Äh: Die 670 Millionen sind der Gesamtumsatz der Branche. Die Krankenkassen haben aber nur 13% der Fälle einen Teil der Kosten übernommen. Also, bei gleichmäßiger Verteilung der Werte, vielleicht 80 Millionen Euro für Homöpathie bezahlt. Das deckt sich ungefähr mit den direkten Zahlen, die ich im letzten Jahr gehört habe und ist sehr wenig im Vergleich zu dem Gesamtkosten der Krankenkassen. Wem dem eine angemessen große Zahl an Fällen gegenübersteht, in denen sonst Medizin hätte bezahlt werden müssen, kann das trotz allem Aberglauben eine Win-Win-Win-Situation für Patienten, Krankenkassen und Gesellschaft sein.
@Tschetan: Ich meinte damit nicht, dass die Zahlen an sich falsch wären, sondern dass (gemäß des Spruchs "traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast" und der sich auch nicht auf falsche Zahlen, sondern auf die statistische Aufarbeitung derselben bezieht) die Interpretation dieser Zahlen aufgrund fehlender Informationen einen falschen Eindruck ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit bewusst. Das ist ähnlich wie mit den Batterieauto-Studien die alle davon ausgehen, dass für zusätzlichen Stromverbrauch auch zusätzlicher erneuerbarer Strom im Netz aus dem nichts entsteht: Alles richtig gerechnet, alles angegeben, aber total absurde Annahmen gemacht und nicht thematisiert, die aber weitaus wichtiger als alle betrachteten Aspekte wären und die das Ergebnis komplett auf den Kopf stellen können.
Das gilt ähnlich auch für deinen neuen Link. Der betrachtet jetzt nicht Produktion, sondern nur Flächen - ohne zu beachten, dass Grasland oft miserabler Ackerboden ist. In der Landwirtschaft verquirlt man normalerweise alle Aspekte zur Ertragsmesszahl, die sowohl Fläche als auch Bodengüte berücksichtigt, also den Absoluten Nutzwert als Ackerland angibt. Darauf müsste man eigentlich eine Statistik aufbauen: Wieviele derart gewichtete ha werden für Tierfutter, wie viele für Energie und wie viele für direkten menschlichen Verzehr genutzt?
Leider habe ich so eine Statistik noch nie gesehen und googlen kann man auch vergessen. Die Ergebnisse sind zugespammt mit Veganermärchen, die nur den verwerteten Ertrag ohne Berücksichtigung des Abfalls oder nur die Bodenfläche ohne Bewertung der Nutzbarkeit betrachten. Beides kann, wie dargelegt, zu Fehlern in Größenordnung von 500% fehlen, wenn man darauf Aussagen über die produzierbaren Nahrungsmittel ableiten will.