ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Da hat sie nicht mit Wirtschaftsliberalismus geworben, sondern sich die Corona-Pandemie zu Nutze gemacht. Und mit Grundrechtsgefasel vor allem Jungwähler geködert.
Warn Jungwähler nicht die, die voll gut informiert sind und sich sorgfältig Gedanken machen und einfach die besseren Wähler sind, weswegen dringend noch mehr noch jüngere Wähler brauchen? Glaube mich da an diesbezügliche Ausführungen hier im Thread zu erinnern...
Die NATO ist ein Relikt aus dem kalten Krieg und damit eine Bedrohung für Russland. Wir brauchen aber eine Sicherheitsstrategie, die Russlands natürliche Interessen würdigt.
Russland beansprucht aktuell die militärische Kontrolle bis an die Elbe als sein "natürliches Interesse". Das ist genau die gleiche Bedrohungslage wie im kalten Krieg und sie wurde damals vom westlichen Verteidigungsbündnis angemessen gewürdigt. => NATO ist genau die Sicherheitsstrategie, die wir (leider) wieder brauchen, Putin sei "dank".
Nein, um der Diplomatie wieder eine Chance zugeben. Frieden kommt aus Verhandlungen und aus Kompromissen.
Frieden kommt aus Vertrauen. Entweder Vertrauen in die Verlässlichkeit eines Gegenübers oder Vertrauen in die eigene Stärke. Mit Verlässlichkeit ist es gerade nicht soweit her, Putin hat so ziemlich alle internationalen Abkommen gebrochen, auf die sich ein Vertrauen hätten stützen können.
Aber das bedeutet neben Geld in die Hand nehmen noch viel mehr auch nationale Kompetenzen abzugeben und das nicht nur beim Feld der Verteidigung selbst, sondern ebenso in der Außenpolitik und weder war man in der EU bereit Geld in die Hand zu nehmen (zweimal nicht mehr nach Ende des Kalten Krieges) und noch viel weniger dafür nationale Kompetenzen auf EU-Ebene hin abzugeben (man stelle sich nur mal vor Frankreich, Deutschland und Italien alleine müssten sich auf einen einstimmigen Kurs und Position in ihren Außeninteressen einigen, jetzt versuche das mal mit mehr 20 Staaten, darunter solchen "Spezialisten" wie Polen und Ungarn).
/sign.
Solange Europa ein Flickenteppich ist, muss unsere Verteidigung deutlich weiter aufgestellt sein, um Ausfälle einzelner Partner abzufedern. Aber selbst zwischen einem geeinten Europa und den USA als gleichgroße Partner wäre ein Bündniss unter den derzeitigen Vorzeichen der richtige Weg. Man kann unsere Geopolitik zum Kotzen finden, aber sie ist zu >>90% deckungsgleich mit der der USA. Warum also nicht an einem Strang ziehen, solange man die gleichen Interessen hat? China wird mittelfristig ohnehin größer als die NATO werden, eine künstliche Verkleinerung unserer Sicherheitsbasis wäre ein Fehler.
(Emanzipieren sollte sich Europa trotzdem, damit es nicht weiterhin innerhalb der NATO hinterherdackeln muss)

