Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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4% Inflationsziel bedeutet für dich als Normalo, dass alles sehr teuer wird und du kaum irgendwelche Kredite bekommst oder abbezahlen kannst.
Das ist wirklich schlecht für den "kleinen" Mann.
Oh nein! Inflation zwischen 3 und 4 %. Man wird sich nichts mehr leisten können! Sowas gabs noch nie und auch nicht länger. Wir wären alle verdammt!


Und im Artikel steht zu "Krediten" was anderes, als du hier schreibst. Dort steht nämlich
Ebenso profitieren könnten natürlich Kreditnehmer, die dauerhaft in den Genuss niedriger Kreditzinsen kommen.

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Hauptsache billig weiter Schulden machen und weginflationieren. Kennen die USA mit ihrer Schuldenorgie auch. Läuft insbesondere für weniger wohlhabende Bevölkerungsgruppen ganz hervorragend :-_-:
Da draußen sind Regionen wie die USA und China, die lachen uns aus, dass wir uns selber Betonsäulen an die Beine heften, während die munter Kredit finanzierte Konjunkturprogramme im Billionenmaßstab lostreten. Aber ja, die schwäbsche Hausfrau ist weiter das Ideal für uns! Zu Tode sparen, Infrastrukturen verkommen lassen, den Sozialstaat abbauen und den Kanaken kein Geld mehr geben. Am Ende haben wir uns durch unseren kranken Spareifer wirklich deindustrialisiert und wundern uns, warum USA und China uns nur noch mehr hin und her schubsen.

Wenn die USA finanziell die Grätsche machen, dann sind wir eh mit dran. Dann doch lieber mit neuen Schulen, Straßen und funktionierender, moderner aka klimaneutraler Industrie mit dran sein als arm und auch noch in einem rotten Land zu sitzen!
 
Sorry, jeder kennt Lindner und kannte ihn als man die Ampel startete. Wen Habeck und Scholz wirklich glaubten soziale und ökologische Politik mit der FDP machen zu können, waren sie dämlich. Da hätte man 2019 lieber nochmal wählen lassen können und die Fußgängerampel anstreben, denn die CDU war am Boden.

Wie ich schon sagte: Der Rauswurf Lindners kommt drei Jahre zu spät. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Koalitionsbruch von Scholz provoziert wurde, ganz im Gegenteil. Genau das wollte der von dir zitierte Satz (und auch noch viele andere, die gefallen sind) aber suggerieren.


Bleib mir mit dem vom Leibe. Wenn es einen Prototypen für ...

...in der Union extrem erfolgreichen und einflussreichen Politiker, ...
würde er sich genauso wie Spahn gerieren. ...
Insbesondere in
seiner rechtsoffenen Rethorik und Sympathie für die rechten US-Republikaner

Fixed it for you.

Und eine Kombi mit Fasnet/Fasnacht/Karneval/Fasching, je nach Region. Schreiben sich die Büttenreden quasi von selbst.

Ja, das wird manchmal schwer vom Wahlkampf zu unterscheiden sein...

Wird in der Tat spannend, wie die CDU da ihren Kurswechsel verkauft, zumal Merz selbst Kritik aus den eigenen Reihen an der Schuldenbremse ziemlich brüsk und rigoros bis vor kurzem abgebügelt hat.

Aktuell sieht es nicht so aus, als würde es Scholz ihnen schwer machen. Und wer auf den Scheiß von Merz reinfällt, ist vermutlich sowieso froh, wenn er noch weiß, was es zum Frühstück gab. Wähler z.B. die sich erinnern können, wer die Mehrheit der letzten 20 Jahre für Infrastruktur, etc. verantwortlich, würden sowieso keine Union wählen. Aber es gibt ja sehr viele andere.


Pistorius halte ich persönlich auch für sinnvoller und aussichtsreicher, auch weil Pisotrius wohl der einzige SPD-Politiker ist der in der Ampel, in seiner Funktion als Verteidigungsminister, halbwegs positiv wahrgenommen wurde.

Erscheint naheliegend, wäre aber auch riskant: De facto hat Pistorius noch weitaus weniger geschafft als Scholz und zudem hat er überhaupt nur ein Thema bei Null Erfahrung. Der war einfach nur in der glücklichen Situation, bis weit über den Scheitel mit Geld zugeschissen zu werden und nur auf Missstände zeigen zu müssen, die so offensichtlich waren, dass man sie schon 10 Jahre vorher mit 2 Minuten Google hat finden können.

Bei den eigentlichen Herausforderungen in seinem Job, z.B. das Beschaffungswesen der Bundeswehr zu reformieren, sie als Arbeitgeber attraktiver zu machen, ihren Unterhalt auf eigene Füße zu stellen, dass enorm miese Ausgaben-Wirkungsverhältnis zu verbessern, etc. hat er dagegen komplett versagt respektive ist gar nicht erst tätig geworden. Er hat einfach nur binnen drei Jahren ein Budget verblasen, dass seinen Vorgängern für ein ganzes Jahrzehnt hätte reichen müssen und dafür minimalste Fortschritte im Ergebnis hinbekommen.

Und sobald das ein Wahlkampfgegner einigermaßen überzeugend kommunziert bekommt, dann ist eine Partei, die mit Pistorius als Spitzenkandidaten antritt ("Kanzlerkandidat" würde ichs nicht nennen...) auf dem Weg gen 5%. Scholz ist im Vergleich dazu die aktuell unbeliebtere Nummer, aber dafür eine recht solide Ausgangsbasis bei der schlichtweg schon alle Schattenseiten ins aktuelle Stimmungsbild eingeflossen sind. Der kann sich nur noch verbessern. (Respektive er könnte es, wäre er halt nicht Scholz.)
 
Erscheint naheliegend, wäre aber auch riskant: De facto hat Pistorius noch weitaus weniger geschafft als Scholz und zudem hat er überhaupt nur ein Thema bei Null Erfahrung. Der war einfach nur in der glücklichen Situation, bis weit über den Scheitel mit Geld zugeschissen zu werden und nur auf Missstände zeigen zu müssen, die so offensichtlich waren, dass man sie schon 10 Jahre vorher mit 2 Minuten Google hat finden können.

Bei den eigentlichen Herausforderungen in seinem Job, z.B. das Beschaffungswesen der Bundeswehr zu reformieren, sie als Arbeitgeber attraktiver zu machen, ihren Unterhalt auf eigene Füße zu stellen, dass enorm miese Ausgaben-Wirkungsverhältnis zu verbessern, etc. hat er dagegen komplett versagt respektive ist gar nicht erst tätig geworden. Er hat einfach nur binnen drei Jahren ein Budget verblasen, dass seinen Vorgängern für ein ganzes Jahrzehnt hätte reichen müssen und dafür minimalste Fortschritte im Ergebnis hinbekommen.

Und sobald das ein Wahlkampfgegner einigermaßen überzeugend kommunziert bekommt, dann ist eine Partei, die mit Pistorius als Spitzenkandidaten antritt ("Kanzlerkandidat" würde ichs nicht nennen...) auf dem Weg gen 5%. Scholz ist im Vergleich dazu die aktuell unbeliebtere Nummer, aber dafür eine recht solide Ausgangsbasis bei der schlichtweg schon alle Schattenseiten ins aktuelle Stimmungsbild eingeflossen sind. Der kann sich nur noch verbessern. (Respektive er könnte es, wäre er halt nicht Scholz.)
Pistorius war, bevor er Verteidigungsminister war, 10 Jahre lang Innenminister in Niedersachsen.
Ich würde im schon das Kanzleramt zutrauen.
Und schätze schon, dass die SPD mit ihm bessere Chancen als mit Scholz hat.
 
Wie ich schon sagte: Der Rauswurf Lindners kommt drei Jahre zu spät. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Koalitionsbruch von Scholz provoziert wurde, ganz im Gegenteil. Genau das wollte der von dir zitierte Satz (und auch noch viele andere, die gefallen sind) aber suggerieren.
Den Bruch hat die FDP provoziert, nur darf das niemanden verwundern. Ich würde nicht die Illusion haben, dass die FDP Entscheidungen trifft, die gut für das Land und die Bürger*innen sind.
 
Die Schuldenbremse muss einfach weg. Dieses Land braucht Investitionen in die Klimaneutralität und in die soziale Gerechtigkeit. Das ist wichtiger als irgendwelche Haushaltsziele.
 
Oh nein! Inflation zwischen 3 und 4 %. Man wird sich nichts mehr leisten können! Sowas gabs noch nie und auch nicht länger. Wir wären alle verdammt!
Nö, aber jener, der weniger Netto hat, wird natürlich in Relation stärker belastet.
Ist ja jetzt ein Nobrainer.

Und im Artikel steht zu "Krediten" was anderes, als du hier schreibst. Dort steht nämlich
Es liegt ja auf der Hand, dass wenn eine Inflationsrate von, sagen wir mal 4% vorliegt, die EZB keine Nullzinspolitik betreiben kann. Das ist banale Volkswirtschaft. Die Konditionen, zu welche die Banken dann Frischgeld bekommen, sind schlichtweg schlechter, als in der gut 20 Jahre langen Nullzinspolitik.

Ich kenne das auch noch von meinen Eltern her, die mussten in den späten 1970gern um die 10% Zinsen zahlen.
Das funktioniert dann leidlich, wenn ein stabiles Wachstum anliegt - tut es aber nicht.

Mit höherer Inflation und höheren Zinsen würgt man Wachstum ab, ohne Wachstum keine (steigenden) Steuereinnahmen, ohne Setuereinnhamen, keine Staatsinvestitionen und schon gar keine (steigenden) Sozialleistungen.

Kurzum, es trifft wieder die Ärmeren einer Gesellschaft.
Kann man alles machen, aber bitte hinterher nicht jammern.
 
Es liegt ja auf der Hand, dass wenn eine Inflationsrate von, sagen wir mal 4% vorliegt, die EZB keine Nullzinspolitik betreiben kann. Das ist banale Volkswirtschaft. Die Konditionen, zu welche die Banken dann Frischgeld bekommen, sind schlichtweg schlechter, als in der gut 20 Jahre langen Nullzinspolitik.
Wenn wir schon von banal reden: 0 % Politik ist ein Fehler gewesen und sollte kein Normalzustand sein.

Ich kenne das auch noch von meinen Eltern her, die mussten in den späten 1970gern um die 10% Zinsen zahlen.
Bei deutlich niedrigeren Kosten für eine Immobilie. Heute zahlst du mehr und hast weniger Zinslast. Das mit den 10 % war aber auch schon bei meinem Großvater 1959 und bei einem meiner Cousins um die 2000 herum.

Das Einzige, was sich seit damals änderte, das ist das Anspruchsverhalten der Menschen. Deine und meine Eltern haben eine Immobilie gekauft und sind bis fast zum Ende der Kreditlaufzeit nicht in Urlaub gewesen. Man backte kleinere Brötchen, das Geld floss in die Immobilie bzw. den Kredit dafür. Heute, da will man eine Immobilie UND ein tolles Auto, mind. 1-2 Mal in Urlaub fliegen, immer schön neues iPhone etc haben. Das ist keine Frage der Politik sondern der Mentalität der Bürger.


Mit höherer Inflation und höheren Zinsen würgt man Wachstum ab, ohne Wachstum keine (steigenden) Steuereinnahmen, ohne Setuereinnhamen, keine Staatsinvestitionen und schon gar keine (steigenden) Sozialleistungen.
Ohne Wachstum keine Chance die Steuern noch weiter zu senken, um dann noch mehr Wunschdenkenwachstum zu erzeugen, um dann noch mehr die Steuern zu senken.

Wann kommt es auch bei dir an, dass dieses neoliberale Gewäsch nur dazu dient die allermeisten Menschen im Land ärmer und ärmer zu machen?

Kurzum, es trifft wieder die Ärmeren einer Gesellschaft.
Das ist der Tenor solcher Typen wie von der FDP, dem Arbeitgeberflügel der CDU/CSU und den neoliberalen von der AfD. Alles, was dem Gemeinwohl dient, wie z.B. kreditfinanzierte Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsverorgung, struktureller Wand bei der Energieerzeugung und und und, wird verteufelt. Wo Firmen (Bausektor) nach günstigen Krediten rufen, da wird es beim Staat auf einmal zu "Oh Gott! Keine SCHULDEN machen!". Merkste da was?

Kann man alles machen, aber bitte hinterher nicht jammern.
Mitarbeiter: Ey Chef, geiler SLK!
Chef: Ja, ner? Und wenn du richtig reinhaust und emsig arbeitest, dann kann ich mir bald einen zweiten davon leisten.

@Moderation: Kann man unsere Diskussion irgendwie in ein anderes Topic umverlagern?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn wir schon von banal reden: 0 % Politik ist ein Fehler gewesen und sollte kein Normalzustand sein.
Das ist zweifellos richtig, nur hat sich eben in den letzten 20 Jahren die komplette Gesellschaft darauf eingestellt.
Bei deutlich niedrigeren Kosten für eine Immobilie. Heute zahlst du mehr und hast weniger Zinslast. Das mit den 10 % war aber auch schon bei meinem Großvater 1959 und bei einem meiner Cousins um die 2000 herum.

Das Einzige, was sich seit damals änderte, das ist das Anspruchsverhalten der Menschen. Deine und meine Eltern haben eine Immobilie gekauft und sind bis fast zum Ende der Kreditlaufzeit nicht in Urlaub gewesen. Man backte kleinere Brötchen, das Geld floss in die Immobilie bzw. den Kredit dafür. Heute, da will man eine Immobilie UND ein tolles Auto, mind. 1-2 Mal in Urlaub fliegen, immer schön neues iPhone etc haben. Das ist keine Frage der Politik sondern der Mentalität der Bürger.
Auch das ist richtig.
Bösartig könnte man nun schreiben, dass das was mit der entwickelten "Freizeitgesellschaft" und "Work-Life-Balance" zu tun hat.
Wir als Familie sind da eh noch sehr traditionell unterwegs, Urlaub gibts nur dann, wenn die Kohle cash da ist.
Wenn nicht, gibts eben Camping für die Kinder im Garten unterm Apfelbaum.

Dennoch ist es nun mal so, dass der Konsum eine mittlerweile außerodentliche Rolle spielt.
Der Anspruch auch von Geringverdienern an neues Handy, Urlaub usw. ist nun mal da.
Im Prinzip geht deine Kritik ja eher in das "Nutzerverhalten" der Bürger im Allgemeinen.

Andererseits ist die Erwartungshaltung an den Staat so, das wenns nicht reicht, er einspringen soll.
Auch das kenne ich so nicht und meine wie deine Eltern vermutlich auch nicht.

Ohne Wachstum keine Chance die Steuern noch weiter zu senken, um dann noch mehr Wunschdenkenwachstum zu erzeugen, um dann noch mehr die Steuern zu senken.
Wann kommt es auch bei dir an, dass dieses neoliberale Gewäsch nur dazu dient die allermeisten Menschen im Land ärmer und ärmer zu machen?
Die Frage ist doch vielmehr, für wen die Steuern gesenkt werden?
Mein Standpunkt ist da nicht zwangsweise neoliberal, sondern der, dass i. d. R. nur das ausgegeben werden kann, was auch eingenommen wird.
Neue Staatsschulden ist eben immer auch ein Rucksack für künftige Generationen.
Das Verständnis in 30 Jahren mag evtl. hoch sein, wenn neue Schulden in die Transformation oder Infrastruktur (z. B. Bahn/ÖPNV) gesteckt werden. Ob das Verständnis genau so groß ist, wenn Schulden in nicht erwirtschaftete Sozialleistungen gesteckt werden, mag ich bezweifeln.
Das ist immerhin ein Solidarvertrag.
Wir haben auf der einen Seite einen nicht unerheblichen Anteil an Geringverdiener oder Bürgergeldempfänger, die auch einen gewissen Lebensstandard haben (wollen) und andererseits den "Rest" der Gesellschaft, der das Geld hierfür aufbringen muss.
Wie sieht deine Lösung hierzu aus?

Das ist der Tenor solcher Typen wie von der FDP, dem Arbeitgeberflügel der CDU/CSU und den neoliberalen von der AfD. Alles, was dem Gemeinwohl dient, wie z.B. kreditfinanzierte Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsverorgung, struktureller Wand bei der Energieerzeugung und und und, wird verteufelt. Wo Firmen (Bausektor) nach günstigen Krediten rufen, da wird es beim Staat auf einmal zu "Oh Gott! Keine SCHULDEN machen!". Merkste da was?
Das ist nicht zwangsweise eine passende Antwort auf meine Befürchtung hin, dass es die Ärmeren (immer zuerst) trifft.
Gegen Schulden für Zukunftsinvestitionen, welche du da aufgelistet hast, haben ich mich noch an keiner Stelle der allgemeinen Diskussion verwehrt.
Ich lehne Schulden für Sozialleistungen (hierzu gehört auch der Riesenbrocken Rente) ab.

und Ja:
@Moderation:
Die letzten paar Beiträge rüber in die Innenpolitik schieben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Neue Staatsschulden ist eben immer auch ein Rucksack für künftige Generationen.
Das Verständnis in 30 Jahren mag evtl. hoch sein, wenn neue Schulden in die Transformation oder Infrastruktur (z. B. Bahn/ÖPNV) gesteckt werden. Ob das Verständnis genau so groß ist, wenn Schulden in nicht erwirtschaftete Sozialleistungen gesteckt werden, mag ich bezweifeln.
Die bekommen aber auch was dafür, auf dem man wieder aufbauen kann. Das wird immer und immer wieder unterschlagen! Is ja toll, dass "künftige Generationen" weniger Kredite zu finanzieren haben, aber gleichzeitig nur noch rotter Müll da ist, mit dem man kein des von dir gewünschten Wachstums überhaupt ansatzweise erreichen kann.
 
Die bekommen aber auch was dafür, auf dem man wieder aufbauen kann. Das wird immer und immer wieder unterschlagen! Is ja toll, dass "künftige Generationen" weniger Kredite zu finanzieren haben, aber gleichzeitig nur noch rotter Müll da ist, mit dem man kein des von dir gewünschten Wachstums überhaupt ansatzweise erreichen kann.
Um die Kurve ohne rote Karte der Moderation wieder zur USA zu bekommen:
Ein Paradebeispiel für Staatsverschuldung sind dieselbigen.
OK, sie stecken das Geld woanders rein, vieles ins Militär, wo wir angestrengt gespart haben.
Nur bekommen sie deswegen endlos irre Kredite, weil sie eben
a) Wachstum aufweisen können
b) DIE Leitwährung haben
Beides trifft auf die BRD leider nicht zu.

Ich "wünsche" mir kein Wachstum, es ist für mich lediglich die mir einzige dauerhafte Methode, dauerhaft auch mehr Steuern einzunehmen.
Modelle wie "75% Reichensteuer" bringen im Optimalfall irgendwas um die 20-30 Mrd./anno, wenn überhaupt.
Kann man natürlich auch machen, aber die Summen sind mittlerweile so gewaltig, dass auch diese Beiträge ganz schnell verdampfen.
Und ob es nachhaltig im Sinne dauerhaft dann sein wird, darf man mit einem Fragezeichen versehen.
Vermutlich hast du den Satz überlesen, ich sträube mich an keiner Stelle gegen "Schulden machen", sofern es Zukunftsinvestitionen sind und nicht im Wurmloch der Sozialleistungen verschwinden.

Im Moment muss der Bund um die 19 Mrd. jährlich an Zinsen für die aufgenommenen Schulden zahlen.
Ein Großteil der Schulden wurde noch mit "0" Zinsen aufgenommen.
Die laufen aber sukzessiv aus.
Schon ab 2028 (so meine ich) stehen da 40 Mrd. nur an Zinsen, in 2035 werden es ca. 50 Mrd. nur an Zinsen/anno sein.
Ohne Neuverschuldung.

Die Frage ist also, wie viel neue Schulden kann der Bund (heute) aufnehmen und wie wird die Verzinsung aussehen?

100 Mrd. Cash bedeuten aktuell für die BRD 3 Mrd. neue nur Zinsen (ohne Tilgung per anno) ohne Zinseszinsrechnung.
An die Tilgung denkt der Bund seit Jahrzehnten schon nicht mehr.

Wie viel benötigen wir theoretisch?
Im Netz kursieren Zahlen wie:
100 Mrd/anno für die nächsten 30 Jahre Transformation und der gleiche Betrag nochmal für Klimaschutz, BW benötigt ab nächstem Jahr 50 Mrd./anno laufend mehr, nur um das 2% Ziel zu erreichen.
Bleibt also spannend, jedes Jahr 250 Mrd. neue Schulden nur für diese drei Sektoren aufzunehmen.

Frankreich machts vor, stehen kurz vor dem Staatsbankrott.
OK, war ja auch ein Liberaler, der Schulden machte :D
 
Pistorius war, bevor er Verteidigungsminister war, 10 Jahre lang Innenminister in Niedersachsen.
Ich würde im schon das Kanzleramt zutrauen.
Und schätze schon, dass die SPD mit ihm bessere Chancen als mit Scholz hat.
Denk an Martin Schulz. Der trat 2017 gegen Merkel an und war nach der Niederlage verbrannt. Kein Ministerposten für ihn. Der war bis 2021 einfacher Abgeordneter.
Pistorius will aber einen Posten haben, das ist ihm wichtiger als mal Kanzlerkandidat sein und verlieren.
Oder Pistorius lässt sich überreden, da er auch schon 64 ist. So lange wird er nicht mehr machen und seine Pension als Politiker ist ja gesichert.
 
Denk an Martin Schulz. Der trat 2017 gegen Merkel an und war nach der Niederlage verbrannt. Kein Ministerposten für ihn. Der war bis 2021 einfacher Abgeordneter.
Pistorius will aber einen Posten haben, das ist ihm wichtiger als mal Kanzlerkandidat sein und verlieren.
Oder Pistorius lässt sich überreden, da er auch schon 64 ist. So lange wird er nicht mehr machen und seine Pension als Politiker ist ja gesichert.
Schulz war ein Blender. Umso mehr man von ihm gehört hat , umso schlechter wurde das Bild von ihm.
Der hatte überhaupt nicht das Zeug dazu.
 
Schulz war ein Blender. Umso mehr man von ihm gehört hat , umso schlechter wurde das Bild von ihm.
Der hatte überhaupt nicht das Zeug dazu.
Und dann dieser Schulztrain, Fremdscham pur. :-D

MfG
Und dann dieser Schulztrain, Fremdscham pur. :-D

MfG
Ich halte Olaf Scholz für den besseren Kanzler als Boris Pistorius, wenn man auf das politisch erreichte guckt. Man darf auch eins nicht vergessen, ähnlich wie als Außenminister, hat man als Verteidigungsminister historisch gesehen immer einen guten Stand in der politischen Beliebtheit, weil man mit dem was man entscheiden muss die große Gemeinschaft nicht tangiert und normalerweise fällt man einfach nicht negativ auf bzw ist das relativ schwer, von der Vorgängerin als Ausnahme einmal abgesehen. Unter solchen Voraussetzungen ist es also nicht schwer beliebter als die anderen Kandidaten aktuell zu sein, daher würde ich in jedem Fall abraten Rückschlüsse auf die Qualität als Kanzlerkandidat zu ziehen.

MfG

MfG
 
Die Kernfrage ist, ob es relvant ist, wer Kanzlerkandidat bei der SPD ist?
Es spricht Einiges dafür, dass sich die SPD maximal in der Juniorpartnerposition einer GroKo wiederfindet.
Je mehr Prozente sie bei der Wahl einsackt, um so mehr (Minister-)Posten und letztlich Einfluss kann sie geltend machen.
Aus dieser Überlegung heraus wäre es strategisch sinnvoller, dass Pistorius antritt, weil er m. M. nach mehr Wähler für die SPD begeistern könnte.
Bei >> 10% würde für die SPD der Außenminister (Scholz), der Verteidigungsminister (Pistorius) und das Solzialministerium (der ewige Heil) drinnen sein, bei weniger wirds dann schon enger.
 
Die Kernfrage ist, ob es relvant ist, wer Kanzlerkandidat bei der SPD ist?
Die Frage hast du dir doch schon selber beantwortet...
Es spricht Einiges dafür, dass sich die SPD maximal in der Juniorpartnerposition einer GroKo wiederfindet.
Je mehr Prozente sie bei der Wahl einsackt, um so mehr (Minister-)Posten und letztlich Einfluss kann sie geltend machen.
Aus dieser Überlegung heraus wäre es strategisch sinnvoller, dass Pistorius antritt, weil er m. M. nach mehr Wähler für die SPD begeistern könnte.
Bei >> 10% würde für die SPD der Außenminister (Scholz), der Verteidigungsminister (Pistorius) und das Solzialministerium (der ewige Heil) drinnen sein, bei weniger wirds dann schon enger.
Wenn die SPD verliert tritt Scholz zurück. Da bin ich mir sicher!
Der wird unter Merz keinen Minister machen.
 
Die Kernfrage ist, ob es relvant ist, wer Kanzlerkandidat bei der SPD ist?
Offenbar.
Heute geht es ja sowieso nicht mehr ohne Kanzlerkandidat. Scholz sollte es auch bleiben. Er kann verlieren, womit auch jeder rechnet und dann in Rente gehen.
Mich würde eher interessieren, was bei den Sozen danach kommt. Ich sehen kein frisches, neues, junges Gesicht.
Kühnert ist ja weg.
Es spricht Einiges dafür, dass sich die SPD maximal in der Juniorpartnerposition einer GroKo wiederfindet.
Es spricht eine Menge dafür, dass sie Juniorpartner werden. ;)
Je mehr Prozente sie bei der Wahl einsackt, um so mehr (Minister-)Posten und letztlich Einfluss kann sie geltend machen.
Aus dieser Überlegung heraus wäre es strategisch sinnvoller, dass Pistorius antritt, weil er m. M. nach mehr Wähler für die SPD begeistern könnte.
Aber er bekäme dann keinen, da es ein Gesichtsverlust wäre, wenn du als Kanzlerkandidat plötzlich nur Minister wirst. Daher denke ich weiterhin, dass Scholz ins Rennen geht, auch wenn er inzwischen unbeliebter als Weidel ist.
Bei >> 10% würde für die SPD der Außenminister (Scholz), der Verteidigungsminister (Pistorius) und das Solzialministerium (der ewige Heil) drinnen sein, bei weniger wirds dann schon enger.
Die Sozen würden so oder so das Außenministerium abgreifen. Pistorius kann sich das Ministerium aussuchen, außer Wirtschaft, denn das will Spahn haben.
Heil ist meines Erachtens verbrannt. Der wird keinen Posten bekommen. ebenso wenig Lauterbach.
 
Die Frage hast du dir doch schon selber beantwortet...
Genau, die Frage war für mich rhetorisch :)
Aber es gibt ja noch andere Meinungen und die Weisheit hab ich auch nicht mit dem Löffel gefressen :D
Wenn die SPD verliert tritt Scholz zurück. Da bin ich mir sicher!
Der wird unter Merz keinen Minister machen.
Da wäre ich mir nicht sooo sicher.
Außerdem, von was will er zurücktreten, wenn er kein BK mehr ist?
Er ist Inhaber eines Direktmandates seines Wahlkreises und wäre erst mal wieder normaler Abgeordneter.
Ich gehe davon aus, dass er das wieder schafft (er ist allem Anschein nach dort sehr beliebt) oder in der Liste so weit oben steht, dass er wieder in den Bundestag kommt.
Offenbar.
Heute geht es ja sowieso nicht mehr ohne Kanzlerkandidat. Scholz sollte es auch bleiben. Er kann verlieren, womit auch jeder rechnet und dann in Rente gehen.
Mich würde eher interessieren, was bei den Sozen danach kommt. Ich sehen kein frisches, neues, junges Gesicht.
Kühnert ist ja weg.
Tja, so genau kenne ich mich bei der SPD auch nicht aus.
Frischlinge sind in der Tat eher rar.
BTW, ich verwechsle immer Kühnert und Klingbeil - könnten Zwillinge sein.
1732029714412.png


Es spricht eine Menge dafür, dass sie Juniorpartner werden. ;)
;-)
dass Scholz ins Rennen geht, auch wenn er inzwischen unbeliebter als Weidel ist.
Ist ja auch eine Art von Leistung.

Die Sozen würden so oder so das Außenministerium abgreifen. Pistorius kann sich das Ministerium aussuchen, außer Wirtschaft, denn das will Spahn haben.
Heil ist meines Erachtens verbrannt. Der wird keinen Posten bekommen. ebenso wenig Lauterbach.
Heil ist gefühlt seit Menschengedenken mit Erfindung des Feuers Sozialminister... :D
Spahn und Wirtschaft ist halt auch - suboptimal...
Ja, Lauterbach ist echt komisch.
Das wäre ja nicht mal so schlimm, aber er eckt ja gefühlt wirklich bei jedem an und bekommt Dinge einfach nicht zu Ende geregelt.
 
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