ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Bei einer Familie mit Kindern sieht das anders aus.
Erstaunlich, dass es Homo sapiens ins 21. Jhd. geschafft hat...
Dafür haben die kinderlosen Paare in der Zeit auf dem Arbeitsmarkt mehr Zeit in ihre Arbeit investieren können, mehr eingezahlt und Staatskassen nicht belastet weil kein Kind in einem Kindergarten/Schule/Uni musste. Kindergeld hat man auch nicht bekommen und aktuell zahlen die auch mehr in die Pflegeversicherung.
Sollte man nicht vielleicht eher die bestrafen, die arbeitslos viele Kinder in die Welt setzen und die Staatskassen stärker belasten?
Nicht falsch verstehen, oben genannte Punkte entsprechen in keinster Weise meinem Weltbild aber Ungerechtigkeit sollte nicht die Lösung sein. Denn wir bezahlen nicht unsere eigene Rente, sondern die der jetzigen Rentner.
Arbeitslos ja/nein ist ein anderes Thema. Aber wenn man sich anguckt, dass 90+% unserer heutigen, großen Probleme aus "zu viele Menschen" bestehen, ist es geradezu absurd, wie die Produktion von noch mehr Menschen belohnt wird und bescheuert, weitere Steigerungen in diesem Bereich zu fordern. Einige fordern ja von Leuten, die sich ein Auto zulegen, dass die erst einen Parkplatz nachweisen sollen. Aber wenn sich jemand ein Kind zugelegt hat, dann hat die Gesellschaft für den Krippen-, Kindergarten-, Grundschul-, weiterführ-Schul-, Ganztagsschul-/Hort- und Ausbildungs-/Hochschulplatz zu sorgen, ggf. inkl. Sonderförderung für Begabte/Besondere/Betreuungsbedürftige, zzgl. medizinische Rundumversorgung, Freizeitangeboten undundundund zu sorgen. Undzwar pronto! Und da haben wir Ressourcen, Energie, Unterkunft, etc. noch gar nicht geredet
Du, solange arbeiten und soviel Geld kannst du als Kinderloser gar nicht erwirtschaften, um den Wegfall von 3 Arbeitsplätzen auf 40 Jahre damit auszugleichen.
Die Leute, die Arbeits- oder besser Lohnplätze schaffen, nennt man "Arbeitgeber".
"Eltern" schaffen keine Arbeitsplätze. Die schaffen allenfalls Arbeitssuchende und das war gerade in den letzten Jahrzehnten ein himmelweiter Unterschied. Eigentlich machen Eltern aber nicht einmal das. Die schaffen Ausbildungsbedürftige.
Wer als Paar drei Mitglieder der Generation X geschaffen hat, der hat trägt die Verantwortung für in der Summe bis heute rund 130 Lebensjahre, von denen 60 in Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen zugebracht wurden. Elternzeit in dieser Generation noch oben drauf und die Hälfte ist weg. Von der anderen Hälfte dürften verteilt über die drei Köpfe rein statisch noch einmal 10 Jahre als Hilfeempfänger, in Weiterbildung oder Krankenstand zählen. Über diese gesamte Zeit hinweg haben diese Kinder der Gesellschaft nichts weiter als Kosten verursacht, teils in deutlich fünfstelliger Höhe pro Jahr. Bleiben netto 45 Arbeitsjahre, welche sich die Boomer zu gute rechnen lassen können, wovon aber noch ihre eigenen 6 Jahre Elternzeit abzuziehen sein werden. In verbleibenden 39 Netto-Arbeitsjahren wurde dann im Median vielleicht ein Drittel des Lohns an die Gemeinschaft zurückgeführt.
Würde mich wundern, wenn das auch nur reicht, um die direkten Kosten der Gesellschaft zu refinanzieren. Indirekt muss für die gewachsene Bevölkerung zusätzlich noch jemand Straßen bauen. Den ÖPV modernisieren. Stromnetze ertüchtigen. Erneuerbare Kraftwerke hinpflanzen. Kriege gegen Öl-finanzierte Terrororganisationen in aller Welt führen. In der Regel Wohnungen in Städten hochziehen und Grundversorgung in aussterbenden Dörfern subventionieren, weil die Blagen nicht am Wohnsitz ihrer Eltern bleiben. Oder vielleicht ziehen sie gar nicht in eine Wohnung, sondern wollen ein eigenes Haus auf Basis von der Gemeinschaft subventionierter Kredite? Mit einer von der Gemeinschaft subventionierten Solaranlage oben drauf, einer von der Gemeinschaft subventionierten Wärmepumpe dahinter und einem von der Gemeinschaft subventioniertem Batterieauto davor? Das alles beschützt von gemeinschaftlich bezahlter Polizei? Etc. etc. etc.
Sorry, aber das "mehr Menschen" eine Bereicherung darstellen, kann man natürlich sozial so empfinden. Aber wirtschaftlich, wenn man damit die Verpflichtung anderer zur Zahlung einer Rente begründen möchte, dann ist schon fraglich, ob nicht sogar eine Belastung dabei rauskommt. Wir leben nicht mehr im 19. Jhd., als Arbeitskräfte eine kaum in ausreichender Menge verfügbar (und trotzdem verheizte) Ressource waren, um die Teils sogar Kriege geführt wurden. Gerade im späten 20. und frühen 21. Jhd., also genau da wo die Boomer und ihre Kinder das Groß der Bevölkerung ausgemacht haben, ist eher das Gegenteil der Fall. Und auch heute kann ich keine einzige Zeitung aufschlagen, keine einzige Nachrichtensendung anschalten, kaum ein Forum aufsuchen oft genug nicht einmal eine Straße entlaufen ohne dass mir unter die Nase gerieben wird, dass Deutschlands größtes Problem "zuviele" Menschen sind, die hier sein wollen.
Wenn man da irgend einen Boomer für eine Leistung belohnen wollte, dann allenfalls diejenigen, deren erzogene Kinder überdurchschnittlich produktiv sind. Nur besteht da bekanntermaßen in unserer Gesellschaft eher ein Zusammenhängen mit dem Vermögen der Eltern denn mit irgend einer anderen Eigenschaft. Und Familien mit vermögenden Eltern, deren Kinder die überdurchschnittlich gut aus eigener Tasche unterstützen können, brauchen wohl keine Hilfe der Gesellschaft.
=> Renten runter. Renteneintrittsalter hoch.

