Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ja sicher,
aber für die Übergangszeit brauchen wir dennoch richtig viel davon.
Wieso? Unser Bedarf wird doch gedeckt. Wozu also noch mal Putin anlabern?
Außer den Speichelleckern von Bsw und Afd will keiner mehr mit dem was zu tun haben.
Und Russland als Partner in einer Gemeinschaft ist für mindestens eine Generationen gelaufen.
Da muss ich nur das Mädchen anschauen, das jetzt bei uns lebt. Die ist noch klein aber wenn du Russland erwähnst, kannst du Hass in den Kinderaugen sehen. Sie hat wegen der Russen ihre Familie verloren.
 
Was ein Schwachsinn, es gibt unzählige private und staatliche Organisationen die sich darauf spezialisiert haben, angefangen von einem simplen Frauenhaus!
Wenn du als Frau in DE nicht Zwangsprostituierte sein willst, gibt es kaum ein Land auf der Welt, das mehr hilfreiche Anlaufpunkte und finanzielle Ausstattung bietet!
Da sind Deiner Meinung also die Frauen die dem Gewerbe nachgehen gar keine Zwangsprostituierte?
Sehr gewagte Aussage.

Nach meinem Wissen und Recherchen ging es die letzten Jahrzehnte hauptsächlich um Osteuropäische Länder wie Rumänien, Bulgarien, Baltikum als auch Polen. Jede Frau aus diesem Ländern hat automatisch Anspruch auf Bürgergeld, kann ihre Abschlüsse aus ihrem Land anerkennen lassen und hier über die Arge Fortbildungen belegen.
Erzähle mir ja nicht, das es für Europäerinnen die in DE der Zwangsprostitution nachgehen, schwierig oder unmöglich wäre auszusteigen, das ist dann echt verarsche.
Sehen aber gerade betroffene Frauen anders. Die diversen vorhandenen Organisationen, Aktivistinnen, Parteien etc ebenso.

Genauso wie die ehemalige "Zwangsprostituierte", Sandra Norak die auf die Loverboymasche reingefallen ist und sich jetzt als Anwältin und Aktivistin inszeniert und wortwörtlich im Fernsehen erzählt, wir als Gesellschaft sind Schuld an ihrem Schicksal.
Da kommt mir alles hoch, wer als 20 Jährige Deutsche, die sich angeblich nach jedem Freier übergeben hat, in DE nicht den Willen und den Mumm hat, sofort Auszusteigen und sich Hilfe zu suchen, die es nach 1 Stunde Google Recherche an jeder Ecke gibt und mehrere Jahre in angeblicher Zwamgsprostitution verbringt und jetzt dafür die Gesellschaft verantwortlich macht und auch noch Klagen gegen den Staat führt, fehlt mir jegliche Empathie.

Man kann als Mensch nicht immer als Opfer durch die Gegend laufen und andere verantwortlich machen, Eigeninitiative und Selbstverantwortung gehören zum Leben und wenn ich etwas partout nicht will und es gibt dazu noch sehr viel Hilfe, das nicht gewollte auch nicht machen zu müssen, liegt die Schuld wohl eher bei mir als bei der Gesellschaft!
Ich bezweifle, dass Du tatsächlich recherchiert hast was Prostitution in Deutschland eigentlich heißt und für die überwältigende Mehrheit der Frauen tagtäglich bedeutet.
Ich habe übrigens bei den Diskussionen mit betroffenen Frauen, Aufsteigerinnen, nicht einmal gehört, dass sie die Gesellschaft als solche verurteilen.

Aber ach ja ist ja alles Schwachsinn.
Dankeschön
 
Sehen aber gerade betroffene Frauen anders. Die diversen vorhandenen Organisationen, Aktivistinnen, Parteien etc ebenso.
Es gibt da zwei Seiten der Medalie, es gibt auch Prostituierte, die auch organisiert sind und das völlig anders sehen.

Ich bezweifle, dass Du tatsächlich recherchiert hast was Prostitution in Deutschland eigentlich heißt und für die überwältigende Mehrheit der Frauen tagtäglich bedeutet.
Und hier kommen wir an einen Punkt, wo wir uns halt nicht einigen werden, ich stehe auf dem Standpunkt, zumindestens für Deutschland, das niemand etwas machen muss, wenn er das nicht will, es gibt genug Alternativen und Möglichkeiten das zu verhindern, wenn man Eigeninitiative und Selbstverantwortung zeigt.

Ich habe übrigens bei den Diskussionen mit betroffenen Frauen, Aufsteigerinnen, nicht einmal gehört, dass sie die Gesellschaft als solche verurteilen.
Kommen wir mal auf besagten Frau Norak zurück, hier ist denke ich eine ganz gute Dokumentation über ihr Schicksal und sie beschreibt es ja selber.
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Bei 26:55 sagt sie, das sie und die anderen die auf einen Loverboy reinfallen nicht Schuld sind, an dem was Ihnen passiert ist!
Sicherlich trägt die Hauptverantwortung und die strafbare Handlung der Loverboy und wird dafür auch zurecht vor Gericht bestraft, aber sicherlich nach allem was man aus dieser Dokumentation mitnimmt und hört trägt natürlich die "Zwangsprostituierte" eine Mitverantwortung (bei der Loverboy Masche)!
Das absolut oder sogar haargenau gleiche gilt auch für jeden Betrug z.B Heiratsschwindler, Enkeltrick etc. etc., die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Wenn man betrogen wird, liegt es zum Teil auch an einem selbst.
Wenn du Morgen zu mir kommst und mit allen möglichen Tricks und auch Lügen versuchst mir z:B. eine Bürgschaft abzuschwatzen, hafte ich dafür, wenn ich unterschreibe. Egal ob du mich betrogen hast oder nicht.

Was ich sagen will, im Leben gehört Eigeninitiative und Selbstverantwortung dazu, es gibt keine Vollkaskogesellschaft und man muss auf sich selber auch aufpassen und kann nicht nur die Opferrolle einnehmen, sondern eventuell auch zu der Erkenntnis kommen, selber Mist veranstaltet zu haben.

Entweder ich will als Frau der Prostitution nach gehen, wenn ich das partout nicht will, meine ich das diese Gesellschaft und der Staat genügend Möglichkeiten bieten, das zu verhindern!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man Dir zuhört kann man fast glauben, Menschenhandel, Zwangsprostitution sind in Deutschland kein Problem.
Nochmals Frau Norak bzw deren Geschichte zu kennen ist keine umfangreiche Recherche zu diesem Thema.

Hier noch mehr, wie Du es nennst Schwachsinn, also etwas was es ja hier nicht gibt.
 
Wenn man Dir zuhört kann man fast glauben, Menschenhandel, Zwangsprostitution sind in Deutschland kein Problem.
Nochmals Frau Norak bzw deren Geschichte zu kennen ist keine umfangreiche Recherche zu diesem Thema.

Hier noch mehr, wie Du es nennst Schwachsinn, also etwas was es ja hier nicht gibt.
Interpretiere nicht etwas, was ich nicht geschrieben habe!


Was ich geschrieben habe und wozu ich auch stehe ist, das ich die Lösung nicht darin sehe, das Prostitution verboten wird, egal nach welchen Modell/Gesetz, sondern es für wesentlich richtiger halte die Polizei besser gegen Menschenhandel auszustatten und genügend Aufklärung und Möglichkeiten anzubieten, das betroffene Frauen Alternativen haben.
Ich halte ein Verbot auch nach dem nordischen Modell für falsch und kontraproduktiv, weil es die Prostitution und die Prostituierten noch weiter in den Untergrund/Verborgenheit und somit falsche Abhängigkeit treibt.
Prostituierte wollen in der Regel Geld verdienen und dabei hilft Ihnen garantiert nicht, wenn die Freier die sie besuchen wollen eine strafbare Handlung begehen, also werden sie sich so verhalten, dass sie dieses Gesetze umgehen und dagegen und somit auch gegen die Behörden arbeiten!
 
Sie wollen nicht, sie müssen Geld verdienen.
Es ist halt nicht selbstbestimmt wie Du offensichtlich meinst.

In Deutschland ist Prostitution derzeit nicht verboten. Es sind allerdings nur ein Bruchteil der Frauen tatsächlich gemeldet. Warum nur?
Sprich Prostitution ist schon im Verborgenen/Untergrund.

Aber ja Alles Schwachsinn.
 
Sie wollen nicht, sie müssen Geld verdienen.
Es ist halt nicht selbstbestimmt wie Du offensichtlich meinst.

In Deutschland ist Prostitution derzeit nicht verboten. Es sind allerdings nur ein Bruchteil der Frauen tatsächlich gemeldet. Warum nur?
Sprich Prostitution ist schon im Verborgenen/Untergrund.

Aber ja Alles Schwachsinn.
Seriöse Artikel behaupten das Gegenteil oder zumindestens wesentlich weniger dramatisch als du!

Nach mehreren Schätzungen 90000 Prostituierte in Deutschland davon fast 30000 gemeldet, also ein gutes Drittel und nicht ein Bruchteil.
Dazu ist das Nordische Modell zumindestens umstritten, sagt selbst der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages, da es keine wissenschaftlichen sondern eher nur geschönte Studien aus den Ländern gibt, die es eingeführt haben

Die Freitag hat einen brandaktuellen und sehr kritischen Artikel zum Nordischen Modell, leider hinter einer Paywall, aber wer einigemaßen bescheid weiss, kann ihn sich freischalten, vorsichtig sehr lang und gut recherchert.

Mehrere unabhängige Studien sehen das Modell in Frankreich als gescheitert an (Einführung 2016).
Der Berufsveband sexuelle und erotische Dienstleistungen e.V weisst auf die gleichen eher negativen Studien hin.


Vor dem Europäischen Gerichtshof der die Klage zugelassen hat, läuft gerade die Klage mehrerer Hundert französischer Prostituierter die gegen das Nordische Modell (Prostitutionsverbot) in Frankreich vorgehen.
 
Oh ja! Von den gut 24000 gemeldeten geht man von maximal 10% aus.
Lol! Bleibe doch mal bei der Wahrheit, das was du machst sind Behauptungen aufstellen, dann bringe dazu auch Belege!
Zitat:
Wie viele Menschen sich in Deutschland prostituieren, lässt sich nicht sagen. Eigentlich müssten sich Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter nach dem Prostituiertenschutzgesetz von 2017 bei den Behörden anmelden – das machen aber längst nicht alle. Ende 2022 gab es – diese Zahl ist immerhin verlässlich – 28.280 bei Ämtern registrierte Prostituierte. Die meisten von ihnen waren zwischen 21 und 44 Jahre alt. Nur 18 Prozent von ihnen hatten die deutsche Staatsbürgerschaft, rund 35 Prozent die rumänische, elf Prozent die bulgarische.
Inoffizielle Schätzungen, mit denen in der Debatte über die Prostitution argumentiert wird, gehen von 200.000 Prostituierten und mehr aus. Doch wirklich belastbar scheinen die Schätzungen nicht zu sein. Das Erotikportal Erobella hat alle Zahlen, die im Umlauf sind, eruiert und auf ihre Herkunft und Stichhaltigkeit abgeklopft. Einer eigenen Erhebung des Portals zufolge soll es knapp 89.000 Prostituierte in Deutschland geben. Der Verein für soziale und politische Rechte von Prostituierten „Doña Carmen“ kommt in seinen Berechnungen auf eine ähnliche Größenordnung.
 
Seriöse Artikel behaupten das Gegenteil oder zumindestens wesentlich weniger dramatisch als du!

Nach mehreren Schätzungen 90000 Prostituierte in Deutschland davon fast 30000 gemeldet, also ein gutes Drittel und nicht ein Bruchteil.
Dazu ist das Nordische Modell zumindestens umstritten, sagt selbst der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages, da es keine wissenschaftlichen sondern eher nur geschönte Studien aus den Ländern gibt, die es eingeführt haben
Mir sind die Zahlen zwischen 200000 bis 250000 bekannt. Selbst wenn es lediglich 90000 sind, warum sind nicht alle angemeldet?


Die Freitag hat einen brandaktuellen und sehr kritischen Artikel zum Nordischen Modell, leider hinter einer Paywall, aber wer einigemaßen bescheid weiss, kann ihn sich freischalten, vorsichtig sehr lang und gut recherchert.

Mehrere unabhängige Studien sehen das Modell in Frankreich als gescheitert an (Einführung 2016).
Der Berufsveband sexuelle und erotische Dienstleistungen e.V weisst auf die gleichen eher negativen Studien hin.

Der Berufsverband ist auch kritisch zu hinterfragen.

Vor dem Europäischen Gerichtshof der die Klage zugelassen hat, läuft gerade die Klage mehrerer Hundert französischer Prostituierter die gegen das Nordische Modell (Prostitutionsverbot) in Frankreich vorgehen.
Nennt sich Rechtsstaat. Die Frage ist natürlich in wie weit die Frauen tatsächlich selbstbestimmt klagen.
Und das sind dann eben auch viele, die illegal im Land sind und keine Ahnung haben, dass man ihnen helfen kann.
Das ist das eigentliche Problem was der ein oder andere ja nicht sehen möchte.
 
Lol! Bleibe doch mal bei der Wahrheit, das was du machst sind Behauptungen aufstellen, dann bringe dazu auch Belege!
Zitat:

Schön, dass Du das Thema offensichtlich auch lustig findest.




Also zählen nur die Organisationen, die du in deinen Posts für das Nordische Modell anführst?
Ernsthaft?
Quatsch! Wie Die aufgefallen ist habe ich auf das nordische Modell hingewiesen weil ich dafür auf einen Landesparteitag gestimmt habe.
Du verlinkst gerade alle möglichen Quellen welche dieses Ablehnen. Ist ja auch in Ordnung.
Es ist als Hinweis zu sehen, dass diese Organisation kritisch zu betrachten ist.
Das Dir das nicht gefällt kann ich nicht nachvollziehen. Ich könnte Dir jetzt andere Organisationen nennen die das ebenso sehen allerdings eher nicht kritisch zu hinterlegen sind.


Was soll ich darauf noch antworten?
Es sind bestimmt Zwangsprostituierte die dort klagen.....
Natürlich sind die alle selbstbestimmt. Klar sonst bist Du ja eingeschnappt.

Eventuell so selbstbestimmt wie die Frauen welche sich bei den Diskussionen zum nordische Modell zu Wort gemeldet haben, natürlich unter den wachsamen Augen der mitgekommenen Luden der auch im Auditorium saß.

Aber alles Schwachsinn.
Du hast es ja geschrieben.
Und das sind dann eben auch viele, die illegal im Land sind und keine Ahnung haben, dass man ihnen helfen kann.
Genau das ist das Problem.
Aber wie ich hier gerade lerne ist das ja eigentlich kein Problem. Liegt ja alles an den Frauen selber.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu meinen Behandlungen gab es auch eine Anfrage der Union Gegenüber der Regierung. Übrigens auch mit der Zahl von 24000. Aber es waren schon Mal wesentlich mehr so wie derzeit vermutlich auch.
Interessant ist das dort sogar eine Zahl von 400000 Sexarbeiterinnen gesprochen wird.
Es geht aber um die Evaluierung des Status Quo.

Damit wird es von mir aber gut sein zu dem Thema. Ist ja eh lustiger Schwachsinn.

 
Und das sind dann eben auch viele, die illegal im Land sind und keine Ahnung haben, dass man ihnen helfen kann.

Nicht nur dass. Auch legal im Land befindliche Frauen (und zum sehr kleinen Anteil auch Männer), die in Zwangsprostitution gefangen sind, egal ob ursprünglich als Flüchtlinge, als Familiennachzügler oder EU-Bürgerinnen und - Bürger stecken oft in einem Dilemma und wissen nichts von ihren Rechten und Möglichkeiten. Darum finde ich Dons Ansatz der "besseren Aufstellung" der Strafverfolgungsorgane und auch der Beratungs- und Informationsinfrastruktur schon sehr wichtig.
Aber was machst du in den Fällen, wo die Familie der Zwangsprostituierten (angeblich) in der Heimat bedroht wird? Oder wenn du aus einer sehr abergläubischen Kultur kommst, und dir eine Verfluchung angedroht wird (so einen Fall gab es kürzlich in Bremen, die Zuhälterin/"Hexe" hat da den stark vorhandenen Aberglauben ausgenutzt - wurde aber zum Glück verknackt)? Das ist halt die leider eine kaum auflösbare Crux mit der ollen Freiheit - du wirst immer Leute finden, die sie auf's schändlichste Ausnutzen. Und wenn du gegen jede Eventualität und Boswilligkeit angehen willst, bleibt nicht mehr so richtig viel von der Freiheit übrig. Immer eine sehr diffizile Abwägung. In meinem früheren Umfeld wurde das Thema tw. auch sehr hitzig debattiert, ich für mich persönlich bin zu keiner klaren Schlussfolgerung gekommen, wie mit dem Thema (Zwangs-)Prostitution umzugehen wäre...
 
Sieht was den Alkohol betrifft die WHO anders. Und ist auch mein Kenntnisstand.

Danke für den Link. Das Alkohol auch eine carcinogene Wirkung hatte, wusste ich, passend zum abschließenden Absatz, bislang gar nicht. Erst Acrylamid und jetzt auch noch das :( .

Sowohl in meinen Ausführungen als auch in Thresholds Post, auf dass ich geantwortet habe, ging es aber um die Toxizität. Da hat das von mir gesagte afaik Gültigkeit: Unser Körper ist darauf vorbereitet, die Giftwirkung von Ethanol bis zu einem Gemaß zu tollerieren, zu verarbeiten und vollständig wieder zu reparieren. Für alle anderen Drogen und Genussmittel gilt das nicht, afaik inklusive Nikotin und THC. Diese Gifte spielten evolutionär während unserer Entwicklung keine Rolle und hauen ab der kleinsten Dosis so rein, wie sie es halt können. (Und über das Krebsrisiko bei typischen Nikotin- und THC-Konsumformen brauchen wir wohl gar nicht erst reden. Gegen das, was Rauchen anrichtet, sind auch die von dir verlinkten Zahlen bei mäßigem Alkoholkonsum ein Witz. Zumal weiteren Berichten zu Folge wohl vor allem trinkende Raucher die Statistiken so hochziehen, weil die durch Alkohol angegriffenen Schleimheute mehr andere Carcinogene reinlassen.)


Im gegenseitigen Einvernehmen macht das wohl die Minderheit aller Prostituierten.

Zum Anteil der Zwangsprostitution gibt es wiedersprüchliche Angaben aber in Anbetracht von gut 28000 offiziell registrierten Sexarbeitern und knapp 500 ermittelten Opfern von Menschenhandel zwecks sexueller Ausbeutung 2022 ist eine 50%-Quote praktisch ausgeschlossen. Zumal ein Drittel dieser Opfer auch noch durch Trickbetrug in diese Tätigkeit gedrängt wurden. Das heißt die Gründe für die Aufnahme der Prositution waren zwar kriminell, aber der eigentliche Sexakt fand auch da in gegenseitigem Einvernehmen von Anbieter und Kunde statt.

Aufgrund der unbekannten Dunkelziffern kann man sich natürlich auch andere Zahlen zurechtreimen. Aber Angaben, die auch nur in die Nähe von 50% Zwangsprostitution kommen, habe ich bislang ausschließlich von Lobbygruppen gehört, die auch Armutsprostitution als solche zählen. Wenn jemand auf den Strich geht, weil es keinen anderen Job gibt, der als brauchbar empfunden wird, dann bedeutet das aber noch nicht, dass der Sex nicht in gegenseitigem Einvernehmen stattfinden würde und vor allem schließt das aus, dass ein Verbot von Prostitution die Lage irgendwie verbessern könnte. Denn dadurch entsteht ja keine bessere Beschäftigungsmöglichkeit, sondern es wird den Betroffenen im Gegenteil gerade die Option genommen, die als am wenigsten negativ empfunden wurde.

Von daher sind entsprechende Verbotsiniativen auch nicht im Interesse der Betroffenen (tatsächlich sprechen sich deren Verbände entschieden dagegen aus), sondern purer Prüderie-Aktionismus, den es leider von ganz links bis weit nach rechts quer durch alle Parteien gibt. (Mit Schwerpunkt bei der Linken, den Grünen und der Union.)


Da frage ich mich, wo der Vorteil dieses Modells ist im Vergleich zu dem, was man hat?

Theoretisch können von Gewalt betroffene Sexarbeiter beim nordischen Modell zur Polizei gehen, während sie das bei einem Verbot von Prostitution aus Eigenschutz sein lassen müssten. Praktisch ist es natürlich so, dass jemand, der sich in einem unsicheren Umfeld prostituiert, sowie unter Bedingungen lebt, in denen er es sich aus kaum leisten können wird, wegen kleineren und mittleren Vergehen Anzeige zu erstatten. Erst recht nicht, solange man auf die Dienstleistungen von Kriminellen angewiesen ist, um überhaupt an Kunden und Kundinnen zu kommen, weil die ja nicht mehr offen agieren dürfen. Somit beschränkt sich dieser Rettungsanker in der Praxis auf wirklich extreme Situationen. Und bei denen ist dann leider im Umfeld "Kriminelle, Prosititution, Menschenhandel" auch ganz schnell die Grenze erreicht, wo die Opfer rein physisch nicht mehr zur Polizei gehen können, ohne ihr Leben (oder das von Angehörigen) zu risikieren.

Unterm Strich bringt das nordische Modell den Opfern von Prostitution also beinahe gar nichts (Hilfsorganisationen können weiterhin aktiv bleiben, das wars), sondern ist praktisch ein ganz normales Verbot. Aber die Prüderisten, die es fordern, können darauf pochen, sie würden Prositution ja gar nicht verbieten wollen. Das ist so ähnlich wie "ich will doch nicht, dass Flüchtlinge sterben. Ich will nur, dass die Grenzen dicht gemacht werden!"
 
Selbst wenn es " nur" 10% Zwangsprostituierte gibt, nimmt jeder " Freier" diesen Fakt billigend in Kauf und macht sich zum Mittäter.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und wenn die Polizei zu Hause vor der Tür steht, ist die erzieherische Wurkung sicher hoch.
Prostitution in irgendwelcher Form zu relativieren, hoffähig zu machen, ist moralisch fraglich.
Auch seinen Körper aus sozialen Gründen zu verkaufen zu müssen, ist Zwang.
Offensichtlich ist aber in unser Gesetzgeber überwiegend männlich und der Handlungsdruck nicht so stark ausgeprägt.
Übrigens bin ich nicht Prüde, weil ich Prostitution ablehne.
 
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