Political Correctness - Was denkt ihr darüber?

Wie ist eure Haltung gegenüber der sogenannten "Political Correctness"?

  • Ich befürworte PC und versuche selbst, möglichst immer politisch korrekt zu sein.

    Stimmen: 6 9,8%
  • Ich bin PC gegenüber skeptisch und verhalte mich neutral.

    Stimmen: 12 19,7%
  • Ich bin gegen PC und halte sie in vielen Situationen für übertrieben.

    Stimmen: 23 37,7%
  • Ich bin gegen PC und verhalte mich auch häufiger mal politisch inkorrekt.

    Stimmen: 12 19,7%
  • PC lässt mich völlig kalt.

    Stimmen: 8 13,1%

  • Umfrageteilnehmer
    61
  • Umfrage geschlossen .
AW: Political Correctness - Was denkt ihr darüber?

Und das Nomen ist eine alte, abfällige Bezeichnung für Schwarze.
 
AW: Political Correctness - Was denkt ihr darüber?

Und das Nomen ist eine alte, abfällige Bezeichnung für Schwarze.

N.e.ger. engl Negro. auch verwendet in "i have a Dream" von M.L. King
One hundred years later, the life of the Negro is still sadly crippled by the manacles of segregation and the chains of discrimination.

But one hundred years later, the Negro still is not free

Insgesamt wurde Negro (englisch für das N-Wort) 10 mal verwendet

Ich finde es eine unmöglichkeit, wenn Wortgruppen wie "jedem das seine" oder "Arbeit macht frei" so dermaßen tabuisiert werden. Warum? Ist ja wie bei Harry Potter und Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf.


N.Eger wurde dazu gemacht. Was kann das Wort für die Taten des Nutzers?



Merke: die Diskriminierung ist nur eine Frage des Standpunkts. Wer darf die N-Wörter sagen und wer nicht?
 
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In gewisser Weise ist jeder Mensch zu einem gewissen Grad ein Heuchler (nicht, dass ich jemanden damit angreifen wollte), da zähle ich mich selbst auch dazu. Und worüber man sich in dem Punkt "PC" oftmals Gedanken macht, lässt mich nur mit dem Kopf schütteln.

Meine Meinung dazu ist die: Es ist nie entscheidend was jemand sagt, sondern das was er tut. Da kann jemand noch so auf ethisch-moralisch korrekte Aussprache achten um ja keinen ans Bein zu pinkeln - solange er im Hinterkopf schlecht über jemanden/ eine Bevölkerungsgruppe / whatever denkt, ist alles für umsonst.

Jedenfalls bin ich der Meinung, dass man sich zuerst Gedanken über Ansätze für ein partnerschaftliches, rücksichtsvolles und gegenseitig wert schätzendes Miteinander machen sollte, anstatt oberflächliche Gewissenbeweihräucherung zu betreiben, indem man sich iregendeinen euphemistischen Ausdruck über eine Bevölkerungsgruppe etc. ausdenkt, über deren Lebensart und Geschichte die anderen trotzdem nichts wissen. Meine persönliche Erfahrung ist die, dass jedes Jahr die Ignoranz, Arroganz und Missgunst der Menschen untereinander stetig zunimmt. Da nützt es nichts, wenn jemand zum anderen: "Einen schönen Tag Ihnen noch." sagt und gleichzeitig "(beliebige Beschimpfung einfügen)" denkt.
 
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Also ich würd die Umfrage so interpretieren:

[ ] Ich finde das gut und halte mich natürlich dran
[ ] Ich bin skeptisch, halte mich aber trotzdem dran
[ ] Ich bin dagegen, (versuche) mich aber trotzdem dran zu halten. (um niemanden zu verärgern/beleidigen)
[ ] Ich bin dagegen, und halte mich da auch nur dran wenns mir gerade passt.
[ ] Das Thema geht mir sonstwo vorbei. (was ja nicht heißt, das man sich nicht daran hält)

Ist doch relativ ausgeglichen. Es wird einfach die Meinung darüber und der Umgang damit in einer Umfrage abgefragt. Das es da mehr Möglichkeiten mit dagegen gibt ist ja klar. Denn man wird ja dazu gezwungen.
Findet man das gut gibts ja praktisch nur ein Verhalten. Ist man allerdings dagegen kann man sich unterschiedlich verhalten. Entweder man hält sich einfach trotzdem dran oder man lässt es. Mischformen gibts natürlich auch noch.


Dann zum restlichen Post.
Für mich ist N.e.g.e.r absolut keine Beleidigung. N|gger wäre eine. Genau so wie Zigeuner für mich keine Beleidigung ist.
Sind für mich Bezeichnungen für bestimmte Gruppen. Und vor allem sind sie etabliert sowie kurz und knapp. Man kann natürlich auch aus einem Wort: "Zigeuner" drei Wörter "Sinti und Roma" machen. Das macht die Sprache bestimmt sehr effizient. :stupid:
Ich sag auch schwarzer und nicht n.eger, aber afaik darf man nicht mal schwarzer sagen. Wieso denn nicht? Es heißt ja auch weißer und schwarzer ist eine einfache und treffende Beschreibung der Hautfarbe. Aber nein, ich muss "minimal pigmentierter" sagen.

Ich bin übrigens kein rechter ausländerfeindlicher oder so. Ich bin nur faul und möglichst effizient.
Ich hab auch kein Problem damit ein "weißbrot" zu sein weil ich eben weiß bin oder ein "Krauts" als deutscher. Das mit dem Krauts finde ich sogar ganz lustig. Als humorbehinderter wichtigtuer müsste ich deswegen gleiche einen küstlichen Aufstand machen.

Beispielszenario, ich mach's kurz und setze auf deinen meiner Einschätzung nach gesunden Geist: Ich nenne dich einen 'Noob' und werde dafür hier im Forum verwarnt, da es in der Gamingszene als Beleidigung aufgefasst wird, wenngleich die Bezeichnung im tatsächlichen Kontext ein simples, fremdsprachiges Kürzel für 'Neuling' darstellt.
Der 'N*eger' hatte im dritten Reich seine Deklaration als 'Untermensch' über Dekaden hinter sich. Es wurde zu Zeiten des Nationalsozialismus schlicht zur Redefinition als abzuwertende Person mißbraucht und wird seit jeher als Beleidigung verstanden. Deal with it.

Werde ich für mein tatsächlich ohne beleidigende Absicht genutztes 'Noob' verwarnt, muss ich aufgrund meines Regelverstoßes ebendiese Konsequenz annehmen und meine Auffassung des Begriffes auf die Allgemeingültige anpassen, um zukünftigen Konflikten vorzubeugen. Tu' ich das nicht, zeugt das von purer Ignoranz und hat keineswegs etwas von Individualität, wie ihr euch das einzubilden scheint.
 
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Interessates Thema. Einerseits sollte man immer die Wahrheit sagen dürfen, sei sie nun politisch korrekt oder nicht. Andererseits ist Politik immer idealistisch und manchmal auch stark ideologisch. Wenn man das verstanden hat, dann ist PC nur noch eine Frage der Integrität.
 
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Ich habe einen extremst schwarzen Humor und genieße ihn auch.

Aber hier gebe ich mir Mühe und lasse es. :daumen:

Dito

Political Correctness ist imho sowieso die blödeste Erfindung der Menschheit - einfach weil sie sich selbst aushebelt. PC Wörter dienen theoretisch dazu, jene zu ersetzen, die eine negative Konnotation besitzen. Das Problem dabei ist jedoch, dass diese Wörter selbst meist nach einiger dieselbe negative Konnotation erlangen, welche ihre Vorgänger schon hatten. Somit dreht sich das Rad von neuem, ohne dass man jemals vom Fleck kommen kann.

Deutlich sinnvoller wäre es, mit Klischees und Vorurteilen aufzuräumen, so dass diese Wörter ihre Negativität verlieren würde. Aber diesen Weg scheinen wohl nur die wenigsten gehen zu wollen

Und das Nomen ist eine alte, abfällige Bezeichnung für Schwarze.

Und Schwarze, sprich Black im Englischen, wird in den USA so langsam auch negativ angesehen. Politisch korrekt heißt es dort nun schon nicht mehr Black, sondern African American, nach einem kurzen Intermezzo von Colored (welches nun verwendet wird, wenn man alle Nicht-Weiße Caucasian in einen Topf werfen möchte). Political Correctness gone Mad, wirklich :nene:
 
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Die politische Korrektheit ist in erster Linie ein Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung:

Politische Korrektheit bedroht die freie Rede
Politische Korrektheit: Drohen Deutschland Sprechverbote?
Koln: Osteuropaer verhohnen politische Korrektheit der Deutschen
Political Correctness: Was darf man in Deutschland sagen – und was nicht?

Eine starke Demokratie muss auch unbequeme, unangehme Äußerung ertragen können. Nur wird das von den Gralshütern der politischen Korrektheit immer mehr unterdrückt.
 
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Die politische Korrektheit ist in erster Linie ein Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung:
So? Wo und wie genau wird dir denn von Staats wegen her untersagt deine Meinung zu äußern? Wird dir untersagt ins Internet zu gehen? Wird dir untersagt dich bei ..gida rumzulümmeln? Wird dir untersagt hier zu schreiben? Darfst du dich in der Öffentlichkeit nicht mehr mit anderen Menschen unterhalten? Darfst du nicht mehr zum Kiosk und dir eine Zeitung bzw. Zeitschrift deiner Wahl kaufen? Darfst du auf einer AfD-Veranstaltung keinen Beifall mehr klatschen?

xkcd: Free Speech
 
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AW: Political Correctness - Was denkt ihr darüber?

So? Wo und wie genau wird dir denn von Staats wegen her untersagt deine Meinung zu äußern? Wird dir untersagt ins Internet zu gehen? Wird dir untersagt dich bei ..gida rumzulümmeln? Wird dir untersagt hier zu schreiben? Darfst du dich in der Öffentlichkeit nicht mehr mit anderen Menschen unterhalten? Darfst du nicht mehr zum Kiosk und dir eine Zeitung bzw. Zeitschrift deiner Wahl kaufen? Darfst du auf einer AfD-Veranstaltung keinen Beifall mehr klatschen?

Den Text der verlinkten Artikel offensichtlich nicht verstanden. Es geht nicht darum, dass der Staat einen etwas untersagt (obwohl das in Deutschland auch der Fall ist, wenn man das mit freiheitlicheren Staaten vergleicht), sondern, dass die Schere im Kopf beginnt, und immer mehr Menschen aus Angst vor dem „Shitstorm“ lieber nichts sagen bzw. nichts Kontroverses.

Sowas können nur Antidemokraten begrüßen.

Aber das du mir faktenwidrig unterstellst, ich würde bei Pegida „rumlümmeln“ oder bei AfD-Veranstaltungen „Beifall“ klatschen, hast du ja deine Einstellung (wie in anderen Threads) längst bewiesen.
 
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Wenn die Leute lieber schmollen und schweigen, weil ja Widerworte fallen könnten, dann sind auf einmal die anderen dran Schuld? Da wurde wohl das Prinzip einer Meinungsäußerung in aller Öffentlichkeit nicht verstanden.

Aber das du mir faktenwidrig unterstellst
Auf die (grammatikalische) Beweisführung bin ich schonmal gespannt. popcorn.gif
 
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Wenn die Leute lieber schmollen und schweigen, weil ja Widerworte fallen könnten, dann sind auf einmal die anderen dran Schuld? Da wurde wohl das Prinzip einer Meinungsäußerung in aller Öffentlichkeit nicht verstanden.

Die Texte wohl immer noch nicht gelesen.

Wenn man einen Professor mit den Worten „Rassist“ und „Islamhasser“ niederbrüllt, sind das wohl keine „Widerworte“.

Oder dieser Professor, der auch gleich im Shistorm vernichtet wurde.

Auch der Fall von Herfried Münkler hat das schön gezeigt.

Oder dieser Fall wo eine berufliche Existenz von einem Shitstorm vernichtet wurde.

Und dann kommt so ein Subjekt wie Volker Beck daher und begrüßt das auch noch.

Was hat das noch mit Meinungsäußerung in aller Öffentlichkeit zu tun, wenn hier Existenzen vernichtet werden und Politiker das noch begrüßen?

Wie gesagt, eine solche Entwicklung können nur Antidemokraten begrüßen.

Auf die (grammatikalische) Beweisführung bin ich schonmal gespannt. Anhang anzeigen 894285

Was soll ich da beweisen? Du unterstellst mir faktenwidrig, ich würde an Pegida-Märschen oder AfD Veranstaltungen teilnehmen.

Ich wäre ja eher darauf gespannt, dass du diese Unterstellung mal belegst.
 
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Wenn man einen Professor mit den Worten „Rassist“ und „Islamhasser“ niederbrüllt, sind das wohl keine „Widerworte“.

Weil man sowas auch nicht öffentlich sagt. Wer sowas öffentlich erzählt, muss eben damit rechnen, dass er abgestraft wird, von der Gemeinschaft, von dem Arbeitgeber, vom Staat.
Und in einem "freiheitlichen Staat" wie z.B. die USA, kriegst du noch mehr Shitstorm ab, wenn du was erzählst.
Wer bei uns in der Firma irgendeinen Müll labert oder gar Kollegen beleidigt, fliegt fristlos raus und das ist auch gut so.
 
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Was soll ich da beweisen?
An welcher Stelle ich behauptet haben soll, dass du tatsächlich daran teilnimmst. Denn bis jetzt offenbarst du nur eklatante Mängel beim verstehenden Lesen. Denn aus der Frage, ob der Staat es denn dir verboten hat an xyz teilzunehmen, ergibt sich nicht, dass man auch tatsächlich daran teilnimmt.
 
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Weil man sowas auch nicht öffentlich sagt. Wer sowas öffentlich erzählt, muss eben damit rechnen, dass er abgestraft wird, von der Gemeinschaft, von dem Arbeitgeber, vom Staat.

Weil man was nicht öffentlich sagt? Hast du dir überhaupt den Text durchgelesen?

Der Professor hat folgendes gesagt:

„Zuerst verteidigte er die staatliche Organisation „Prevent“, die versucht, junge, extremismusgefährdete Muslime zu deradikalisieren. Etwas später beklagte er, dass der Botschafter Israels trotz vieler Bemühungen von keiner Universität im Königreich mehr eingeladen werde, aus Angst vor Protesten.“

Und dafür muss er sich also beleidigen (oder wie du es nennst „abgestraft“ werden) lassen?

Wer bei uns in der Firma irgendeinen Müll labert oder gar Kollegen beleidigt, fliegt fristlos raus und das ist auch gut so.

Ach du findest es also auch noch gut, wenn man berufliche Existzen vernichtet, nur weil man etwas unbequemes, von der Mehrheit abweichendes, sagt?

Was ist denn das für ein Demokratieverständnis?

An welcher Stelle ich behauptet haben soll, dass du tatsächlich daran teilnimmst. Denn bis jetzt offenbarst du nur eklatante Mängel beim verstehenden Lesen. Denn aus der Frage, ob der Staat es denn dir verboten hat an xyz teilzunehmen, ergibt sich nicht, dass man auch tatsächlich daran teilnimmt.

Ach hast du nicht behauptet, dass ich „Darfst du auf einer AfD-Veranstaltung keinen Beifall mehr klatschen?

Wieso mehr? Habe ich das je getan? Ergo implizierst du, dass ich das getan hätte bzw. tue.
 
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Ach hast du nicht behauptet, dass ich „Darfst du auf einer AfD-Veranstaltung keinen Beifall mehr klatschen?

Wieso mehr? Habe ich das je getan? Ergo implizierst du, dass ich das getan hätte bzw. tue.
Was ist den das für ein Textverständnis?
Was Poulton schrieb war nicht auf Dich bezogen, sondern allgemein formuliert.
 
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Hier können wir übrigens die (unschönen) Folgen von politischer Korrektheit sehen. Gefahren werden aus Angst vor Tabus nicht mehr öffentlich benannt.
 
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Was ist den das für ein Textverständnis?
Was Poulton schrieb war nicht auf Dich bezogen, sondern allgemein formuliert.

Tja man könnte jetzt natürlich auch argumentieren das er sich angesprochen fühlt. Wäre so ziemlich dasselbe Niveau was Textverständnis angeht :D
 
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Tja man könnte jetzt natürlich auch argumentieren das er sich angesprochen fühlt. Wäre so ziemlich dasselbe Niveau was Textverständnis angeht :D

Wer soll sich denn sonst angesprochen fühlen, wenn man auf meinen Text mit der Zitatfunktion antwortet?
 
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