Und dabei würde der Laie doch annehmen, dass in einer Planwirtschaft mehr Juristerei benötigt wird, weil der Staat schlichtweg mehr selber zu regeln versucht...
Und ja, natürlich nicht stumpf eine Mehrwertsteuer, sondern selektiv einzelne Rohstoffe. Der ganze Aufwand ist nicht höher als mit der Mehrwertsteuer, aber das gesamte andere Steuerrecht kann weg. Die Umstellung ist das Problem.
Okay, wenn du das gemeint hast, dann haben wir aneinander vorbeigeredet. Ich persönliche sehen einen massiven Unterschied zwischen Konsumsteuern wie der Mehrwertssteuer (aber auch z.B. "Reichensteuern") und Rohstoff- respektive Abfallabgaben wie CO2-, Öl-, Flächen-, etc.: Letztere erlauben es, quasi unbegrenzt Mehrwert zu schaffen, zu verkaufen und sich daran zu bereichern, sofern man das mit wenig Rohstoffverbrauch hinbekommt. Ein Zug, der nur halb so viel verbraucht? Möbel aus Abfallmaterialien? Regional ohne Transportbedarf? Automatisch Verkaufsschlager, wenn die Verbrauchsstoffe hoch besteuert sind.
Die Mehrwertssteuer dagegen bestraft den geschaffenen Mehrwert vollkommen ungeachtet der Konsquenzen. Selbst ein ökologische veganisches Künstlerkollektiv, dass mit dem Fußabdruck einer Grille zur Überraschung aller einen echt guten Film produziert hat, wird durch die Mehrwertssteuer genauso belastet, wie ein Autohersteller, der die Gewinnspanne des neuesten 30-l/100-Monster-SUVs weiter steigern konnte, in dem er die Filter in der Fabrik alle bis auf den einen für lückenhafte Kriterien wirklich nötigen entfernt hat. Eine Mehrwertssteuer entwertet jeden qualitativen Fortschritt, das zu zügelnde / nutzbar zu machende Streben nach mehr persönlichen Gewinn wird durch eine Mehrwertssteuer auf möglichst große Masse mit möglichst geringem Kapitaleinsatz gelenkt. Und das sind meistens die schädlichsten Wirtschaftsformen überhaupt.
Juristen stellen die größte Gruppe unter den Bundestagsabgeordneten, gefolgt von Steuerberatern
In dieser Statistik zeigen wir eine Auswahl der verschiedenen Berufsgruppen des neuen Bundestags. Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte zählen dabei zur stärksten vertretenen Berufsgruppe.
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Und wenn selbst diese Gruppe nicht mehr in der Lage ist, verfassungskonforme Gesetze zu definieren, dann sollte man ernsthaft an der Komplexität und Bürokratie unserer Welt arbeitet. Es wird immer perverser. Als Unternehmer etwas komplett neues aufzubauen, wird ab dem ersten Angestellten zur reinen Tortur. Und wenn wir nicht dirngen aufräumen und massis verschlanken, war es das mit unserem Wirtschaftsstandort, weil nichts neues mehr nachkommt.
Leider sind gerade Juristen oft absolut unfähig und unwillens, überflüssige Kompexität auch nur zu erkennen geschweige denn zu vermeiden. Allein der in Gesetzen evolvierte Sprachduktus ist eine absolute Katastrophe und steigert gefühlt eher noch die Zahl der Missverständnisse gegenüber halb solangen Vormulierungen, denn das er die Präzision steigern würde. Vor allem aber sind Juristen derart an diese schlechte Angwohnheit angepasst, dass sie gar nicht auf die Idee kämen, den Arbeitsaufwand und das Missbrauchspotential einer 30-seitigen Ausnahmeregelung gegen deren erhofften Realnutzen abzuwägen. (Oder sie begrüßen das ganze einfach als ABM-Maßnahme für kommende Juristen?)