerstören Grafik Karten...

Wenn man sich ein bisschen mit der Thematik PC auseinander setzt, kann man viel optimieren und manchmal kann man sich auch den einen oder anderen Euro sparen, indem man ein wenig mit den Einstellungen spielt. Und dank des World Wide Webs, findet man auch zu jedem Thema "Fachkundige" Hilfe. Und damit sind nicht irgendwelche Youtube Videos gemeint, die oft mehr Schaden anrichten, als nützen.

Eins noch, zum Thema "Seelenlose Games", ob früher alles besser war, mag ich nicht unterschreiben, vieles was mir persönlich früher Spaß gemacht hat, würde mich heute wohl schon nach einer Stunde langweilen.

Aber abseits von den auf "Perfektion" getrimmten AAA Games (UBI Soft Formel zb.), bei denen der Game Fortschritt teilweise in Arbeit ausartet und sich jeder neue Teil eigentlich nur wie ein Grafik Update anfühlt, gibt es Spiele mit Anspruch und Seele.

Escape from Tarkov, Path of Exile, Hunt, Warframe, 7 Days to Die, sind alles Spiele, die einen nicht an die Hand nehmen und bei denen man sich ein arbeiten muß und die Mechaniken zu verstehen. Gibt noch viele viele weitere, habe nur die Aufgezählt die ich in letzter Zeit gespielt habe.

Noch so ein Ding, sobald etwas Erfolgreich ist, wie zb. Battle Royal, stürzen sich die großen Studios drauf und bringen dann ihre weichgespülte Version verspätet auf den Markt und wundern sich, wenn es oft nicht von Erfolg gekrönt ist, statt das Geld und die Menpower in eigene kreative Ideen zu stecken. Sieht man ja jetzt gerade am Beispiel Extraction Shooter.

Ist nur meine Meinung
 
Wer seinen Rechner einschaltet und die Mediathek eines Fernsehsenders einschaltet, sieht ein klares, nicht verpixeltes Bild, ergo reicht die Auflösung doch für Fotorealismus.
Was kommt grafisch nach realistischen Texturen und realistischen Reflexionen? Eben quasi nichts mehr, meiner Meinung nach. Deswegen gehen auch die Kartenpreise hoch.
Ich bin skeptisch, ob meine 4080 aus den Mindestanforderungen der Spiele überhaupt irgendwann rausfällt. Wenn sie denn doch irgendwann rausfällt, sehen die Spiele auf den niedrigsten Einstellungen besser aus als Cyberpunk 2077 incl. Pathtracing auf Ultra-Einstellungen!!!
Was soll denn bitteschön grafisch noch kommen? In diversen Multiplayer-Voice Kanälen warten alle auf günstige Grafikkarten mit dem Motto, alle mögen doch bittschön die Hersteller boykottieren in der Hoffnung, sie würden ihre verderblichen Waren kurz, bevor der Marktplatz wieder für Parkplätze geräumt wird, eben umsonst abgeben, am besten direkt noch drei vier heiße Fischfrikadellen mit Remi und ein paar Oliven und Frischkäseschälchen vom Bio-Stand des Griechen dazu. Dann fährt dich der SUV-Besitzer mit Cyberpunk-Innenbeleuchtung noch bissle durch die Stadt direkt zur Thai-Aloe-Vera-Massage, dann eben das All-Incl.-Spiele-Abo für 1,99€ abgeschlossen, danach zum Flughafen und dann vom Strand abends die Cocktails aufs Zimmer bringen lassen, Spiele-Laptops sind auf jedem Zimmer installiert incl. Kurzdistanzbeamer.

Wie ihr wollt Geld von mir für den Urlaub? Das ist doch ein Riesen-Ressort hier, ich verdient doch schon genug!?...

Ich habe für 1339€ gekauft, und vermute, dass ich in fünf Jahren für 500 verkaufen könnte. Das macht 14€ pro Monat, nicht zuviel.
 
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Was bemängelt wird sind AAA spiele die so verbuggt released werden, das sie buchstäblich, egal auf was für einem System, unspielbar sind. Nicht weil man nur 100 statt 120 FPS hat. Nein, weil das Spiel crashed, einen Speicherleak hat, oder gar Komponenten bzw. dein ganzen System killt.
Welche Spiele waren das denn bitte?
  1. Last of Us? Konnte ich mit meinem System ohne einen Crash kurz nach Release durchspielen.
  2. Forspoken? Lief auch gut und ohne crashs auf meinem System nach Release.
  3. Resident Evil 4 Remake? Läuft auch wunderbar wenn man genug VRAM hat.
  4. Callisto Protocol? Paar tage warten und eben nicht vorbestellen und dann konnte man es super durchspielen in 4K und flüssiger Bildrate.
Also was is denn bitte unspielbar hier? Wenn, dann nur wenn man alles auf max dreht und erwartet dass alles super läuft wenn man nicht die Hardware dazu hat.

Gerade bei Last Of Us wurde doch von vornherein vom publisher kommuniziert, dass ne 7900 oder 4080 für ultra details empfohlen wird. Lief aber sogar auf meiner 6900XT. Insofern super optimiert meiner Ansicht nach.
 
Das monierte Geheule gabs schon immer und wird es immer geben, da kann auch der Herr Vötter drüber unglücklich sein so viel er will.

Ich sehe nicht wieso das jetzt auf einmal schlimmer geworden sein soll und die damalige Gamesentwicklung mit der heutigen zu vergleichen ist ein großer Äpfel und Birnen Vergleich.

Ja es gab Spiele, die erst später wirklich spielbar waren, aber das lag vor allem an den damaligen Umständen. Die Spieleindustrie steckte da noch viel mehr in den Kinderschuhen mit allen Konsequenzen, die sich aus der Unerfahrenheit der damaligen Zeit ergeben haben (inklusive schwer abschätzbaren Hardwareanforderungen). Zahlreichen Neuinnovationen (2D => 3D etc) kamen in deutlich kürzeren Intervallen und selbst da war das nicht "normal", nur nicht die absolute Ausnahme.

Heutige Spieleentwickler können häufig auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz und viel ausgereifteres Tooling mit den populären Engines (z.B. UE4/5 etc) zurückgreifen. Außerdem ist der technische Fortschritt (zumindest bei den Grundlagen) bei weitem nicht mehr so rasant wie damals und im Endeffekt durch die Leistungsfähigkeit der zu unterstützenden Konsolengenerationen sowieso im gewissen Maße eingeschränkt. Ein UE4 Game von 2017 schaut häufig nicht viel schlechter aus als ein UE4 Game von 2021.

Ja natürlich braucht neue Technologie letztlich auch neue Hardware und darüber würden sich bis auf einige wenige Dauerquengler wohl niemand aufregen, diese sind aber sicherlich nicht repräsentativ und der gesamte Absatz für mich eher ein Strohmann. Die steigenden Anforderungen sieht man bei aktuellen Games durchaus deutlich und das ist auch erstmal nichts Schlechtes. Aber wenn die neue Hardware so bepreist wird wie es die Herren und Damen von AMD und NVidia gerade tun, dann braucht man sich über den Unmut der Leute noch nicht wundern.

Vor diesem Hintergrund zu fordern, dass man halt einfach mal upgraden soll, in einer Zeit in der die reale Inflation zu einem massiven Reallohnverlust führt, ist dann schon leicht zynisch Richtung "dann sollen sie doch Kuchen essen", betreffen die Limitierungen in erster Instanz die Gamer, die P/L-bewusst einkaufen (müssen). Den Enthusiasten, die sich sowieso spätestens jede zweite Gen die Topmodelle kaufen, ist das herzlich egal, da das Geld offensichtlich verfügbar ist.

Hier mal die offizielle und eher "schöne" Datenlage des statistischen Bundesamts:
1681555941604.png

Wie man sieht, ist der Reallohnindex seit 2020 fast durchgehend massiv negativ und in dieser Zeit soll man auf Kante genähte Modelle wie z.B. eine RTX4070 kaufen? Hier noch ein Artikel vom BpB:
Man möge übrigens aufs Datum schauen, da sind die Reallohndefizite von 2021 und insbesondere 2022 gar nicht drin.

Summa summarum imho eine ganz schlechter Kommentar, der im Groben wohl darauf beruht, dass @PCGH_Raff mit der verbreiteten eher negativen Stimmung im Forum bezüglich der aktuellen Hardwarepreise nicht d'accord geht. Die "Fakten" sind nicht wirklich welche bzw. lassen sich auf die heutige Zeit halt nicht so einfach übertragen und die Statements sind viel zu allgemein gehalten und unspezifisch.

Man muss sich dieser Meinung nicht anschließen, aber zu versuchen diese Leute als fortschrittsverweigernde Dauernörgler hinzustellen, weil sie ein bestimmtes neues Feature nicht bei der ersten Implementierung supertoll finden finden ist oberflächlich und mit Verlaub schlicht Blödsinn, wenn da doch so viel mehr Hintergründe mit reinspielen.
 
Und ich sehe schon das nächte Spiel was aus Uninformiertheit zu tode gebombt werden wird: Dead Island 2. Der nächste VRAM Kracher. Und das wird natürlich auch furchtbar unoptimiert sein. :schief:
 
Ich muss mich da anschließen. Wer sich mit 1440p und 60 Fps zufrieden gibt der kriegt auch heute zu annehmbaren Preisen Hardware. Wer mehr möchte muss mehr bezahlen. Und wer alles auf ultra spielen möchte mit 144 fps und raytracing darf sich nicht wundern dass die neue Technik sehr teuer ist. Early Adopter Probleme halt. Über die 4070 Ti wurde sehr viel gemeckert da sie sehr teuer ist und das stimmt auch. Aber es ist eine Karte die Cyberpunk mit pathtracing mit mehr als 60 FPS darstellen kann.

Ich würde mich freuen wenn mehr Karten für weniger Geld angeboten werden würden. Aber wer die neue Technik nicht braucht wird wohl in den RTX 3xxx oder Radeon 6xxx Apfel beißen müssen. Der Rest muss sich gedulden.
 
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