Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Stimmt

Oh, doch.
Wir reden hier von zus. Bauleistungen on top und die Branche, meine Branche, ist jetzt schon am Anschlag.
Dabei ist alles, was laufen kann und Willens ist, in Deutschland auf dem Bau zu arbeiten, schon EU-weit zusammengekarrt.

Nein, sind sie technisch nicht.
Aber eine durchschnittliche KfW 40 Wand hat nun mal irgendwas zw. 46 und 50 cm Stärke, egal ob aus Holz, Ziegel Beton+WDVS oder sonst was. und je nachhaltiger der Baustoff ist, um so schlechter sind die Dämmwerte und um so dicker wird die Wand.
Die Energieeinsparung zw. dem älteren Standard KFW50 zu KFW 40 beträgt grob 15%, der Material und Kostenaufwand das grob doppelte.
Sprich über eine angesetzte Lebenszeit von 50 Jahren bekommt man i. d. R. weder die Primärenergie oder das freigesetzte CO2 noch die Baukosten wieder rein. Das fängt bei ca. 80 oder 100 Jahren an.

Das ganze wird in Bezug von Primärenergeie und CO2 etwas besser, wenn man Holzwände mit z. B. Strohdämmung (50-60cm Wandstärke), Vollholzdecken usw. einsetzt, kostet dann aber ca. das 2-3fache wie ein Betonbau mit WDVS.

Und ganz am Schluss werden hochgedämmte Häuser für Investoren in städtischen Lagen wegen dem Flächenverbrauch der Konstruktion und somit weniger Wohnraumeffizienz völlig uninteressant.

......
Bin ich völlig bei Dir, nur sind B-Pläne heute meist kaum realisierbar, weil sie durch gesetzliche Vorgaben eben so sein müssen. Und das wird nicht besser, wenn ich sehe was da geplant ist. (Kilmaanpassung, Kühlbedarf, Grundwasserfunktionsausgleich, etc.) Niemand kann dann bezahlbare Wohnungen bauen.
 
Yo, darf er, weil der Kernsatz richtig ist, wie ich weiter oben belegt habe.

Dass dann seine Schlussfolgerungen etwas schwachmatisch sind, da bin ich mit @Olstyle und mutmaßlich sogar mit dir d'accord.

Es nützt bei dem Istzustand ja auch relativ wenig zu sagen, die einen haben es schlecht gemacht, wenn die anderen ebenso eine unglaubliche Trägheit bzgl. notwendiger Veränderungen an den Tag legen.

Zweifellos, und da bekomme ich ob meiner Meinung regelmäßig Haue hier im Forum, negiert der Großteil der Deutschen, dass die Kanzlerschaft Merkels eine Zeit der Stasis für D. war und für mein Dafürhalten in 50 Jahren oder so sie als mit die schlechteste Kanzlerin überhaupt in der Historie bewertet werden wird.
Na ja, eventuell wird sie von "ich kann mich an gar nix mehr erinnern" Scholz noch getoppt.

@seahawk hat das Thema Wohnungsbau weiter oben erwähnt.
Spätestens mit den Satz "wir schaffen das" hätten die Weichen für massiven leistbaren Wohnraum gestellt werden müssen.
Passiert ist aber seit 2015 genau gar nix.

Übertragen passiert im Prinzip genau das Gleiche wie bei der Energiewende.
Fachleute mahnten seit 20-30 Jahren oder so dies schon an und erst jetzt wird den Leuten klar, was damals gemeint war.
Übertragen auf sozialen Wohnungsbau ist davon auszugehen, dass die Rahmenbedingungen erst im Jahre 2035 überarbeitet werden und 2040 die ersten leistbaren Wohnungen entstehen .
Super Sache, oder?


Bin ich völlig bei Dir, nur sind B-Pläne heute meist kaum realisierbar, weil sie durch gesetzliche Vorgaben eben so sein müssen.
Genau, man könnte ja auch mal die gesetzlichen Vorgaben mal der Realität anpassen.
Und das wird nicht besser, wenn ich sehe was da geplant ist. (Kilmaanpassung, Kühlbedarf, Grundwasserfunktionsausgleich, etc.) Niemand kann dann bezahlbare Wohnungen bauen.
Die auf den Punkt verdichtete Kernfrage ist also:
Wollen wir deutschlike DIE perfekten Häuser hinstellen, die dann keiner mehr bezahlen kann oder wollen wir dafür sorgen, dass alle ein Dach übern Kopf haben?

Wieso in aller Welt ist der Wohnraumstandard vor sagen wir mal 25 Jahren bzgl. Schall/Brandschutz oder Energieeffizienz plötzlich nicht mehr gut genug.
Letzterer war nur ca. 10-15% schlechter und der heutige mehr als doppelt so teuer und neverever über die Lebensdauer des Gebäudes mit der ersparten Energie wieder hereinholbar.
Das sage nicht ich, sondern die Physik und der Geldbeutel.

Weils griffiger ist das Beispiel aus dem Einfamilienhausbau, übertragen gilt das auch für den sozialen Geschosswohnungsbau:
Wenn einer ein EFH heute hinstellen würde mit einem Dämmwert der Wand von 0,24 W/(m²K) (nicht mehr erlaubt), also so ein Poroton-Ziegel von 2004 mit 365 mm Dicke:
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und dann das Dach nicht mit nur den üblichen renditeträchtigen 35-45 m² PV belegt, sondern ne Vollbelegung mit 120 m² macht und den gewonnen Strom zu 60% direkt in die Warmwasserbereitung steckt.
Dann haste ein fast vollautarkes Haus (Stromspitzenlast im Winter müsste noch zugeführt werden) und die Baukosten wären nach der netten Inflationswelle von soeben bei ca. 55-60% von dem, was der Gesetzgeber aktuell abverlangt.
Eigentlich ganz einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir wollen Häuser bauen, die keine Energie brauchen, keine Fläche versiegeln, deren Bewohner kein Lärm machen, kein Verkehr entstehen lassen, kein Abwasser produzieren und das natürlich billig und in Mengen.

Geht nicht. Aber auf der anderen Seite lassen Gerichte heute Klagen gegen B-Pläne zu weil die Überstauhäufigkeit im Bestandskanal sich erhöht und das obwohl sie immer noch innerhalb der normativen Vorgaben liegt. Findige Anwälte haben da aber schon eine nachteilige Beeinträchtigung des Bestands im Hinblick auf die Starkregenwahrscheinlichkeit durch den Klimawandel erkannt. Wenn 2 OVG da einmal zu Gunsten der Kläger entscheiden, baut Deutschland nichts mehr.
 
Moment, nach 50 Jahren sind die Häuser reif fürn Abriss?
Nicht zwingend.

Aber schau dir Häuser BJ 1950-1970 an.
Meist Muss das Dach komplett neu gemacht werden, die Strangleitungen saniert werden, die elektrischen Leitungen neu verlegt werden, Heizungsanlage sowieso, Fenster, Innentüren usw..

In der Regel verbleibt bestenfalls die Grundsubstanz, sprich die tragenden Innen- und Außenwände.
Das steht dann, wenn man ehrlich rechnet, Sanierungskosten an, die meist mind. gleich teuer, wenn nicht teurer sind, einem Abriss und Neubau gegenüber.
Wenn dann noch der Grundriss dem (neuen) Nutzer nach 50 Jahren dann nicht gefällt, wars das für die Siedlungshäuser von den Eltern von 1965.
Bei den Mietwohnanlagen ist es dann noch meist krasser.
Die sind in der Regel richtig abgewohnt und die Sanierungskosten sind immer teurer als ein Neubau.
Vonovia und Co., also die großen Mietwohnungsbesitzer gehen kalkulativ anch 35 Jahren von einem Totalverlust aus.

Derzeit größtes Thema ist die WDVS Fassade.
85% der deutschen Häuser sind wenn überhaupt, mit Styropor gedämmt.
Das ist mittlerweile als Sondermüll zu betrachten.

Aber:
Bei guter Pflege sind Holz- wie auch Rotziegelhäuer durchaus 200-300 Jahre haltbar, siehe z. B. Höfe in Niedersachen oder Holzhäuser in Bayern/Tirol.

Die Forschung (TU München) geht von einer maximalen Standdauer von Wohnungsbauten nach WK II von 80 Jahren als Berechnungsgrundlage aus.
 
Da komm ich mir hier auf den Vierseithof ja nicht nur wie der Rote Landvogt, sondern auch wie Methusalem vor. Hier blicken Jahrhunderte auf einen hinab. Allein das Wohngebäude hat bis Anfang des 20. Jahrhunderts vier verschiedene Bauabschnitte, bei der es erweitert wurde.

Das steht dann, wenn man ehrlich rechnet, Sanierungskosten an, die meist mind. gleich teuer, wenn nicht teurer sind, einem Abriss und Neubau gegenüber.
Da fällt mir der alte Spruch: "Wir bauen auf und reißen nieder und haben Arbeit immer wieder." wieder ein.

Die Forschung (TU München) geht von einer maximalen Standdauer von Wohnungsbauten nach WK II von 80 Jahren als Berechnungsgrundlage aus.
Auf der einen Seite Energie und Rohstoffe sparen wollen aber dann alle Nasen lang wegreißen und neubauen. Das passt nicht zusammen. Das macht man nur auf seiner VM Spielwiese.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe nirgendwo gesagt das er es nicht geahnt hat, sondern das er naiv war sie zu tolerieren, also hör auf hier schon wieder Dinge zusammenzudichten, was du häufiger machst und die mich an dir so ankotzen, die nicht dastehen!

Über den Grund warum Lucke das gemacht hat kann man nur spekulieren (weil er selbst darüber, meines wissens, nie eine Aussage getätigt hat), aber wenn du meine Meinung wissen willst, weil ihm die Reichweite gefallen hat, welche die AfD damit damit in kurzer Zeit erreichen konnte und evt. weil er dachte das er diesen Flügel schon "händeln" könnte, wenn man sie "nicht mehr braucht", ähnlich wie die Petry und teilweise auch noch Meuthen später auch und mit so einem Kurs wären sie in der Geschichte der deutschen Politik auch nicht die ersten gewesen, genauso wenig wie sich damit auf das Gesicht zu packen.

Man könnte es noch drastischer formulieren: Lucke hat liebend gerne am rechtsextremen Rand gefischt, weil die "Hauptsache dagegen", Anti-EU-eingestellte, aber in vielen politischen und wirtschaftlichen Aspekten schlecht gebildete Leute extrem leicht erbeutete Stimmen für seine populistische Agenda waren.
Ich verstehe allerdings nicht, wie man für dieses Paktieren mit Nazis zum gegenseitigen Vorteil den Ausdruck "naiv" nennen kann. In etwa so "naiv" wie Stalin bei der Molotow-Ribbentrop-Unterzeichnung?

Lucke hat sich nur in einem Punkt verkalkuliert: Er dachte, er könne mit rechtsextremen Personal und eine rechts-nationalistische Agenda auch beim konservativen Bürgertum dauerhaft punkten. Die waren aber nicht ganz so ungebildet, nicht ganz so blöd und auch nicht ganz so große Arschlöcher wie die spätere AFD-Klientel. So stand Fassdenbauer Lucke irgendwann als der Teil der AFD dar, der gar keine Wählerstimmen einbringt, weil niemand mehr auf sein vorgetäuscht-demokratischen Positionen in angesicht der offen-menschenfeindlichen Partei dahinter geglaubt hat.


Wie kommst Du darauf, dass die jetzt eingelagerten Panzer von der Industrie zu unterhalten wären? Die wurden als überflüssig verkauft. Viele gingen in der Verschrottung, manche hat die Industrie eingelagert, weil sie noch wirtschaftliches Potential in ihnen sah.
Bei den laufenden Wartungsverträgen gab es durchaus klare Anforderungen, aber die zielten auf einen billigen Preis.

Zumindest bei den immer noch nicht einsatzbereiten Marderreserven geht es afaik um Bestände der Bundeswehr, die eben eigentlich eingelagert sind. Nur halt unter Bedingungen, die man eher als Schrottplatz bezeichnen muss. Bei den Leos bin ich mir nicht ganz sicher. Aber auf alle Fälle hat die Industrie nie eine für noch intaktes Gerät angemessene Summe bezahlt. Also entweder hat die Bundeswehr zu Konditionen verkauft, die man allenfalls "geschenkt" bezeichen kann, oder sie hat zu Konditionen eingelagert, die man "umsonst" nennen muss (und damit meine ich nicht die Rechnung...). So oder so Steuerzahlervermögen, dass an die Industrie ging. Und jetzt soll der Fehler mit noch mehr Geld korrigiert werden.
Auch das ein leider sehr typisches Vorgehen rund um die Bundeswehr.


Ich hab gehört, den wechselt man in 3 Stunden.
Für Meinen W55 hab ich drei Tage gebraucht ... .

Wenns drauf ankommt (= wenn man eine öffentliche Vorführung macht) dauert ein reiner Wechsel nicht 3 Stunden, sondern 1/3 Stunde ;) .
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Aber der Hersteller braucht halt 3 Halbjahre, bis die Dinger wieder fahren.


Doch, weil dann jene, dies viel oder mehr verdienen, einfach nicht mehr da sein werden.

Sage nicht ich, sondern Herr Hollmann gesundheitspolitischer Sprecher der FDP:

Auszug:

Gemeinsame Kraftanstrengung erforderlich

Das System "auf Vordermann bringen, damit wir insgesamt widerstandsfähiger sind." Das ist der Ansatz von Andrew Ullmann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Dies könne aber nicht alleine mit mehr Geld erreicht werden. Ullmann betont: "Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt. Und gleichzeitig eines der ineffektivsten." Dazu gehöre auch, dass ländliche Regionen teilweise unterversorgt und viele Ballungsgebiete überversorgt seien. "Da müssen wir raus." Das gesamte System müsse reformiert werden – eine Gemeinschaftsaufgabe für Bund und Länder.

Man beachte den Unterschied zwischen ineffektiv und ineffizient: Das deutsche Gesundheitssystem schafft es, sehr viel Geld effizient auszugeben (= es bleibt relativ wenig beim Personal liegen und auch die einzelnen Verwaltungen machen jede für sich einen angemessenen Job), aber es wird damit effektiv nur ein lächerlicher Gesundheitsnutzen erzielt (= sehr viel Geld für Behandlungen ausgegeben, die verzichtbar wären oder direkt in Gewinnspannen gesteckt)

Gemessen an dem, was vom investierten Geld beim Patienten ankommt ist der NHS ggf. tatsächlich noch schlechter. Aber gemesssen daran, wie gesund/weniger krank die Patienten danach sind, schneidet er pro Euro tatsälich besser ab. Und das will bei dem Vergleichsobjekt echt was heißen, wenn man unterliegt.
(Absolut geht es den Briten natürlich ein gutes Stück schlechter, aber dafür ist zahlen sie auch zwei gute Stücke weniger für die Gesundheit, die sie bekommen.)


(Das ist übrigens das genaue Gegenteil zur Bundeswehr. Bei der steckt man oben auch sehr, sehr viel Geld rein, aber wegen Ineffizienz, Wasserkopf und Unfähigkeit kommt davon nur sehr, sehr wenig auf dem Schlachtfeld an. Insbesondere wenn man zwar gelieferte, aber nicht kampftaugliche Technik nicht mitzählt. Aber das, was dann tatsächlich mal eingesetzt wird, ist z.T. ziemlich effektiv. Und sei es beim Nachnutzer ein paar Jahre nach der Ausmusterung, wie im Falle des Gepard.)


Sprich über eine angesetzte Lebenszeit von 50 Jahren bekommt man i. d. R. weder die Primärenergie oder das freigesetzte CO2 noch die Baukosten wieder rein. Das fängt bei ca. 80 oder 100 Jahren an.

:what:
Ist das nicht vollkommen normal, dass ein Haus 100+ Jahre hält? Also zumindest wenn einem kein Weltkrieg dazwischen kommt? 50 Jahre schafft ja selbst US-Leichtbau.

Und ganz am Schluss werden hochgedämmte Häuser für Investoren in städtischen Lagen wegen dem Flächenverbrauch der Konstruktion und somit weniger Wohnraumeffizienz völlig uninteressant.

Redest du hier von Einfamilienhäusern, für die in städtischen Lagen sowieso kein Platz mehr ist, oder tatsächlich von Wohnungsbau? Ich glaube, ich kenne keinen Mietblock unter 10 m Dicke, bei größeren Wohnungen oder/und mit innenliegenden Bädern oder integrierten Küchen eher 15 m von Außenwand zu Außenwand. Selbst wenn da als Basis einen 60er-Jahre-Billig-Eisschrank mit 25 cm Wänden nimmt, wie er schon sehr lange nicht mehr gebaut werden darf und wie ihn niemand bewohnen will, und auf ein Vollpassivhaus mit 1 m Wand + Dämmung hochgeht, wird das Gebäude gerade einmal 10% tiefer. Bei einem Wohl praxisnäheren Upgrade von 40 auf 65 cm sind es, selbst wenn alle 4-5 Aufgänge noch eine Stirnwand hinzukommt, vielleicht 5% mehr Grundbedarf. Klar, auch das kostet ein paar Euro - aber gibt es echt Investoren, bei denen das Volumen einer Dämmung die Bilanz verhagelt? Ich hätte die Material- und Montagekosten für weitaus probelmatischer gehalten, wenn man neu baut.


Du redest gerade über 1-2%, die Meisten fantasieren aber bei einer solchen Gelegenheit über 20 oder 30%, damit so einen Mist wie bedingungsloses Grundeinkommen finanziert werden kann.
Gefühlt steuern wir dabei zu einem hochverschuldeten Wohlfahrtsstaat mit lauter Leutz, d i nix anderes mehr können, als auf dem Smartphone Schwachsinnigkeiten austauschen.

Und ja, bei 1-2% würde sich der Schmerz in Grenzen halten.

20-30%? Absoluter, zusätzlicher Steuersatz? Wer soll das gefordert haben (außer der MLPD)?

Solche Zahlen kenne ich nur von Leuten, die einmalige Abgaben auf Vermögen fordern. Quasi das Abschöpfen, was sich über die letzten Jahrzehnte bei den oberen Zehntausend angesammelt hat. (Schnappsidee im übrigen)
Aber wo eine dauerhafte, zusätzliche Abgabe gefordert wird, liegt diese meist im niedrigen einstelligen Bereich für Vermögen mit reichlich Grundfreibetrag oder im mittleren einstelligen Bereich über dem bisherigen Spitzensteuersatz. 1-2% sind da schon eine hoch angesetzt als Gesamtmehrbelastung für die von dir genannten Schichten.
 
Die Forschung (TU München) geht von einer maximalen Standdauer von Wohnungsbauten nach WK II von 80 Jahren als Berechnungsgrundlage aus.
Nicht nur die. Die Finanzverwaltung rechnet die Restnutzungsdauer auch mit Letzte Kernsanierung-80 (tauchte so irgendwo in dem Grundsteuer gedrissel auf). Und das dürfte auch
Ist das nicht vollkommen normal, dass ein Haus 100+ Jahre hält? Also zumindest wenn einem kein Weltkrieg dazwischen kommt? 50 Jahre schafft ja selbst US-Leichtbau.
Beantworten.
Nach 80 Jahren sollte man Kernsanieren, nicht abreißen.
 
Wenns drauf ankommt (= wenn man eine öffentliche Vorführung macht) dauert ein reiner Wechsel nicht 3 Stunden, sondern 1/3 Stunde ;)
Ich glaub auch fast alles, was im Fernsehen kommt, aber unsere Aufklärung hat gesagt 3 Stunden.

Aber der Hersteller braucht halt 3 Halbjahre, bis die Dinger wieder fahren.
Ist völlig unrealistisch bei einem konservierten Diesel.

Zur Not kommen ein paar hundert Liter Spülöl zum Einsatz und nach dem ersten Andrehen läuft die Kiste wieder.


50 Jahre schafft ja selbst US-Leichtbau.
Aber nur, wen der Wind nicht geht, es keine Gewitter gibt, keiner stark die Türzuschlägt, die Termiten gerda satt sind, ... .
 
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Im Ausland macht man sich über den Polizeieinsatz in Lützerath lustig.
Da wurden unsere Polizisten echt in eine Sch**sse hereingezogen.
 
Ist zwar OT aber ich möchte ein wenig gegen die Mähr schreiben, dass in den USA alles nur aus Sperrholz gebaut wird.

Groß- /Innerstädtische Bauten werden dort nach der US-Norm grundsätzlich in der Erdbebenklasse VII gebaut, während in D. Erdbebenklasse III die Regel ist, Ausnahmen lediglich die schwäbische Alb mit V und der Kölner Raum, ebenso mit V.
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In den USA müssen Gebäude gleich welcher Art grundsätzlich 180 km/h Windstärke widerstehen, während die deutsche Norm von max. 150 km/h ausgeht, die meisten Länderbauordnungen gehen sogar nur von 100 km/h aus.
Gut für die deutsche Ziegelindustrie...
Ist mit ein Grund, warum in den USA kaum Dächer mit Ziegeleindeckung verbaut werden, die machen nämlich ab 120 km/h den Abflug.

Dass dann halt Tornados oder tropische Stürme in den USA auch mal gerne darüber gehen - kismet.
Die Wetterextrema sind in den USA schon seit Jahrzehnten ungleich stärker als bei uns in Mitteleuropa.
Und gegen einen Tornado mit bis zu 300 km/h Windgeschwindigkeit hilft eigentlich nur was aus Stahlbeton oder die dort schon seit fast 100 Jahren gebauten unterirdischen Tornadoshelter.
In den Bundesstaaten des mittleren Westens sogar Pflicht.
Dass dann der Wohntrailer oben auf der Wiese weg ist, ist klar, würde aber auch jedem EFH in D. so ergehen.

Keine Sorge, das alles kommt Dank Klimawandel bei uns auch noch und wir werden und kurz über lang von starren/steifen Ziegelgebäuden hin zu elastischen Stahl- und/oder Holzbauten hin bewegen.
 
Ist zwar OT aber ich möchte ein wenig gegen die Mähr schreiben, dass in den USA alles nur aus Sperrholz gebaut wird.
Man sieht nur in den Nachrichten, wenn dort mal wieder ein großer Hurrican gewütet hat, die Hütten überall in der Landschaft verteilt. Und man stellt sich die Frage : warum bauen die immer noch so?
Liegt wohl auch an den Medien was sie uns zeigen. ;)
Keine Sorge, das alles kommt Dank Klimawandel bei uns auch noch und wir werden und kurz über lang von starren/steifen Ziegelgebäuden hin zu elastischen Stahl- und/oder Holzbauten hin bewegen.
In Norddeutschland gab es ja schon vereinzelte Tornados.
Auch bei uns in der Nähe. Ein paar kleinere.
Bis jetzt haben wir aber immer Glück gehabt.

Aber in der Zukunft wird das noch schlimmer.
 
Man sieht nur in den Nachrichten, wenn dort mal wieder ein großer Hurrican gewütet hat, die Hütten überall in der Landschaft verteilt. Und man stellt sich die Frage : warum bauen die immer noch so?
Liegt wohl auch an den Medien was sie uns zeigen. ;)
Genau, denn das, was die dort jährlich erleben müssen, hat es bis Dato keine einzige Sekunde in D. gegeben.
 
Ist zwar OT aber ich möchte ein wenig gegen die Mähr schreiben, dass in den USA alles nur aus Sperrholz gebaut wird.
Was ich aus meine Zeit in den Staaten mitgenommen habe: Das Problem sind nicht die Vorgaben oder die Bauweise an sich, sondern oftmals die Umsetzungsqualität.
Was sich teilweise dort Contractor schimpfen und Wohngebäude bauen darf, dürfte hierzulande maximal als Anstreicher für Außentoiletten tätig werden. Und der Umstand, dass das Ergebnis praktisch nicht kontrolliert wird und die Daten nur auf dem Papier stimmen müssen, tut sein Übriges.

Ich bin nun wirklich kein begnadeter Handwerker vor dem Herrn, aber als ich bei meinem damaligen Vermieter (ein nettes älteres Ehepaar, welches gerade zwei Jahre im neuen Haus lebte) bei ein paar Nachbesserungen - die eigentlich gar nicht nötig sein dürften - geholfen habe, packte mich das kalte Grausen. Und das war dann ein Anlass für Berichte über Baudienstleister von sämtlichen Nachbarn, die auch nicht besser waren.

Den größten Pfusch gibt es bei der Grundisolierung und bei der Dachkonstruktion, oder richtiger, bei der Dachauflage. Da wird gespart, wo es geht, koste es, was es wolle. Wenn der Wind erst einmal unters Dach greifen kann, ist es komplett wurscht, wie solide es als solches ausgeführt wurde. Und wenn die Bude von unten Feuchtigkeit zieht, bleibt auf mittlere Sicht nun einmal keine Wand stabil.

Die grundsätzlichen - und schon irgendwo typisch deutschen - Vorbehalte gegen Holzbau verstehe ich allerdings auch nicht. Selbst ein ordentlich gebautes Haus in Holzrahmenbauweise ist genauso windstabil machbar wie Stein auf Stein und was Erdbebensicherheit angeht, ist Holz ohnehin der dankbarere Baustoff.
Mein als Ferienhaus und später als Alterswohnsitz gedachtes (und derzeit für Flüchtlingsunterbringung bereitgestelltes) Domizil steht schon seit 12 Jahren und vor drei Jahren habe ich den Anstrich der Außenfassade auf der Hauptwetterseite erneuert - das war's.
Die Baukosten betrugen 45 Prozent und die Bauzeit ungefähr ein Viertel eines vergleichbaren Massivhauses, es konnte alles von lokalen Unternehmen erledigt werden und die Ökobilanz ist auch noch besser - ganz zu schweigen, dass es ein Niedrigenergiehaus hart an der Grenze zum Passivhaus ist.

Sich hierzulande von ein paar Vorbehalten zu lösen, würde vielleicht nicht unbedingt dabei helfen, bezahlbaren Wohnraum in Innenstädten zu schaffen, aber im Randbereich durchaus. Und jede Familie, die in ein preiswertes Haus mit ordentlichen Energiewerten auf nicht allzu großen Grundstücken im Speckgürtel ziehen kann, gibt Raum in den Innenstädten frei.
Dafür müsste sich allerdings neben der Kopfsache mit den Massivhäusern auch behördlich noch Einiges bewegen. Es ist erschreckend, wie viel prinzipiell nutzbarer Wohnraum schlichtweg nicht als dauerhafter Wohnsitz genutzt werden darf, obwohl sachlich nichts dagegen spräche. Es ist nicht erlaubt, weil's verboten ist und es ist verboten, weil's so ist.
 
@Mahoy :
Gutes Statement, auch in Richtung Holzbau.

Nicht lachen, wir sind in der "Entwicklung" weiter.
Wir bauen mittlerweile die Dämmung aus Stroh (hat nur bedingt mit dem Zeugs auf der Wiese was zu tun):
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Und USB-Platten werden sukzessive mit welchen aus Stroh ersetzt:

Gründe sind klar, schnell nachwachsender Rohstoff, eher derzeit ein Abfallprodukt der Landwirtschaft.
Der Rohstoff Holz kann dann für Wichtigers eingesetzt werden.
 
Nicht lachen, wir sind in der "Entwicklung" weiter.
Wir bauen mittlerweile die Dämmung aus Stroh (hat nur bedingt mit dem Zeugs auf der Wiese was zu tun):
Ich lache nicht. Schon als ich gebaut habe, waren Stroh und Schilf zumindest als Dämmmaterial im Gespräch. Aber Schilf hatte ein wenig zu geringe Wärmedämmung und Baustroh war zum fraglichen Zeitpunkt praktisch nicht zu bekommen, bis nach der nächsten Ernte wollte ich nicht warten - also ist ist es in der Bodenplatte, unterm Dach und in vier Außenwänden Holzwolle und auf einer Schmalseite versuchsweise Schafwolle geworden.

Andere Leute zählen Schafe zum Einschlafen, ich starre einfach nur besagte Wand an. :D
 
Ist zwar OT aber ich möchte ein wenig gegen die Mähr schreiben, dass in den USA alles nur aus Sperrholz gebaut wird.
Von "alles" hat ja keiner geredet.
Aber wenn man die Bretterbuden in der Tornado-Alley sieht, fragt man sich doch, ob die was lernen.

Schön, daß ich im gelben der Erdbebenkarte wohne.
Es gab zwar ein paar kleinere früher, aber die waren meist sprenbedingt vom Kalibergbau an der Werra.

In den USA müssen Gebäude gleich welcher Art grundsätzlich 180 km/h Windstärke widerstehen, während die deutsche Norm von max. 150 km/h ausgeht, die meisten Länderbauordnungen gehen sogar nur von 100 km/h aus.
Ich wohne hier in Südwestthüringen am Kamm des Thüringer Waldes, so 580m über NN, sagt mein Navi.
Als Kind und Jugendlicher hab ich Stürme von 100 - 140 km/h erlebt.
Die haben 3 Tage gedauert.
Die Häuser sind Fachwerkhäuser mit Tuffstein / Ziegelausmauerung.

Als Schäden waren zu beklagen:
- weggeflogene Dachziegel,
- wenige entwurzelte, trockene Bäume im Wald,
- weggewehte leere Mülltonnen.

Volle Mülltonnen hat es nicht bewegt, die waren 2 Zentner schwer und voll mit Asche.

Gut für die deutsche Ziegelindustrie...
Ist mit ein Grund, warum in den USA kaum Dächer mit Ziegeleindeckung verbaut werden, die machen nämlich ab 120 km/h den Abflug.
Aber nicht die sturmfesten.
Die sind mit Draht an den Dachlatten befestigt.
Dazu ist ein Loch im Dachziegel unten eingearbeitet.

Dass dann halt Tornados oder tropische Stürme in den USA auch mal gerne darüber gehen - kismet.
Sieht eher aus wie Puzzle.

Die Wetterextrema sind in den USA schon seit Jahrzehnten ungleich stärker als bei uns in Mitteleuropa.
Und gegen einen Tornado mit bis zu 300 km/h Windgeschwindigkeit hilft eigentlich nur was aus Stahlbeton oder die dort schon seit fast 100 Jahren gebauten unterirdischen Tornadoshelter.
Oder eine alte Kirche aus Europa.

Keine Sorge, das alles kommt Dank Klimawandel bei uns auch noch und wir werden und kurz über lang von starren/steifen Ziegelgebäuden hin zu elastischen Stahl- und/oder Holzbauten hin bewegen.
Hab ich schon.

Ich hab mal gesehen, wie man in unserer Kreisstadt ein 300 Jahre altes Fachwerkhaus abbauen wollte.
Man hat gedacht: Bagger an die letzte noch stehende Balkenwand und Umreißen.

Es ging Klack - da lag der Bagger auf der Seite.
Die Wand hat kurz gezuckt und den Impuls voll geschluckt.
Der Rückschlag hat dem Bagger gar nicht gut getan.
Ein Glück, daß der Fahrer nur ein paar blaue Flecke hatte.

Dann hat man die Holznägel aus den Balken rausgenommen und jeden Balken einzeln entfernt.
Langsam, aber sicher.
 
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