Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Irgendwo her muss die Bildung ja kommen, wenn nicht von den völlig maroden Schulen und den Lehrern, die keinen Bock auf ihren Job haben. :ugly:
Den Zustand des Deutschen Bildungssystems kann man sicherlich als Ausrede vorschieben, aber ich kann dir aus eigenen Erfahrungen sagen das zu meiner Schulzeit vor 20 Jahren plus Gebäude und Material auch schon alles andere als in einem geilen Zustand waren und z.B. an unserer Berufsschule die Computerräume schon viel mehr Gemeinsamkeit mit einem Technikmuseum hatten, als einer Schule an der man aktuell noch ITSL und EvA unterrichtet

Die erste Amtshandlung, nach betreten der Computerräume, war immer PC einschalten, damit er in 15min bereit zur Nutzung war, effektiv konnten wir also nur grob 20 bis 25min an den Rechnern, pro Unterrichtsstunde, arbeiten. (gab 3-4 Leute in der Klasse die Zuhause, aus finanziellen Gründen, keinen eigenen PC hatten, die hatten es da wirklich echt schwer).

Das gleiche galt auch für die Motivation der Lehrkräfte, vor allen auch nach der Wende, wo so mancher lustlose Lehrer-Halbrenter West, mit 5-8 Jahren vor seiner Pensionierung, nach Ost versetzt wurde, um dann gerade an Grundschulen so Fächer wie Englisch zu unterrichten.

Ergo, das Bildungssystem mag sicher mit einen Anteil haben, aber es als Hauptgrund vorzuschieben, warum die Leute schlicht zu blöde sind sich nicht alles von irgendwelchen Agitatoren vorkauen zu lassen und konsumierte Informationen kritisch zu hinterfragen, sowie sich und andere Ansichten zu reflektieren, reicht es nicht zur Begründung, bzw. macht man es sich damit zu einfach.

Am Ende ist eines der Hauptprobleme, meiner Meinung nach, immer noch persönliche Bequemlichkeit, mangelnde Fähigkeit sich und seine Fähigkeiten / Wissensstand einzuordnen (Dunning-Kruger grüßt) und gewollte Realitätsflucht vor komplexen Problemen und nicht die Verfügbarkeit und generelle Zugänglichkeit zur Bildung.

Die Bildung in Deutschland, so runtergewirtschaftet das System auch sein mag und daher sozialen Aufstieg erschwert, ist immer noch (inhaltlich) auf einem wesentlich besseren Niveau als vor 60 oder 80 Jahren plus und ermöglicht somit jeden, der auch nur ein Minimum an Selbstantrieb hat, ein "kritischer und reflektierender Bürger" zu werden und nicht nur ein zu fütternder Lemming für Populisten und Extremisten.
 
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Den Zustand des Deutschen Bildungssystems kann man sicherlich als Ausrede vorschieben, aber ich kann dir aus eigenen Erfahrungen sagen das zu meiner Schulzeit vor 20 Jahren plus Gebäude und Material auch schon alles andere als in einem geilen Zustand waren und z.B. an unserer Berufsschule die Computerräume schon viel mehr Gemeinsamkeit mit einem Technikmuseum hatten, als einer Schule an der man aktuell noch ITSL und EvA unterrichtet

Die erste Amtshandlung, nach betreten der Computerräume, war immer PC einschalten, damit er in 15min bereit zur Nutzung war, effektiv konnten wir also nur grob 20 bis 25min an den Rechnern, pro Unterrichtsstunde, arbeiten. (gab 3-4 Leute in der Klasse die Zuhause, aus finanziellen Gründen, keinen eigenen PC hatten, die hatten es da wirklich echt schwer).
Bei den Zuständen an Deinen Schulen ist mir klar, warum du Dich mit einem Schulabschluß brüstest...auch wenns effektiv nur S&K war.

Wir hatten an der Berufschule den modernsten technischen Shice...ach ja...hab ich vergessen...da war ich ja nie...mein Fehler.
 
Wir hatten an der Berufschule den modernsten technischen Shice...ach ja...hab ich vergessen...da war ich ja nie...mein Fehler.
Könnte man meinen, wo du meine Aussage ja sehr offensichtlich nicht verstanden hast, die nichts damit zutun hatte ob du selbst einen Schulabschluss besitzt, sondern das so ein geäußerter Bullshit vielleicht bei Menschen ohne einen verfängt, die gerne auch etwas für "Stammtischgelaber" übrig haben und deshalb jetzt hier wie ein getretener Hund rumbellst. :rollen:
 
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Warum in Bildung investieren, die Deutschen sterben eh aus. ;)
Du willst also am von allem Anfang sparen?
Bei den Zuständen an Deinen Schulen ist mir klar, warum du Dich mit einem Schulabschluß brüstest...auch wenns effektiv nur S&K war.

Wir hatten an der Berufschule den modernsten technischen Shice...ach ja...hab ich vergessen...da war ich ja nie...mein Fehler.
Getroffene Hunde und so?
 
Bei den Zuständen an Deinen Schulen ist mir klar, warum du Dich mit einem Schulabschluß brüstest...auch wenns effektiv nur S&K war.

Wir hatten an der Berufschule den modernsten technischen Shice...ach ja...hab ich vergessen...da war ich ja nie...mein Fehler.
Selten passt der Satz so gut wie hier:
Quod erat demonstrandum
 
Am Ende ist eines der Hauptprobleme, meiner Meinung nach, immer noch persönliche Bequemlichkeit, mangelnde Fähigkeit sich und seine Fähigkeiten / Wissensstand einzuordnen (Dunning-Kruger grüßt) und gewollte Realitätsflucht vor komplexen Problemen und nicht die Verfügbarkeit und generelle Zugänglichkeit zur Bildung.
Das Leben hat sich aber auch stark verändert durch die technische Weiterentwicklung. Seitdem es Internet und Smartphones gibt ist alles sehr schnelllebig geworden. Man kommt zwar schneller an Informationen.
Aber wenn man nicht gelernt hat den Dreck rauszufiltern hat man ein Problem.
Auf einen Menschen heutzutage prasseln sehr viel mehr Reize und Informationen jeden Tag ein.
Viel mehr als noch vor 100 Jahren.
Dazu noch die hohen Anforderungen in Schule und Berufsleben. Man soll sich ja am besten immer weiter bilden.
Oft ist es auch keine Flucht vor komplexen Problemen sondern schlicht eine Überforderung.
Oder eine Mischung aus beiden. Ich kann es Menschen nicht übel nehmen wenn sie sich das einfache Leben zurückwünschen. Und mehr Entschleunigung.
 
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Das Leben hat sich aber auch stark verändert durch die technische Weiterentwicklung. Seitdem es Internet und Smartphones gibt ist alles sehr schnelllebig geworden. Man kommt zwar schneller an Informationen.
Aber wenn man nicht gelernt hat den Dreck rauszufiltern hat man ein Problem.
Das doch eine Gute Ecke hausgemacht.
Was denkst du warum ich üblicherweise eben nicht jede News zu irgend einem Thema direkt aufgreife, wenn sie in den Medien auftaucht, sondern meist erst 1 bis 2 Tage später?

Genau aus solchen Gründen, weil es heute halt in erster Instanz um Klicks und Überschriften geht, selbst wenn man inhaltlich noch gar nichts gesichert sagen kann.
Eine Meinung aber hat üblicherweise weit mehr Gewicht wenn es auch inhaltlich was dazu zu sagen gibt und man nicht nur schnell einzeilige Emotionen zum besten gibt.

Auf einen Menschen heutzutage prasseln sehr viel mehr Reize und Informationen jeden Tag ein.
Viel mehr als noch vor 100 Jahren.
Wieviel auf dich einprasselt hängt zu einem guten Stück alleine von dir selbst und deinem Konsumverhalten ab.
Nicht die Quantiät von Medienkonsum (ob ich am Tag 100 Überschriften gelesen habe, oder 100 Shorts auf Youtube geschaut) macht ein gutes Wissen aus, sondern die inhaltliche Qualität des gelesenen / geschauten.

Oft ist es auch keine Flucht vor komplexen Problemen sondern schlicht eine Überforderung.
Doch sehr oft ist es schlicht eine Flucht vor der Komplexität von Problemen, weil komplexe Probleme eben oft nicht direkt überschaubar sind und auch nicht leicht und schnell zu lösen, sowas macht halt Angst und daher verdrängt man es lieber, oder flüchtet sich halt in Schubladendenken und vermeindlich simpl klingende Lösungen.

Wäre es grundlegend anders hätten Agitatoren nicht so leichtes Spiel. ;)

Ich kann es Menschen nicht übel nehmen wenn sie sich das einfache Leben zurückwünschen. Und mehr Entschleunigung.
Du das liegt doch oft schlicht in erster Linie an den Personen selbst, wie entschleunigt das Leben ist.
Wer sich heute oft selbst zum Sklaven von vor allen Social Media macht, also die Kontrolle über sein Informations- und Kommunikationsverhalten abgibt und daher permanent auf sein Smartphone schauen muss, weil er Angst hat sonst irgendwas verpassen zu können, braucht sich auch nicht über den dadurch verursachten Streß beschweren.

Ich nutze bis heute, abseits der Arbeit, weder irgendwelche gängigen Social Media Kanäle, noch habe ich privat mein Smartphone an (Flugmodus), um angerufen werden zu können.

Mir fehlt es nicht, ich habe nicht das Gefühl etwas zu verpassen, oder dadurch sozial ausgegrenzt zu sein.
Wer was von mir möchte erreicht mich trotzdem, sei es über e-mail, Festnetz, Steam, Voicechat, Brief / Post, oder im persönlichen Gespräch, aber eben nur wenn ich eben dort auch da bin / es entgegennehmen kann und eben nicht auch einfach mal meine Ruhe haben möchte.

Genau das meine ich halt auch ein Stück weit mit selbstreflektierten Verhalten.
Wir sind hier schließlich nicht mehr in irgend einer Schulhofklicke, wo man meint dem Gruppenzwang hinterrennen zu müssen, weil man unbedingt dabei sein will / muss.

Wer meint er muss als Erwachsener Mensch immer noch irgendwelchen Trends und zwanghaften Verhaltensweisen hinterherrennen, ist halt leider ein gutes Stück weit selber Schuld und hat scheinbar seit dem Ende seiner Schulzeit nichts mehr dazugelernt.
 
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Wieviel auf dich einprasselt hängt zu einem guten Stück alleine von dir selbst und deinem Konsumverhalten ab.
Nicht die Quantiät von Medienkonsum (ob ich am Tag 100 Überschriften gelesen habe, oder 100 Shorts auf Youtube geschaut) macht ein gutes Wissen aus, sondern die inhaltliche Qualität des gelesenen / geschauten.
Die meisten Reize die auf einen heutzutage einprasseln werden unbewusst verarbeitet. Und denen kann man sich nicht so einfach entziehen. Es sei denn man geht in den Wald spazieren.
Doch sehr oft ist es schlicht eine Flucht vor der Komplexität von Problemen, weil komplexe Probleme eben oft nicht direkt überschaubar sind und auch nicht leicht und schnell zu lösen, sowas macht halt Angst und daher verdrängt man es lieber, oder flüchtet sich halt in Schubladendenken und vermeindlich simpl klingende Lösungen.

Wäre es grundlegend anders hätten Agitatoren nicht so leichtes Spiel. ;)
Überfordungen sind es auch. Umsonst ist die Anzahl von psychischen Erkrankungen nicht so stark angestiegen.

Du das liegt doch oft schlicht in erster Linie an den Personen selbst, wie entschleunigt das Leben ist.
Wer sich heute oft selbst zum Sklaven von vor allen Social Media macht, also die Kontrolle über sein Informations- und Kommunikationsverhalten abgibt und daher permanent auf sein Smartphone schauen muss, weil er Angst hat sonst irgendwas verpassen zu können, braucht sich auch nicht über den dadurch verursachten Streß beschweren.

Ich nutze bis heute, abseits der Arbeit, weder irgendwelche gängigen Social Media Kanäle, noch habe ich privat mein Smartphone an (Flugmodus), um angerufen werden zu können.

Mir fehlt es nicht, ich habe nicht das Gefühl etwas zu verpassen, oder dadurch sozial ausgegrenzt zu sein.
Wer was von mir möchte erreicht mich trotzdem, sei es über e-mail, Festnetz, Steam, Voicechat, Brief / Post, oder im persönlichen Gespräch, aber eben nur wenn ich eben dort auch da bin / es entgegennehmen kann und eben nicht auch einfach mal meine Ruhe haben möchte.

Genau das meine ich halt auch ein Stück weit mit selbstreflektierten Verhalten.
Wir sind hier schließlich nicht mehr in irgend einer Schulhofklicke, wo man meint dem Gruppenzwang hinterrennen zu müssen, weil man unbedingt dabei sein will / muss.

Wer meint er muss als Erwachsener Mensch immer noch irgendwelchen Trends und zwanghaften Verhaltensweisen hinterherrennen, ist halt leider ein gutes Stück weit selber Schuld und hat scheinbar seit dem Ende seiner Schulzeit nichts mehr dazugelernt.
Viele müssen auch wegen der Erreichbarkeit ihr Handy anlassen. Sei es beruflich und auch privat.
 
Viele müssen auch wegen der Erreichbarkeit ihr Handy anlassen. Sei es beruflich und auch privat.
Am Rande, also ich weiß nicht ob ich mein Kind, oder auch für mein Kind, permanent erreichbar sien muss.
Früher war man es auch nicht und wir sind trotzdem groß geworden. ;)

Generell, sehe ich das anders, oft meint man nur man müsste erreichbar sein, ob beruflich, oder privat, weil es nicht anders ginge, aber es geht, würde man es auch wirklich wollen.
Da spielt oft auch Gewohnheit mit rein, weshalb sich das gar nicht (mehr) vorgestellt werden kann.

Gerade wenn du dann aber dadurch psychisch krank wirst lernst du das, weil dann musst du deine Verhaltensweisen mal ändern und geht es plötzlich doch.
 
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Gerade wenn du dann psychisch dadurch krank wirst lernst du das, weil dann musst du deine Verhaltensweisen mal ändern und geht es plötzlich.
Psychisch krank wird man durch Stress. Natürlich kann das auch Stress sein wenn man andauernd seine Nachrichten abruft oder es bimmelt.

Aber der Stress fängt schon viel eher an. In der Schule, im Job usw.
 
Psychisch krank kannst du auf viele Arten werden, nicht nur durch Streß. ;)
Das weiß ich. Stress ist aber einer der Hauptgründe.
Viele Dinge können ja stressen.

Es gibt einen kausalen Zusammenhang zwischen Arbeitspensum und Suizidrate.
Besonders häufig in asiatischen Ländern zu beobachten.

Aber wir driften hier schon sehr weit vom Thema ab. Wir waren eigentlich beim Wohnungsmangel.
 
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Was allerdings stimmt: In Städten kommt man mit dem Zuzug nicht klar. Da ist und bleibt der Bedarf deutlich höher als das Angebot. Das wird sich aber auch mit einer besseren Politik nur schwer ändern lassen, sind die wesentlichen Faktoren doch Mangel an Baugrund und weniger der Wille.

Das lässt sich mit Politik eigentlich sehr leicht ändern. Am anderen Ende: Indem man endlich mal aufhört, Politik nur für Unternehmer zu machen.

Es ist absolut absurd, dass es in Städten wie München, Berlin und Hamburg überhaupt noch irgend eine Form von Wirtschaftsförderung gibt. Diese Städte haben seit Ewigkeiten Finanzprobleme, seit Ewigkeiten einen Überschuss an Arbeitsplätzen und seit Ewigkeiten einen Mangel an Wohnraum. Was macht die Politik? Für weitere Gewerbeansiedlungen mehr Schulden aufnehmen und sinkenden Wohnraum zulassen.
:wall: :wall: :wall:


Die erste Amtshandlung, nach betreten der Computerräume, war immer PC einschalten, damit er in 15min bereit zur Nutzung war, effektiv konnten wir also nur grob 20 bis 25min an den Rechnern, pro Unterrichtsstunde, arbeiten. (gab 3-4 Leute in der Klasse die Zuhause, aus finanziellen Gründen, keinen eigenen PC hatten, die hatten es da wirklich echt schwer).

Sowas hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben.
Windows 95 war nach spätestens 2 Minuten da oder nie und die 3.11er Systeme waren noch schneller :ugly: .
Und wenn ich mir angucke, wie sich manch Jugend von heute anstellt, dann könnte man die vermutlich 1-2 Jahre, ehe die einen Wissensstand erlangen, auf dem man mehr als die Technik von damals braucht, um weiter zu machen...

Um ehrlich zu sein habe ich das wertvollste/spannendste Wissen über IT in einem Halbjahr gelernt, in dem wir gar keinen Rechner benutzt haben. Sondern Lötkolben und Transistoren. Vom Rest ist vielleicht als absolute Grundlage geblieben, was eine Formel in Excel macht und wie die Bezüge dort funktionieren. Aber alles andere war veraltet, bevor ich mit dem Studium fertig war.


Die meisten Reize die auf einen heutzutage einprasseln werden unbewusst verarbeitet. Und denen kann man sich nicht so einfach entziehen. Es sei denn man geht in den Wald spazieren.

Die meisten Leute verbringen doch 90% der Nicht-Arbeitszeit in ihren eigenen vier Wänden. Wer da keine Kontrolle über "einprasselnde" Reize hat, dem kann die Politik auch nicht mehr helfen. Respektive nur über die Bestellung eines Vormunds.

Viele müssen auch wegen der Erreichbarkeit ihr Handy anlassen. Sei es beruflich und auch privat.

Mein Chef erreicht mich auf dem Festnetz, auf der Desktop-Anwendung bzw. in dem er rübergelaufen kommt. MEIN Handy anlassen? Das wäre ein Fall für den Arbeitsschutz. Und ein Dienstgerät sowie eine Vergütung für Bereitschaftszeiten hat mir bislang niemand angeboten.

Privat gibt es erst recht kein "muss". Privat gilt, was ich will. Wenn das bei einigen "immer erreichbar sein" ist - kein Problem, have fun. Aber wenn jemand darunter leidet, dann soll ers halt sein lassen?
 
Die meisten Leute verbringen doch 90% der Nicht-Arbeitszeit in ihren eigenen vier Wänden. Wer da keine Kontrolle über "einprasselnde" Reize hat, dem kann die Politik auch nicht mehr helfen. Respektive nur über die Bestellung eines Vormunds.
Selbst wenn es so wäre haben sie auch noch ihren Arbeitsweg. Und gerade wenn man Pendler mit Bus und Bahn ist, ist das in Großstädten Reizüberflutung pur.
Mein Chef erreicht mich auf dem Festnetz, auf der Desktop-Anwendung bzw. in dem er rübergelaufen kommt. MEIN Handy anlassen? Das wäre ein Fall für den Arbeitsschutz. Und ein Dienstgerät sowie eine Vergütung für Bereitschaftszeiten hat mir bislang niemand angeboten.
Beides. Ich kenne welche die haben ein Firmentelefon was sie mitnehmen. Oder sind in speziellen Whatsapp Firmenchats.
Privat gibt es erst recht kein "muss". Privat gilt, was ich will. Wenn das bei einigen "immer erreichbar sein" ist - kein Problem, have fun. Aber wenn jemand darunter leidet, dann soll ers halt sein lassen?
Bei einer Familie mit Kindern sieht das anders aus.
 
Mein Firmenhandy wird sowieso in dem Moment ausgemacht wo ich den Arbeitsplatz verlasse. Gestartet wird es gleichzeitig mit meinem Notebook wenn ich mich morgens an meinen Arbeitsplatz setze. Da gibt es genau null Ausnahmen und das wird auch ohne zu murren akzeptiert.

Was die Nachrichtigen/Anruf-Flut angeht trainiere ich die Arbeitskollegen aktuell dazu mir eine kurze Teams Nachricht zu schicken und zu Fragen ob ich für ein Thema gerade Zeit habe. Dann kann ich in meinem Tempo reagieren und werde nicht ständig rausgerissen. Outlook wird auch minimiert wenn ich gerade an einem wichtigen Thema sitze.

Privat habe ich angefangen Dinge wieder bewusster zu tun. Das heißt wenn ich z.B. zocken oder einen Film schaue wird das Smartphone weggelegt. Wenn ich unterwegs bin ist das Handy sowieso in der Tasche und wird nur in seltenen Fällen rausgeholt.
 
Privat habe ich angefangen Dinge wieder bewusster zu tun. Das heißt wenn ich z.B. zocken oder einen Film schaue wird das Smartphone weggelegt. Wenn ich unterwegs bin ist das Handy sowieso in der Tasche und wird nur in seltenen Fällen rausgeholt.
Das mache ich schon lange so. Und ich habe auch sämtliche Benachrichtigungstöne von Anfang an abgestellt.

Bei Whatsapp habe ich im Status "Nur dringende Anrufe". Sonst mache ich als schriftlich und leise. Dann wenn ich Lust und Zeit dazu habe.
 
Es ist absolut absurd, dass es in Städten wie München, Berlin und Hamburg überhaupt noch irgend eine Form von Wirtschaftsförderung gibt. Diese Städte haben seit Ewigkeiten Finanzprobleme, seit Ewigkeiten einen Überschuss an Arbeitsplätzen und seit Ewigkeiten einen Mangel an Wohnraum. Was macht die Politik? Für weitere Gewerbeansiedlungen mehr Schulden aufnehmen und sinkenden Wohnraum zulassen.
Ja, das macht keinen Sinn. Ich denke aber, dass es keine kurz- oder mittelfristige Lösung fürs Problem wäre und in 10 Jahren und danach die Demografie das Problem von ganz alleine regelt. Grundsätzlich bin ich bei dir, wenn es darum geht, eine gesunde Balance zwischen notwendigen Ausgaben und der dazu notwendigen Einnahmeseite wieder herzustellen.
 
Grundsätzlich bin ich bei dir, wenn es darum geht, eine gesunde Balance zwischen notwendigen Ausgaben und der dazu notwendigen Einnahmeseite wieder herzustellen.
Müsste man dann nicht bei den Rentern anfangen?
Die Renten ordentlich kürzen, weil wer als Boomer nicht genug Kinder in die Welt setzen wollte, die die eigene Rente bezahlen, muss halt damit leben das seine Rente heute schmal ausfällt und kann nicht über 100 Mrd. Euro aus dem Haushalt und mehr Schulden zu Lasten der aktuellen und künftigen Generationen, für seinen persönlichen Lebensabend, in Beschlag nehmen. :ugly:
 
Müsste man dann nicht bei den Rentern anfangen?
Die Renten ordentlich kürzen, weil wer als Boomer nicht genug Kinder in die Welt setzen wollte, die die eigene Rente bezahlen, muss halt jetzt damit leben das seine Rente heute schmal ausfällt und kann nicht über 100 Mrd. Euro aus dem Haushalt und mehr Schulden zu Lasten der aktuellen und künftigen Generationen, für seinen persönlichen Lebensabend, in Beschlag nehmen. :ugly:
Dafür haben die kinderlosen Paare in der Zeit auf dem Arbeitsmarkt mehr Zeit in ihre Arbeit investieren können, mehr eingezahlt und Staatskassen nicht belastet weil kein Kind in einem Kindergarten/Schule/Uni musste. Kindergeld hat man auch nicht bekommen und aktuell zahlen die auch mehr in die Pflegeversicherung.

Sollte man nicht vielleicht eher die bestrafen, die arbeitslos viele Kinder in die Welt setzen und die Staatskassen stärker belasten?

Nicht falsch verstehen, oben genannte Punkte entsprechen in keinster Weise meinem Weltbild aber Ungerechtigkeit sollte nicht die Lösung sein. Denn wir bezahlen nicht unsere eigene Rente, sondern die der jetzigen Rentner.
 
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