Misst du das ein? Wie machst du das bei iems bei denen deine Ohrform bzw. die Passform unmittelbar in den Frequenzgang einfließt?
Ansonsten ist es zum scheitern verurteilt bzw. du machst halt ein dir passendes sounding...
Bei IEMs kann man das nicht anders machen. Das beschriebene Vorgehen mache ich auch lediglich wie erwähnt, wenn ich etwas sehr lange habe (mehrere Wochen) und plane, das Teil in der Tiefe zu bewerten. Dass bei IEM der Frequenzgang durch die Ohren beeinflusst werden kann, ist ein unabänderlicher Fakt, man kann ja seine Ohren nicht justieren. Man hört eben wie man es hört. Speziell bei IEM die gar nicht passen (was ich bisher nur bei einem Ety HF-5 hatte) lasse sich das lieber, fraglich ist natürlich auch, ob ich etwas lange genug teste. Wenn nicht, gibt's auch keine Mehrseitige Beschreibung der Eigenschaften sondern vielleicht 1 - 5 Zeilen, wenn ich einen Vorschlag mache, oder nach irgendwas gefragt werden, um einen Ausblick und Eindruck von mir zu geben.
Einmessen geht auch nicht, solch teures Equipment benutze ich nicht. Es geht ja auch mehr um ein gehört neutrales Niveau, nicht um etwas faktisch furzneutrales. Manch Equipment lässt sich auch gar nicht so weit ins Neutrale bringen, ohne dass sich eine Eigenschaft radikal ändert, da muss halt eine Mitte gefunden werden.
Nachdem ich mir, inklusive Sounding die Eigenschaften des Kopfhörers (Detailtiefe, Bühne, Hintergrund, Imaging, Layerung etc.pp.) eingeprägt habe und dann am Equalizer rumspiele um bessere Vergleichsmöglichkeiten der Fähigkeiten zu anderen Modellen zu bekommen, merke ich natürlich auch da wieder, was sich verändert, ob also das nun EQte Sounding Einfluss auf die Dinge nimmt, die eigentlich vom Sounding unabhängig sein sollten. In beiden Fällen wird es wahrgenommen, notiert und natürlich wieder mit dem originalen-Sounding des jeweiligen Equipments verglichen. Zumindest für mich ist das auf lange Hör/Testzeiträume eine gute Methode. Und dann kann dennoch wieder wer ankommen, der meine Beschreibung des Soundings vollkommen anfechtet, weil der/diejenige das eben wieder anders gehört hat. Genauso wie Höreindrücke fast immer angefechtet werden können, speziell wenn sie in die Tiefe gehen und sich auf kleine Details beziehen, können ja auch Testmethoden (unabhängig von meiner) von vielen angefochten werden.
Ich seh ja nur zu oft "Eh du Depp, warum testest du nicht mit dem und dem Lied, das ist viel besser um das und das auszuloten nününününü der Test ist deswegen unzureichend/Schrott" oder "Wie kannst du es wagen mit mp3s zu testen" oder "der Amp/Dac wäre aber zum testen vieeeel besser gewesen" und so weiter unter irgendwelchen Reviews rumfliegen.
Da muss man einfach mit leben.
