Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

AW: [Wahl März 2010] Monatliche Community-Bundestagswahl

Na das trifft ja dann folglich auch auf jedes Unternehmen zu welches seinen Arbeitnehmern Dumpinglöhne zahlt und der Staat den Rest aufstocken muss. Daraus entnehme ich also das du gegen die Unternehmenssubvention bist und eine Lohnuntergrenze festsetzen möchtest?

Ja, genau. Zwingen wir die Betreiberin des mecklenburgischen Friseursalons, ab morgen das doppelte Gehalt zu zahlen. Das kann sie zwar nicht, weil ihre Kunden nicht das Doppelte fuer Waschen/Legen/Foehnen ausgeben werden und sie deshalb zwei von vier Friseusen entlassen muss, die fortan Lohnersatzleistungen erhalten und diese mit Schwarzarbeit aufbessern. Aber hey. Man hat was gemacht. Wen schert es schon, ob es auch einen Sinn ergibt? Soll die Betreiberin gefaelligst einen ihrer acht Bentleys verkaufen und nicht das halbe Jahr Urlaub machen. Sie faehrt zwar in Wirklichkeit einen Golf Jahreswagen und eher selten in den Urlaub, aber behaupten kann man es ja trotzdem.

Einfachere und insgesamt niedrigere Steuern, damit bei der Friseurin auch von einem geringen Lohn netto mehr uebrig bleibt. Anstatt eines vom Staat diktierten Mindestlohnes eine Praezisierung des Begriffes der Sittenwidrigkeit und schaerfere Sanktionen - weil das denselben Effekt haette, die Lohnfindung aber trotzdem bei den Tarifpartnern bliebe. Aber zur Legislative schielen und "gib mir oder ich waehle die anderen" knurren ist da natuerlich viel bequemer.
 
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@ JePe:

Dann will ich doch mal gerne dein Bsp. aufnehmen und damit die irrsinnige Argumentation widerlegen, dass Reallohnanstieg dem unternehmerischen Ruin gleichkommt. Gerade in MV, wo Reallöhne von 10,00 EUR/Stunde eher eine Seltenheit sind, würde dies zu einem reellen Mehrbetrag im Umlauf und damit zu einem allg. Konsumanstieg führen.
Also:

Friseursalon vorher:
Reine Lohnkosten für 3 Angestellte mit 6 EUR Brutto für 22 Tage á 9 Stunden insgesamt: 3.600 EUR

Friseursalon bei 10 EUR Mindestlohn unter vorgenannten Voraussetzungen: 6.000 EUR

Differenz 2.400 EUR

Da dann aber ALLE (ausnahmslos) wenigstens nun diesen Grundlohn erhalten sollen, werden gerade in besagter mecklenburgischer Region
a) 3,5% Durchschnittspreiserhöhung nicht ins Gewicht fallen,
b) ca. 50 Leute/Monat zusätzlich den Friseursalon endlich wieder besuchen können, die dies vorher nicht mehr zahlen wollten/konnten.

Ich geh mal von einem mittleren Salon mit rund 500 Kunden vorher und 550 Kunden nachher aus, welche durchschnittlich 50,00 EUR pro Besuch zahlten und nun, nach Preiserhöhung von 3,5% durchschnittlich 51,75 EUR zahlen sollen.

Am Ende stehen:
Umsatz Friseursalon vorher: 25.000,00 EUR
Umsatz Friseursalon jetzt: 28.462,50 EUR

Einem Mehraufwand von 2.400,00 EUR steht ein Umsatzplus von 3.462,50 EUR gegenüber. Die Unternehmerin macht also sogar insgesamt Plus.
Je nachdem, wie viel Kundschaft dazukommt kann die Unternehmerin an ihrer Preisspanne arbeiten. Sind es nur 25 Besuche monatlich mehr, muss sie den Preis um 5 % erhöhen. Bleibt die Besucherzahl gleich, wovon ich nicht ausgehe, muss sie 10 % drauflegen. Für die Kalkulation muss nunmal jeder selber sorgen, dass gehört zu den unternehmerischen Aufgaben.

Außerdem musst du zugeben, dass ich vom untersten aller unteren Preislevel herangegangen bin und auch mit einem Minimum an Kundschaft. Beim meinem Friseur haben die Angestellten im Schnitt wenigstens 10 Kunden am Tag (das wären bei 3 Angestellten über 20% mehr an Kundschaft zu meinem Beispiel), arbeiten teilweise 11 Stunden, wovon sie nur 8 bezahlt bekommen und der Preisdurchschnitt liegt eher bei 75 EUR ...
Woher ich das so genau weiß? Weil der Laden meiner Tante gehört und eine ihrer Angestellten ´ne Verflossene von mir ist.
Und meine Tante kriecht keineswegs auf dem finanziellen Zahnfleisch. Im Gegensatz zu ihren Angestellten.
;)
 
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1.) Hab ich auf der Argumentationsbasis von deinem Gesinnungsgenossen 17&4, "Wenn eine Industrie nur dadurch existieren kann, weil sie Geld vom Staat bekommt, dann ist das nicht nur Staatswirtschaft/Planwirtschaft sondern auch eine vollkommene Fehlinvestition." geantwortet und ein Äquivalent gebildet. Die Frage ist doch ganz einfach möchte man das unterstützen oder nicht, was er ja mit seiner Aussage quasi bejat.
Ja, genau. Zwingen wir die Betreiberin des mecklenburgischen Friseursalons, ab morgen das doppelte Gehalt zu zahlen. Das kann sie zwar nicht, weil ihre Kunden nicht das Doppelte fuer Waschen/Legen/Foehnen ausgeben werden und sie deshalb zwei von vier Friseusen entlassen muss, die fortan Lohnersatzleistungen erhalten und diese mit Schwarzarbeit aufbessern. Aber hey. Man hat was gemacht. Wen schert es schon, ob es auch einen Sinn ergibt? Soll die Betreiberin gefaelligst einen ihrer acht Bentleys verkaufen und nicht das halbe Jahr Urlaub machen. Sie faehrt zwar in Wirklichkeit einen Golf Jahreswagen und eher selten in den Urlaub, aber behaupten kann man es ja trotzdem.
Dein Beispiel ist realitätsfern, da du davon ausgehst das Lohnerhöhung gleich Preiserhöhung für den Endkunden bedeutet. Aber das kann man so nicht sagen, denn der Frisörbesitzer muss gleichfalls einen Beitrag dazu leisten und somit wird eben nicht eins zu eins die Erhöhung an den Endkunden weitergegeben.

Des Weiteren möchte ich mal wissen wo für den Endverbraucher bitte der Unterschied zwischen den gestiegenen Preisen beim Frisör ist, die ja den Arbeitnehmern zu gute kommen oder den Aufstockungen, die er als Steuerzahler ebenfalls im gleichen Maße subventionieren muss, damit der Frisör auf ein menschenwürdiges Gehalt kommt? Es gibt genau zwei Unterschiede und dir kommen den Arbeitnehmern zu gute, die endlich einen vollwertigen Lohn erhalten und nicht als Bittsteller beim Staat Lohnsubventionen in Form von Aufstockungen beantragen müssen und des Weiteren spart der Staat Unmengen an Geldern ein die er wiederum sinnvoll in Bildung investieren könnte, damit sich für zukünftigere Generationen die Chancengleichheit erhöht.
Einfachere und insgesamt niedrigere Steuern, damit bei der Friseurin auch von einem geringen Lohn netto mehr uebrig bleibt. Anstatt eines vom Staat diktierten Mindestlohnes eine Praezisierung des Begriffes der Sittenwidrigkeit und schaerfere Sanktionen - weil das denselben Effekt haette, die Lohnfindung aber trotzdem bei den Tarifpartnern bliebe. Aber zur Legislative schielen und "gib mir oder ich waehle die anderen" knurren ist da natuerlich viel bequemer.
Und was machen die Gewerke, wie beispielsweise Floristen, die keinen Tarifvertrag haben und den gleichen Verdienst wie die Frisöre bekommen?

p.s.:Steuerkürzungen, bei dem geringen Gehalt? Da liegt man doch i. d. R. eh unter dem Steuerfreibetrag und erhält bei einer Steuererklärung diese wieder zurück.

MfG
 
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Daraus entnehme ich also das du gegen die Unternehmenssubvention bist und eine Lohnuntergrenze festsetzen möchtest?
MfG
Gegen Unternehmenssubventionen im großen und ganzen ja, für Mindestlöhne eindeutig nein.
Wenn die Löhne hier in Deutschland nicht oder nur weniger steigen, heißt das vor allem eins: Die Nachfrage nach Arbeit ist nicht höher als das Angebot, das Angebot möglicherweise sogar zu groß, aber es befinden sich Angebot und Nachfrage in einer halbwegs gesunden Balance. Mit anderen Worten: Auf steigende Kosten mit der Forderung nach höheren Löhnen zu reagieren, geht völlig am am eigentlichen Thema vorbei. Zumal hier einige zu vergessen scheinen, das es auch niedere Arbeiten gibt, die nunmal entsprechend niedrig entlohnt werden.

Wenn z.B. Nahrungsmittel und Energie im Verhältnis zur Nachfrage vergleichsweise knapp sind, das Potenzial an Arbeitskraft aber global im Verhältnis zur Nachfrage groß (und die Preise für Arbeit in Deutschland hoch), dann ist aus nationaler Sicht die einzige Chance die Erhöhung des Werts der eigenen Arbeitskraft. Und das heißt: Mehr Anstrengung aller Beteiligten sowie mehr Aus- und Weiterbildung.
Sollte das nicht gelingen, müssen wir uns mit einer graduellen Senkung unserer Lebensstandards abfinden. Dabei droht keineswegs eine kollektive Verarmung, wie uns manche Linke glauben machen wollen. Es geht aber sehr wohl um die Selbstverständlichkeit, mit der heute in Deutschland selbst Hilfskräfte und niedrig qualifizierte Angestellte ein "Recht" auf ein Auto, auf einen Urlaub im Ausland und viele andere Annehmlichkeiten beanspruchen. Oder um es anderst zu formulieren: Wenn in Osteuropa, China oder einem anderen Land derjenige, der die gleiche Arbeit verrichtet, mit einem deutlich niedrigeren Lebensstandard und somit auch Entlohnung zufrieden ist, haben wir in Deutschland weder eine Chance noch ein Recht, massiv höhere Löhne zu fordern.
Das mag zwar für den Einzelnen nicht schön sein aber solch derart fundamentale Prinzipien von Markt und Wettbewerb lassen sich nunmal nicht aushebeln.

Dein Beispiel ist realitätsfern, da du davon ausgehst das Lohnerhöhung gleich Preiserhöhung für den Endkunden bedeutet.
Natürlich bedeutet das auch Preiserhöhung. Wenn eine Friseuse auf dem (nicht gerade) freien Arbeitsmarkt 4€ pro Stunde verdient und mit Mindestlohn 8€, dann kostet der Haarschnitt für den Verbraucher auch entsprechend mehr. Vielleicht nicht das Doppelte, aber auf jeden Fall mehr. Denn wäre dem nicht so, würde dies bedeuten, dass die Inhaber der Friseursalons derzeit so viel verdienen, das sie im Geld schwimmen und das ist nun wirklich sehr weit von der Realität entfernt ist.
Der Witz dabei ist nun, dass der Staat zwar an einer Stelle entlastet würde, die Bürger aber bei Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns rein rechnerisch mit eben diesem Betrag wieder belastet werden würden - ohne gleichzeitig an anderer Stelle entlastet zu werden. Folglich ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns nichts anderes als eine verdeckte Steuer.
 
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Gegen Unternehmenssubventionen im großen und ganzen ja, für Mindestlöhne eindeutig nein.
Wenn die Löhne hier in Deutschland nicht oder nur weniger steigen, heißt das vor allem eins: Die Nachfrage nach Arbeit ist nicht höher als das Angebot, das Angebot möglicherweise sogar zu groß, aber es befinden sich Angebot und Nachfrage in einer halbwegs gesunden Balance. Mit anderen Worten: Auf steigende Kosten mit der Forderung nach höheren Löhnen zu reagieren, geht völlig am am eigentlichen Thema vorbei. Zumal hier einige zu vergessen scheinen, das es auch niedere Arbeiten gibt, die nunmal entsprechend niedrig entlohnt werden.
Also drei Jahre Facharbeiterausbildung, wie sie zum Beispiel Frisöre und Floristen absolvieren, nennst du niedere Arbeiten?

Wo ist eigentlich der Unterschied ob der Endverbraucher die Aufstockungen über die Steuern zahlt oder wenn er direkt mehr beim Frisör ausgibt und der Lohn dementsprechend unsubventioniert dem Arbeitgeber zur Verfügung steht?
Wenn z.B. Nahrungsmittel und Energie im Verhältnis zur Nachfrage vergleichsweise knapp sind, das Potenzial an Arbeitskraft aber global im Verhältnis zur Nachfrage groß (und die Preise für Arbeit in Deutschland hoch), dann ist aus nationaler Sicht die einzige Chance die Erhöhung des Werts der eigenen Arbeitskraft. Und das heißt: Mehr Anstrengung aller Beteiligten sowie mehr Aus- und Weiterbildung.
Der Arbeitsmarkt der Unternehmen über die wir hier reden ist groß und das Angebot an Arbeitskräften steht in einem gesundem Verhältnis also warum soll man sich damit zufrieden geben und staatlich subventionierte Dumpinglöhne, welche die Grundlage der unternehmerischen Wirtschaftslichkeit darstellen, hinnehmen, unter dem von Dir angesprochen Aspekt gesehen.
Zitat:
"Wenn eine Industrie nur dadurch existieren kann, weil sie Geld vom Staat bekommt, dann ist das nicht nur Staatswirtschaft/Planwirtschaft sondern auch eine vollkommene Fehlinvestition."

Wo liegt bei den beiden Beispielen dann der Unterschied? Sie sind beide nur staatswirtschaftlich/planwirtschaftlich tragbar, so wie du es ja richtig festgestellt hast.
Sollte das nicht gelingen, müssen wir uns mit einer graduellen Senkung unserer Lebensstandards abfinden. Dabei droht keineswegs eine kollektive Verarmung, wie uns manche Linke glauben machen wollen. Es geht aber sehr wohl um die Selbstverständlichkeit, mit der heute in Deutschland selbst Hilfskräfte und niedrig qualifizierte Angestellte ein "Recht" auf ein Auto, auf einen Urlaub im Ausland und viele andere Annehmlichkeiten beanspruchen.
Also drei Jahre Fachausbildung ist kaum mit Hilfskräften oder mit niedrig quallifizierten Angestellten zu vergleichen und es solltte doch wohl in einem Sozialmarktstaat auch die Devise herrschen, dass eine eine gerechte und menschliche Entlohung das Fundament jeder Wirtschaftlichkeitsberechnung darstellt oder etwa nicht? Sollen wir es wirklich hinnehmen das Unternehmen ihre Existens auf Billigstlöhne/Dumpinglöhne aufbauen?
Oder um es anderst zu formulieren: Wenn in Osteuropa, China oder einem anderen Land derjenige, der die gleiche Arbeit verrichtet, mit einem deutlich niedrigeren Lebensstandard und somit auch Entlohnung zufrieden ist, haben wir in Deutschland weder eine Chance noch ein Recht, massiv höhere Löhne zu fordern.
Doch wir haben das Recht und das erklärt sich nuneinmal durch die gleichfalls höheren Lebensunterhaltskosten.
Das mag zwar für den Einzelnen nicht schön sein aber solch derart fundamentale Prinzipien von Markt und Wettbewerb lassen sich nunmal nicht aushebeln.
Wenn wir uns an die Vergütung von anderen Ländern aus marktwirtschaftlichen Regeln in der globalisierten Welt halten sollen, kann dies aber nur effektiv geschehen, wenn sich die Begleitkosten, wie der Lebensunterhalt, im gleichen Maße nach unten anpasst. So wie es jetzt ist funktioniert es eben nicht und davon sind immer mehr Menschen betroffen und da muss sich definitiv was ändern und m. M. n. kann die Lösung nicht staatliche Subvention heißen.
Natürlich bedeutet das auch Preiserhöhung. Wenn eine Friseuse auf dem (nicht gerade) freien Arbeitsmarkt 4€ pro Stunde verdient und mit Mindestlohn 8€, dann kostet der Haarschnitt für den Verbraucher auch entsprechend mehr. Vielleicht nicht das Doppelte, aber auf jeden Fall mehr. Denn wäre dem nicht so, würde dies bedeuten, dass die Inhaber der Friseursalons derzeit so viel verdienen, das sie im Geld schwimmen und das ist nun wirklich sehr weit von der Realität entfernt ist.
Der Witz dabei ist nun, dass der Staat zwar an einer Stelle entlastet würde, die Bürger aber bei Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns rein rechnerisch mit eben diesem Betrag wieder belastet werden würden - ohne gleichzeitig an anderer Stelle entlastet zu werden.
Du musst den Gedanken weiterführen. Es findet nämlich nur eine quasi Umverteilung statt. Anstatt durch Steuern die Aufstöckerlöhne zu finanzieren, zahlt der Endverbraucher diese Kosten direkt, sozusagen eine Winwin Situation. Der Endverbraucher zahlt nach wie vor das Gleiche und der betroffene Angestellte bekommt endlich seinen menschenwürdigen Verdienst ohne als Bittsteller dem Staat zur Last zu fallen.
Folglich ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns nichts anderes als eine verdeckte Steuer.
Die auf der anderen Seite, siehe Aufstöckerlöhne aber eingespart wird.

MfG
 
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Am Ende stehen:
Umsatz Friseursalon vorher: 25.000,00 EUR
Umsatz Friseursalon jetzt: 28.462,50 EUR

Einem Mehraufwand von 2.400,00 EUR steht ein Umsatzplus von 3.462,50 EUR gegenüber. Die Unternehmerin macht also sogar insgesamt Plus.

Die Spekulation um zusätzlichen Umsatz kannst du dir eigentlich sparen:
2400€ Mehrkosten stehen einem momentanen Umsatz von 25.000€ gegenüber. D.h. <10% Mehrausgaben, die sich durch <10% Mehreinnahmen vollständig kompensieren lassen würden. Erhöht man die Preise um 10% (Haarschnitt für 11€ statt 10€) sollte das problemlos zu machen sein, denn soviele Leute werden aufgrund des einen Euros nicht auf ihren Haarschnitt verzichten.

(kann man aber auch einfacher haben: Sagen wir 5 Minuten pro Standardhaarschnitt -länger dauerts jedenfalls bei mir nicht, was garantiert nicht an fehlenden Haaren liegt-, 5 Minuten fegen&abkassieren. Macht 10€ Einnahmen für 10€ Arbeit. Dazu kommen aufräumen, Bestellungen,... und "Auf Kunden warten".Eine 66% Auslastung sollte sich aber einigermaßen lassen, da zu Spitzenzeiten ja durchaus mit Warteschlangen und somit 100% Auslastung zu rechnen ist. Macht dann 40€ Einnahmen pro Stunde und Friseur, bei 6€ Lohnkosten. Mit 10€ Mindestlohn wären 44€ Einnahmen nötig, um die Gewinnspanne zu halten - was eben 10% Preiserhöhung mit sich bringt und vermutlich kaum einen Kunden stört. Im Gegensatz zu den 100% Aufschlag, die sich so mancher zusammenphantasiert)

Bei Floristen würde ich einen noch geringeren Anteil der Lohnkosten an der Gesamtkalkulation erwarten, weil Blumen einfach ziemlich teuer sein können und aufgrund der schlechten Lagerfähigkeit vieles nicht verkauft werden wird.


Einfachere und insgesamt niedrigere Steuern, damit bei der Friseurin auch von einem geringen Lohn netto mehr uebrig bleibt.

Und den Staatshaushalt gleichen wann durch Mehreinnahmen an welcher Stelle aus?
Energiesteuern? Konsumsteuern? Hohen Abgaben für Umweltverschmutzung?
Irgendwie hat die Wirtschaftslobby immer etwas dagegen, wenn man tatsächlich mal "steuern" und Arbeitskraft bezahlbar machen will. Da ist es schon schwierig, mal die Kranken- und Altenfürsorge finanziert zu bekommen, geschweige denn die Lohnsteuer zu senken.


Wenn die Löhne hier in Deutschland nicht oder nur weniger steigen, heißt das vor allem eins: Die Nachfrage nach Arbeit ist nicht höher als das Angebot, das Angebot möglicherweise sogar zu groß, aber es befinden sich Angebot und Nachfrage in einer halbwegs gesunden Balance. Mit anderen Worten: Auf steigende Kosten mit der Forderung nach höheren Löhnen zu reagieren, geht völlig am am eigentlichen Thema vorbei. Zumal hier einige zu vergessen scheinen, das es auch niedere Arbeiten gibt, die nunmal entsprechend niedrig entlohnt werden.

Wenn z.B. Nahrungsmittel und Energie im Verhältnis zur Nachfrage vergleichsweise knapp sind, das Potenzial an Arbeitskraft aber global im Verhältnis zur Nachfrage groß (und die Preise für Arbeit in Deutschland hoch), dann ist aus nationaler Sicht die einzige Chance die Erhöhung des Werts der eigenen Arbeitskraft. Und das heißt: Mehr Anstrengung aller Beteiligten sowie mehr Aus- und Weiterbildung.
Sollte das nicht gelingen, müssen wir uns mit einer graduellen Senkung unserer Lebensstandards abfinden.

Und genau diese wird durch Mindestlöhne und Sozialleistungen gesteuert. Damit bewahrt man diejenigen, die kaum etwas zu geben haben und die sich aufgrund der kapitalistischen Verknüpfung von Besitz und Möglichkeiten/Macht auch deutlich schlechter vor Verschlechterungen schützen können, davor, in zu hohem Maße von der Senkung (vorerst eigentlich nur verlangsamtes Wachstum) betroffen zu werden.

Der Witz dabei ist nun, dass der Staat zwar an einer Stelle entlastet würde, die Bürger aber bei Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns rein rechnerisch mit eben diesem Betrag wieder belastet werden würden - ohne gleichzeitig an anderer Stelle entlastet zu werden. Folglich ist die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns nichts anderes als eine verdeckte Steuer.

Eine ""Steuer"", die aber hochgradig zweckgebunden und direkt wieder ausgegeben wird, die keinerlei Störungen im Hochpreissegment hervorruft (wo prozentuale Steuern sonst primär wirken) und die kaum aktiver Kontrolle/Eintreibung bedarf.
 
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also wenn man das hier alles liest bekommt ja Augenkrebs.. :D immer über die böse CDU und FDP herziehen.. :lol: man kann ja mal aufzählen was ROT/Grün in der Vergangenheit alles falsch gemacht hat.

mit schwarz/gelb haben wir in DE das geringer übel gewählt! :-)
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Man kann ja auch mal aufzählen, wo sie was richtig gemacht haben.
Rot/Grün: AKW-Ausstieg, Landwirtschaftsreform, EEG (, Reform des Sozialsystems. Da werden die prinzipiellen Vorteile aber durch fehler bei der Leistungsbestimmung und durch vor allem der Unternehmens/Weiter"bildungs"organisation zunichte gemacht. Diese liegen aber z.T. nicht in Händen der Bundesregierung), die Außenpolitik fand ich, bis auf eine Ausnahme (die aber imho dem damaligen Wählerwillen entsprach) auch nicht schlecht.
Schwarz/Gelb: ______
 
AW: [Wahl März 2010] Monatliche Community-Bundestagswahl

Also drei Jahre Facharbeiterausbildung, wie sie zum Beispiel Frisöre und Floristen absolvieren, nennst du niedere Arbeiten?
So hart es klingen mag: Das sind Jobs mit niederer Qualifikation bzw. wo man kaum Verantwortung trägt, ganz egal wie körperlich anstrengend, eklig, etc. sie sind. Also Arbeit die gering vergütet wird. Das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben. Ansonsten: Gerade beim Friseurberuf fällt auch soetwas wie Trinkgeld an und das ist im Monat bei den Personen welche ich kenne, mindestens 100 bis 200€. Wer das nicht zusammenbekommt, der arbeitet entweder wirklich in einer armen Gegend oder macht so eine miese Arbeit, das er es auch nicht verdient hat.

Der Arbeitsmarkt der Unternehmen über die wir hier reden ist groß und das Angebot an Arbeitskräften steht in einem gesundem Verhältnis
Gerade im Niedriglohnsegment, also in dem Bereich der Personen mit geringen Qualifikationen, übersteigt das Angebot die Nachfrage. Wir haben folglich zuviele Geringqualifizierte in Deutschland. Oder um es anderst auszudrücken: Der Markt funktioniert weiterhin, er hat seine Funktion nicht eingebüßt.
Dieser Bevölkerungsgruppe über einen Mindestlohn das Signal zu senden, dass man auch ohne eine ordentliche Ausbildung ein gutes Auskommen mit seinem Einkommen hat, mag die rote/braune/grüne Seele beruhigen, setzt aber ökonomisch völlig falsche Anreize.
Die Wahrheit ist: Nur mit hervorragender Ausbildung und großer Anstrengung wird Deutschland in Zukunft den seinen Lebensstandard halten können, und das gilt nicht nur für potentielle Mindestlohnempfänger.

Ganz abgesehen davon, wird in Deutschland ein Mindestlohn die selben negativen Auswirkungen wie in Frankreich haben, wie höhere Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und Frauen, da beide Staaten recht gut vergleichbar sind: in beiden Ländern ist der Arbeitsmarkt überreguliert und bedarf dringender Reformen(Lockerung des Kündigungsschutz, höheres Renteneintrittsalter etc.).
Siehe hierzu auch: Frankreich: Mindestlohn: Schlechte Erfahrungen im Nachbarland - WirtschaftsWoche

Und um nochmal das von JePe aufzugreifen: Anstatt zum Staat zu schielen und sich letztenendes von Ihm entmündigen lassen, weil man an Ihn Freiheiten wie die Tarifautonomie sowie die Vertragsfreiheit gibt, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Selbst als einfacher Angestellter hat man genügend Möglichkeiten auf einen besseren Lohn hinzuwirken. Sei es nun durch höhere Leistungsbereitschaft, Gründung eines Betriebsrates welcher auch bedingt über Löhne verhandeln kann, Gewerkschaft beitreten, den Chef beschwatzen das die eigene Arbeitskraft mehr wert ist, etc. Also all die Dinge, die die Menschen schon vor 100 und mehr Jahren gemacht haben um höhere Löhne zu bekommen und sich nicht als Bittsteller an den Staat gewandt haben, weil sie halt noch nicht zu dick, faul, träge, hübsch, was auch immer waren.


Friseursalon vorher:
Reine Lohnkosten für 3 Angestellte mit 6 EUR Brutto für 22 Tage á 9 Stunden insgesamt: 3.600 EUR

Friseursalon bei 10 EUR Mindestlohn unter vorgenannten Voraussetzungen: 6.000 EUR
Die Berechnung dringend überarbeiten. Ein Betrieb zahlt nicht nur den einen Bruttolohn an den Angestellten, sondern kann selber nochmal zwischen 80 bis 100% von diesem zusätzlich abführen. Das heißt wir wären bei 10€ Stundenlohn schon bei rund 12000€ die der Betrieb zu schultern hätte.
Ganz abgesehen davon, ist deine Rechnung eine Milchmädchenrechnung. Denn neben den Lohnkosten muss ein Unternehmen noch je nach Betriebsart(Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft) noch Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Abgeltungssteuer zahlen. Zusätzlich dazu noch die Beiträge zu IHK oder HK, Gas, Wasser, Abwasser, Strom, Miete, Grundsteuer, Umsatzsteuer, Haftpflicht, Fuhrpark, ggf. Zinsen aus laufenden Krediten, etc. Und zu guter letzt auch noch das Bilden von Rücklagen für schwierige Zeiten, Maschinenausfälle, Neuanschaffungen etc. und ja, auch als Chef oder Chefin habe ich ein Gehalt, aus dem ich meine Sozialversicherungsbeiträge und Einkommenssteuer zahlen muss.
 
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Friseur ist doch kein Job niederer Qualifikation^^ son Quatsch, das ist echtes Handwerk bei dem es gar noch eine Meister-Qualifikation gibt! Und der Leistungsdruck der dort herrscht übertrifft den in den meisten anderen Berufen locker. Da kannste nichtmal was versauen und eben neu machen oder so...Dort muss alles auf Anhieb perfekt sein. Und du redest von niederer Qualifikation^^
 
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Woher ich das so genau weiß? Weil der Laden meiner Tante gehört und eine ihrer Angestellten ´ne Verflossene von mir ist.
Und meine Tante kriecht keineswegs auf dem finanziellen Zahnfleisch. Im Gegensatz zu ihren Angestellten.

Dann solltest Du Deiner Tante Deine bahnbrechenden Erkenntnisse mitteilen. Deiner Logik folgend muss sie ja nur mehr Gehalt zahlen und schwups! vervielfachen sich ihre Einnahmen noch weiter.

Dein Beispiel ist realitätsfern, da du davon ausgehst das Lohnerhöhung gleich Preiserhöhung für den Endkunden bedeutet. Aber das kann man so nicht sagen, denn der Frisörbesitzer muss gleichfalls einen Beitrag dazu leisten und somit wird eben nicht eins zu eins die Erhöhung an den Endkunden weitergegeben.

Falls dieser Satz einen Sinn hat, verstehe ich ihn nicht. Der Gewerbetreibende reicht seine gestiegenen Ausgaben also nicht an seine Kunden weiter - wie amortisiert er dann, wie sieht er aus, dieser "Beitrag"? Etwa doch einen der acht Bentleys verkaufen? Ist es wirklich so schwer zu akzeptieren, dass der Durchschnittsunternehmer eine geleaste Mittelklasselimousine faehrt, das Haus auf Kredit gebaut und keine Abermillionen im Kopfkissen eingenaeht oder auf schweizerischen Konten versteckt hat?

Gegenfrage - wenn nicht durch Erhoehung der Einnahmen, wie refinanziert der Unternehmer die gestiegenen Ausgaben dann?

Des Weiteren möchte ich mal wissen wo für den Endverbraucher bitte der Unterschied zwischen den gestiegenen Preisen beim Frisör ist, die ja den Arbeitnehmern zu gute kommen oder den Aufstockungen, die er als Steuerzahler ebenfalls im gleichen Maße subventionieren muss, damit der Frisör auf ein menschenwürdiges Gehalt kommt?

Der Unterschied ist der bei Steuern und Abgaben nicht gegebene Aspekt der Freiwilligkeit. Der Buerger muesste naemlich in Vorleistung treten, freiwillig den hoeheren Preis bezahlen und darauf vertrauen, dass dies mittelfristig zu einem auch ihm zugutekommenden kontinuierlichen Aufschwung fuehrt. In einer Welt "designed by Gene Roddenberry" mag das funktionieren. In Deutschland, wo ca. zwei Drittel der Bevoelkerung bei einer Umfrage im vergangenen Jahr zugegeben haben, Schwarzarbeit zu beanspruchen oder selbst schwarz zu arbeiten und in beiden Faellen kein schlechtes Gewissen zu haben, funktioniert das so aber eben sicher nicht. Insoweit ist Deine Frage sehr viel realitaetsferner als meine Prognose, dass ein flaechendeckender, womoeglich noch regionsunspezifischer Mindestlohn Arbeitsplatzverlust initiieren wuerde.

Und was machen die Gewerke, wie beispielsweise Floristen, die keinen Tarifvertrag haben und den gleichen Verdienst wie die Frisöre bekommen?

p.s.:Steuerkürzungen, bei dem geringen Gehalt?

Steuervereinfachung und im Ergebnis ein insgesamt niedrigeres Steuerniveau (nicht nur am unteren Ende der Einkommensskala) wuerden dazu fuehren, dass es eine Binnennachfrage eben nicht nur nach auf Pump gekauften Plasmaglotzen, sondern auch nach einem Strauss Blumen fuer Muttern an deren Geburtstag gibt. Dann verschwindet das Problem mit den Floristen auch von alleine.

2400€ Mehrkosten stehen einem momentanen Umsatz von 25.000€ gegenüber. D.h. <10% Mehrausgaben, die sich durch <10% Mehreinnahmen vollständig kompensieren lassen würden.

Doof nur, dass es Lohnnebenkosten gibt. Ich habe jetzt wenig Lust auszurechnen, wie hoch diese im Fallbeispiel waeren - aber sie liegen irgendwo zwischen 25 und 75 Prozent der Bruttolohnerhoehung. Merke: die tatsaechlichen Mehrkosten sind zwingend hoeher.

Doof auch, dass die Bruttolohnerhoehung nicht 1:1 beim Arbeitnehmer ankommen wird. Auch hier habe ich jetzt keine Lust auszurechnen, wieviel auf der Strecke bleibt - aber als Faustregel kannst Du fast immer von 50 Prozent ausgehen. Merke: das umlaufende Geld steigt nicht im gleichen Masse wie die Loehne.

Und doof ist ebenfalls, dass die Mehreinnahmen nicht 1:1 in der Tasche der Salonbetreiberin landen, sondern ein Teil davon durch Steuern und Abgaben wieder aufgefressen wird. Merke: die Einnahmen steigen in geringerem Masse als die berechneten Kosten.

Die "Rechnung" ist also irgendwie fuern Popo.

Und den Staatshaushalt gleichen wann durch Mehreinnahmen an welcher Stelle aus?

Laffer-Kurve.
 
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Doof nur, dass es Lohnnebenkosten gibt. Ich habe jetzt wenig Lust auszurechnen, wie hoch diese im Fallbeispiel waeren

Schade aber auch, denn Behauptungen und Vermutungen bringen uns nicht weiter und leider kann Wiki von deinen 75% gerade maximal das erste Drittel erklären. (da müssten dann direkt weitere 50 Cent Mehrkosten umgesetzt werden :wow: *Schockzustand*) Solange du uns nicht verrätst, aus welchen Fingern du dir den Rest gesaugt hast, werden wir die Diskussion wohl anhand der feststehenden Fakten fortsetzen müssen.


Doof auch, dass die Bruttolohnerhoehung nicht 1:1 beim Arbeitnehmer ankommen wird.

Doof für deine Argumentation, das es hier die ganze Zeit nur um Bruttolöhne geht.

Und doof ist ebenfalls, dass die Mehreinnahmen nicht 1:1 in der Tasche der Salonbetreiberin landen, sondern ein Teil davon durch Steuern und Abgaben wieder aufgefressen wird. Merke: die Einnahmen steigen in geringerem Masse als die berechneten Kosten.

Also nicht 1€ äh 1,50€ mehr für den Haarschnitt, sondern satte 1,88€ (inkl. Mwst.) :rollen:

Die "Rechnung" ist also irgendwie fuern Popo.

Nö. Die Rechnung für die klassische nur-Haut-Frisur fällt noch niedriger aus.


Es war nicht nach theoretischen Denkmodellen mit bestenfalls pädagogischem Ansatz gefragt, sondern nach Geldquellen.

Solltest du die reale Laffer-Kurve für irgend eine der größeren Steuern in Deutschland mit ausreichender Sicherheit ermitteln können, d.h. die Reaktion des gesamten deutschen Wirtschaftsystems einschließlich aller Unternehmer, all ihrer Wahren und aller sich im Laufe des Jahres in Deutschland aufhaltender Personen, das alles unter Berücksichtigung globaler Rückkopplungen, vorhersagen können, entschuldige ich mich an dieser Stelle für meine unfreundliche Reaktion und gratuliere stattdessen zum Nobelpreis und ggf. dem neuen Job als kombinierter Finanz- und Wirtschaftsminister, zumindest aber oberster Wirtschaftsweise. Falls nicht erinnere ich noch einmal daran, dass Posts ohne haltbaren Inhalt unerwünscht sind)
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

(...)und leider kann Wiki von deinen 75% gerade maximal das erste Drittel erklären.(...)Solange du uns nicht verrätst, aus welchen Fingern du dir den Rest gesaugt hast

Lesen kannst Du aber schon? Zwischen 25 und 75 Prozent. Selbst WIKI weiss, dass "Lohnnebenkosten" kein praezise definierter Begriff ist und zu den 23 Prozent, auf die Du Dich scheinbar gestuerzt hast, noch der bezahlte Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle, Insolvenzgeldumlage und ggf. weitere Kosten hinzukommen (die eben nicht auf die Nachkommastelle genau bezifferbar sind). Das Du Dir unreflektiert dass zu Deiner "Argumentation" kompatible Extrem herauspickst, passt aber zu Dir wie der sprichwoertliche Arsch auf den Eimer.

Doof für deine Argumentation, das es hier die ganze Zeit nur um Bruttolöhne geht.

Tut mir furchtbar leid, dass ich fast Deinen moderativen Horizont um einen zusaetzlichen Aspekt erweitert haette. Ist zum Glueck ja noch mal gut gegangen.

Also nicht 1€ äh 1,50€ mehr für den Haarschnitt, sondern satte 1,88€ (inkl. Mwst.) :rollen:

Bei dem von Dir angelegten Ausgangspreis wuerden wir dann bereits auf eine 20prozentige Preissteigerung zumarschieren. Und dass auch nur wenn man ernsthaft glaubt, dass da ausser der Mehrwertsteuer nichts weiter abzufuehren sei. Wenn nun noch der Hersteller des Haarwaschmittels dieselbe blitzgescheite Idee hat (naemlich zum Wohle aller dessen Preis zu erhoehen) ...

... ach, shice drauf. Dann machen wir eben ein Waschmittelhoechst- und ein Haarschnittsmindestpreisgesetz.

Nö. Die Rechnung für die klassische nur-Haut-Frisur fällt noch niedriger aus.

Und wenn man sie schwarz machen laesst (die Frisur, nicht die Haut), spart man nochmal ein paar Cent. Aber sowas macht ja keiner. Schliesslich fordern die Deutschen ja nicht nur Anstand und soziale Gerechtigkeit, sondern leben diese Dinge auch.

Es war nicht nach theoretischen Denkmodellen mit bestenfalls pädagogischem Ansatz gefragt, sondern nach Geldquellen.

Es bei der Borniertheit Einzelner hier mit "paedagogischen Ansaetzen" zu versuchen hiesse auch, Perlen vor Saeue zu werfen.

Solltest du die reale Laffer-Kurve für irgend eine der größeren Steuern in Deutschland mit ausreichender Sicherheit ermitteln können, d.h. die Reaktion des gesamten deutschen Wirtschaftsystems einschließlich aller Unternehmer, all ihrer Wahren und aller sich im Laufe des Jahres in Deutschland aufhaltender Personen, das alles unter Berücksichtigung globaler Rückkopplungen, vorhersagen können, entschuldige ich mich an dieser Stelle für meine unfreundliche Reaktion und gratuliere stattdessen zum Nobelpreis und ggf. dem neuen Job als kombinierter Finanz- und Wirtschaftsminister, zumindest aber oberster Wirtschaftsweise.

Mit sehr viel weniger Buchstaben biete ich Dir dasselbe an fuer den Fall, dass Du ihre Richtigkeit widerlegen kannst. Ansonsten war es ein Denkanstoss, die Moeglichkeit zumindest in Betracht zu ziehen, dass mehr Steuern nicht zwingend mehr Einnahmen und umgekehrt weniger Steuern eben nicht zwingend weniger Einnahmen bedeuten.

Falls nicht erinnere ich noch einmal daran, dass Posts ohne haltbaren Inhalt unerwünscht sind)

Das ist der Aerger mit den meisten Menschen - dass sie die Latte fuer den Rest der Welt hochlegen und dann selbst unter ihr Limbo tanzen.

Feierabend (buchstaeblich).
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

17+4 schrieb:
Ein Betrieb zahlt nicht nur den einen Bruttolohn an den Angestellten, sondern kann selber nochmal zwischen 80 bis 100% von diesem zusätzlich abführen. Das heißt wir wären bei 10€ Stundenlohn schon bei rund 12000€ die der Betrieb zu schultern hätte.

:schief:
Es geht aber bei meiner Antwort auf JePe´s Beispiel nur um die Bruttolohnerhöhung also um nichts anderes als 10 EUR Mindeststundenlohn statt bisher 6 EUR. Wie du da noch mal 80 - 100 % draufschlagen willst, kannst du ja gern mal offenbaren.

Die anderen von dir angeführten Punkte ziehen bei dieser Rechnung absolut nicht, sie spielen in dieses Beispiel nicht hinein.

@ JePe:
Hast du das Beispiel nur nicht (richtig) gelesen oder nicht verstanden?

Wenn es dir tatsächlich um die Lohnnebenkosteneffekte ginge, hättest du sie einfach in der Rechnung gegenstellen können und dann hätte ich dir gern weitergeholfen. Zumindest wärest du damit auf argumentativer Schiene geblieben und hättest nicht den Wadenbeißer geben müssen, was du noch dazu mit einem selbstverstümmelnden Knieschuß wie:

JePe schrieb:
Es bei der Borniertheit Einzelner hier mit "paedagogischen Ansaetzen" zu versuchen hiesse auch, Perlen vor Saeue zu werfen.

unter Beweis stellen musstest. Ist es nun borniert, anderen hier Borniertheit vorzuwerfen und im gleichen Satz diese selbst darzustellen, indem man sich erhöht um nicht die Perlen werfen zu müssen?
:devil:


@ ruyven:
Klar hätte ich mir die Gegenüberstellung sparen können. Meine Intention war ja aber gerade das Aufzeigen des falschen Herangehens an den Sachverhalt und die daraus resultierende kontraproduktive Blockadehaltung zum Mindestlohn.
Ich wollte eben genau darauf hinweisen, was an positiven Markteffekten durch die Anhebung des Mindestlohns entstehen kann und das ausnahmslos alle (Unternehmer, Angestellte und selbst der Staat durch höhere Steuereinnahmen) davon profitieren können.
Leider wird ja nicht mal ansatzweise darauf eingegangen, weil man ja bereits aus einer verqueren Ideologie heraus Begrifflichkeiten wie Mindestlohn ablehnen muss und zwar ohne Berücksichtigung von Binnenmarkteffekten.
;)

Um aber mal wieder zur aktuellen Lage der "schwarz-gelben" Nation zurückzukehren und dem Anspruch eines angeblichen FDP-Bashing-Threads gerecht zu werden, muss es einfach sein, dieses Thema auf den Tisch zu bringen:

Nach Klientelpolitik nun Klüngel- und Günstlingswirtschaft?
Nach Gas-Gerd und Schwarzkonten-Kohl nun der Günstlings-Guy´d Oh?

Westerwelle reagiert auf Vorwürfe: "Persönliche Attacken gegen mich und meine Familie" - Politik | STERN.DE

Oder paßt das doch eher in den Verschwörungstheorie-Thread? :huh:
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

So hart es klingen mag: Das sind Jobs mit niederer Qualifikation bzw. wo man kaum Verantwortung trägt, ganz egal wie körperlich anstrengend, eklig, etc. sie sind. Also Arbeit die gering vergütet wird.
Wenn ich der Logik folge, dann müsste ja ein Zugführer genauso viel Verdienen wie ein Pilot?!

Des Weiteren scheint mir du weißt gar nicht was Geringqualifizierte überhaupt bedeutet?
Gering-/niedrigqualifiziert bedeutet, Arbeitskräfte ohne Ausbildung.
Folglich sind deine Anführungen oben nichtig.
Ansonsten: Gerade beim Friseurberuf fällt auch soetwas wie Trinkgeld an und das ist im Monat bei den Personen welche ich kenne, mindestens 100 bis 200€. Wer das nicht zusammenbekommt, der arbeitet entweder wirklich in einer armen Gegend oder macht so eine miese Arbeit, das er es auch nicht verdient hat.
Das ist nicht Existenssichernt und damit kannst du auch keine Kredit bei der Bank bekommen oder in irgendeiner Form Zukünftspläne schmieden, wie Familie gründen etc., da dies unsicher ist.
Gerade im Niedriglohnsegment, also in dem Bereich der Personen mit geringen Qualifikationen, übersteigt das Angebot die Nachfrage. Wir haben folglich zuviele Geringqualifizierte in Deutschland. Oder um es anderst auszudrücken: Der Markt funktioniert weiterhin, er hat seine Funktion nicht eingebüßt.
Dieser Bevölkerungsgruppe über einen Mindestlohn das Signal zu senden, dass man auch ohne eine ordentliche Ausbildung ein gutes Auskommen mit seinem Einkommen hat, mag die rote/braune/grüne Seele beruhigen, setzt aber ökonomisch völlig falsche Anreize.
Wir reden hier aber nicht über Leute ohne Ausbildung, sondern über "qualifizierte" Arbeitnehmer, welche eine dreijährige Fachausbildung genossen haben. Beispiel Frisör oder Florist, welche nur um die 700€ verdienen. Warum, um auf deine Anmerkung, du erinnerst Dich: "Wenn eine Industrie nur dadurch existieren kann, weil sie Geld vom Staat bekommt, dann ist das nicht nur Staatswirtschaft/Planwirtschaft sondern auch eine vollkommene Fehlinvestition." zurückzukommen, soll man es dulden, dass Unternehmen ihre Wirtschaftlichkeit auf Dumpinglöhnen aufbauen und wo bitte ist bei deinem gebrachten Beispiel und dem von mir gebrachten der Unterschied??
Ganz abgesehen davon, wird in Deutschland ein Mindestlohn die selben negativen Auswirkungen wie in Frankreich haben, wie höhere Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und Frauen, da beide Staaten recht gut vergleichbar sind: in beiden Ländern ist der Arbeitsmarkt überreguliert und bedarf dringender Reformen(Lockerung des Kündigungsschutz, höheres Renteneintrittsalter etc.).
Siehe hierzu auch: Frankreich: Mindestlohn: Schlechte Erfahrungen im Nachbarland - WirtschaftsWoche
Was hat die Festlegung einer menschlich gerechten Lohnuntergrenze mit der Lockerung des Kündigungsschutzes und dem höheren Renteneintrittsalter gemein?
Und um nochmal das von JePe aufzugreifen:
Bevor du das machst wäre es erstmal interessant zu wissen was du nun genau zur Aufstockerthematik hälst, insbesondere unter den von Dir angebrachten Aspekt gesehen?!
Anstatt zum Staat zu schielen und sich letztenendes von Ihm entmündigen lassen, weil man an Ihn Freiheiten wie die Tarifautonomie sowie die Vertragsfreiheit gibt, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Floristen haben keinen Tarif und nun?
Selbst als einfacher Angestellter hat man genügend Möglichkeiten auf einen besseren Lohn hinzuwirken. Sei es nun durch höhere Leistungsbereitschaft
Ja klar, zeig mir mal die Berufe wo Überstunden noch vergütet und nicht als Freizeitausgleich gehandhabt werden.^^
, Gründung eines Betriebsrates welcher auch bedingt über Löhne verhandeln kann
Was eine bestimmte Unternehmensgröße voraussetzt. Des Weiteren hat man beim thema Lidel ganz gut gesehen, wie gefährdet der Arbeitsplatz beim Ansinnen an eine solche Tätigkeit ist.
, Gewerkschaft beitreten,
Was voraussetzt das in der jeweiligen Berufsgr. eine kraftvolle Gewerkschaft existiert die die einzelnen Interessen auch vertritt. Dies ist z. B. bei den Flroisten nicht der Fall.
den Chef beschwatzen das die eigene Arbeitskraft mehr wert ist, etc. Also all die Dinge, die die Menschen schon vor 100 und mehr Jahren gemacht haben um höhere Löhne zu bekommen und sich nicht als Bittsteller an den Staat gewandt haben, weil sie halt noch nicht zu dick, faul, träge, hübsch, was auch immer waren.
Klar ist das eine Möglichkeit. Dann verdient ein Frisör oder Florist bei einer 10%igen Lohnerhöhung satte 3,30€ statt 3€ die Stunde...^^
Falls dieser Satz einen Sinn hat, verstehe ich ihn nicht. Der Gewerbetreibende reicht seine gestiegenen Ausgaben also nicht an seine Kunden weiter - wie amortisiert er dann, wie sieht er aus, dieser "Beitrag"?
Es ist eine Leistung die sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber erbringen muss. Folglich müssen die Mehrausgaben auch nicht eins zu eins an dem Kunden weitergereicht werden. Ansonsten verweise ich auf das Beispiel von Ruyven.
Etwa doch einen der acht Bentleys verkaufen? Ist es wirklich so schwer zu akzeptieren, dass der Durchschnittsunternehmer eine geleaste Mittelklasselimousine faehrt, das Haus auf Kredit gebaut und keine Abermillionen im Kopfkissen eingenaeht oder auf schweizerischen Konten versteckt hat?
Was bitte legitimiert Unternehmen, welche ihre Existenz darauf aufbauen, ihren Mitarbeitern nur 3€ die Stunde zu zahlen?
Gegenfrage - wenn nicht durch Erhoehung der Einnahmen, wie refinanziert der Unternehmer die gestiegenen Ausgaben dann?
Es ging darum das die gestiegenen Kosten nicht eins zu eins weitergereicht werden!
Der Unterschied ist der bei Steuern und Abgaben nicht gegebene Aspekt der Freiwilligkeit. Der Buerger muesste naemlich in Vorleistung treten, freiwillig den hoeheren Preis bezahlen und darauf vertrauen, dass dies mittelfristig zu einem auch ihm zugutekommenden kontinuierlichen Aufschwung fuehrt. In einer Welt "designed by Gene Roddenberry" mag das funktionieren. In Deutschland, wo ca. zwei Drittel der Bevoelkerung bei einer Umfrage im vergangenen Jahr zugegeben haben, Schwarzarbeit zu beanspruchen oder selbst schwarz zu arbeiten und in beiden Faellen kein schlechtes Gewissen zu haben, funktioniert das so aber eben sicher nicht.
Kein Wunder wenn man mit seinem Verdienst nicht ohne staatliche Beihilfen leben kann.^^
Aber warum sollte eimn Arbeitnehmer der bei Festsetzung einer menschlich gerechten Lohnuntergrenze ein vertretbares Gehalt bekommt auf einmal Schwarzarbeiten gehen? Das machen nur die Leute, die mit ihrem Gehalt eben nicht alleinexistent sein können und auf Zuverdienste angewiesen sind. Das es viele Menschen gibt, die nicht bereit sind aus dem Grunde sich dem Staat zu offenbaren und lieber eigene Wege gehen, ist für mich zu tiefst verständlich. Staatssubventionen in Form von Steuern haben an diesem Problem jedenfalls nichts geändert.
Insoweit ist Deine Frage sehr viel realitaetsferner als meine Prognose, dass ein flaechendeckender, womoeglich noch regionsunspezifischer Mindestlohn Arbeitsplatzverlust initiieren wuerde.
Tut mir leid aber dann zeige mal bitte auf warum das der Fall sein soll und komm jetzt bitte nicht wieder mit, dass die Leute dann ihre Haare in Polen schneiden lassen.
Steuervereinfachung und im Ergebnis ein insgesamt niedrigeres Steuerniveau (nicht nur am unteren Ende der Einkommensskala) wuerden dazu fuehren, dass es eine Binnennachfrage eben nicht nur nach auf Pump gekauften Plasmaglotzen, sondern auch nach einem Strauss Blumen fuer Muttern an deren Geburtstag gibt. Dann verschwindet das Problem mit den Floristen auch von alleine.
Was nützt einem Niedriglöhner ein Steuernachlass, wenn er diese nicht einmal abführen muss???

MfG
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

:schief:
Wie du da noch mal 80 - 100 % draufschlagen willst, kannst du ja gern mal offenbaren.
Beschäftige dich mal mit "Arbeitnehmerentgelt". Das umfasst alle vom AG zu zahlenden Leistungen, also Bruttolohn des AN, Beiträge zur SV(wir erinnern uns an die paritätische Aufteilung), Beiträge zur BG, Insolvenzgeld, Umlagen an die KV für Lohnfortzahlungen und Mutterschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaub sowie ggf. noch soetwas wie Weihnachtsgeld, Sachbezüge, zusätzliches Urlaubsgeld, etc.

Die anderen von dir angeführten Punkte ziehen bei dieser Rechnung absolut nicht, sie spielen in dieses Beispiel nicht hinein.
Wenn man die Augen fest vor der Realität verschliesst, nur damit die Welt zwischen Marx und Murx nicht zusammenbricht, dann spielen solche Faktoren natürlich nicht mit rein. Ansonsten sind es Faktoren, welche unbedingt bei solchen Berechnungen beachtet werden müssen. Aber vielleicht gibt dir deine Tante ja mal Einblick in die Buchhaltung ihres Unternehmens und wie das ganze berechnet, abgeführt, etc. wird. Dann wirst auch du so einiges begreifen.

Wenn ich der Logik folge, dann müsste ja ein Zugführer genauso viel Verdienen wie ein Pilot?!
Das was ein AN bekommt, richtet sich zu einem nicht geringen Teil auch nach der Verantwortung die er zu tragen hat. Und ja: sowohl Zugführer als auch Piloten tragen bedeutend mehr Verantwortung als es ein Friseur oder Florist je in seinem Leben haben wird.

Folglich sind deine Anführungen oben nichtig.
Nein. Man schaue sich hierzu nur mal an, was für Schulbildung benötigt oder vorrausgesetzt wird, um in einen Beruf zu arbeiten. Da werden sowohl bei Friseuren als auch Floristen größtenteils Leute von "einfachen Gemüt" genommen.

Floristen haben keinen Tarif und nun?
Dann sollen sie selber aus dem Tee kommen und selber etwas machen, anstatt darauf zu hoffen vom Staat entmündigt zu werden, weil der ja alles so viel besser macht.

Des Weiteren hat man beim thema Lidel ganz gut gesehen, wie gefährdet der Arbeitsplatz beim Ansinnen an eine solche Tätigkeit ist.
Das es nicht einfach ist einen Betriebsrat zu gründen, sollte klar sein. Abgesehen davon, betreibt Lidl m.W. nach Franchising. Folglich kann es nicht einen großen Betriebsrat geben, sondern jede Filiale hat ihren eigenen, vorrausgesetzt es sind 5 Mitarbeiter. Auch sollte dir wohl klar sein, das sobald man in den Betriebsrat gewählt wurde, eine "ordentliche Kündigung" nicht mehr möglich.
Und ja: Ein Betriebsrat hat bei recht vielen Sachen ein Mitspracherecht im Unternehmen.

Was bitte legitimiert Unternehmen, welche ihre Existenz darauf aufbauen, ihren Mitarbeitern nur 3€ die Stunde zu zahlen?
Führe mir belegbare Beispiele auf(am besten mit der Buchhaltung des Unternehmens, auch wenn das schwer werden wird), das ein Unternehmen nur dadurch existiert, das sie ihre AN relativ wenig bezahlen. Zumal du zu vergessen scheinst, das man auch nur den Lohn zahlen kann, der von den Mitarbeitern auch produktiv erwirtschaftet wird.

Aber nehmen wir mal an, ein Unternehmer wäre wirklich so raffgierig und j...(ach nein...) wie hier einige immer annehmen. Er würde sich im Endeffekt damit nur selber ins Bein schneiden, da ihm über kurz oder lang die Arbeitskräfte weglaufen zu denen, die mehr bieten/zahlen.

Ganz abgesehen davon sind das eigentliche Problem nicht die niedrigen Löhne, welche locker ausreichen um die Existenzbedürfnisse eines Menschen und seiner Familie zu decken +ein bisschen mehr, sondern die Bedürfnisse die man drüber hinaus hat. Und die sind in ständig gewachsen in Vergangenheit und wachsen weiter.
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

17+4 schrieb:
Beschäftige dich mal mit "Arbeitnehmerentgelt". Das umfasst alle vom AG zu zahlenden Leistungen, also Bruttolohn des AN, Beiträge zur SV(wir erinnern uns an die paritätische Aufteilung), Beiträge zur BG, Insolvenzgeld, Umlagen an die KV für Lohnfortzahlungen und Mutterschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaub sowie ggf. noch soetwas wie Weihnachtsgeld, Sachbezüge, zusätzliches Urlaubsgeld, etc.

Und wenn du mir jetzt noch schreibst, was sich davon aufgrund der Erhöhung des Bruttolohnes um 75% (wir behalten mal das Bsp. mit den 6 und 10 EUR im Auge) im Umfang von rund 80-100% miterhöht, wäre dies sehr aufschlussreich.

Nichts davon? Genau! ;)
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Und wenn du mir jetzt noch schreibst, was sich davon aufgrund der Erhöhung des Bruttolohnes um 75% (wir behalten mal das Bsp. mit den 6 und 10 EUR im Auge) im Umfang von rund 80-100% miterhöht, wäre dies sehr aufschlussreich.
Lern lesen.
Ansonsten: Umso höher der Lohn, umso mehr kostet das Produkt oder die Dienstleistung. Wir haben also eine Preissteigerung. Die gesteigerten Preise schaffen wiederum mehr Anreize zur Schwarzarbeit. Folglich wird entweder "nur" die höhere Geldmenge welche sich im Umlauf befindet entwertet, schlimmstenfalls haben wir eine höhere Inflation. Gerade letzteres ist etwas, was es zu verhindern gilt. An der Stelle empfiehlt es sich, sich mit Milton Friedman sowie den von Ihm geprägten Monetarismus zu beschäftigen. Das folgende gibt einen kleinen "Einblick"(insgesamt 3 Teile).
https://www.youtube.com/watch?v=iizDNGOEdkc


Nichts davon? Genau! ;)
Hast du ausser einem großen Berg rhetorischer Fragen und mangelnden Einblick und Verständnis in Buchhaltung -und Führung auch mal konkrete Antworten zu bieten?
 
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

17+4=0815 schrieb:

:huh: ... :schief: ... :ugly:

Naja.
Erst stand hier ....,
dann ....,
danach ...., allerdings habe ich das dann weggelassen, weil es scheinbar nicht fruchtet. Abschließend kann ich allerdings ruhigen Gewissens zurückgeben, dass ich sehr wohl in der Lage bin zu lesen, du aber scheinbar kognitive Mängel aufweist. Um jedoch die Diskussion nicht auf deine unterirdische Subebene zu abdriften zu lassen, beende ich die Kommunikation an diesem Punkt vorerst meinerseits.

Oder auch Rückzug vor Abscheu ist keine Schande.
 
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