Du hast also einen Doppelten Blindtest durchgeführt? Da wäre ich mal auf den Testaufbau durchführung und ergebnisse gespannt, denn bis jetzt hat jeder doppelte Blindtest ergeben, dass es nicht hörbar ist.
Ein doppelter Blindtest ist nicht in jedem Falle möglich. Immerhin wird man es kaum vermeiden können, dass derjenige, der die Kabel umsteckt weiß welches er jetzt angeschlossen hat. Bei verschiedenen CD Playerm ist es dagegen sehr wohl möglich das so zu steuern, dass der Helfer / oder gar der Probant selbst nicht weiß was und ob er da umschaltet. Man muss halt immer ein wenig improvisieren und überlegen, je nachdem was wo getestet wird. Aber eigentlich haben wir noch immer ne gute Lösung gefunden. Lautsprecher wären vermutlich schwer blind zu testen, aber das meiste andere geht ganz gut.
Bei Kabeltests und Zubehör (Füßle, Racks usw.) haben wir vor allem zu Anfang viel mit KHs gearbeitet. D.h. der Probant sitzt so, dass er nicht sehen kann was hinter ihm gesteckt wird. Idealerweise kann man den dann sogar in einen Nachbarraum setzen, wo ausgeschlossen ist, dass er vom Treiben rund um die Anlage viel mitbekommt.
Je nach Möglichkeit (wie gesagt wir hören normalerweise immer bei dem der vor einer Kaufentscheidung steht) kann man aber auch mit Lautsprechern arbeiten und z.B. den Bereich um die Anlage abschirmen / abdecken.
Hörläufe in denen der idealerweise nicht sichtbare Helfer irgendwelche wie auch immer geartete "Geräusche" von sich gibt werden dann nicht gewertet.
Es wird vor jedem Durchlauf das Kabel abgezogen und neu eingesteckt, selbst wenn nochmal das selbe zum Einsatz kommt, sonst wirds leicht erratbar was drin ist.
Wichtig bei so nem Test ist mMn, dass man sich Zeit lässt und auch mal 2 oder 3 Stücke am Stück hört und nicht hecktisch alle 10 Sekunden hin und her wechselt. Dabei ergibt sich halt auch, dass sich so ein Test mal über Stunden hinziehen kann.
Ergebnisse sind ganz unterschiedlich. Das kann von raten bis zu nahezu 100% richtiger Trefferquote führen. Je nachdem ob man eben einen Unterschied hört oder nicht. Interessant auch dabei. Es hört nicht nur nicht jeder gleich gut, sondern auch offenbar nicht jeder gleich. Es gab schon Fälle, bei denen ich Dinge klar unterscheiden konnte ein anderer aber überhaupt nicht und bei anderen Komponenten dann das genaue Gegenteil. Da hört wohl jeder anders selektiv auf bestimmte Nuancen.
Angefangen haben wir um diesen unsäglichen Voodoo Diskussionen in den Foren (war damals Ende der 90er noch nicht so krass wie heute, aber immerhin schon nervig) aus dem Weg gehen zu können und selbst ein Urteil bilden zu können was wie klingt oder auch nicht. Wir hatten Zeit, Gelegenheit und Neugier... eine gute Mischung wie ich finde.
Bewusst haben wir uns nicht z.T. hilflose technische Erklärungs- oder Widerlegungsversuche eingelassen, sondern einfach mal gehört was geht. Beim Musikhören steht nunmal die Emotion im Vordergrund, was da technisch dahinter steckt ist dabei erst mal sekundär.