Ich glaube, selbst wer es sich leisten kann, wird solche geforderten Summen niemals bezahlen.
Und genau das glaube ich nicht. Die ersten >1.000-€-Karten wirkten im jeweiligen Zeitalter genauso absurd und werden heute stellvertretend durch 2.500-€-GPUs repräsentiert, deren Käufer den Preis als „hab da noch mal Glück gehabt“ bezeichnen
Eine GeForce 8800 Ultra hatte damals (2007) rund 700€ als UVP. Das war damals selbst für Enthusiasten unverschämt. Inflationsbereinigt sind das rund 1.050€ heute.
Eine heutige High-End-GPU mit rund 2.300€ UVP hätte, damit es im Jahr 2007 denselben "Schmerz" im Geldbeutet verursacht, rund 1.600€ gekostet.
D.h. mit anderen Worten, dass High-End-Käufer nach fast 20 Jahren bereit sind, trotz Inflationsbereinigung über 50% (!) mehr für die jeweils schnellste GPU auf den Tisch zu legen.
Den größten Umbruch gab es eh mit der RTX 2000 bzw. der 2080 Ti, die inflationsbereinigt bei 1.600€ war (2018). In all den Jahren davor zurück bis zur Riva TNT Zeit haben die jeweils stärksten GPUs nicht mal im Ansatz an diesem Preis gekratzt.
Lange Rede kurzer Sinn: Die Preise kämen nicht so wie sie gekommen sind, wenn es nicht regelmäßig und vor allem ausreichend viele Käufer dafür gäbe und die letzte "Corona-Krise" hat noch mal gezeigt, dass da noch (aus Sicht der Hersteller) ordentlich Luft nach oben ist.
Ich habe meinen Speicher jetzt auf Normalmodus gestellt und die GPU undervoltet. Erstmal tune ich nichts mehr, hab keinen Bock auf den Stress
Das ist eine sehr weise Entscheidung.
Der Hardware passiert nichts, solange konservativ betrieben wird.
Das stimmt leider nicht. Es kann immer was passieren. Auch RAM geht gut und gerne nach ein paar Jahren mal kaputt bzw. fängt an, Fehler zu produzieren, und das nicht deshalb, weil es mit XMP-Profil betrieben wurde.