Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Kann man sich nicht gleich nen elektrisches Kombigerät (Wärmen/Kühlen) an die Wand klatschen? Da hat man auch im Sommer was von und das gesparte Geld von der Wärmepumpe, Kernsanierung usw. In Solarmodule investiert...
 
Das ist die Lösung von der ich im Moment bei den kleinen Wohnungen mit eigener Gas-Therme ausgehe die meine Eltern vermieten.
Funktioniert aber natürlich nur wenn die Fassade nicht wie von @ruyven_macaran postuliert unter Schutz steht (und ist natürlich auch eine Wärmepumpe, nur Luft/Luft). Wobei das eigentlich nur sein kann wenn auf eine solche Lösung mal umgerüstet wurde, also durchaus noch ein alter (Kohlen-)Heizkeller existiert.
 
Das ist die Lösung von der ich im Moment bei den kleinen Wohnungen mit eigener Gas-Therme ausgehe die meine Eltern vermieten.
Funktioniert aber natürlich nur wenn die Fassade nicht wie von @ruyven_macaran postuliert unter Schutz steht (und ist natürlich auch eine Wärmepumpe, nur Luft/Luft). Wobei das eigentlich nur sein kann wenn auf eine solche Lösung mal umgerüstet wurde, also durchaus noch ein alter (Kohlen-)Heizkeller existiert.
Das ist aber ne Wärmepumpe, die warme oder kalte Luft in die Bude pustet, ohne die Bude einmal auf links zu drehen. Schutz der Fasade ist doch eh Schwachsinn...entweder mit Strom heizen/kühlen oder alles so lassen wies ist, was ja auch nicht gewollt ist.
Ist ja nunmal so, das solche Geräte schon international vorwiegend genutzt werden...mit ner ordentlichen deutschen Dämmung sollte das eigentlich Top sein.
 
Das eigentliche Problem wird die Gasversorgung. Der Versorger wird das Netz nicht für den gleichen Preis erhalten, wenn 30-50% der Kunden weg sind. Der Punkt an dem Gas nicht mehr geht, wird deutlich vor 30 Jahren liegen.

Öl wird imho gehen und wäre aktuell meine erste Wahl - was ökologisch natürlich völlig falsch ist. Aber ÖlL mit PV /Windrad und kleinem Stromspeicher, läuft sogar wenn mal das Stromnetz zusammenbricht.
 
Das ist ja das Idiologische daran.
Setzt man weiter auf Gas wird die Anschaffung ect günstig sein, allerdings wahrscheinlich Gas in den kommenden Jahren deutlich teurer.
Setzt man auf Wärmepumpe ect hat man sofort erstmal eine hohe Investition.
Und wie teuer der Strom wird weiß auch noch keiner.
Mag sein das in den letzten Jahren zu wenig dahingehend unternommen wurde wofür Habeck nichts kann. Nur jetzt mit der Brechstange alles umsetzen zu wollen kann nicht die Lösung sein.
Der Wohnraum wird noch knapper und Mieter werden sich über höhere Mieten freuen dürfen.
 
Vor allem unternimmt Habeck bislang rein gar nichts, dass sich die Stromsituation bessert. Die Leistungen des ""grünen"" Energieministers zusammengefasst:
- Laufzeit von Atomkraftwerken, die keine Sicherheitsprüfung bestanden hätten, verlängert.
- Kohleverstromung in neue Höhe getrieben
- Langfristige Gas-Verträge mit Unrechtsregimen für das nächste Jahrzehnt geschlossen.

Das ist die Lösung von der ich im Moment bei den kleinen Wohnungen mit eigener Gas-Therme ausgehe die meine Eltern vermieten.
Funktioniert aber natürlich nur wenn die Fassade nicht wie von @ruyven_macaran postuliert unter Schutz steht (und ist natürlich auch eine Wärmepumpe, nur Luft/Luft). Wobei das eigentlich nur sein kann wenn auf eine solche Lösung mal umgerüstet wurde, also durchaus noch ein alter (Kohlen-)Heizkeller existiert.

Selbst ohne Denkmalschutz gibt es Teils Probleme, wenn man eine Klimaanlage vor die Fassade hängen möchte, von der Geräuschbelästigung der Nachbarn ganz zu schweigen. Und klimatisch erreichen solche Mini-Lösungen nicht die Effizienz einer richtigen Wärmepumpe. Wenn man aber nur auf ein JAZ von 2 kommt, ist das Ding selbst mit Strom aus einem Gaskraftwerk klimaschädlicher, als eine Gasheizung. (Und erfült auch auch die 67% Klausel nicht) Aus fossilem Gas werden wir aber garantiert nicht in dieser Hälfte des Jahrhunderts mehr aussteigen.

Zum Keller:
Bei Ofenheizung gab es keinen Heizungskeller und die Kohlen hat jeder in seinem Kämmerlein gelagert. Zwar ist bei alten Stadthäusern praktisch immer irgend eine Art von Keller vorhanden, aber schon allein die Feuchtigkeit bei gemauerten Fundamenten ist nichts für Technikinstallationen. Glaube nicht, dass man sowas ohne weiteres für Wärmepumpen nehmen kann, nachdem man den Mietern den Nutzraum genommen hat, und eine Fassadendämmung oder Erdwärmesonde hat man damit auch nicht. Willst du von Wärmetauschern auf dem Dach 20 m Klimakreislauf zur Wärmepumpe im Keller legen? (Zwangsläufig) durch alte Schornsteine, in denen du ein Leck nie finden geschweige denn reparieren könntest?
 
Vor allem unternimmt Habeck bislang rein gar nichts, dass sich die Stromsituation bessert. Die Leistungen des ""grünen"" Energieministers zusammengefasst:
- Laufzeit von Atomkraftwerken, die keine Sicherheitsprüfung bestanden hätten, verlängert.
- Kohleverstromung in neue Höhe getrieben
- Langfristige Gas-Verträge mit Unrechtsregimen für das nächste Jahrzehnt geschlossen.
Naja, das wäre wohl alles ohne den Ukraine Krieg nicht passiert.
Es gab eine große Sorge wegen Gas - und Stromknappheit.
Außerdem soll das ja nur kurzfristig so sein.
Langfristig gesehen muß auf erneuerbare Energien komplett umgestellt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Selbst ohne Denkmalschutz gibt es Teils Probleme, wenn man eine Klimaanlage vor die Fassade hängen möchte, von der Geräuschbelästigung der Nachbarn ganz zu schweigen. Und klimatisch erreichen solche Mini-Lösungen nicht die Effizienz einer richtigen Wärmepumpe. Wenn man aber nur auf ein JAZ von 2 kommt, ist das Ding selbst mit Strom aus einem Gaskraftwerk klimaschädlicher, als eine Gasheizung. (Und erfült auch auch die 67% Klausel nicht) Aus fossilem Gas werden wir aber garantiert nicht in dieser Hälfte des Jahrhunderts mehr aussteigen.
Die Effizienz ist mir eigentlich latte. Wie oft hat man die Heizung denn an...ca. 2 Stunden pro Tag in 3 Monaten von 12!?
 
Naja, das wäre wohl alles ohne den Ukraine Krieg nicht passiert.
Es gab eine große Sorge wegen Gas - und Stromknappheit.
Außerdem soll das ja nur kurzfristig so sein.
Langfristig gesehen muß auf erneuerbare Energien komplett umgestellt werden.

Nö, das ist eben nicht kurzfristig. Die Gasverträge mit Katar laufen im nächsten Jahrzehnt überhaupt erst richtig an. Die festen LNG-Terminals, die teils unter Aussetzung von Umweltschutz- und Baurecht hingeklotzt werden haben Amortisationszeiträume von 30-40 Jahren. Ich will nicht abstreiten, dass die Zeiten hart sind und dass man noch schlimmere Politik machen könnte. Aber Habeck hat eben nicht nur in nahezu jedem Sektor, wo ihm das möglich war, mehrere eigentlich-will-man-lieber-nicht-aber-muss-halt-Kompromisse durchgezogen, sondern er hat auch im entscheidenden Punkt, Ausbau Erneuerbarer, GAR NICHTS geliefert. Stattdessen kommt jetzt Verbotspolitik pur und das durchgängig für Dinge, die bei weiterhin ausbleibenden Ausbau der Erneuerbaren nicht nur noch viel dringender benötigt werden, als Kohlestrom im letzten Jahr, sondern die zudem unter dieser Prämisse auch noch die am wenigsten klimaschädliche Option sind.

Da kommt bei mir der Eindruck aus, es wäre von Anfang an überhaupt nicht um "was muss" und schon gar nicht um "Klimaschutz" gegangen und würde auch in Zukunft nicht darum gehen, sondern nur darum einigen bestimmten Wirtschaftsbereichen Staatsmilliarden zuzuschieben, scheiß egal wie sehr die Bevölkerung darunter leidet.


Die Effizienz ist mir eigentlich latte. Wie oft hat man die Heizung denn an...ca. 2 Stunden pro Tag in 3 Monaten von 12!?

Dann wohnst du offensichtlich nicht in einem Haus, bei dem die Isolation ein Problem wäre. Im Altbau muss z.B. ich 4 Monate im Jahr >12 h pro Tag heizen und dann noch ein paar weitere Wochen <12 h, um über 18 °C zu bleiben. Da macht es klimatisch schon einen Unterschied, ob man eine Gasheizung mit 200 g CO2/kWh hat (respektive 0 g, bis uns Merkels Außenpolitik auf den Kopf gefallen ist und die Biogastarife gestrichen wurden) oder aber eine Braunkohlestrom-Klimaanlage mit 500 g CO2/kWh.
 
Dann wohnst du offensichtlich nicht in einem Haus, bei dem die Isolation ein Problem wäre. Im Altbau muss z.B. ich 4 Monate im Jahr >12 h pro Tag heizen und dann noch ein paar weitere Wochen <12 h, um über 18 °C zu bleiben. Da macht es klimatisch schon einen Unterschied, ob man eine Gasheizung mit 200 g CO2/kWh hat (respektive 0 g, bis uns Merkels Außenpolitik auf den Kopf gefallen ist und die Biogastarife gestrichen wurden) oder aber eine Braunkohlestrom-Klimaanlage mit 500 g CO2/kWh.
Nicht Gasheizung gegen so nen Kombigerät sondern Wärmepumpe gegen Kombigerät.
Bei der Wärmepumoe musse alles auf links drehen, was nervt und kostet, Kombigerät an die Wand und noch in Solargedöns etwas investiert.
 
Wenn man hier die Heizungsbauer in der Umgebung befragt, dann gibt es aktuell eine hohe Nachfrage nach Gasheizungen.
Die Sache ist einfach das insbesondere in vielen älteren Gebäuden von einer Wärmepumpe abgeraten wird.
Neben dem hohen Abschaffungspreis ist es in vielen Gebäuden schlicht nicht möglich Effizient eine Wärmepumpe zu installieren. Es macht schlicht keinen Sinn.
 
Wenn man hier die Heizungsbauer in der Umgebung befragt, dann gibt es aktuell eine hohe Nachfrage nach Gasheizungen.
Die Sache ist einfach das insbesondere in vielen älteren Gebäuden von einer Wärmepumpe abgeraten wird.
Neben dem hohen Abschaffungspreis ist es in vielen Gebäuden schlicht nicht möglich Effizient eine Wärmepumpe zu installieren. Es macht schlicht keinen Sinn.
Es macht deswegen kaum Sinn, weil die WäPus mit sehr geringen Temperaturdifferenzen arbeiten und Vorlauftemperaturen von 35° und deutlich geringer haben.
Gut für ne Flächenheizung (Fußboden/Wand), schlecht für einen dann nur gerade lauwarmen Plattenheizkörper im Zimmer.
WäPus im Altbau wird immer eine Neuauslegung des Heizkonzepts der Wohnungen im Bau zur Folge haben.
 
Gestern Abend wurde in der "Hart aber Fair" Sendung auch über das Thema diskutiert:

Heizen, Dämmen, Autofahren: Öko-Umbau mit der Brechstange?

Scheinbar bauen jetzt viele Hausbesitzer neue Öl - Gasheizungen ein bevor das neue Gesetz in Kraft tritt.
Weil das für sie günstiger ist als komplett auf Wärmepumpen umzustellen und die Gebäude energiesparend sanieren zu lassen. Sonst kostet das mal schnell mehrere zehntausend Euro.
 
Man kann auch "dual stage" Wäpus bauen (und bereits kaufen). Hilft halt nur dem Wirkungsgrad nicht sonderlich.
Das ist richtig.
Glänzt der Wirkungsrad bei einer LuWäPu auf dem Papier mit 1:3 und in der Realität bei 1:2 bis 1:2,5, ist man mit so einer Staging Geschichte relativ nahe an 1:1.
Da kannste gleich direkt mit Strom heizen...
 
Gestern Abend wurde in der "Hart aber Fair" Sendung auch über das Thema diskutiert:

Heizen, Dämmen, Autofahren: Öko-Umbau mit der Brechstange?

Scheinbar bauen jetzt viele Hausbesitzer neue Öl - Gasheizungen ein bevor das neue Gesetz in Kraft tritt.
Weil das für sie günstiger ist als komplett auf Wärmepumpen umzustellen und die Gebäude energiesparend sanieren zu lassen. Sonst kostet das mal schnell mehrere zehntausend Euro.
Ja. Auftragsbücher für Gas- und Öl Heizungen sind bei den Heizungsbetrieben wohl sehr gut gefüllt.
 
Scheinbar bauen jetzt viele Hausbesitzer neue Öl - Gasheizungen ein bevor das neue Gesetz in Kraft tritt.
Wobei "viele" relativ ist.
Im Prinzip werden in der Industrie kaum Neuanlagen mehr gebaut und quasi die lagernde Resterampe für gutes Geld verkauft.
Würde mich wundern, wenn es in D. lagernd noch mehr als 50k Ölbrenner und mehr als 100k Gasthermen gäbe.
Weil das für sie günstiger ist als komplett auf Wärmepumpen umzustellen und die Gebäude energiesparend sanieren zu lassen. Sonst kostet das mal schnell mehrere zehntausend Euro.
Beim EFH und viel Eigenschweiß ist so was noch realisierbar.
Haste ein Mehrparteienhaus, kommt so was einer Kernsanierung gleich und wird ganz schnell unbezahlbar, weil so eine grundlegende Sanierung kaum auf die miete aufgeschlagen werden kann.
 
Wobei "viele" relativ ist.
Im Prinzip werden in der Industrie kaum Neuanlagen mehr gebaut und quasi die lagernde Resterampe für gutes Geld verkauft.
Würde mich wundern, wenn es in D. lagernd noch mehr als 50k Ölbrenner und mehr als 100k Gasthermen gäbe.
Ich weiß nicht wieviele Anlagen noch bei der Industrie gefertigt und gelagert werden.
Die haben wohl dann eher Probleme um an Handwerker zu kommen.
Weil bei denen die Auftragsbücher bis oben hin voll sind.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück