AzRa-eL
Lötkolbengott/-göttin
Der Punkt ist gut. Die Frage ist nur, wie man diesen Menschen erklären soll, dass die deutsche Sprache wichtig ist, wenn sie anscheinend auch so gut zurecht kommen.Das ist eben das Problem von Paralellgesellschaften. Ich glaube die brauchen mehr Streetworker, welche ihnen klarmachen, dass die deutsche Sprache auch wichtig ist.
Es kommt darauf an, wie man auf die Leute zugeht, es kann nämlich in beide Richtungen gehen. Als Sozialarbeiter einen ähnlichen kulturellen Background zu teilen, impliziert dem Klientel oftmals erstmal, dass das Klientel nicht mit Vorurteilen, stereotyper Behandlung, Diskriminierung und ähnliches seitens des Sozialarbeiters zu rechnen hat, was schonmal die Hürde zu einem guten Beziehungsaufbau sehr niedrig hält.Am besten Streetworker welche aus mehreren Kulturen kommen. Weil auf die eher gehört wird. Habe ich den Eindruck.
In manchen Fällen wird er aber auch als trojanisches Pferd wahrgenommen, der nach außen nur wirke, als sei er ein Teil der Community, aber seitens der Community doch Misstrauen herrscht, weil er für "die Deutschen" Erfüllungsgehilfe ist.
Als kurzes Beispiel: Wir hatten einen Streetworker mit Roma-Background hier in unserem Sozialraum, wo ich arbeite, der dann leider auch nur teils von der hiesigen großen Roma-Community angenommen wurde. Daß heißt, nicht mal als Teil der eigenen Kultur-Community wirst du bedingslos von allen akzeptiert. Aber es ist definitiv hilfreicher und du wirst mehrere Leute erreichen können, wenn du eine beziehungsfördernde Kommunikationskultur beherrschst.
Nichtsdestotrotz stelle ich auch euch im Thread nochmal die Frage: Was ist denn der Anreiz eine Sprache zu lernen, wenn du auch so super durch dein Leben kommst?
Ich denke, dass die Antwort auf diese Frage viel wichtiger ist, als Sozialarbeiter, die sich den Mund nur fusselig reden
