Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Das Problem dabei ist: das trifft auch den kleinen Michel. Nahzu alle privaten Rentenprodukte bzw. -modelle beruhen auf Vermehrung von angesparten Vermögen, ob nun als Guthaben, in Aktien oder sonst was.
Und auch bei weitem nicht jeder der erbt hat danach ausgesorgt. Evtl. ist es das Reihenhaus der Eltern, so dass der Erbe dann im hohen Alter das erste Mal seit der Kindheit wieder mietfrei wohnen kann. Wenn das aber besteuert werden würde müsste oft das Haus verkauft werden. Der Erbe muss dann weiter Miete zahlen. Profitieren tut hier am Ende wieder nur der Immobilienkonzern oder wohlhabende private Käufer.
Das kann man doch mit Freibeträgen regeln.
Abgesehen davon ist es eh schwer, wenn es mehr als einen Erben gibt. Das eine Haus bekommt das eine Kind und das zweite Kind wird dann ausbezahlt oder so.
Und für solche Fälle gibt es Freibeträge.

Achso!?
Ich bin auch Bürger, ich will auch Geld.
Du bist kein Bürger, du bist Personal -- Schau auf deinen Personalausweis. ;)
 
Du bist kein Bürger, du bist Personal -- Schau auf deinen Personalausweis. ;)
Vielleicht bin ich ja auch ein ReichsBÜRGER und habe gar keinen Perso. :ugly:
Du kannst dir von deiner Frau eins mit der Bratpfanne über den Kopf ziehen lassen.
Vielleicht bist du danach ein Fall für die Grundsicherung. :ugly:
Das ist ein Grund, weshalb ich keine Frau habe...bevor die auch nur Schwung geholt hätte...könnte sie keinen Schwung mehr holen...Emanzipation/Gleichberechtigung fetzt.^^
 
Abgeordnete/Mitglieder der Union regen sich auf Twitter darüber auf, dass Lambrecht ein Selfie mit ihrem Sohn
auf Instagram gepostet hat.

Wenn die Union sonst keine Probleme hat.

Meine Güte ist diese Partei peinlich.
 
Gab es doch schon als Eurojob.
Ein-Euro-Jobs waren der unbeholfene und denkbar umständliche Versuch, Leute ins Wertschöpfungssystem zu integrieren, die das entweder nicht können, oder nicht wollen und für die das System oftmals nicht einmal Platz hat, selbst wenn sich herausstellt, dass sie doch können und wollen.
Und etliche Leute zwischen zwei Anstellungen, die sich bei der Wahl ihrer nächsten Erwerbstätigkeit einfach nur mehr Zeit ließen, wurden durch solche Maßnahmen auch nur unsinnig genervt.

Eine Art semi-obligatorische Dienstpflicht in Verbindung mit Grundeinkommen wäre sogar der genau umgekehrte Weg. Man nimmt zur Kenntnis, dass es in jeder Gesellschaft nun einmal Tätigkeiten gibt, die im marktwirtschaftlichen Sinne nicht lukrativ, aber nichtsdestotrotz nötig sind - allerdings auch von gering Qualifizierten und sogar Unmotivierten erledigt werden können.

Und wie gesagt: Wenn man 20 Dauerarbeitslose zum Straßenkehren ruft und davon nur die Hälfte erscheint, wird die Straße trotzdem sauber. Darüber, dass sich zehn Leute ausgeklinkt haben, kann man sich ärgern, es wäre aber ansonsten gänzlich unerheblich.
 
Ein-Euro-Jobs waren der unbeholfene und denkbar umständliche Versuch, Leute ins Wertschöpfungssystem zu integrieren, die das entweder nicht können, oder nicht wollen und für die das System oftmals nicht einmal Platz hat, selbst wenn sich herausstellt, dass sie doch können und wollen.
Keine Sorge, den 1 Euro Job gibt es immer noch.
 
Eine Art semi-obligatorische Dienstpflicht in Verbindung mit Grundeinkommen wäre sogar der genau umgekehrte Weg. Man nimmt zur Kenntnis, dass es in jeder Gesellschaft nun einmal Tätigkeiten gibt, die im marktwirtschaftlichen Sinne nicht lukrativ, aber nichtsdestotrotz nötig sind - allerdings auch von gering Qualifizierten und sogar Unmotivierten erledigt werden können.

Und wie gesagt: Wenn man 20 Dauerarbeitslose zum Straßenkehren ruft und davon nur die Hälfte erscheint, wird die Straße trotzdem sauber. Darüber, dass sich zehn Leute ausgeklinkt haben, kann man sich ärgern, es wäre aber ansonsten gänzlich unerheblich.
Ich sehe da keinen Unterschied zum Eurojob.
 
Ich sehe da keinen Unterschied zum Eurojob.
Der wird (schlecht) vergütet und hat die unrealistische Erwartungshaltung, etwas am Status des Ein-Euro-Jobbers zu verändern. Vor allem aber kommen Ein-Euro-Jobber auch immer wieder an Stellen zum Einsatz, die auch regulär beschäftigte Arbeitskraft besetzen könnten, was hochgradig kontraproduktiv ist. Nicht zuletzt deshalb, weil au dem Ein-Euro-Jobber nur selten ein regulär Beschäftigter an besagter Stelle wird, sondern einfach nur der nächste Ein-Euro-Jobber dort landet.

Entweder ist die Stelle wirtschaftlich sinnvoll, dann kann man sie mit einem regulären Arbeitnehmer mit regulärer, idealerweise tariflicher Vergütung besetzen.
Oder sie ist es nicht, dann kann man sie auch über eine Art Sozialarbeitsdienst versehen, der weder so vergütet sein muss, das jemand davon leben kann, noch jemandem die Möglichkeit wegnimmt, sich seine Brötchen zu verdienen. Das Existenzminimum wäre ja bereits übers Grundeinkommen sichergestellt.

Kurz: Ein-Euro-Jobs wären vielleicht sinnvoll als eine Art öffentliche Beschäftigung für unqualifizierte Kräfte die auf dem regulären Arbeitsmarkt ohnehin chancenlos sind. Also als Zuverdienstmöglichkeit zum Grundeinkommen, ebenso wie auch qualifizierte Kräfte das Grundeinkommen durch Berufstätigkeit erweitern.

In seiner jetzigen Form ist es teurer und unsinnig.
 
1-€-Jobs durften keine normale Arbeitsplätze ersetzen. Mögen sie in der Praxis trotzdem gemacht haben, aber vor dem Problem steht auch dein "anderer" Vorschlag und wenn du umgekehrt die Praxis betrachten willst, dann ändern 1-€-Jobs rein gar nichts am Status des Arbeitslosen (abseits der Gewöhnung von Langzeitarbeitslosen an regelmäßige Arbeitszeiten haben sie auch theoretisch nicht wirklich diesen Anspruch). Von daher gibt es da tatsächlich keinen Unterschied, außer dass du 1 € weniger zahlen willst.
 
1-€-Jobs durften keine normale Arbeitsplätze ersetzen. Mögen sie in der Praxis trotzdem gemacht haben, aber vor dem Problem steht auch dein "anderer" Vorschlag
Welchem professionellen Straßenfeger würde denn deiner Ansicht nach ein Bürgerdienst die regulär vergütete Arbeit wegnehmen? :D

Es gibt einfach Tätigkeiten, die weder an der Wertschöpfung teilhaben, noch eine qualifizierte Ausbildung erfordern. Wenn dazu - begleitet von einem Grundeinkommen - prinzipiell jedermann verpflichtet wäre und sich jedermann prinzipiell durch andere Beschäftigung davon befreien lassen kann, sehe ich darin eine gute Möglichkeit, dass 1.) durchaus benötigte "Handreichungen" erledigt werden und 2.) gleichzeitig Menschen eine Zuverdienstmöglichkeit erhalten, die sonst nicht über das Grundeinkommen hinaus kämen.

Von daher gibt es da tatsächlich keinen Unterschied, außer dass du 1 € weniger zahlen willst.

Wie oben geschrieben, kann es auch mehr als 1 Euro/Stunde sein. Dadurch entstünden nicht zwingend mehr Kosten, denn es entfiele die Vermittlungswirtschaft für 1-Euro-Jobs. Und glaub' mir, die verdienen sich derzeit dumm und dämlich mit dem öffentlichen Outsourcing von Beschäftigungstherapie.
 
Wenn du die Straßenreinigung von 1-€-Jobbern übernehmen lässt, entfallen logischerweise Jobs in der normalen Straßenreinigung. Lässt du sie Grünlfächen pflegen, brechen Jobs im GaLaBau weg. Es gibt keine Aufgaben, die auch nur einen Euro wert befunden werden und an denen nicht längst irgendjemand verdienen möchte. Es gibt einige, in denen nur das allernötigstes gemacht wird, die man auf diesem Wege deutlich besser erledigen könnte - aber da gibt es keine scharfe Abtrennung und jede entsprechend Beschwerden bis Klagen von dieser Konkurenz betroffener Unternehmen, was wohl mit ein Grund für die stark zurückgehende Zahl dieser schwachsinnigen Maßnahme sein dürfte. HartzIV-Zwangstraßenkehrer habe ich z.B. das letzte Mal vor 10-15 Jahren gesehen. Und mehr als einen Euro kann und konnte man denen übrigens schon immer zahlen, auch da bringt deine Idee nichts neues.

Wenn du jeden dazu verpflichtest, dann muss du übrigens auch für jeden so einen Job bereit haben (und könntest die Bezahlung zum Teil deines bedingungsreichen Grundeinkommens machen). Alles andere würde gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen. Wenn du das Ganze als Zwangsmaßnahme nur gegen ausgewählte durchziehen willst, ist das endgültig HartzIV. Und der Verwaltungsaufwand bleibt ohnehin gleich, denn die nicht die Zahung der Aufwandsentschädigungen, sondern die Organisation und Vermittlung der Aufgaben verursacht einen Großteil der Bürokratie. Wenn erstmal der Alltag organisiert/überwacht und alle Ansprüche festgehalten sind, ist der Rest auch heute beim Jobcenter nur noch Formsache. (Wofür ein Amt natürlich trotzem 12und20LeuteundeineKatze braucht, aber das liegt halt an "Amt")
 
Z.B. Straßen- und Gehwegreinigung ist doch eh genau so automatisiert worden wie alles Andere auch. Mit einer großen und einer kleinen Kehrmaschine ist ein ganzes Viertel von zwei Mann in einem halben Tag zu schaffen.
 
Kubicki hat mal wieder auf "die Kacke" gehauen:

Bei einer Wahlkampfveranstaltung hat FDP-Vize Wolfgang Kubicki den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als "kleine Kanalratte" bezeichnet. Die türkische Regierung bestellte empört den deutschen Botschafter ein.

Die türkische Regierung hat empört auf die Aussagen des stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan reagiert und den deutschen Botschafter einbestellt. Kubicki hatte Medienberichten zufolge bei einer Wahlkampfveranstaltung in Hildesheim Erdogan im Zusammenhang mit seiner Flüchtlingspolitik als "kleine Kanalratte" bezeichnet.

Die "inakzeptablen Äußerungen" seien für sein Amt als Vizepräsident des Deutschen Bundestages unpassend und entbehrten jeder politischen Moral und Verantwortung, teilte der Sprecher des türkischen Außenministeriums mit. Man habe auch dem deutschen Botschafter den "starken" Protest der türkischen Regierung übermittelt.
Quelle: Türkische Regierung bestellt Botschafter ein

Auf den Spuren von Böhmermann.:ugly:
 
Die "inakzeptablen Äußerungen" seien für sein Amt als Vizepräsident des Deutschen Bundestages unpassend und entbehrten jeder politischen Moral und Verantwortung
Sehe ich genau so.
Selbst wenn Herr E. aus Ankara den Titel als "kleine Kanalratte" verdient hätte *räusper*
kann es nicht sein, dass Kubicki sich in der Art öffentlich äußert.

Ganz ehrlich, hier bei uns im Forum gäbe es dafür eine klare 3-Punkte Verwarnung für einen Personenbezogenen Angriff.

Wäre mMn. sogar ein Grund sein Amt zurück zu geben, aber das passiert hier in Deutschland ja quasi nie...
 
Was Privatpersonen und Satiriker aussprechen dürfen und manchmal sogar müssen, sollten Mandats- und Amtsinhaber noch lange nicht äußern.

Auch als Politiker darf sich alles denken, aber es laut auszusprechen (und dann auch noch so eine lächerliche Rechtfertigung hinterher zu schieben), spricht eher nicht für besondere Eignung. Kubicki kann sich und sein Mundwerk einfach nicht zügeln, bzw. einfach mal abwarten, bis der Gedanke zuende gedacht ist.

Geschenkt, dass auch Erdogan selbst bereits Politiker anderer Nationen mit wenig schmeichelhaften Bezeichnungen versehen hat, sich also eigentlich nicht beschweren kann.
Aber wenn man aus überlegener Position krisitieren will, sollte man sich nicht auf die selbe Stufe herab begeben.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück