Ich redete aber von "Heizung"

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Warmwasser ist extra zu betrachten, ich sehe allerdings nicht so ganz wo da die Dämmung eine größere Rolle spielt. (Also mal abgesehen davon, dass ein schlecht gedämmter Solarthermiespeicher unfreiwillig zur Heizleistung beiträgt).
Bezüglich der Bilanz von Dämmung betrachte ich das ganze natürlich rein energetisch. Wenn man die Dämmwirkung durch passenden Aufbau der Mauer und Wahl der Werkstoffe erzielt (ja, das kostet Baufläche - aber im Vergleich zur Wohnfläche sind die Außenwände immer noch klein und der Unterschied in ihrem Flächenbedarf kleiner als der Parkplatzbedarf manch Bewohners), nicht durch Stypropor, dann handelt es sich praktisch um eine Einmalinvestition für die nächsten 100-150 Jahre. Das rechnet sich auch bei Faktor 4 ganz locker. Ökonomische Überschläge kommen im Moment natürlich noch zu anderen Ergebnissen - aber das predige ich ja seit jeher: Wenn sich eine ökologisch oder klimatologisch sinnvolle Maßnahme nicht rechnet, dann ist nicht die Maßnahme schlecht, sondern der wirtschaftliche Rahmen gehört geändert.
Das hör ich so jetzt seit 20 Jahren, ich hoffe es stimmt diesmal.
Wie gesagt: Heizungsbedarf. Wenn die WäPu im Sommer bei >20 °C durchschnittlicher Außentemperatur und Bedarf an kalten Duschen zur Mittagszeit noch permanent für die Warmwasserbereitung laufen kann, ohne ihren Effizienzbereich zu verlassen, dann wird sie im Winter bei -10 °C wohl nur begrenzt was zum Heizungsbedarf beisteuern. Warmwasser wird da ja nicht plötzlich weniger benötigt und allein die um Faktor 2 verschlechterte Differenztemperatur frisst eine Großteil des Regelbereichs. Dann direkt mit Strom zuzuheizen wäre eine Katastrophe, also entweder braucht man eine nicht permanent laufende [zweite] WäPu oder man steht doch wieder mit einem Verbrennersystem da. In einem gut isolierten Haus erscheint es mir da sinnvoller, das Warmwasser von vorneherein komplett über Solarthermie laufen zu lassen und die 1-2-3 Wochen im Winter, wo tatsächlich geheizt werden muss, ist eine Stillstand-taugliche Verbrenneranlage dann sicherlich die ökologischere Alternative zu einem Tauchsieder. (Ich hatte in gründlich sanierten Bauten auch schon Jahre, wo ich von Feburar bis Dezember das Fenster auf Kippe und die Heizung nie an hatte...)
Mal gucken, ob BHKs ein Revival feiern, wenn der erste harte Winter mit hoher Elektroheizungsnutzung zu explodierenden Strompreisen oder gar -abschaltungen führt.