Also, nun möchte ich auch mal etwas zu PEGIDA schreiben.
Ich beginne mal damit, wie die Öffentlichkeit und die Medien mit dieser Bewegung umgehen. Was mir auffällt ist, dass sehr häufig und sehr viel verallgemeinert und generalisiert wird. Es werden Begriffe verwendet, die in der eigentlich neutralen Presse nichts zu suchen hätten. Die Bewegung wird mal als ausländerfeindlich, mal als islamfeindlich bezeichnet. Ihre Mitglieder und Anhänger werden als dumme, arbeitslose Nazis betitelt.
Ferner scheinen die wenigsten zu wissen, welche Positionen und Forderungen diese Gruppe vertritt. Das bezieht sich sowohl auf die Bevölkerung und besonders auf die Medien, da sich diese eigentlich genauer damit beschäftigen sollten. Manche Medien gehen sogar soweit, die Gruppe öffentlich zu verunglimpfen, allen voran die Bild-"Zeitung".
Und leider muss ich auch feststellen, dass viele Deutsche einfach viel zu dumm und naiv sind, um sich selbst über die Bewegung zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Mehrheit glaubt das was die Medien berichten und orientiert sich daran, ohne dies kritisch zu hinterfragen. Die wenigsten fragen sich: Ist PEGIDA überhaupt ausländer- und islamfeindlich?
Es ist zutreffend, dass Parteien vom äußersten rechten Rand des politischen Spektrums sich gerne der Bewegung anschließen würden, zum Misfallen von PEGIDA.
Denn wenn sich Mitglieder dieser Parteien unter die Demonstranden mischen, wird so in den Medien nur die Verallgemeinerung bekräftigt, dass die Bewegung ausländerfeindlich ist. PEGIDA hat sich selbst schon gegen diese rechtsaußenstehenden Parteien positioniert, was entweder kaum wahrgenommen oder bewusst verschwiegen wird.
Was ich also feststelle ist:
- Die Bewegung ist politisch nicht erwünscht und meinungsbildende Medien versuchen das Ansehen der Bewegung in der Bevölkerung zu schädigen.
- Das Recht auf eine freie Meinung wird von der Mehrheit sehr selektiv betrachtet und gilt offenbar nicht für solche Bewegungen wie PEGIDA.
- Anhänger der Bewegung werden von Leuten verunglimpft, die sich auf einen moralschen Podest stellen in dem sie Toleranz predigen und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden leben.
Ja, mich schockiert der Umgang mit der Bewegung. Weder Medien noch Politik zeigen Bemühungen sich mal mit der Bewegung auseinanderzusetzen. Statt dessen wird alles getan um die Bevölkerung gegen die Bewegung aufzuhetzen, bzw. dagegen Stimmung zu machen. Und leider fallen diese Bemühungen in diesem Land auf fruchtbaren Boden. Ich kenne glaube ich kein Land, in dem es so viele Heuchler und Pharisäer gibt, wie Deutschland. Hier versuchen viele stets ihre politische Korrektheit, ihre moralische Erhabenheit unter Beweis zu stellen, in dem sie auch nur die geringste kritische Äußerung im Bezug auf Immigration, Islamismus, Ausländerpolitik, etc. als "rechtes Gedankengut" bezeichnen und Diejenigen, die diese Äußerungen tätigen, als "Nazis" zu beschimpfen. Sie verstehen sich selbst als Demokraten, legen aber alles andere als demokratische Werte an den Tag, wenn man von ihrer unumwerflichen und moralisch erhabenen Meinung abweicht. Sie fordern unermüdlich Toleranz und zeigen dann das genaue Gegenteil, wenn man ihnen nicht folgt.
Es gibt Äußerungen von Gerhard Schröder, Oskar Lafontaine, Otto Schily und anderen, hochrangigen Deutschen Politikern und Amtsträgern, die deutlich radikaler sind, als die Forderungen und Positionen die PEGIDA vertritt. Nur kommt es in Deutschland nicht darauf an was man sagt, sondern wer es sagt. Davon hängt maßgeblich ab ob man dafür gefeiert oder als "Nazi" beschimpft wird. Gerhard Schröder, der 1997 sinngemäß sagte: "Polen sind beim Autodiebstahl besonders aktiv, die Prostitution wird von der Russenmafia kontrolliert, Drogenkriminelle kommen aus Südosteuropa und Schwarzafrika. Diese Leute müssen des Landes verwiesen werden.", forderte erst kürzlich einen "Aufstand der Anständigen" gegen PEGIDA. Würde sich ein PEGIDA-Anhänger derart äußern, z.B. in einem Kommentar bei FB, dann wette ich, würde er dutzendfach als "Nazi" beschimpft werden.