Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Die Reichen im Sozialismus hatten nicht die Macht, die Partei hatte die Macht.
Nun musste ich doch nicht nur schmunzeln sondern durchaus lachen.
Ist es nicht so, dass die Partei also die Spitze derselben durchaus nicht nur die Macht auf sich konzentrierte sondern auch ein hervorragendes, im Gegensatz zur einfachen Bevölkerung, leben mit allen verfügbaren Luxus hatte?
 
Die Reichen im Sozialismus hatten nicht die Macht, die Partei hatte die Macht.
Auch Diktatoren häufen Reichtümer an. Und dulden Oligarchen solange sie nicht zu aufmüpfig werden.
Putin hat mehrere Milliarden Privatvermögen und mehrere Anwesen.
Früher in den Monarchien waren es Könige und Kaiser welche Reichtümer und Macht angehäuft hatten.
Nur so konnten sie auch an Macht gelangen. Also ganz in den Anfängen.
Danach waren es ja Vererbungen der Adelstitel.
Geld hat schon immer die Welt regiert. Solange Menschen käuflich und korrupt sind wird sich das nie ändern.
 
Ich kann dir nicht so ganz folgen, aber egal du hast da eine ganz eigene Meinung.
Das ist halt die Verschwörungserzählung von "Links", in Wirklichkeit hätten hier die "Reichen" die Macht.
Natürlich können reiche Menschen durch Lobbyarbeit die sie finanzieren einen gewissen Einfluss ausüben, aber letztendlich unterliegen auch Reiche dem Primat der Politik, Verwaltung und des Rechtsstaates und können nur recht begrenzt Dinge beeinflussen.

Bei den Verschwörungserzählungen von Rechts, ist es der "tiefe Staat". Letztens musste ich so laut lachen, als mir allen ernstes einer erzählte das er genau wüsste das grüne Regierungsmitglieder unter Garantie beim Heute Journal, Tagesthemen oder Frontal etc. anrufen und denen sagen was gesendet werden soll.

Im Grunde genommen sind beide Seiten völlig lost und völlig verblendet in ihrer Ideologie.

Das eigentlich schlimme ist, das zumindestens ich das Gefühl habe, das immer weniger Menschen wirklich wissen wie z.B. unser Staat wirklich funktioniert, wie wirklich Entscheidungen und öffentliche Debatten zustande kommen. Insoweit zählen immer mehr obskure Gefühle anstatt Wissen auf sachlicher Basis.
 
Das ist halt die Verschwörungserzählung von "Links", in Wirklichkeit hätten hier die "Reichen" die Macht.
Natürlich können reiche Menschen durch Lobbyarbeit die sie finanzieren einen gewissen Einfluss ausüben, aber letztendlich unterliegen auch Reiche dem Primat der Politik, Verwaltung und des Rechtsstaates und können nur recht begrenzt Dinge beeinflussen.
Oder die Politiker sind Marionetten der Reichen. Welche die wahren Fäden ziehen.

Normalerweise bin ich ja kein VT Anhänger. Aber die Geschichte belegt das ja eigentlich immer wieder.
 
Oder die Politiker sind Marionetten der Reichen. Welche die wahren Fäden ziehen.

Normalerweise bin ich ja kein VT Anhänger. Aber die Geschichte belegt das ja eigentlich immer wieder.
Ich glaube eher das Politiker und Wirtschaft doch hin und wieder die selben Interessen verfolgen, das wirklich Politiker käuflich sind, sind eher Einzelphenomene.

Die Politik weiss ganz genau, dass sie ohne Geld nichts gestalten kann!
Und wer generiert in der überwiegenden Mehrzahl das Geld? Richtig die Wirtschaft!
Insoweit ist bis jetzt auch jedes andere System gescheitert und natürlich haben Politiker Interesse daran das Geld generiert wird, damit man als Politiker an der Macht etwas gestalten kann.
Insoweit gibt es sehr oft halt übereinstimmende Interessen zwischen Politik und Wirtschaft, ist eigentlich ziemlich simpel, wenn man das "System" verstanden hat.
 
Ich glaube eher das Politiker und Wirtschaft doch hin und wieder die selben Interessen verfolgen, das wirklich Politiker käuflich sind, sind eher Einzelphenomene.
Ich will nicht sagen das jeder Politiker korrupt ist. In Deutschland denke ich die Wenigsten.
Aber es sind Lobbyisten. Welche im Interesse der Wirtschaft handeln.
Die Politik weiss ganz genau, dass sie ohne Geld nichts gestalten kann!
Und wer generiert in der überwiegenden Mehrzahl das Geld? Richtig die Wirtschaft!
Insoweit ist bis jetzt auch jedes andere System gescheitert und natürlich haben Politiker Interesse daran das Geld generiert wird, damit man als Politiker an der Macht etwas gestalten kann.
Insoweit gibt es sehr oft halt übereinstimmende Interessen zwischen Politik und Wirtschaft, ist eigentlich ziemlich simpel, wenn man das "System" verstanden hat.
Wem gehören denn die Staatsanleihen eigentlich? Größtenteils?
 
Wem gehören denn die Staatsanleihen eigentlich? Größtenteils?
Wie meinst du das?
Staatsanleihen sind Schulden des States und sie werden auf dem freien Markt von allen möglichen privaten Leuten als auch Firmen/Unternehmen und Institutionen (Fonds, Banken etc) gekauft. Ich hatte auch schon Staatsanleihen von meinen Großeltern gekauft und ich selber auch schon.

Das generierte Geld über das ich geredet habe ist aber etwas völlig anderes, nämlich das Geld was dem Staat durch Steuereinahmen und Sozialabgaben zufließt und das wird zu 100% von der Wirtschaft generiert, durch Steuern und Abgaben der Unternehmen, als auch durch Steuern und Abgaben der Arbeitnehmer von ihren Löhnen, die sie von den gleichen Untenehmen erhalten.
Nur dadurch ist der Staat überhaupt handlungsfähig und darüber hinaus bestimmt zumindestens zum Teil, die Höhe des erwitschafteten Geldes in DE darüber, wie die Staatsanleihen am Markt gehandelt werden.

Beispielhaft:
DE gilt als sehr solider Staat mit einem AAA+ Rating, der "Markt", also die Staatsanleihen Käufer erwarten also zu 100% das sie ihr Geld wiederbekommen und ihre Zinsen bezahlt werden. (Wirtschaftskraft Deutschlands)
Im Vergleich dazu gibt es Staaten die anders eingeschätzt werden und geratet werden.

Muss also DE bei der Ausgabe von 10000€ Staatsanleihen Beispielhaft 2% Zinsen bezahlen, kann es sein das Italien dafür 5-7% Zinsen am Markt bezahlen muss, damit sie genug Käufer finden.
 
Wie meinst du das?
Staatsanleihen sind Schulden des States und sie werden auf dem freien Markt von allen möglichen privaten Leuten als auch Firmen/Unternehmen und Institutionen (Fonds, Banken etc) gekauft. Ich hatte auch schon Staatsanleihen von meinen Großeltern gekauft und ich selber auch schon.

Das generierte Geld über das ich geredet habe ist aber etwas völlig anderes, nämlich das Geld was dem Staat durch Steuereinahmen und Sozialabgaben zufließt und das wird zu 100% von der Wirtschaft generiert, durch Steuern und Abgaben der Unternehmen, als auch durch Steuern und Abgaben der Arbeitnehmer von ihren Löhnen, die sie von den gleichen Untenehmen erhalten.
Nur dadurch ist der Staat überhaupt handlungsfähig und darüber hinaus bestimmt zumindestens zum Teil, die Höhe des erwitschafteten Geldes in DE darüber, wie die Staatsanleihen am Markt gehandelt werden.

Beispielhaft:
DE gilt als sehr solider Staat mit einem AAA+ Rating, der "Markt", also die Staatsanleihen Käufer erwarten also zu 100% das sie ihr Geld wiederbekommen und ihre Zinsen bezahlt werden. (Wirtschaftskraft Deutschlands)
Im Vergleich dazu gibt es Staaten die anders eingeschätzt werden und geratet werden.

Muss also DE bei der Ausgabe von 10000€ Staatsanleihen Beispielhaft 2% Zinsen bezahlen, kann es sein das Italien dafür 5-7% Zinsen am Markt bezahlen muss, damit sie genug Käufer finden.
Ja aber dann "gehört" den Leuten welche Staatsanleihen kaufen ja quasi der Staat. Da er ohne sie keine Schulden aufnehmen könnte. Oder nicht?

Davon abgesehen wird der Staat wohl nie mehr seine Schulden tilgen können:


Er wird eher neue Schulden machen müssen. Die Schuldenbremse wird bestimmt wieder aufgeweicht.
 
Ja aber dann "gehört" den Leuten welche Staatsanleihen kaufen ja quasi der Staat. Da er ohne sie keine Schulden aufnehmen könnte. Oder nicht?
Nein, das läuft eben ein bischen anders.
Käufer von Staatsanleihen haben keine Sicherheiten, das Rating beläuft sich nur auf Einschätzung aus der Vergangenheit und Wirtschaftskraft.

Beispiel.
Du willst von der Bank Geld, um dir ein Auto zu kaufen, die Bank nimmt den Fahrzeugbrief als Sicherheit und ist somit quasi rechtlich Eigentümer des Autos, obwohl sie nicht im Brief steht, bis du deinen Kredit abbezahlt hast.

So etws gibt es bei Staaten nicht.
Wieder mehrere Beispiele.
Die Eigentümer der Staatsanleihen von Griechenland um 2012, mussten zum großen Teil auf ihr Geld verzichten, als der Schuldenschnitt gemacht wurde, sie sind einfach leer ausgegangen und hatten keinerlei Ansprüche auf Eigentum des griechischen Staates.

Die UdSSR kündigte 1918/1919 mit der Übernahme der Bolschewiki an, sämtlichen russischen Staatsanleihen nicht zu bezahlen (weder Zinsen noch die Anleihe selbst), was in diesem Fall hauptsächlich britische und französische Investoren (Banken Fonds etc.) betraf, die dem zaristischen Russland vor 1914 jede Menge Geld geliehen (Staatsanleihen) haben.. Das blieb bis zum Fall des eisernen Vorhanges bestehen.
Mittlerweile (1991) hatte einen Großteil dieser "wertlosen" Staatsanleihen André Kostolany für einen Spottpreis aufgekauft. Als die russische Staat ab 1991 dann am freien Finanzmarkt tätig werden wollte und auch Staatsanleihen ausgeben wollte, hat er sich erstmal im geheimen mit André Kostolany geeinigt, weil der Markt sonst horrende Zinsen gefordert hätte, weil die RU als säumiger Zahler galt.

#Nächstes Beispiel, der "größte" (Menge) Eigentümer von US Staatsanleihen ist der chinesische Staat, allerdings kann er sich dafür außer einer sicheren Geldanlage nichts "kaufen", und die USA gehören wie du siehst nicht den Chinesen, auch wenn sie der größte Gläubiger der USA sind.
 
Ok danke für die Aufklärung @Don-71 .

Wie läuft denn ein "Schuldenschnitt" dann genau ab?
Völlig genau kann ich das auch nicht sagen, aber wenn ein Staat z.B seine Zinsen aus Staatsanleihen nicht mehr bezahlen kann, oder nach der Laufzeit die Staatsanleihen nicht auslösen kann, gilt er als zahlungsunfähig.
Einschub:
Eine Staatsanleihe läuft immer über eine bestimmte Jahreszahl, dann bekommt der Käufer den Wert wieder.

Wird die Zahlungsunfähigkeit festgestellt muss der Staat mit seinen "Gläubigern" verhandeln und ein tragfähiges Konzept vorstellen. Meistens einigt man sich dann auf eine Teilrückzahlung, weil man sonst wohl gar nichts bekommen würde. Der IWF ist eine Institution die meistens dabei involviert wird und das Konzept absegnen muss und auch mit Zwischenfinazierungen aushilft.
 
Also ähnlich wie bei einer Privatinsolvenz.
Yup!

Obwohl es schon ziemlich große Unterschiede bei den einzelnen Staaten gibt.
Es ist immer ein riesen Unterschied ob du bei deiner eigenen Bevölkrung, oder international verschuldet bist.

Die Japaner sind da ein schönes Beispiel, die sind wesentlich höher verschuldet als DE (217,5% zum BIP; DE 64,8% zum BIP) oder sogar die USA, aber ihre Staatsanleihen sind zu über 90% in Händen von japanischen Privatleuten oder Unternehmen. Insoweit würde es sich im Fall der Fälle mit denen wesentlich einfacher verhandeln lassen. :D
Insoweit ist die immense Verschuldung Japans auch kaum ein Thema auf den internationalen Finanzmärkten und ihr Rating ausgezeichnet.

Als Analogie, es ist eben was anderes bei einer Bank veschuldet zu sein, als z.B bei deinen Eltern oder Geschwistern.
 
Mal abgesehen davon, das es keine "Koalition" mit der AfD geben wird, kannst du da gar nichts am GG in der Richtung ändern, denn das Bundesverfassungsgericht hat definiert, was für ein menschenwürdiges Leben in DE nötig ist! Erkläre uns hier im Forum bitte, wie du das mit einer GG Änderung anders sein sollte?
Und die Richter des Gerichts lassen sich langfristig tauschen. Die AFD hat da sicher schon Pläne besprochen.
Das stärkere Schützen des Bundesverfassungsgericht wurde ja jüngst von der CDU blockiert.

Mal abgesehen davon, das es keine "Koalition" mit der AfD geben wird
Auch wenn Merz aktuell doch mal Statements gegen die AFD fallen lassen und die CDU sucht gerade ein neues Konzept aber ich bin mir noch Chat mehr so sicher, dass es keine Koalition mit der AFD geben wird.
 
@ TrueRomance

Du kannst ja meinetwegen deine Meinung haben, ich bin Mitglied dieser Partei und habe einen ganz guten Überblick wie der Laden tickt und was in den einzelnen Landesverbänden so besprochen wird. Darüber hinaus hast du ausschließlich Glauben und Gefühle und nicht den kleinsten Beleg für deine Behauptung.

Die Annahme einer Koalition zwischen Union und AfD ist lächerlich, es wird sie nicht geben!
 
@ TrueRomance

Du kannst ja meinetwegen deine Meinung haben, ich bin Mitglied dieser Partei und habe einen ganz guten Überblick wie der Laden tickt und was in den einzelnen Landesverbänden so besprochen wird. Darüber hinaus hast du ausschließlich Glauben und Gefühle und nicht den kleinsten Beleg für deine Behauptung.

Die Annahme einer Koalition zwischen Union und AfD ist lächerlich, es wird sie nicht geben!
Dumm gefragt, bist du jetzt teil der CDU oder der AFD?

Abseits davon, bin ich der Meinung das die CDU erstmal keine Kollation mit der AFD eingehen wird. Davor sehen wir wieder die GroKo
 
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