Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Letztendlich wird es darauf hinaus laufen, dass man politisch das umsetzt, wass die Afd im Grundsatz fordert und ihr damit das Wasser abgreäbt. also das, was Dänemark, finnland oder Schweden machen.
Das wird einigen in diversen Parteien nicht passen, aber das wird der Weg sein.
Ja klar, das wird klappen. Die Migrationspolitik schwenkt doch schon hart um und schon legen die Faschisten mit ihren Remigrationsfantasien nach. Lassen wir die das noch ein paar Jahren in die Parlamente und Talkshows plärren, dann springen die übrigen Parteien auch darauf an, alles schön demokratisch. Das ist doch genau die Masche der Faschos, immer den Diskurs verschieben, sein populistisches Narrativ überall durchdrücken, bis alle davon getriggert werden.
Nicht die AfD höhlt die Demokratie aus, das machen die Altparteien mit ihrer Politik ganz alleine.
Die AfD ist nur ein Symptom, was auf dem Rücken von mangelnden politischen Willen und Taten seine Erfolge feiert.
Nichts entschuldigt die Wahl von Faschisten, auch nicht schlechte Politik. Ist ja nicht so, dass es nicht noch andere Parteien abseits der im Parlament vertretenen gibt, die sich in der Regel nicht durch Menschenfeindlichkeit auszeichnen.
Du hättest also gerne undemokratische Lösungen weil dir die Forderungen nicht gefallen?
Der Schutz der Demokratie ist nicht undemokratisch. Die Väter und Mütter haben aus eigener Erfahrung sich schon was dabei gedacht. Die konnten nämlich 1928 sowas lesen:

"Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren.
Wenn es uns gelingt, bei diesen Wahlen 60 oder 70 Agitatoren und Organisatoren unserer Partei in die verschiedenen Parlamente hineinzustecken, so wird der Staat selbst in Zukunft unseren Kampfapparat ausstatten und besolden. Eine Angelegeneheit, die reizvoll und neckisch genug ist, sie einmal auszuprobieren...
Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir!"

Bernd-Björn Höckler hat seinen Goebbels gelesen...
 
Der Schutz der Demokratie ist nicht undemokratisch. Die Väter und Mütter haben aus eigener Erfahrung sich schon was dabei gedacht. Die konnten nämlich 1928 sowas lesen:
Das glaube ich nicht. Wie gesagt, 30% rechtes Gedankengut in der Gesellschaft halte ich inzwischen für wahrscheinlich. aber eine Übernahme des Staates durch die Rechten bezweifle ich.
Die Demokratie ist stark genug und kann das aushalten.
 
Nicht die AfD höhlt die Demokratie aus, das machen die Altparteien mit ihrer Politik ganz alleine.
Die AfD ist nur ein Symptom, was auf dem Rücken von mangelnden politischen Willen und Taten seine Erfolge feiert.

Die AFD ist kein Symtom, die AFD ist ein Krankheitsherd und ihr unmittelbares Umfeld dürfte im Zuge der Parteipopularität die derzeit wirkungsvollste Lügenschleuder sein, die Rechtsextreme in Deutschland haben. Das auszulöschen würde eine faktenbasierte Rückkehr zur rechtsstaatlichen Grundsetzen deutlich erleichtern.

Allerdings glaube ich auch nicht im geringsten daran, dass ein AFD-Verbot dazu beitragen könnte. Was die AFD in Parlamenten macht, oder for that matter: was irgend eine Partei in Parlamenten macht, scheint AFD-Wähler sowieso nicht zu interessieren. Und außerhalb wären auch die Nachfolgegruppen einer verbotenen AFD weiterhin aktiv mit dem extra Bonus der großen Märtyrerstory. Auch die NPD wurde durch die Verbotsversuche nicht kleiner, sondern nur durch den Stimmenabgang an die AFD und durch eigene Dummheit.


Letztendlich wird es darauf hinaus laufen, dass man politisch das umsetzt, wass die Afd im Grundsatz fordert und ihr damit das Wasser abgreäbt. also das, was Dänemark, finnland oder Schweden machen.
Das wird einigen in diversen Parteien nicht passen, aber das wird der Weg sein.

Also das, worin sich die Union seit Jahren und neuerdings auch die FDP zunehmend versucht und was die AFD nur noch stärker gemacht hat, soll die AFD in Zukunft trockenlegen? Diese Prognose klingt ja absurder als manch AFD-Programm.


Wo wird es denn versucht?
Klüngelpolitik, auf Aroganz aufbauende einseitige Verbotspolitik und Umverteilung von unten nach Oben ist kein Versuch, das ist einer der Gründe, warum die AfD so stetigen Zulauf hat.

Weil die AFD Klüngelpolitik noch besser beherrscht, ihr halbes Programm auf arroganz-absierte, einseitige Verbotspolitik und die andere Hälfte auf Umverteilung von unten nach oben aufbaut?


Das ist schlicht anmaßend. Ich möchte nicht bestreiten, dass ein Teil der AfD-Wähler wirklich rechtsextrem ist. 30% der Ostbevölkerung als rechtsextrem zu verunglimpfen halte ich allerdings für größenwahnsinnig und demokratieschädigend.

Sollen wir sie stattdessen lieber als "blöd" verunglimpfen, wenn sie Parteien wählen, die ihnen und ihren eigenen, angeblich nicht-rechtsextremen Ansichten massiven Schaden zufügen wollen?

Ich sehe das Problem eher darin, dass die etablierte Politik sich einfach nicht für die Belange des "Ostens" interessiert und die Ostbevölkerung daher in einem hohen Grad protestwählt.

Ja, das ist ein von der AFD sehr gern verbreitetes Narrativ. Was bislang niemand beantworten konnte:
- Warum wählt man dann eine Partei, die sich für die Probleme von so ziemlich niemandem interessiert, sondern sich fast ausschließlich auf eingebildete Ängste von Rechtsextremen konzentriert?
- Wie kann man im Jahre 34 nach der Wende immer noch hochgradig rassistsich-nationalistisch im Rahmen einer angeblichen autochthonen "Ostbevölkerung" denken und gleichzeitg der Meinung sein, man wäre nicht rechts?
 
Also das, worin sich die Union seit Jahren und neuerdings auch die FDP zunehmend versucht und was die AFD nur noch stärker gemacht hat, soll die AFD in Zukunft trockenlegen? Diese Prognose klingt ja absurder als manch AFD-Programm.
Genauso haben das die Sozialdemokraten in Dänemark gemacht.
Dort spielen die Populistenparteien keine Rolle mehr, weil deren Narrativ die Sozialdemokraten übernommen haben.
Ich hab keine Ahnung, ob das auch für Deutschland gelingt, aber sowohl die Union als auch die FDP versucht das.
Die Politik von der SPD und den Grünen klappt aktuell ja nicht.
Was natürlich auch an den Medien liegt, die alles kaputt reden, was die Regierung macht.
 
Die AFD ist kein Symtom, die AFD ist ein Krankheitsherd und ihr unmittelbares Umfeld dürfte im Zuge der Parteipopularität die derzeit wirkungsvollste Lügenschleuder sein, die Rechtsextreme in Deutschland haben. Das auszulöschen würde eine faktenbasierte Rückkehr zur rechtsstaatlichen Grundsetzen deutlich erleichtern.
Solche Parteien mögen zwar nie komplett ausmerzbar sein, aber sie sind Krankheiten die für eine Gesunde Demokratie und Gesellschaft, einem starken Immunsystem, üblicherweise zu keiner schwerwiegenden "Erkankung" führen. Erst wenn die Demokratie und Gesellschaft nicht mehr Gesund sind, das Immunsystem quasi schwach ist, werden auch solche Parteien zu einer ernsten gesundheitlichen Gefahr.

Allerdings glaube ich auch nicht im geringsten daran, dass ein AFD-Verbot dazu beitragen könnte. Was die AFD in Parlamenten macht, oder for that matter: was irgend eine Partei in Parlamenten macht, scheint AFD-Wähler sowieso nicht zu interessieren. Und außerhalb wären auch die Nachfolgegruppen einer verbotenen AFD weiterhin aktiv mit dem extra Bonus der großen Märtyrerstory. Auch die NPD wurde durch die Verbotsversuche nicht kleiner, sondern nur durch den Stimmenabgang an die AFD und durch eigene Dummheit.
Eben, du kannst solche Parteien verbieten wie du willst, damit verschwindet nicht ihr harter Kern und ihre Zielwählerschaft und es ist nicht die Frage ob diese in einer anderen Partei wieder auftauchen (wie mit der AfD), oder mit einer neuen Partei, wo das Spiel wieder von vorne losgeht, sondern nur wann und das wann ist meistens ehr früher als später.

Von daher bringt es im Grunde auch absolut nichts solche Parteien auf rechtsstaatlichen Wege irgendwie tot machen zu wollen, solange sie die Demokratie nicht mit offener Gewaltbereitschaft zu zerstören versuchen (z.B. durch bewaffnete Aufstände), weil sie eben wie Stehaufmännchen zurückkommen.

Möglichst dauerhafte Lösungen gibt es für so etwas im Grunde nur durch eine Politik der sozialen Zufriedenheit, weil ein "wohlstandstechnisch satter" konservativ-rechts eingestellter Bürger auch ein zumeist "fauler" Bürger ist.

Die soziale Zufriedenheit leidet aber seit 40 Jahren zunehmend, weil die Lücke zwsichen unten und oben beständig anwächst und dem "satten konservativ-rechts orientierte Wähler" immer anhaltender vor Augen geführt wird im Grunde auch nur einen immer kleiner werdenden Spalt breit vom runterfallen entfernt zu sein und somit seine größten Ängste befeuert werden (selbst wenn er noch gar nicht runtergefallen ist). ;)

Weil die AFD Klüngelpolitik noch besser beherrscht, ihr halbes Programm auf arroganz-absierte, einseitige Verbotspolitik und die andere Hälfte auf Umverteilung von unten nach oben aufbaut?
Seit wann waren rational richtige Entscheidungen, beim Kreuz auf dem Stimmzettel, schon einmal etwas das Wähler machen, wenn sie Lösungen für Probleme möchten, die komplexer sind, als sie selbst vermutlich in der Lage und vor allen Willens sind zu erfassen?

Es wird dann nicht dort das Kreuz gesetzt, wo der vermutlich sachdienlich-richtigste, aber auch oft unbequemste, Ansatz verfolgt wird, sondern dort wo Populisten und Laberköpfe die wortgewaltigsten Sprüche und größten am besten klingenden Versprechungen abgeben.

Das zieht sich doch durch die Demokratie, nach dem Zweiten Weltkrieg und vor allen ganz besonders ab den 1980er Jahren, über mindestens Reagan, Thatcher, Kohl, Blair, Schröder, Bush, Macron, Merkel, Cameron, Westerwelle, Trumph, bis Merz und Lindner, wie ein roter Faden und je mehr der Karren dabei gegen die Wand gefahren wird umso mehr verliert sich ein nicht unerheblicher Teil der Menschen in immer populistischeren und extremen Versprechungen, die so schön einfach klingende Lösungen dafür propagieren, den Karren damit dann wieder "auf Spur" zu bringen.

Von daher schließt es nun einmal nicht aus das Menschen als vermeindliche Lösung dann (bereitwillig) Parteien wählen die ihnen sogar am Ende noch mehr schaden, als die die bisher regiert haben, oder wo sie vorher ihr Kreuz gesetzt haben.
 
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Das auszulöschen würde eine faktenbasierte Rückkehr zur rechtsstaatlichen Grundsetzen deutlich erleichtern.
Faktenbasiert? Die Altparteien waren schon vor dem Großwerden der AfD nicht sonderlich faktenbasiert. Die AfD verstärkt diesen Umstand zwar stark, ist aber nicht dafür ursächlich. Die etablierten Parteien bemühen sich ja auch nicht um Besserung. Eher im Gegenteil. Zumindest habe ich schon seit Jahren keinen Politiker mehr gesehen, der öffentlichkeitswirksam seine Politik zu erklären versucht und für diese geworben hat. Ein sinnvoller politischer Dialog findet in der Gesellschaft kaum noch statt.
Sollen wir sie stattdessen lieber als "blöd" verunglimpfen, wenn sie Parteien wählen, die ihnen und ihren eigenen, angeblich nicht-rechtsextremen Ansichten massiven Schaden zufügen wollen?
Das machen die etablierten Parteien doch aber auch nicht? Ist man also blöd, egal was man wählt? Außerdem vergessen viele die starke Kluft zwischen Stadt und Land. Der Osten besteht nicht nur aus Berlin, vielleicht noch Dresden, Leipzig und Co., sondern auch hauptsächlich aus sehr vielen Kleinstädten und Dörfern, in denen die Bevölkerung wenig Lust auf die herablassende städtisch-geprägte Politik hat. Zudem sind "Land"-Communities auch viel persönlicher und man wählt ggf. nicht das Programm, sondern die Person - auch wenn die vielleicht eine fragwürdige Ideologie hat. Meines Erachtens muss unsere politische Elite endlich von ihrem hohen Ross unterkommen, sich um die Probleme der Sozialschwachen und der Landbevölkerung kümmern und mit dem Volk in einen sinnvollen Dialog treten.
Warum wählt man dann eine Partei, die sich für die Probleme von so ziemlich niemandem interessiert, sondern sich fast ausschließlich auf eingebildete Ängste von Rechtsextremen konzentriert?
Siehe vorheriger Absatz.
Wie kann man im Jahre 34 nach der Wende immer noch hochgradig rassistsich-nationalistisch im Rahmen einer angeblichen autochthonen "Ostbevölkerung" denken und gleichzeitg der Meinung sein, man wäre nicht rechts?
Das geht ganz einfach. Auf dem Papier hatten wir die Wende. Wirtschaftlich sieht das immer noch ganz anders aus. Keine Ostunternehmen im DAX, unfassbar geringe Eigentumsquote, deutlich niedrigere Durchschnittslöhne, kaum bis gar keine Repräsentation in Führungspositionen usw. Das sind halt alles Fakten.
 
Das machen die etablierten Parteien doch aber auch nicht? Ist man also blöd, egal was man wählt? Außerdem vergessen viele die starke Kluft zwischen Stadt und Land. Der Osten besteht nicht nur aus Berlin, vielleicht noch Dresden, Leipzig und Co., sondern auch hauptsächlich aus sehr vielen Kleinstädten und Dörfern, in denen die Bevölkerung wenig Lust auf die herablassende städtisch-geprägte Politik hat. Zudem sind "Land"-Communities auch viel persönlicher und man wählt ggf. nicht das Programm, sondern die Person - auch wenn die vielleicht eine fragwürdige Ideologie hat. Meines Erachtens muss unsere politische Elite endlich von ihrem hohen Ross unterkommen, sich um die Probleme der Sozialschwachen und der Landbevölkerung kümmern und mit dem Volk in einen sinnvollen Dialog treten.
Warum sollten sie? Das System in dem man alle paar Jahre nur die Akteure des Systems auswechseln muss wenn es den Leuten (zum wiederholten Mal) gedämmert hat, dass man sich (zum wiederholten Mal) nicht an die Wahlversprechen halten wird funktioniert für die politische Elite doch seit jeher genau wie gewünscht, weil nach der Politik wartet ja sowieso ein gut bezahlter Job in der Privatwirtschaft.

Das grundsätzliche Problem an der repräsentativen Demokratie war schon immer dass Politiker nicht an ihre Versprechen gebunden sind und dementsprechend ist es auch vollkommen egal wieviele Teile man in der Maschine alle paar Jahre wechselt das Problem beginnt bei der Maschine selbst. Und was man sich vorallem bewusst machen sollte ist dass die AfD am Ende des Tages genauso Teil dieser Maschine ist, vorallem in der Rolle um den ganzen Protestwählern und sonstigen Unzufriedenen die Illusion zu geben dass es doch eine "Alternative" zu den Altparteien gäbe.

Die Ironie ist ja grade dass den Altparteien eigentlich gar nichts besseres als die AfD passieren konnte weil man so die ganzen Protestwähler und Unzufriedenen die man als Altpartei nicht mehr abgeholt bekommt bequem unter dem Term "Rechts" und "Nazis" abstempeln kann weil "die fordern Abschiebungen", obwohl das eigentlich das kleinste Problem an der AfD ist. Das grössere Problem heutzutage ist eher dass sich scheinbar kein Mensch mehr Parteiprogramme durchliest weil ansonsten müsste einem eigentlich auffallen dass das Programm der AfD ein neoliberaler Albtraum aus der Hölle ist.

Aber um nochmal darauf zurückzukommen sich wirklich um die Leute zu kümmern, ich persönlich sehe da eigentlich nur zwei Wege nämlich a) Politiker müssten an ihre Versprechen gebunden sein und b) direkte Demokratie. Und die Leute müssten natürlich aufhören dieser Links/Rechts Kategorisierung aka Wir-gegen-die Spiel auf den Leim zu gehen. Weil ansonsten schätze ich es eigentlich als Utopie ein dass sich an dieser Melange aus Lobby(interessen)/persönlichen Interessen/Bereicherung und dass es für das eigene Handeln keinerlei Konsequenzen gibt irgendetwas ändern wird.
 
Schöne Vorstellung, dass Politiker an ihre Versprechen gebunden sind.
Nur was wenn diese z.b. aus finanziellen Möglichkeiten nicht mehr möglich sind? Brennesselarm?
Ich höre im Wahlkampf oder lese in den Programmen nur sehr wenige Versprechen.

Direkte Demokratie halte ich wenn diese nicht absolut ist für nicht praktikabel. Und wie viel Handlungsspielraum gebe ich einer Regierung?

Im übrigen wartet nach der Mandatszeit nicht immer ein lukrativer Job in der Privatwirtschaft. Sogar ganz häufig nicht. Eigentlich eher selten. Außer natürlich es geht zurück in den alten Beruf in der Privatwirtschaft und dieser ist auch gut bezahlt.
 
Eine vierköpfige Familie richtet den gleichen Klimaschaden an wie ein viermal fliegender Besserverdiener. Du wirst beim Klimaschutz nicht weit kommen, wenn du alle weitermachen lässt als bisher. Reiche haben zwar pro Kopf einen hohen Ausstoß, aber da es bekanntermaßen so wenige davon gibt, sind sie immer noch ein zwar ansehnlicher, aber nicht sonderlich großer Teil der Gesamtemissionen. Selbst wenn du die auf 0 runterschraubst, hast du noch nicht annähernd genug erreicht. Auch die Familie muss wesentlich seltener fliegen als bisher. Und wenn sie sich das bisher jährlich leisten konnte, dann sie künftig auch alle drei Jahre den Zug zum Flug von den beiden entfallenen Reisen finanzieren.
Da sagen Studien aber etwas anderes. Superreiche von denen es bekanntlich ja angeblich so wenige gibt verursachen mehr als die restlichen Menschen. Daher lohnt es sich gerade da einen Riegel vor zu schieben.
Diesseits einer Revolution wird nicht die soziale Frage "Lösen". Aber richtig organisierter Klimaschutz kann zur Lösung beitragen. Wie gesagt: Der Lebensstil reicher Leute umfasst wesentlich mehr CO2-intensive Dinge. Natürlich sind die immer noch reich, wenn man CO2 teurer macht, und können sich somit immer noch mehr leisten als andere. Aber wo es heute 10 extras sind, wären es in Zukunft vielleicht nur noch 5 extras und der Lebensstandard würde sich angleichen.
👍

Mit dem entscheidenden Unterschied, dass man Geld haben will und es relativ leicht ist festzustellen, ob jemand Geld hat. CO2 dagegen soll man vermeiden und um festzustellen, ob es wirkich vermieden wurde, müsstest du jede einzelne Handlung überwachen und bürokratisch auswerten.
Das zu überwachen ist natürlich ein technisches Problem welches aber auch nicht unmöglich zu lösen ist.
Es soll ja auch nicht überwacht werden was vermieden würde sondern das was verbraucht wird/würde. Das ist sogar relativ leicht nachzuvollziehen.
Das wird einfach von dem festgelegten Konto abgezogen.


Was nur dazu führen würde, dass die Politik jedes Jahr die Zielmarken ein weiteres Stück zu hoch ansetzt und sonst null Vorteile bringt. So ein Quotensystem haben wir, mit genau dem gleichen überbordenden Bürokratieaufwand, der gleichen politischen Manipulation und der vollkommen unzureichenden Wirkung für die Umwelt, schon beim Fischfang.
Echt Du weißt schon was die Politik entscheiden wird? Ich behaupte von mir ich kann nicht Mal sagen wie sich der nächste Bundestag zusammen setzt und welche Regierung sich bilden wird.

Wo bitte schön liegt der Unterschied zwischen
"du darfst 500 kg CO2 umsonst verursachen, danach zahlst du 1 € pro kg" und
"hier hast du 500 €. Pro kg CO2 zahlst du ab sofort 1 €"???
In beiden Fällen kann man 500 kg "umsonst" ausstoßen. Im ersteren Fall wird man sogar noch belohnt, wenn man unter den Vorgabewerten bleibt, während dein System (ohne den von Neuer_User vorgeschlagenen Handel) nur dazu erzieht, das Limit jedes Jahr maximal auszureizen. Und in beiden Fällen zahlt man, sobald man drüber liegt.
Der Unterschied besteht darin, dass nicht beim Konsum gezahlt wird. Sprich das Produkt wird nicht teurer. Keiner geht in Vorkasse. Das einpreisen einer, derzeit zu geringen, CO2 Abgabe belastet gerade Menschen mit wenig Geld sofort. Auch ist nicht sichtbar wie viel CO2 mit dem Konsum verbraucht wurde. Eine Überlegung über das Handeln um eventuell eine CO2 freundlicherer alternative zu nutzen wird nicht gefördert. Insgesamt wird ein sparsamer Umgang damit nicht gefördert da ich ja einfach bezahle. Egal wie viel ich verbrauche.
Setzte ich den CO2 Preis so hoch an, dass er tatsächlich eine Lenkwirkungen entfallen kann so sind viele Produkte für viele Menschen nicht bezahlbar.
Solange das Konto nicht erschöpft ist zahlt man keine CO2 Abgabe auf das Produkt. Danach wird voll gezahlt. Vorzugsweise in einem Progressive System bzw die folgende Tonne kosten halt doppelt so viel wie die davor.
Der CO2 Preis darf bei der ersten zu bezahlenden t auch kein symbolischer sein.
Ein Freikaufen ist dabei eigentlich auch nicht vorgesehen. Es sollen schon harte Strafzahlungen sein, gerade um ein Umdenken und eine Verhaltensänderung zu bewirken.

Es soll egal sein ob Du Dir eine Bugatti oder einen Fiat leisten kannst. Aber der CO2 Ausstoß kann die Möglichkeiten wie Du das Fahrzeug nutzen kannst einschränkung.
Unabhängig vom finanziellen Hintergrund gelten für alle die selben Grenzen. Wer diese nicht einhalten will muss das schmerzhaft kompensieren.

Nein, nicht arbeiten wird teuer. Nur "auf dem Dorf leben und in der Stadt arbeiten" wird endlich für den teuer, der es praktiziert. Bislang werden die Kosten dagegen auf die Allgemeinheit umgelegt.
Ne muss auch nicht teurer werden.

Die Kosten für E- und Biofuels liegen deutlich über denen von fossilen Brennstoffen (glaube bei Flugzeugen war es Faktor 10, weil die ja schon heute keine Steuern zahlen, deren Entfall den Preisunterschied zwischen z.B. herkömmlichen und synthetischen Benzin abmildert). Was ich so auf die schnelle gefunden habe, machen Treibstoffkosten schon bei den heutigen Preisen 25% des Unterhalts einer in Deutschland fliegenden Linienmaschine aus und das dürfte bei kleinen Jets mit ihrem höheren Spritverbrauch pro Personenkilometer noch weitaus schwerer ins Gewicht fallen. Da reden wir dann bei einer Vervielfachung der Gesamtkosten, wenn das Ding regelmäßig fliegt. (Und das sollen erstaunlich viele der Business-Jets machen, da sie auch weiter verleast werden. Stünden die Dinger nur im Hangar, wären sie ja auch kein Klimafaktor.)





Schon die 1,5 t sind eine politische Festlegung, die kann man unabhängig von der Weltbevölkerung immer wieder proklamieren. Objektiv gesagt haben wir schon jetzt mehr CO2 in der Athmosphäre, als uns gut tut. Jede weitere Emission trägt also zu einer Verschlimmerung bei, der natürliche Freibetrag pro Kopf liegt bei Null.
Ja kann man auch machen wird halt ein harter Schnitt wenn auch nicht umsetzbar. Aber der Weg dahin klingt schon vielversprechend.

Die jüngsten Zahlen, die ich auf die Schnelle finden konnte erwartet den Peak im Median erst 2085 bei 10,5 Milliarden. Selbst wenn die Geburtenrate ab morgen um 0,5 Kinder unter die Erwartungen fällt, wären es 2080 immer noch 8 Milliarden Menschen und das ist schon beim heutigen durchschnittlichen Lebensstandard zuwenig. Wenn man den heutigen deutschen Lebensstandard als Mittel zugrunde legt, also 2 Milliarden Menschen als Zielmarke anpeilt, dann wäre diese Grenze selbst bei besagter, deutlicher Reduktion nicht vor 2150-2200 zu erwarten. Und zumindest hier bei uns gilt es schon als Katastrophe, wenn jemand nur den deutschen Lebensstandard von vor 30 Jahren hat (als Flugreisen für viele noch eine seltene Ausnahme waren, Autos 1 t oder weniger wogen, mobile Kommunikation etwas für besserverdienende Angeber, PCs etwas für Nerds und gute Fernseher 50 ZENTIMETER Diagonale hatten). Wir müssen also noch VIEL weiter runter und wenn das irgendwas zum heutigen Klimaschutzproblem beitragen soll, dann auch noch viel schneller so weit runter. Das wird nicht von sich aus geschehen. Da gehören viel Aufklärung und viel Entwicklungspolitik (OHNE Beteiligung der Kirchen) dazu.
Ja da muss in meinen Augen nicht nur aufgeklärt sondern auch gesteuert werden.
 
Wie gesagt, 30% der Ostdeutschen sind am Rechten Flügel zu finden. Ob man das auch rechtsextrem nennen kann, weiß ich nicht, aber man sieht die üblichen Tendenzen.
Ausländerfeindlich. gegen Minderheiten, Homophob, teilweise demokratiefeindlich.
Und die Ausländerfeindlichkeit ist in den Gegenden am größten, wo keine oder nur sehr wenig Ausländer wohnen.
Was man nicht kennt versteht man nicht. Und davor hat man eher Angst. Und aus Angst wird Wut und Hass.

Nichts entschuldigt die Wahl von Faschisten, auch nicht schlechte Politik. Ist ja nicht so, dass es nicht noch andere Parteien abseits der im Parlament vertretenen gibt, die sich in der Regel nicht durch Menschenfeindlichkeit auszeichnen.
Sehe ich genauso. Es gibt keine Rechtfertigung solche Parteien zu wählen.

Solche Parteien mögen zwar nie komplett ausmerzbar sein, aber sie sind Krankheiten die für eine Gesunde Demokratie und Gesellschaft, einem starken Immunsystem, üblicherweise zu keiner schwerwiegenden "Erkankung" führen. Erst wenn die Demokratie und Gesellschaft nicht mehr Gesund sind, das Immunsystem quasi schwach ist, werden auch solche Parteien zu einer ernsten gesundheitlichen Gefahr.
Das ist jetzt schon der Fall. Oder nennst du es "gesund", wenn eine rechte Partei in Umfragen bundesweit den zweiten Platz einnimmt? Wie lange soll man dann noch warten? Bis sie die absolute Mehrheit bekommt?
Eben, du kannst solche Parteien verbieten wie du willst, damit verschwindet nicht ihr harter Kern und ihre Zielwählerschaft und es ist nicht die Frage ob diese in einer anderen Partei wieder auftauchen (wie mit der AfD), oder mit einer neuen Partei, wo das Spiel wieder von vorne losgeht, sondern nur wann und das wann ist meistens ehr früher als später.

Von daher bringt es im Grunde auch absolut nichts solche Parteien auf rechtsstaatlichen Wege irgendwie tot machen zu wollen, solange sie die Demokratie nicht mit offener Gewaltbereitschaft zu zerstören versuchen (z.B. durch bewaffnete Aufstände), weil sie eben wie Stehaufmännchen zurückkommen.
Wenn sie nachweislich verfassungsfeindlich ist und die Demokratie wie wir sie kennen zerstören will, ist man sogar verpflichtet, ein Verbotsverfahren gegen sie einzuleiten.
Möglichst dauerhafte Lösungen gibt es für so etwas im Grunde nur durch eine Politik der sozialen Zufriedenheit, weil ein "wohlstandstechnisch satter" konservativ-rechts eingestellter Bürger auch ein zumeist "fauler" Bürger ist.

Die soziale Zufriedenheit leidet aber seit 40 Jahren zunehmend, weil die Lücke zwsichen unten und oben beständig anwächst und dem "satten konservativ-rechts orientierte Wähler" immer anhaltender vor Augen geführt wird im Grunde auch nur einen immer kleiner werdenden Spalt breit vom runterfallen entfernt zu sein und somit seine größten Ängste befeuert werden (selbst wenn er noch gar nicht runtergefallen ist). ;)
Wie schon geschrieben wurde: es gibt noch zahlreiche andere Parteien die man wählen kann. AfD wählen ist ein NoGo und durch nichts zu rechtfertigen. Da kann man noch so versuchen irgendwelche Erklärungen und Entschuldigungen zu finden.

Das geht ganz einfach. Auf dem Papier hatten wir die Wende. Wirtschaftlich sieht das immer noch ganz anders aus. Keine Ostunternehmen im DAX, unfassbar geringe Eigentumsquote, deutlich niedrigere Durchschnittslöhne, kaum bis gar keine Repräsentation in Führungspositionen usw. Das sind halt alles Fakten.
Zumindest die Rentenkaufkraft soll mitlerweile in Ostdeutschland höher sein:


Allerdings wurden dort nur Renten mit Mietpreisen gegengerechnet.


Aber um nochmal darauf zurückzukommen sich wirklich um die Leute zu kümmern, ich persönlich sehe da eigentlich nur zwei Wege nämlich a) Politiker müssten an ihre Versprechen gebunden sein und
Juristisch gebunden? Ich glaube dann würde niemand mehr das Amt ausüben wollen.
Weil immer etwas unvorhersehbares eintreten kann.
Oder sie in Koalitionen gezwungen werden in denen die Umsetzung sehr schwierig ist.
Wie aktuell in der Ampel. Die SPD und Grüne, hätten gerne sozial noch mehr gemacht, wenn die FDP nicht soviel blockieren würde.
b) direkte Demokratie.
Davon halte ich auch nichts. Weil notwendige aber unpopuläre Entscheidungen von Anfang an zum scheitern verurteilt sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumindest die Rentenkaufkraft soll mitlerweile in Ostdeutschland höher sein:

Allerdings wurden dort nur Renten mit Mietpreisen gegengerechnet.
Die Rentenkaufkraft ist im Osten eventuell höher, weil in der DDR auch Frauen Vollzeit arbeiten mussten und das - selbst wenn Mieten ggf. etwas niedriger sind als im Westen - rechnerisch deutlich die Durchschnittsrente erhöht. In der alten BRD sind viele Familien ja - Systemkampf gegen den Bolschewismus sei Dank - mit einem Verdiener ausgekommen.
 
Die Rentenkaufkraft ist im Osten eventuell höher, weil in der DDR auch Frauen Vollzeit arbeiten mussten und das - selbst wenn Mieten ggf. etwas niedriger sind als im Westen - rechnerisch deutlich die Durchschnittsrente erhöht. In der alten BRD sind viele Familien ja - Systemkampf gegen den Bolschewismus sei Dank - mit einem Verdiener ausgekommen.
Zu den Rentenhöhen wurde gar nichts gesagt. Aber die Mietpreise, sind wohl im Verhältnis zu den Renten, deutlich geringer als im Westen. Kommt aber wohl auch auf die Region an.
In Berlin werden die Mieten sicherlich ein Ecke höher sein als in ländlichen Gegenden.
 
Die Bundesregierung informiert: Aus Solidarität mit den Bauern wird für ebendiese jetzt morgens und abends um jeweils 9 Uhr zwei Minuten lang am Fenster oder auf dem Balkon geklatscht.

Screenshot 2024-01-11 090251.png

Ansonsten ändert sich nix. Hat ja auch bei Pflegekräften funktioniert. Nicht wahr, liebe Mitbürger?
 
//Randnotiz:

"Und wie ist es bei der #noafd?

Offiziell hat sie keinen Arbeitskreis Polizei, aber sie hat bei den Abgeordneten im Bundestag und in den Landtagen die höchste Dichte an Polizeibeamten."


Entnommen einem Tweet der "PolizeiGruen" zum Thema politische Neutralität von Polizisten, in Gänze <hier> nachzulesen.
 
Das ist jetzt schon der Fall. Oder nennst du es "gesund", wenn eine rechte Partei in Umfragen bundesweit den zweiten Platz einnimmt? Wie lange soll man dann noch warten? Bis sie die absolute Mehrheit bekommt?
Du verstehst es schlicht nicht, weil dir nichts besseres einfällt als gerade die Schnappatmung die Empörungsschiene zu reiten.
Vielleicht solltest du mal davon wegkommen und nochmal in Ruhe über den Inhalt nachdenken, dann kommst du vielleicht dadrauf was ich damit meine, oder stellst zumindest mal die richtigen Fragen und drehtst dich nicht wie ein Kreisel immer um den selben Punkt. ;)
Wenn sie nachweislich verfassungsfeindlich ist und die Demokratie wie wir sie kennen zerstören will, ist man sogar verpflichtet, ein Verbotsverfahren gegen sie einzuleiten.
Dazu müsstest du ihr aber ganz klar nachweisen das sie die Demokratie in Deutschland abschaffen will und das ein bestreben der Gesamtpartei ist und nicht nur einzelner (Teile), weil sonst hättest du auch die CDU / CSU schon verbieten können.

Oder anders und salop ausgedrückt, einfach nur ein Victor Orban zu sein reicht halt nun einmal nicht aus, da kannst du dir das noch so sehr wünschen, das man doch einfach mal die Partei verbietet.

Die Hürden für Parteiverbote liegen in Deutschland nun einmal recht hoch und das ist grundsätzlich auch gut so und die Demokratie ist eben auch nicht grundsätzlich in Gefahr weil es die AfD gibt, es gab ja auch die NPD und Republikaner zuvor, sondern weil man auch u.a. mit 40 Jahren verfehlter Politik in Deutschland die Demokratie erst an diesen Punkt überhaupt gebracht hat, das Demokratie heute in Deutschland gefährdeter ist, als vor 30 bis 40 Jahren.

Und von diesen Punkt wegbringen wird dich auch kein Verbot der AfD, weil dann kommt eben eine andere / neue Partei, die ihren Platz einnimmt und das Spielchen geht einfach von vorne los.

Wie schon geschrieben wurde: es gibt noch zahlreiche andere Parteien die man wählen kann. AfD wählen ist ein NoGo und durch nichts zu rechtfertigen. Da kann man noch so versuchen irgendwelche Erklärungen und Entschuldigungen zu finden.
Ich rechtfertige es auch an absolut keiner Stelle. Du interpretierst es nur mal wieder per blinden Empörungsreflex einfach rein, obwohl es nirgendwo dasteht das "das ich das verstehen könnte, das man sie deshalb wählt"!
 
Zuletzt bearbeitet:
Du verstehst es schlicht nicht, weil dir nichts besseres einfällt als gerade die Schnappatmung die Empörungsschiene zu reiten.
Vielleicht solltest du mal davon wegkommen und nochmal in Ruhe über den Inhalt nachdenken, dann kommst du vielleicht dadrauf was ich damit meine, oder stellst zumindest mal die richtigen Fragen und drehtst dich nicht wie ein Kreisel immer um den selben Punkt. ;)
Deine persönlichen Seitenhiebe laß mal ganz schnell wieder weg. ;)
Ich habe das sehr wohl verstanden: du bist der Meinung eine Demokratie müsse das aushalten.
Darauf habe ich die Frage gestellt: wie lange und wieviel sie denn davon noch aushalten soll?

Dazu müsstest du ihr aber ganz klar nachweisen das sie die Demokratie in Deutschland abschaffen will.
Salop ausgedrückt einfach nur ein Victor Orban zu sein reicht halt nicht, da kannst du dir das noch so sehr wünschen, das man doch einfach mal die Partei verbietet.
Schon den aktuellsten Fall vergessen:


???

Es gibt außerdem noch zig andere Beispiele, aus gewissen Bundesländern, welche bereits als verfassungsfeindlich angestuft wurden.

Und ich muß gar nichts nachweisen. Da ich kein Ankläger bin!
Ich rechtfertige es auch an absolut keiner Stelle. Du interpretierst es nur mal wieder per blinden Empörungsreflex einfach rein, obwohl es nirgendwo dasteht das "das ich das verstehen könnte, das man sie deshalb wählt"!
Doch. Du versuchst die Gründe zu erklären, warum die Menschen AfD wählen.

Und "blind empört" bin ich schon lange nicht. Da habe ich schon viel schlimmeres gelesen.
 
Darauf habe ich die Frage gestellt: wie lange und wieviel sie denn davon noch aushalten soll?
Solange wie es die etablierten Parteien und der Wähler nicht schafft einen konstruktiveren Kurs einzuschlagen, oder man der AfD halt klar nachweisen kann das sie vor hat demokratische Strukturen zerstören zu wollen, bzw. das Grundgesetz zu brechen.

Letzteres ist aber nun einmal nicht so simpel nazuweisen und muss gut belegt sein, weil sonst endet es wie bei den zwei Verbotsversuchen für die NPD.

Und ich muß gar nichts nachweisen. Da ich kein Ankläger bin!
Aber der Ankläger muss es nachweisen und wenn ich "musst du nachweisen" schreibe ist das in dem Kontext des Themas nur die verkürzte Form von "musst du als Ankläger nachweisen".

Doch. Du versuchst die Gründe zu erklären, warum die Menschen AfD wählen.
Nein eben nicht, ich versuche Mechanismen zu erklären, das ist ein Unterschied.
Warum Menschen die AfD wählen muss man nicht erklären, bzw. kann man es nur spekulativ, weil die persönlichen Gründe dafür vielschichtig und oft nicht rational sind, du kannst aber eben erklären welche Mechanismen und Entscheidungen sowas begünstigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das grundsätzliche Problem an der repräsentativen Demokratie war schon immer dass Politiker nicht an ihre Versprechen gebunden sind
In welcher Demokratie sind Politiker denn gebunden?
Politiker versprechen was und am ende halten sie ihr Versprechen nicht. wo ist das neu?
Aber um nochmal darauf zurückzukommen sich wirklich um die Leute zu kümmern, ich persönlich sehe da eigentlich nur zwei Wege nämlich a) Politiker müssten an ihre Versprechen gebunden sein und b) direkte Demokratie.
Und wenn Politiker keine Versprechen mehr machen?
Merkel hat Politik mit dem Satz "Sie kennen mich" gemacht. Versprochen hat sie nie was. Hin und wieder war etwas Chefsache aber das ist je kein Versprechen.

Und wer entscheidet welches Projekt direkte Demokratie ist?
 
Letzteres ist aber nun einmal nicht so simpel nazuweisen und muss gut belegt sein, weil sonst endet es wie bei den zwei Verbotsversuchen für die NPD.
Die Verfassungsfeindlichkeit wurde im zweiten Urteil nachgewiesen, der Punkt, warum von einem Verbot Abstand genommen wurde, trifft jedoch bei der AfD m.E. zu.
Und selbst wenn "nur" die Verfassungsfeindlichkeit nachgewiesen wird, ergeben sich auch dadurch neue Spielräume um gegen die AfD vorzugehen, wie ebenfalls in dem zweiten NPD-Urteil dargestellt. So könnten sie z.B. von der Finanzierung durch Bund und Länder ausgenommen werden.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso man hinnimmt, dass eine Partei, die offen - und nicht erst seit der correctiv-Recherche bekannt - Teilen der Bevölkerung das Existenzrecht zumindest in diesem Land abspricht, auch noch mit Steuergeldern und der Infrastruktur Parlamente unterstützt wird. Die AfD ist tief verankert im Netzwerk der extremen, tlw. militanten Rechten. Einige ihrer Mitarbeiter im Bundestag sind aktive Rechtsextreme, bezahlt durch Steuergeldern. Warum soll die Demokratie Menschen finanzieren, die die Demokratie abschaffen wollen? Warum soll ich Politiker finanzieren, die meine Kolleg*innen, Freunde und Teile meiner Familie aus diesem Land jagen wollen und wahrscheinlich auch mich wohl letztlich mit "wohltemperierten Grausamkeiten" aus dem "Volkskörper" ausscheiden wollen?
Im Grundgesetz ist die Option eines Parteienverbot aus gutem Grund enthalten, damals hat man aus der Geschichte gelernt, heute wollen diejenigen, die hier aktiv werden können, davon scheinbar nichts mehr wissen. Nur blöd, dass die extreme Rechte noch weiß, wie man sich der Waffenkammer der Demokratie einst erfolgreich bemächtigt hat und versuchen es erneut.
Früher mussten sich Rechtsextreme noch mühevoll als V-Mann staatlich Transferleistungen verdingen, heutzutage kommt die Staatskohle ganz bequem aufs Konto.
 
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