[Wahl Juni 2010] Monatliche Community-Bundestagswahl

Welche Partei würdet ihr diesen Monat wählen?

  • SPD

    Stimmen: 6 12,0%
  • Union

    Stimmen: 2 4,0%
  • FDP

    Stimmen: 4 8,0%
  • Die Linke

    Stimmen: 9 18,0%
  • Piratenpartei

    Stimmen: 14 28,0%
  • Die Grünen

    Stimmen: 8 16,0%
  • Sonstige

    Stimmen: 3 6,0%
  • Enthaltung/gehe nicht wählen

    Stimmen: 4 8,0%

  • Umfrageteilnehmer
    50
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Wenn heute Bundestagswahl wäre welche Partei würdest du wählen?

Übersicht der letzten Monate:
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Zuletzt bearbeitet:
Die Piraten wieder im Aufwind?

Aber nochmehr würde mich die Lage der FDP interessieren. Ob sie den Rundumschlag schafft und Neuwahlen provoziert?
 
Das kann nicht im Interesse der FDP sein, da sie deutlich schlchter bei Neuwahlen dastehen würde als im Moment.

Was interessant ist, ist das die SPD wieder leicht zulegt, und das wohl auf Kosten der Linken, was ich nur begrüßen kann! Die Linken können keine Option sein eigentlich, genauso wie die NPD. Das die SPD uns allerdings aus der Krise führen kann bezweifle ich. Da ist einfach noch zu viel Schrödi in der Partei, und andererseits die totalen Linken in der eigenen Partei. Das passt nicht zusammen, zumal bei der SPD auch nicht gespart würde an den nötigen Stellen und die Einnahmen gleich zwei mal nicht erhöht würden an den richtigen Stellen.

Union verkackts im Moment einfach, und dafür bekommen se die Antwort, und das zurecht.

Grünen halten etwa ihre STimmen und das ist auch ok, man brauch auch in Krisen ne gewisse Instanz, die schaut das man nicht anfängt die Ökologie völlig aus den Augen zu verlieren. Für mich sind sie aber ne Oppositionspartei und keine Regierungspartei. Dazu sind einfach zu viele Ansprüche und Wünsche zu weit weg von der Realität und dem Machbaren.

Die wirklich wichtigen Schritte, sprich Vermögenssteuer, abschaffen der meisten Subventionen, Finanzmarktsteuer und abschaffen der ganzen ich rechne mich als Milliardenunternehmen arm Möglichkeiten, wird keine der Parteien schaffen.

Früher gabs auch ne Vermögenssteuer, und das war auch ok so und die Leute habens akzeptiert und sich an ihre Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber erinnert.

Ich sag nur immer wieder: Art. 14: 2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

DAS vergessen alle! Und dazu zähl ich nicht nur den Unternehmer von nebenan, wobei DER noch am ehesten sich dran hält als Familienunternehmen, sondern die Banken und die Auktionäre, wobei da ja die Heachfonds und Banken dran schuld sind größtenteils! Es muss einfach mal wieder Maß gefunden werden. 30% Rendite und mehr sind einfach auf Dauer unrealistisch. Es sind leider nur relativ wenige die alles versauen. Den Durchschnittsbürger muss man aber auch dran erinnern, das er als Auktionär sein Recht wahrnehmen muss und sich gegen übertriebene Renditen aussprechen sollte.

Als positives Beispiel kann ich immer nur Trigema benennen!
 
sprich Vermögenssteuer,
Ein Glück das vom Bundesverfassungsgericht ein Riegel vorgeschoben wurde.
Zumal die Forderung nach einer Vermögenssteuer vortäuscht, dass Vermögen schon heute nicht besteuert werden. Das stimmt aber nicht. Denn jedes Vermögen wirft Erträge ab die sehr wohl besteuert werden, auch das Kapital welches im Laufe der Zeit eingezahlt wurde, wurde schon mindestens einmal, in der Regel aber mehrmals, besteuert.
Mal ganz abgesehen davon, ist die Vermögenssteuer eine Substanzsteuer, sprich eine zeitlich gestreckte Enteignung. Sie zehrt also ihre Besteuerungsgrundlage im Laufe der Zeit auf und die Dummen sind somit die Sparer. Ähnlich verhält es sich auch mit der Schenkungs- und Erbschaftssteuer, welche m.M. nach auch komplett gestrichen gehören.
Allgemein wäre endlich ein Umdenken in der Steuerpolitik von nöten. Denn das Verhalten was hier vom Staat an den Tag gelegt wird, kann man nur noch als gierig bezeichnen. Gierig nach den Einkünften und dem Besitz der Bürger und Unternehmen, von dem er rund die Hälfte damit de facto kontrolliert.

Ich sag nur immer wieder: Art. 14: 2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Im Grundgesetz wird nicht umsonst zuerst der Schutz des Eigentums genannt. Diese dubiose "Sozialverpflichtung" ist ein nachgelagerter Grundsatz, der sich folglich dem Schutz des Eigentums unteordnet. Ganz abgesehen davon, würde jedes Gericht Enteignungen oder "Sozialisierung" einen Riegel vorschieben oder dem Enteigneten zumindest Schadensersatz zusprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Glück das vom Bundesverfassungsgericht ein Riegel vorgeschoben wurde.
Zumal die Forderung nach einer Vermögenssteuer vortäuscht, dass Vermögen schon heute nicht besteuert werden. Das stimmt aber nicht. Denn jedes Vermögen wirft Erträge ab die sehr wohl besteuert werden,

Damit wird aber eben nicht das bestehende Vermögen besteuert :rollen:

auch das Kapital welches im Laufe der Zeit eingezahlt wurde, wurde schon mindestens einmal, in der Regel aber mehrmals, besteuert.

Nicht wenn es z.B. aus Spekulationsgewinnen stammt.

Mal ganz abgesehen davon, ist die Vermögenssteuer eine Substanzsteuer, sprich eine zeitlich gestreckte Enteignung. Sie zehrt also ihre Besteuerungsgrundlage im Laufe der Zeit auf und die Dummen sind somit die Sparer.

Nur wenn die Steuer höher ist, als die Erträge (nach Steur), die das Vermögen abwirft.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Schenkungs- und Erbschaftssteuer,

Die zehren ihre eigene Grundlage auf :huh:
Erbschaftssteuer ist imho was vollkommen anderes, hat ja auch eine vollkommen andere Funktion (leichte Verbesserung der Chancengleicheit durch Entkopplung von elterlicher und eigener Leistung) und die Schenkungssteuer dient ohnehin der Vermeidung von Steuerhinterziehung durch "Schenkungen" an Stelle von z.B. Erbschaft oder im Worst Case Bezahlung.

welche m.M. nach auch komplett gestrichen gehören.
Allgemein wäre endlich ein Umdenken in der Steuerpolitik von nöten. Denn das Verhalten was hier vom Staat an den Tag gelegt wird, kann man nur noch als gierig bezeichnen. Gierig nach den Einkünften und dem Besitz der Bürger und Unternehmen, von dem er rund die Hälfte damit de facto kontrolliert.

Ein Institution als "gierig" zu bezeichnen, die rund 120% ihrer Einnahmen aus dieser Gesellschaft an diese Gesellschaft zurückgibt, wirkt irritierend.
Einem Staat -Sinn und Zweck: Kontrolle ausüben- vorzuwerfen, dass er kontrolliert, ebenfalls.

(beim Umdenken stimme ich dir aber zu. Der Tag, an dem Politiker den Zusammenhang zwischen Steuern und steuern kapieren, werd ich feiern. Vermutlich nie.)

Im Grundgesetz wird nicht umsonst zuerst der Schutz des Eigentums genannt. Diese dubiose "Sozialverpflichtung" ist ein nachgelagerter Grundsatz, der sich folglich dem Schutz des Eigentums unteordnet.

Aber nicht der Vergößerung des Eigentums. Man ist somit verpflichtet, sein Vermögen für die Gesellschaft einzusetzen, solange es dadurch nicht kleiner wird.
 
Ähm 17&4 also mir ist nicht klar ob du es noch nicht wissen kannst, weil noch realtiv jung (ja ich bin nicht viel älter, aber was politik etc angeht nicht als Durchschnitt anzusehen) oder es ist dir einfach entgangen.

Bis vor "wenigen" Jahren gab es in Deutschland die Vermögenssteuer REALITÄT war. Die wurde dann erst vom BGH eingesammelt, weil die Regierung (frag mich grad nicht welche) Sie geändert hat und nicht mehr alle Vermögen gleich behandelt hat, und genau dagegen hatte das BGH was.

Unsere tollen Politiker bekommens aber nicht bebacken selbige wieder einzuführen, da einfach zu viel Druck von den Überreichen da ist.

Zudem vernachlässigst du, dass die extremen Gutverdiener in diesem Land inclusive der ganz großen Unternehmen in Deutschland garkeine Steuern mehr zahlen, weil sie sich arm rechnen.

Ich sag nur DB in Sindelfingen, seit zich Jahren keine oder fast keine Gewerbesteuer, weil se sich arm rechnen. Erklär das mal dem Obsthändler, Zimmermann etc der seine Gewerbesteuer jedes Jahr abdrücken muss.

Theoretischer Steuersatz und realer divergieren einfach zu stark in Deutschland.

Achso und ganz nebenbei, die vielgenannten Gutverdiener sind schon Leute mit paar tausend Euro im Jahr. Der Durchschnittslohn liegt ja bei 1000€ rum nur noch. Mit ner Vermögenssteuer willste aber halt genau verhindern, das sich die Schere zwischen Reich und Arm zu weit aufgeht, was sie seit langem tut. Die Reichen in Deutschland werden überproportional reicher, und die Armen immer ärmer. Mit sowas rennste auf kurz oder lang in soziale Unruhen rein, wovon die Superreichen auch nichts haben, weil dann können se mit Ihren Werten meist sich den Poppes abwischen und das wars.

Sehr viele Reiche können wirklich froh sein über die Rettungsschirme etc, denn diese nutzen ihnen sehr viel. Dem kleinen Mann rein garnichts, weil wenn nen Staat pleite geht und es zu Aufständen etc kommt, dann gehts ihm zwar noch dreckiger aber so siecht er auch langsam vor sich hin.
 
Ich finds schlimm, dass immernoch so viele die Piraten wählen würden. Die Welle, auf denen die gesurft sind, ist schon längst gebrochen. Momentan haben wir völlig andere Probleme weltweit, deren wir uns annehmen müssen. Datenschutz und Abbau von Lobbyismus usw. sind sicherlich wichtige Themen, aber eventuelle Unruhen, Aufstände, Staatsbankrotte und endgültige Wirtschaftszusammenbrüche sind doch etwas dringlicher. Und das praktisch jeder dieser Punkte mehr oder weniger schon eingetroffen ist oder gerade dabei ist, sollte jedem klar werden, der mal Nachrichten schaut.
 
Ich finds schlimm, dass immernoch so viele die Piraten wählen würden. Die Welle, auf denen die gesurft sind, ist schon längst gebrochen. Momentan haben wir völlig andere Probleme weltweit, deren wir uns annehmen müssen. Datenschutz und Abbau von Lobbyismus usw. sind sicherlich wichtige Themen, aber eventuelle Unruhen, Aufstände, Staatsbankrotte und endgültige Wirtschaftszusammenbrüche sind doch etwas dringlicher. Und das praktisch jeder dieser Punkte mehr oder weniger schon eingetroffen ist oder gerade dabei ist, sollte jedem klar werden, der mal Nachrichten schaut.

moin heizungsrohr:
ch schaue jeden Tag Nachrichten, bzw. lese sie. Was mir dabei auffällt ist, dass Sachen wie Arbeitsmarktpolitik nicht ohne Transparenz funktionieren (mehr Maßnahmen vor Wahlen zum Drücken der Statistik). Die vermeintliche Konzentration ist gewollt um den großen Parteien Stimmen zuzutreiben. Und dies über den Faktor Angst (außer uns kann es keiner). Ich sehe planlose Politiker, die aus Angst vor einer Watsche bei den.nächsten Wahlen im Nichtstun verschwinden. Sämtliche auftretende Probleme kennen wir seit zig Jahren und nix außer Notfallversorgung passiert.
Wenn in der ARD steht die Mehrwertsteuer anzuheben, weil Lobbyverbände zuviel ermäßigte Sätze durchgedrückt haben, ist dass wieder nur Symptombekämpfung, statt den Lobbyismus mal wieder zurechtzustutzen. Darum glaube ich das wir ohne Diskussionen über Transparenz, Bürgerliche Mitbestimmung, dem Denken bis zur nächsten Wahl und weniger Lobbyismuss keine anständige Wirtschaftspolitik, Gesundheitsreform oder Bildungspolitik hinbekommen, weil der Diskussionsansatz schon nicht stimmt. Insofern sehe ich die Piraten dringender als je gefordert. :)
Es mag andere Ansätze geben, nur glaube ich nicht das sie zur Zeit funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zudem vernachlässigst du, dass die extremen Gutverdiener in diesem Land inclusive der ganz großen Unternehmen in Deutschland garkeine Steuern mehr zahlen, weil sie sich arm rechnen.
Zahlen, Quellen und Belege bitte.

Der Durchschnittslohn liegt ja bei 1000€ rum nur noch.
Nein!
Statistisches Bundesamt Deutschland - Vierteljährliche Verdiensterhebung im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich
Statistisches Bundesamt Deutschland - Entwicklung der Bruttoverdienste

Mit ner Vermögenssteuer willste aber halt genau verhindern, das sich die Schere zwischen Reich und Arm zu weit aufgeht, was sie seit langem tut.
Mit Gleichschalterei bei Einkommen und Vermögen, wie man sie mit diesem "verhindern das die Schere zwischen Arm und Reich aufgeht", wird man nie Wohlstand schaffen. Das einzige was man damit schafft, ist das alle Gleicharm sind.

Die Reichen in Deutschland werden überproportional reicher, und die Armen immer ärmer.
Achja, die Mär von den Armen. Arm ist nach EU Definition der, wer als Alleinlebender weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Der größte Schmuh an dieser Berechnungsmethode: Steigen die Einkommen der Besserverdienenden, entsteht automatisch mehr Armut, ohne dass es den Betroffenen deswegen auch nur ein bisschen schlechter geht.
Würden aber, auf welch wundersame Weise auch immer, alle Menschen das selbe verdienen, gäbe es nach dieser Berechnungsmethode plötzlich keine Armut mehr. In Wahrheit beschreibt dieses "die Armen werden ärmer, blablabla" und "Schere zwischen Arm und Reich" also nicht viel mehr, als die Spreizung der Einkommen.

Kommen wir aber mal zur anderen Seite dieser Definiton: Wer gilt als Reich.
Nach EU Definition sind das Personen, deren Einkommen bei rund über 3500€ liegt. Es sind also nicht nur Vermögende und die Vorstände von DAX notierten Unternehmen, sondern auch die Mitglieder des Mittelstands als auch Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienst in hohen und höreren Positionen.

Aber wie hatte es Friedrich von Hayek passend geschrieben:
"Es ist eine der großen Tragödien unserer Zeit, daß die Massen glauben, ihren hohen Lebensstandard dadurch erreicht zu haben, daß sie die Reichen heruntergezogen haben und daß sie fürchten, die Erhaltung oder Entstehung einer wohlhabenden Klasse würde ihnen etwas nehmen, das sie sonst bekämen und als ihr Recht ansehen."
Mit sowas rennste auf kurz oder lang in soziale Unruhen rein
Unruhen ja, aber nicht soziale sondern bedingt durch die Zuwanderung aus gewissen Kulturkreisen.

Nicht wenn es z.B. aus Spekulationsgewinnen stammt.
Und woher stammt das Geld welches dafür eingesetzt wurde? Richtig, es wurde irgendwann einmal erwirtschaftet und es wurden folglich darauf Steuern entrichtet.

Erbschaftssteuer ist imho was vollkommen anderes, hat ja auch eine vollkommen andere Funktion (leichte Verbesserung der Chancengleicheit durch Entkopplung von elterlicher und eigener Leistung)
Diese Argumentation ist höchst fragwürdig: Der Staat ist nämlich der Allerletzte, der irgendeinen Anspruch auf eine Beteiligung am Erbe hat. Das Eigentum des Verstorbenen gehörte diesem - und nur diesem. Folglich kann er bestimmen, was nach seinem Tod damit passiert.

Einem Staat -Sinn und Zweck: Kontrolle ausüben- vorzuwerfen, dass er kontrolliert, ebenfalls.
Ich werfe Ihm nicht vor das er eine gewisse Kontrolle ausübt, sondern das er zuviel kontrolliert.

Man ist somit verpflichtet, sein Vermögen für die Gesellschaft einzusetzen, solange es dadurch nicht kleiner wird.
Was somit die Negierung der Idee und des Begriffs des Eigentum ist.
 
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Dann fahr mal nach Amerika, da hat das ja auch so viele Jahrzehnte wunderbar funktioniert. Und schau dir mal an, wie es da aussieht. Da wird dir das Gelaber von wegen Staat soll sich überall raushalten aber schnell im Halse stecken bleiben.
Und woher stammt das Geld welches dafür eingesetzt wurde? Richtig, es wurde irgendwann einmal erwirtschaftet und es wurden folglich darauf Steuern entrichtet.
Du hast recht, denken wir das mal weiter. Wir besteuern jeden Euro nur ein einziges Mal. Dann hätten wir riesige Steuereinnahmen im ersten Jahr und gar keine im 2. Jahr ;) Es wurde ja nunmal alles schonmal besteuert und der Staat saugt uns ja dann sonst aus.
 
Dann fahr mal nach Amerika, da hat das ja auch so viele Jahrzehnte wunderbar funktioniert.
In der Tat. Bis vor über 100 Jahren waren die USA ein geradezu vorbildlicher Minimalstaat. Die Verfassung der USA hatte die Regierung nicht ohne Grund in enge Grenzen verwiesen und äußerste Zurückhaltung auferlegt. Nur sind diese Zeiten leider vorbei und auch die USA sind zu einem Wohlfahrtsstaat mutiert, der meint sich in alle Bereiche des täglichen Lebens einmischen zu müssen.
YouTube - Milton Friedman - The Robber Baron Myth

Da wird dir das Gelaber von wegen Staat soll sich überall raushalten aber schnell im Halse stecken bleiben.
Nein. Ich gehöre aber auch zu denen, die der dortigen "Tea Party Movement" wohlwollend gegenübersteht und sich eine Bewegung mit ähnlichen Zielen auch gut in Deutschland vorstellen kann.

Dann hätten wir riesige Steuereinnahmen im ersten Jahr und gar keine im 2. Jahr ;)
Solange Geld verdient wird, wird es auch Steuereinnahmen geben. Ansonsten verweise ich das auf das von mir favorisierte Modell der Flat Tax/Einheitssteuer in Form der negativen Einkommenssteuer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und woher stammt das Geld welches dafür eingesetzt wurde? Richtig, es wurde irgendwann einmal erwirtschaftet und es wurden folglich darauf Steuern entrichtet.

Damit wurde aber nicht das neu eingenommene Geld besteuert. Selbst wenn du ernsthaft die einmalig gezahlten Steuern als endgültige Zahlung für alle daraus resultierenden Einnahmen definieren möchtest, wäre der resultierende Steuersatz bei erfolgreichen Spekulanten so extrem niedrig, das von der Grundidee -Beteiligung der Allgemeinheit an den Gewinnen, die auf ihrem Rücken gemacht werden- nichts übrig bleibt.

Diese Argumentation ist höchst fragwürdig: Der Staat ist nämlich der Allerletzte, der irgendeinen Anspruch auf eine Beteiligung am Erbe hat. Das Eigentum des Verstorbenen gehörte diesem - und nur diesem. Folglich kann er bestimmen, was nach seinem Tod damit passiert.

Meine Argumentation ist juristisch gedeckt und die moralische Betrachtungsweise steht hier zur Diskussion.

Ich werfe Ihm nicht vor das er eine gewisse Kontrolle ausübt, sondern das er zuviel kontrolliert.

Gesprochen hast du von "Gier" und "Kontrolle". Nicht von "mehr Kontrolle, als ich für richtig halte". Letzteres wäre ohne weitere Begründung einfach nur eine Meinung (die hier vermutlich einige nicht teilen), ersteres war eine stellenweise verleumdnerische Behauptung.

Was somit die Negierung der Idee und des Begriffs des Eigentum ist.

Nicht in der Form, wie mir der Begriff geläufig ist und wie ich ihn spontan nachschlagen konnte. Wiki zählt sogar gesetztliche Beschränkungen des Eigentümers zur Idee "Eigentum".


In der Tat. Bis vor über 100 Jahren waren die USA ein geradezu vorbildlicher Minimalstaat.

Hmm - vor 100 Jahren waren die USA auch noch ein -im Vergleich zur Landesgröße- ziemlich unbedeutendes Fleckchen Erde...

Solange Geld verdient wird, wird es auch Steuereinnahmen geben. Ansonsten verweise ich das auf das von mir favorisierte Modell der Flat Tax/Einheitssteuer in Form der negativen Einkommenssteuer.

Welche Höhen befürwortest du da eigentlich?
 
Dir ist schon klar, das da Brutto steht? Gut ich hab mich eventuell nicht genau genug ausgedrückt, aber ich meinte die Nettobezüge, und da isses in vielen Bereichen eben nicht mehr, zumal hier die xMio Harz 4 Empfänger etc ausgespart wurden.

Mit Gleichschalterei bei Einkommen und Vermögen, wie man sie mit diesem "verhindern das die Schere zwischen Arm und Reich aufgeht", wird man nie Wohlstand schaffen. Das einzige was man damit schafft, ist das alle Gleicharm sind.
Ich bin selbst ein Gegner von "Gleichschalten" aber es kann nicht sein, das sich nen Unternehmen mit riesigen Gewinnen über Steuertricks wie DB arm rechnet und keine Steuern mehr bezahlt, wie so viele große Unternehmen, bzw massenhaft Steuern hinterzogen werden von unserer lieben monitären Elite. Man darf nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt ja auch Vorzeigebeispiele wie den Trigema Chef etc. die sogar bereit wären mehr steuern zu bezahlen! Und das ganz freiwillig, weil sie wissen das sie sehr viel Ihren Mitarbeitern etc zu verdanken haben und sich der Allgemeinheit gegenüber verpflichetet sehen.

Achja, die Mär von den Armen. Arm ist nach EU Definition der, wer als Alleinlebender weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Der größte Schmuh an dieser Berechnungsmethode: Steigen die Einkommen der Besserverdienenden, entsteht automatisch mehr Armut, ohne dass es den Betroffenen deswegen auch nur ein bisschen schlechter geht.
Das kann man so allgemein nicht sagen, es kommt auch immer drauf an, wie sich damit die Lebenshaltungskosten und die Inflation entwickeln. Allgemein muss man aber festhalten, das wenn immer mehr Geld bei einigen wenigen liegt der Rest kaum noch Chancen hat sich innerhalb der Gesellschaft hochzuarbeiten.

Würden aber, auf welch wundersame Weise auch immer, alle Menschen das selbe verdienen, gäbe es nach dieser Berechnungsmethode plötzlich keine Armut mehr. In Wahrheit beschreibt dieses "die Armen werden ärmer, blablabla" und "Schere zwischen Arm und Reich" also nicht viel mehr, als die Spreizung der Einkommen.
Wer sagt alle sollten das gleiche Verdienen? Ich sag nur, wenn wer 1 Mio im Jahr verdient, dann kann er Prozentual mehr sich an der Gesellschaft beteiligen, als jemand der 30.000 € im Jahr verdient (Netto). Bei verdienen nicht schlecht, aber der mit 30.000 Muss dennoch schauen was kann ich mir leisten und dem werden 5.000 mehr oder weniger weh tun. Wenn ich ne Mio im Jahr hab, dann tun mir 5.000 mehr oder weniger nicht so sehr weh.

Kommen wir aber mal zur anderen Seite dieser Definiton: Wer gilt als Reich.
Nach EU Definition sind das Personen, deren Einkommen bei rund über 3500€ liegt. Es sind also nicht nur Vermögende und die Vorstände von DAX notierten Unternehmen, sondern auch die Mitglieder des Mittelstands als auch Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienst in hohen und höreren Positionen.
Ja, und genau das ist ja das Problem, es gelten schon viele Leute als "Reich" die ich nicht als solches bezeichnen würde, da diese Leute sich zwar ihren Jahresurlaub leiten können, auf der anderen Seite aber auch mit ihrem Geld sehr gut haushalten können mussen, und jede Kürzung sofort eine Reduzierung im Konsum zur Folge hat.

Wenn ich von Reichen rede, dann von den Leuten die 1 Mio auf dem Konto haben und mehr, und gerade an Millionären haben wir immer mehr in Deutschland. Daher auch meine Aussage, das die Schere auseinander geht. Denn auf der anderen Seite gibt es auch immer mehr Menschen die arbeiten, aber durch ihrer Hände arbeit nicht mehr in der Lage sind ihre Familien zu ernähren und auf Hilfe vom Staat angewiesen sind. So stehen diese aber auch nicht besser da als Menschen die garnicht arbeiten!

Unruhen ja, aber nicht soziale sondern bedingt durch die Zuwanderung aus gewissen Kulturkreisen.
Das hat was mit Integration und daraus resultierenden Chancen zu tun. Das kann man garnicht so pauschal sagen, da auch viele Deutsche es verkacken, weil sie ein leben in Stütze von klein auf gewohnt sind, und keine Perspektive haben in ihrem sozialen Umfeld.

Und woher stammt das Geld welches dafür eingesetzt wurde? Richtig, es wurde irgendwann einmal erwirtschaftet und es wurden folglich darauf Steuern entrichtet.
Ja aber von wem? Vom kleinen Mann/Mittelständler der zwar mit seinem Einkommen gut leben kann, aber keine großen Sprünge machen kann und immer das Risiko seines Handelns trägt, oder von Weltkonzernen und den Spekulationspanken etc. die sich mich 20% nicht zufrieden geben und rausquetschen was geht, egal ob in 5 Jahren die MArke gegen die Wand gefahren ist, oder man dran pleite gehen kann, weil wenns passiert wird einem eh der Staat zur Seite springen. Man ist ja Systemrelevant oder es hängen zu viele Arbeitsplätze davon ab.

Diese Argumentation ist höchst fragwürdig: Der Staat ist nämlich der Allerletzte, der irgendeinen Anspruch auf eine Beteiligung am Erbe hat. Das Eigentum des Verstorbenen gehörte diesem - und nur diesem. Folglich kann er bestimmen, was nach seinem Tod damit passiert.
Oh doch, genau er hat Ansprüche darauf, denn er ermöglicht nämlich das Firma XY Mensch mit einer vernünftigen Bildung bekommen, er sorgt dafür, das die Leute zur Arbeit kommen auf den Straßen, er sorgt dafür, das man sich sicher sein kann das Recht und Ordnung herrschen, er sorgt dafür das Recht gesprochen wird und er sorgt auch dafür, das Korruption weit möglichst unterbunden wird.


Ich werfe Ihm nicht vor das er eine gewisse Kontrolle ausübt, sondern das er zuviel kontrolliert.
Ja und nein, er übt kontrollierend, im Sinne von beaufsichtigend und Regeln gebend, zu wenig aus, aber im Sinne von wir Retten jedem Depp der sich versprekuliert hat, statt ihn die Konsequenzen tragen zu lassen.
 
Damit wurde aber nicht das neu eingenommene Geld besteuert. Selbst wenn du ernsthaft die einmalig gezahlten Steuern als endgültige Zahlung für alle daraus resultierenden Einnahmen definieren möchtest, wäre der resultierende Steuersatz bei erfolgreichen Spekulanten so extrem niedrig, das von der Grundidee -Beteiligung der Allgemeinheit an den Gewinnen, die auf ihrem Rücken gemacht werden- nichts übrig bleibt.

Was meinst du den mit Spekulanten, definier das doch mal genauer.
Den auf Aktiengewinne, darf man seit letztem Jahr schon 25% zuzüglich soli bezahlen, was schon genug ist!
Eine Steuer reicht da mehr wie aus und ist jetzt schon unverschämt genug!


Oh doch, genau er hat Ansprüche darauf, denn er ermöglicht nämlich das Firma XY Mensch mit einer vernünftigen Bildung bekommen, er sorgt dafür, das die Leute zur Arbeit kommen auf den Straßen, er sorgt dafür, das man sich sicher sein kann das Recht und Ordnung herrschen, er sorgt dafür das Recht gesprochen wird und er sorgt auch dafür, das Korruption weit möglichst unterbunden wird.

Oh nein, Ansprüche hat er dafür nicht!
Du bezahlst für deine genannten Dinge schon ein Leben lang mehr als genug Steuern, ein Erbe sollte daher nicht auch noch besteuert werden, sondern den angehörigen im vollen Umfang zur Verfügung stehen:daumen:
Aber wir leben ja leider im abzockstaat Deutschland :daumen2:

mfg

Bärenmarke
 
Was meinst du den mit Spekulanten, definier das doch mal genauer.
Den auf Aktiengewinne, darf man seit letztem Jahr schon 25% zuzüglich soli bezahlen, was schon genug ist!
Eine Steuer reicht da mehr wie aus und ist jetzt schon unverschämt genug!

Das gilt aber nur für Kapitalanteile, die im Privatvermögen gehalten und veräußert werden. Die Abgeltungssteuer gilt nicht für Kapitalanteile, die im Betriebsvermögen gehalten werden und das ist bei den "Spekulanten" nun mal der Fall.

Hier gelten andere Regelungen. Nämlich der §3 Nr.40 a-i EStG. Demnach sind 40 % des Veräußerungsgewinns steuerfrei. Die restlichen 60% werden über die Körperschaftssteuer, also das Pendant zur Einkommenssteuer versteuert. Das bedeutet, dass die Höhe der Steuer von der Höhe des Gewinns abhängig ist. Ist der Gewinn niedrig, sind auch die Steuern niedrig. Hat das Unternehmen Verluste gemacht, gibt es auch keine Steuern.

Und bitte nicht den handelsrechtlichen Jahresüberschuss als Maßstab nehmen. Da können zwar Millionen ausgewiesen sein, doch dank steuerlicher Gestaltungsmöglichkeiten und einem saftigen Verlustvortrag aus anderen Wirtschaftsjahren, kann dieser ganz schnell reduziert werden.:daumen2:

Im Grunde braucht es eine weitere Steuer, die Gewinne aus der Veräußerung von Kapitaleinkünften direkt versteuert, anders kommt man nicht an diese Veräußerungsgewinne heran, zumindest nicht über die aktuelle Steuergesetzgebung. Dumm nur, dass die Kapitalnetzwerke weltweit verstrickt sind und jene deutsche Steuer an der Grenze aufhört.

Möchte man böse behaupten, kann man sagen, dass bei Einführung der Abgeltungssteuer (wissentlich?) gepfuscht wurde, da gerade die großen Brocken - nämlich die Kapitalgesellschaften - Außen vor gelassen wurden.
 
Das gilt aber nur für Kapitalanteile, die im Privatvermögen gehalten und veräußert werden. Die Abgeltungssteuer gilt nicht für Kapitalanteile, die im Betriebsvermögen gehalten werden und das ist bei den "Spekulanten" nun mal der Fall.

Deswegen hab ich ja nochmal gefragt wen er meint, Spekulanten gibts ja durchaus auch im privaten Bereich;)
Weil z.b. die SPD hatte ja vor der Wahl auch als Gedanke eine Börsenumsatzsteuer mit 50% einzuführen :(

Hier gelten andere Regelungen. Nämlich der §3 Nr.40 a-i EStG. Demnach sind 40 % des Veräußerungsgewinns steuerfrei. Die restlichen 60% werden über die Körperschaftssteuer, also das Pendant zur Einkommenssteuer versteuert. Das bedeutet, dass die Höhe der Steuer von der Höhe des Gewinns abhängig ist. Ist der Gewinn niedrig, sind auch die Steuern niedrig. Hat das Unternehmen Verluste gemacht, gibt es auch keine Steuern.

Und bitte nicht den handelsrechtlichen Jahresüberschuss als Maßstab nehmen. Da können zwar Millionen ausgewiesen sein, doch dank steuerlicher Gestaltungsmöglichkeiten und einem saftigen Verlustvortrag aus anderen Wirtschaftsjahren, kann dieser ganz schnell reduziert werden.:daumen2:

Das ist mir alles bestens bekannt wie das abläuft :D

Mir ging es eig. nur darum wen er meint, das war mir nicht ganz klar.
Wobei man die Firmen nicht zu hoch besteuern sollte, da sie sonst wieder ins Ausland abwandern bzw. den Firmensitz verlegen.
Haben wir eine ganz nette Firma in der Gemeinde :(

mfg

Bärenmarke
 
Und bitte nicht den handelsrechtlichen Jahresüberschuss als Maßstab nehmen. Da können zwar Millionen ausgewiesen sein, doch dank steuerlicher Gestaltungsmöglichkeiten und einem saftigen Verlustvortrag aus anderen Wirtschaftsjahren, kann dieser ganz schnell reduziert werden.:daumen2:

Ja genau DAS ist auch das Problem. In keinem anderen Land der Welt kannste dich so dermaßen Arm rechnen wie in Deutschland. Daher gehen mir diese verlogenen Aussagen viele Firmen auf die Eier, wenn se sagen ja aber da ist der Spitzensteuersatz niedrigen. Ja isser, aber da kannste nicht jeden DRECK absetzen und dich dumm und dämlich rechnen....

Aber unsere tollen Parlamentarier bekommens ja einfach nicht gebacken endlich mal einfach 95% dieser ganzen Sonderregelungen von Ausnahmeregelungen abzuschaffen.

Von sowas profitiert ja sowieso eh nur der, der sehr viel Geld schon hat. :daumen2:

Würden die sich da mal dran machen, würde
1. weniger Bürokratie herschen
2. weniger Steuerschlupflöcher vorhanden sein
3. es schwerer werden Steuern zu hinterziehen
4. die Steuerlast gerechter verteilt werden
5. insgesamt deutlich mehr Steuern reinkommen, obwohl eventuell sogar die Steuern dann gesenkt werden könnten, einfach weil man sich nicht mehr scheinheilig rausrechnen kann aus der Verantwortung Steuern zu zahlen

Gutes Beispiel für sowas ist Daimler Benz. Die zahlen seit ewigkeiten keine oder kaum Gewerbesteuer, und warum das? Weil se das mit Verlusten in Timbucktu verrechnen, wobei das GEILSTE daran ist, das se Arbeitsplätze ins Ausland verlagern und wenns schief geht, bzw die Kosten allgemein setzen se dann hier ab :klatsch: Man subventioniert denen also so ne scheise auch noch :motz:

EDIT: Achso @Bärenmarke:

Schau dir Amerika an, DAS vorzeige Land des Kapitalismus, auch dort gibts auch Erbschaftssteuer, genau wie in den meisten anderen Ländern dieser Welt auch. Mit der Reichensteuer das Selbe. Die gibts auch in sehr vielen anderen Ländern dieser Welt. Es kommt wirklich nicht von ungefähr, das in Deutschland die Zahl der Millionäre und Milliardäre in den letzten Jahren/Jahrzehnt verdammt stark gewachsen ist...
 
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