Ich habe mich nie intensiv mit VW Modellen beschäftigt. Ich dachte immer, Porsche Cayenne, Q7 und Touareg sind die gleichen Autos. Zumindest wurden bei Porsche viele Teile mit VW Logo oder 4 Ringen verbaut.
Es werden Teile quer durch alle Marken verwendet. Aber halt nur unter dem Blech, im wesentlichen also beim Antrieb und da beißt sich die Katze dann teilweise in den Schwanz, weil ein "VW" ohnehin mit anderen Motorisierungen als ein "Porsche" geordert wird und außerdem von vielen Teilen Abwandlungen gebaut werden müssen, damit der "Porsche" selbst bei gleichem Basismotor ein paar PS mehr hat. Das ist eben nicht nur Software, sondern ganz schnell auch ein anderer Ansaugtrackt, andere Nockenwellen, anderer Turbo, andere Kolben, andere Lagerschalen,.... Abgasaufbereitung muss in dem Rahmen auch neu konstriert werden, dann natürlich hat man beim "VW" keine Reserven für 0,5% mehr gelassen, sondern 1000000 € investiert, um pro Auto 0,5 € Teilekosten am Kat zu sparen und das gleiche macht man dann beim "Porsche" nochmal. Und das alles schon unterm Blech. Wenn du ans Blech selbst gehst, ist so gut wie gar nichts mehr gleich - und das in einer Zeit, in der schon für verschiedene Austattungslinien innerhalb eines Modells hunderte Crashtests simuliert werden, für den Fall, dass der Subwoofer im Bodenblech einen Unterschied gegenüber der Abdeckung für die gleiche Öffnung macht.
Am Ende hat man dann für die Ableitung eines Q7 aus einem Touareg schnell den gleichen Aufwand wie für die Entwicklung eines Touareg-Nachfolgers. Nur dass der Q7 den Touareg halt nicht ersetzt und auch keinen getrennten Marktbereich adressiert, sondern mit Motorisierungen und Ausstattungen angeboten wird, die sich zu 90% überlappen.
In der horizontalen Ebene hat VW imho das Plattformkonzept überhaupt nicht verstanden. Bei PSA z.B. ist ein Citroen DS4 wenigstens preislich deutlich über einem Peugeot 308 angesiedelt und beide nutzen genau die gleiche Bodengruppe bis hin zu identischem Radstand, Fahrwerk, etc. wie ein Opel Astra. Rein von Bildern her würde ich sagen, dass z.B. auch die vorderen fünf Scheiben identisch sind und die Scheinwerfer innerhalb der Franzosen nicht neu konstruiert, sondern nur in ihrer Außenverkleidung angepasst werden mussten.
Vertikal klappt es bei VW auch nur leidlich besser. Zwar werden Modelle über eine sehr große Spanne aus einer Basis abgeleitet, aber auch hier jeweils mit als weitestgehend neukonstruiertes Modell. Wenn du einem BMW 1er F20, 2er F22, 3er F30 und 4er F32 nebeneinanderstellst, dann wird selbst ein Laie sofort sehen, dass da im wesentlichen viermal das gleiche Modell in der Größe variiert wurde. Aber ein Golf, TT, Passat und Arteon? Und ganz übel wird es dann halt, wenn man beide Ansichten kombiniert und feststellt, dass Audi für die Mittelklasse einen A4 von der MLB-Plattform ableitet, VW einen Golf Variant von MQB und Skoda einen Scala von MQA. Immerhin nutzt der Leon auch MQB - trotzdem hat Seat aber laut Wiki noch einmal 1,1 Milliarden in die Entwicklung von "der andere Golf" investiert.
Bei so viel Verschwendung braucht man sich nicht zu wundern, wenn am Ende kein Geld mehr übrig ist, um deutsche Löhne zu zahlen.
Auch das ist falsch. Der Neuwagen muss klimaneutral sein und mit E-Fuels sind das auch Verbrenner.
Solange Kohlekraftwerke laufen (und das werden sie in der EU noch sehr lange) ist auch kein Batterieauto klimaneutral. Bin gespannt, wann da die ersten Klagen laufen

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