Aber augenscheinlich keine Fakten dagegen stellen.
Du hast für deine Behauptung doch auch weder Argumente noch "Beweise" erbracht?
Wieso zum Teufel sollte jemand, der sich mit seinen Anliegen nicht respektiert fühlt, mehr Respekt erhalten, wenn er die politischen Machtverhältnisse in Deutschland soweit weg von diesen Anliegen wie nur irgend möglich lenkt?
Es geht nicht um Respekt, es geht um Trotz.
Die FDP tut traditionell etwas dafür, CDU und SPD nichts dagegen. Das sind aber nicht "die anderen Parteien", sondern nur ein Bruchteil davon. Es gibt, wie bereits dargelegt, jede Menge Möglichkeiten, eine Partei gegen soziale Spaltung zu wählen. Stattdessen wählen AFD-Wähler eine Partei, die ausdrücklich dafür ist.
Ja, weil die anderen Parteien nicht über die 5%-Hürde kommen und daher keine Auswirkungen auf das Machtgefüge haben.
Übertreibungen sind ein Mittel der Veranschaulichung. In diesem Fall sollte veranschaulicht werden, dass die durchaus lange Liste humanitärer Errungenschaften unserer Gesellschaft nicht während der kurzen Blütezeit von 2003 bis 2007 erreicht wurden. Sondern wesentlich früher. Weil sich Leute, denen es weitaus schlechter ging als uns heute, um ein menschenwürdiges Zusammenleben bemüht und nicht auf "erstmal Wohlstand!" verwiesen haben.
Ich verstehe nicht ganz, was genau du mir damit sagen willst. Nichtsdestotrotz waren es damals - auch, wenn das floskelhaft klingt - "andere Zeiten". Zwischenzeitlich ist die soziale Durchlässigkeit stark gesunken und der europäische Traum von "Ich arbeite mein Leben hart und kann mir davon ein Eigenheim leisten" gestorben. Die Perspektivlosigkeit befindet sich heute auf einem völlig anderem Level als zu der von dir angeführten Zeit.
Das ist zumindest eine brauchbare Arbeitsthese. Parallel ist in den letzten Jahrzehnten unser Wohlstand immer weiter gestiegen (absolut betrachtet selbst am unteren Ende). Korrelationsbeobachtung also: Mehr Wohlstand = weniger Sozialität.
Behauptung, die du zuvor geäußert hast (und die auch die Rechstpopulisten von AF bis Me häufig in den Mund nehmen): Uns fehlt der Wohlstand für Sozialität.
Wen interessiert eine absolute Betrachtungsweise? Relativ ist der Wohlstand am unteren Rand stetig gesunken. Inflation und die Schaffung von Billiglohnsektoren haben Wohlstand aufgefressen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht fortschreitend auseinander. In den USA leben rund 60% von Paycheck zu Paycheck. Leider fehlen solche Studien bei uns, bei uns wird das - wenn auch abgemildert durch unser Sozialsystem - durchaus ähnlich aussehen. Genauso wird es ähnlich aussehen, dass die Bevölkerung an höherer Produktionskraft (und damit verbunden mehr Umsatz und Gewinn) nicht beteiligt wird. Der Durchschnitts-US-Bürger verdient im Vergleich zum Jahr 1970 mittlerweile - gemessen an der Produktionskraft des Landes - rund 18.000,00 USD pro Jahr weniger. Selbst Superreiche geben - siehe Warren Buffett - freimütig zu, dass sie den Klassenkampf zwischen Arm und Reich gewinnen.
Ach, eine Auswirkung von Gentrifizierung ja? Arme Leute, denen reiche Leute das Leben versaut haben, wählen also deiner Meinung nach die AFD, die gegen Flüchtlinge hetzt und die armen Leuten noch mehr nehmen und reichen Leuten noch mehr geben will. Und das soll daran liegen, dass diese Leute Probleme mit Flüchtlingen haben, ja? Während Stadtteile wie Neukölln, die tatsächlich nicht zu Unrecht für Probleme mit und durch Zuzug von außerhalb Deutschlands bekannt, keine überdurchschnittlich große Zahl von AFD-Wählern aufweisen...
Neukölln avanciert mittlerweile zum Szeneviertel. Die soziale Zusammensetzung ist dort eine völlig andere als bspw. von Marzahn-Hellerdorf. Warum sollten die Leuten mit Migrationshintergrund und die bildungsbürgerliche Jugend bzw. jungen Erwachsenen dort die AfD wählen? Das Problem ist weiterhin, dass es keine Wahlalternative am linken Rand der Parteien gibt. Im Gegenteil: Die SPD war mitunter einer der Hauptverursacher für die Misere im Berliner Wohnungsmarkt und die Linke hat sich auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Mir selbst wäre es deutlich lieber, wenn es eine linke Protestpartei bzw. besser sogar noch eine linke Wahlalternative gäbe. Die Linke selbst hat sich über die letzten Jahrzehnte nur leider selbst auseinandergenommen.
Sehe ich nicht so. Viele Kommunen kommen tatsächlich an ihre Belastungsgrenzen.
Und sie fühlen sich vom Bund dann auch im Stich gelassen.
Schade, dass ich einen Artikel mit weiteren Quellen dazu nicht mehr finde. Inhalt war, dass viele Kommunen mittlerweile teuere Hotels für Flüchtlinge buchen müssen, damit sie ihre Quote einhalten können. Der Staat hat die Flüchtlingsunterbringung - euphemistisch ausgedrückt - sehr unglücklich gelöst.
Israel-Gegner zu sein, ist etwas anderes als die Taten der Hamas zu feiern. Ich persönlich finde nicht, dass eine Migration von Anhängern von Terrororganisationen sinnvoll ist, passt auch nicht so ganz zu gewünschten Treue zur freiheitlichen und demokratischen Grundordnung.
Schwieriges Thema. Das ist schon kein Wespennest mehr, sondern ein Hornissennest, an dem man sich eigentlich nur verbrennen kann. Auch den Israelis kann man vorwerfen, dass sie nicht unbedingt zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen.
Man importiert keine Menschen.
Als vernünftiges Einwanderungsland importiert man Humankapital.

Sorry für OT.
Mit den zu uns kommenden Menschen aus den muslimischen Teilen der Welt kommt in der Tat auch ein gewisser Israelhass. Ist das denn so unverständlich? Erst die Osmanen, dann die Briten und dann die Juden in Palästina. Am Ende waren die dortigen Araber für eine sehr lange Periode immer die gekniffenen. Israel und im Hintergrund die USA stehen angesichts deren Verhalten im Nahen Osten nicht gerade unberechtigt in der Kritik. Bei den USA geht es soweit, dass man die regelrecht hasst für ihre als muslimfeindlich wahrgenommene Interessenspolitk im Orient. Mit jeder neuen Generation, die immer mehr Elend sieht und erlebt wird dieser Hass größer und größer und stets an die Nachkommen weitergetragen. So wie bei uns, wenn die Elten ihr Weltbild in Teilen an die eigene Brut weitergeben.
Der Hass ist - gemessen an dem, was die USA sich im letzten und diesen Jahrhundert geleistet haben - völlig verständlich. So einige arabische Staaten könnten mittlerweile blühende Demokratien sein, hätten die USA die demokratischen Regierungen nicht aus wirtschaftlichen und/oder politischen Gründen gestürzt. Dafür gibt's ja - neben Israel - sehr prominente Beispiele wie bspw. den Iran.