Pokerclock
PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Die RAM- und NAND-Krise zieht weiter ihre Bahnen. Während simple 32 GB DDR5-Kits mittlerweile über 250 € kosten, stellen wir bei 256 GB-Kits bereits knapp 2.000 € fest. RDIMM ist ein Einhorn.
Wie ich aus Branchenkreisen erfahren habe, steht uns evtl. ein beispielloses Sterben kommerzieller PC-Bauer bevor. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die sich voll und ganz auf den Bau von Gaming-PCs und semiprofessioneller Workstations spezialisiert haben. Hierbei erfolgt kein Einzelverkauf von Hardware, sondern stets der Verkauf von individuell konfigurierbarer PC-Komplettsysteme. Einzelne Anbieter verzeichneten in den Jahren während und nach der Corona-Krise Wachstumsraten von jährlich 30%.
Schaut man sich die Job-Suchen der einzelnen Anbieter an, stellt man schnell fest, dass kaum oder gar nicht mehr nach Mitarbeitenden, die für die Montage der PCs benötigt werden, gesucht wird. Auch wenn das Weihnachtsgeschäft das bestehende Personal ausreizt, so werden keine neuen Stellen mehr geschaffen und stattdessen lieber längere Bearbeitungszeiten für die Bestellungen in Kauf genommen. Ein Indiz dafür, dass die Wachstumsraten der letzten Jahre wohl ein Ende finden werden.
Doch was ist anders im Vergleich zu anderen Krisen der letzten Jahre, vor allem in Bezug auf Grafikkarten? Die Mining-Blasen als auch die Corona-Zeit haben zu einer beispiellosen Nachfrage bei Grafikkarten geführt. Dies überforderte die vorhandene Angebotsseite. Trotz dieser Situation konnte man dennoch damit rechnen, dass weiterhin neue Ware dem breiten Markt verfügbar gemacht wurde. Letztlich kam man einfach nicht hinterher mit dem Produzieren.
Durch die langjährige vertragliche Bindung der vorhandenen Produktionskapazitäten an wenige Nachfrager (namentlich die "KI-Firmen") haben wir jetzt jedoch eine Situation, die faktisch einem Wegfall der gesamten Angebotsseite gleicht, bei weiterhin hoher Nachfrage. Ähnliche Effekte haben lediglich Naturkatastrophen, die lokal ansässige Schlüsselindustrien vernichten. Dies führt dazu, dass keine neue Ware den breiten Markt erreicht.
Dadurch, dass faktisch keine neue Ware in den Markt gespült wird, fehlen notwendige Komponenten für den PC-Bau oder werden so teuer, dass die Kunden nicht mehr bereit sind einen Gaming-PC zu erwerben. Was man nicht hat, kann man auch nicht verkaufen. Gleichzeitig sitzt man auf einem Berg von Kapital in Form anderer Hardware, die keiner haben möchte und zudem weiter im Preis fallen wird - unter den eigenen Einkaufspreis. Ich erwarte für 2026 einen massiven Preisabschlag bei Waren wie CPUs, Mainboards, Gehäusen und Netzteilen.
Auch wenn ständig von steigenden Grafikartenpreisen berichtet wird, aktuell fallen die Preise für viele Modelle. Warum ist das so? Wir sehen bereits erste Auswirkungen der RAM-Krise. Die Lagerbestände bei Grafikkarten (Ausnahme RTX 5090) waren so extrem hoch, dass nach wie vor genug vorhanden ist, um die mittlerweile gefallene Nachfrage im Konsumentenbereich zu decken. Es wird dauern, bis die Lagerbestände abgebaut sind. Erst dann sehen wir auch einen Preisanstieg bei Grafikkarten. Besonders hoch nachgefragte Modelle werden den Anfang hierbei machen.
Kommt dann auch noch eine Preissteigerung bei Grafikkarten hinzu, wird die für PC-Bauer wichtige Preisregion zwischen 1.000 € bis 2.000 € kaum noch zu halten sein, jedenfalls nicht mit potenter Hardware abseits von 8 GB-Grafikkarten und 16 GB RAM. Die Margen im PC-Verkauf sind traditionell gering. Der Verkauf größerer Mengen ist essentiell, um den vorhandenen Stamm von Fixkosten zu decken. In absoluten Zahlen geschrieben: Preissteigerungen von bis zu 1.000 € - mehr als jede Mining- und Corona-Krise hervorbrachte - in dieser (dann ehemals) beliebtesten Preisregion werden dazu führen, dass die Mehrheit der Kaufinteressierten sich schlicht gegen einen Kauf entscheiden und/oder abwarten werden. Vermutlich so lange, bis die ersten Anbieter mit zu hoher Kapitalbindung und zu niedriger Liquidität das Zeitliche segnen...
Wie ich aus Branchenkreisen erfahren habe, steht uns evtl. ein beispielloses Sterben kommerzieller PC-Bauer bevor. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die sich voll und ganz auf den Bau von Gaming-PCs und semiprofessioneller Workstations spezialisiert haben. Hierbei erfolgt kein Einzelverkauf von Hardware, sondern stets der Verkauf von individuell konfigurierbarer PC-Komplettsysteme. Einzelne Anbieter verzeichneten in den Jahren während und nach der Corona-Krise Wachstumsraten von jährlich 30%.
Schaut man sich die Job-Suchen der einzelnen Anbieter an, stellt man schnell fest, dass kaum oder gar nicht mehr nach Mitarbeitenden, die für die Montage der PCs benötigt werden, gesucht wird. Auch wenn das Weihnachtsgeschäft das bestehende Personal ausreizt, so werden keine neuen Stellen mehr geschaffen und stattdessen lieber längere Bearbeitungszeiten für die Bestellungen in Kauf genommen. Ein Indiz dafür, dass die Wachstumsraten der letzten Jahre wohl ein Ende finden werden.
Doch was ist anders im Vergleich zu anderen Krisen der letzten Jahre, vor allem in Bezug auf Grafikkarten? Die Mining-Blasen als auch die Corona-Zeit haben zu einer beispiellosen Nachfrage bei Grafikkarten geführt. Dies überforderte die vorhandene Angebotsseite. Trotz dieser Situation konnte man dennoch damit rechnen, dass weiterhin neue Ware dem breiten Markt verfügbar gemacht wurde. Letztlich kam man einfach nicht hinterher mit dem Produzieren.
Durch die langjährige vertragliche Bindung der vorhandenen Produktionskapazitäten an wenige Nachfrager (namentlich die "KI-Firmen") haben wir jetzt jedoch eine Situation, die faktisch einem Wegfall der gesamten Angebotsseite gleicht, bei weiterhin hoher Nachfrage. Ähnliche Effekte haben lediglich Naturkatastrophen, die lokal ansässige Schlüsselindustrien vernichten. Dies führt dazu, dass keine neue Ware den breiten Markt erreicht.
Dadurch, dass faktisch keine neue Ware in den Markt gespült wird, fehlen notwendige Komponenten für den PC-Bau oder werden so teuer, dass die Kunden nicht mehr bereit sind einen Gaming-PC zu erwerben. Was man nicht hat, kann man auch nicht verkaufen. Gleichzeitig sitzt man auf einem Berg von Kapital in Form anderer Hardware, die keiner haben möchte und zudem weiter im Preis fallen wird - unter den eigenen Einkaufspreis. Ich erwarte für 2026 einen massiven Preisabschlag bei Waren wie CPUs, Mainboards, Gehäusen und Netzteilen.
Auch wenn ständig von steigenden Grafikartenpreisen berichtet wird, aktuell fallen die Preise für viele Modelle. Warum ist das so? Wir sehen bereits erste Auswirkungen der RAM-Krise. Die Lagerbestände bei Grafikkarten (Ausnahme RTX 5090) waren so extrem hoch, dass nach wie vor genug vorhanden ist, um die mittlerweile gefallene Nachfrage im Konsumentenbereich zu decken. Es wird dauern, bis die Lagerbestände abgebaut sind. Erst dann sehen wir auch einen Preisanstieg bei Grafikkarten. Besonders hoch nachgefragte Modelle werden den Anfang hierbei machen.
Kommt dann auch noch eine Preissteigerung bei Grafikkarten hinzu, wird die für PC-Bauer wichtige Preisregion zwischen 1.000 € bis 2.000 € kaum noch zu halten sein, jedenfalls nicht mit potenter Hardware abseits von 8 GB-Grafikkarten und 16 GB RAM. Die Margen im PC-Verkauf sind traditionell gering. Der Verkauf größerer Mengen ist essentiell, um den vorhandenen Stamm von Fixkosten zu decken. In absoluten Zahlen geschrieben: Preissteigerungen von bis zu 1.000 € - mehr als jede Mining- und Corona-Krise hervorbrachte - in dieser (dann ehemals) beliebtesten Preisregion werden dazu führen, dass die Mehrheit der Kaufinteressierten sich schlicht gegen einen Kauf entscheiden und/oder abwarten werden. Vermutlich so lange, bis die ersten Anbieter mit zu hoher Kapitalbindung und zu niedriger Liquidität das Zeitliche segnen...
