Je nach Berechnung gehen ca. 30% der heutigen Bürgergeldzahlungen in die Verwaltung, weitere 50% in mehr oder weniger unsinige Maßnahmen, die Menschen aufgedrückt bekommen, damit sie aus der Arbeitslosenstatistik fliegen und irgendwie "beschäftigt" sind. Da gibt es natürlich auch sinnvolles, aber auch viel Geldverschwendung. Dazu kommt Bafägzahlungen, Wohngeld, Aufstockungen etc.
Da braucht man gar nicht soviel schätzen und mit relativen Porzentsätzen arbeiten, sondern kann sich die offen einsehbaren konrekten Zahlen herranziehen.
Und nach denen sind i
m aktuellen Bundeshaushalt 24,3 Mrd. Euro für Bürgergeld vorgesehen, was nur die gezahlten Regelleistungen und Unterkunftskosten (die anderen 10,4 Mrd. Euro, für Unterkunft und Heizung betreffen die Kosten von Aufstockern, also solche die arbeiten, aber nicht genug verdienen und nicht Bürgergeldempfänger) der 5,5 Mio. Bezieher sind.
Im Durchschnitt macht das, pro Nase, 4418,18 Euro, im Jahr.
Kinder bekommen dabei weniger Regelleistung, Menschen mit einem Mehrbedarf, z.B. für besondere Ernährung, bei chronischen Krankheiten, was mehr, einige haben etwas höhere Mieten, einige niedrigere Mieten, manche bekommen auch gar keine Miete gezahlt, weil sie z.B. in einem eigenen Haus auf einem Dorf / einer Eigentumswohnung leben, oder ggf. auch gar keine Wohnung haben, oder in einer Wohngemeinschaft anhängig sind (Beziehung, WG, Eltern, ect).
Zusätzlich zu diesen 24,3 Mrd. Euro, pro Jahr, für Bürgergeld, werden dann nochmal weitere 43,7 Mrd. Euro für "Arbeitssuchende" ausgegeben, worunter dann auch (meines Wissens) alle Maßnahmen (MAEs, Bewerbungstrainings, Coachings, ect.) fallen, die Bürgergeldempfänger machen, sowie die Verwaltungskosten und auch die Zahlungen für ALG I Empfänger (
die von dieser Summe etwa 18,07 Mrd. Euro pro Jahr ausmachen).
Klammert man also mal die Kosten für ALG I aus, kostet alleine der ganze Bürgergeld-Gängelungsapperat uns pro Jahr stolze 25,63 Mrd. Euro und damit sogar mehr als die eigentlichen Bürgergeldleistungen.
Da stellt sich doch schon die berechtigte Frage ob man das noch als ein gesundes Verhältnis aus Kosten und der erzielten Wirkung bezeichnen kann, oder ob da nicht aus reinem Populismus und politischen Kalkül jährlich massig Geld verbrannt wird...