Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Beamten müssen nicht nur weniger abgeben, sondern haben auch Kündigungsschutz und auf jeden Fall Anspruch auf Pension.

Wenn man vorher Angestellter war, hat man auch in die Rente eingezahlt. ;)
Dazu kann eine Pension durch Disziplinarverfahren auch gestrichen werden. Selbst wenn die Leute schon im Ruhestand sind.
 
Aktuell macht man die Verbeamtung von Lehrern vor allem um überhaut noch welche zu finden.
Also die Lehrer(innen) die ich kenne hatten eher ein Problem Stellen zu bekommen weil ein Überangebot besteht statt einem Mangel.
Ich bin auch gar nicht dagegen den Beruf vernünftig zu fördern und zu bezahlen, aber Verbeamtung scheint mir da kein sinnvolles Mittel.
 
Es gibt (je nach Fach deutlich) mehr Lehrer als freie Stellen. Und noch mehr potenzielle Studentem als Studienplätze ( z.T. NC < 2)
Dass die Landesregierung nicht genug Stellen und Studienplätze für eine vernünftige Versorgung der vorhandenen Schülerzahl genehmigt ist ein davon unabhängiges Problem. Es mangelt aber nicht an Bewerbern.
 
NRW.
Und dein Link spricht übrigens auch nichts Anderes an als ich gesagt habe: Es mangelt an Lehrerstellen, nicht an den Lehrern selbst.
 
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Ja, wir wissen, dass du gerne einen Staat hättest der Leuten noch mehr Kohle abnehmen will.

Es geht nicht um "die Leute". Es geht um eine kleine Minderheit, die Millionen scheffelt und mit Steuerhinterziehung auch noch kriminell immer reicher wird.

Kein normaler Mensch ist von einer Vermögensteuer über 2 Mio Euro betroffen.
Es würde also kein Mensch seine Wohnung verlieren oder zur Tafel müssen, wenn man 100% Steuer auf alle Vermögen über 2 Mio Euro erhebt.

1952 waren es sogar mal 50% auf alles über 5000 Mark. Das wäre wirklich extrem und würde auch Kleinsparer betreffen, die über Jahre jeden Monat 50€ aufs Sparbuch gepackt haben.

https://www.onvista.de/news/roundup-dgb-chef-bringt-tempo-100-auf-autobahnen-ins-gespraech-527971709 schrieb:
Zudem regte Hoffmann einen Lastenausgleich wie nach dem Zweiten Weltkrieg an. Der Angriffskrieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine schaffe eine völlig neue Situation, in der es keine Denkverbote geben dürfe. "Daher sollte man auch über eine Vermögensabgabe wie beim Lastenausgleich nachdenken." 1952 wurden alle Vermögen über 5000 D-Mark mit einer Abgabe in Höhe von 50 Prozent belastet - allerdings auf 30 Jahre gestaffelt.

Übrigens 1952 regierte Adenauer in einer Koalition aus Union und FDP. Also keine linke Regierung. ;)
Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Adenauer_I
 
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Bezieht sich das auf Netto oder Brutto?
Denn bei Brutto würde es ja gerade Tarifangestellte im Vergleich zu Beamten benachteiligen, weil das Brutto zwar höher ist, aber Netto weniger auf dem Konto landet.

Wenn da "Brutto" steht, dann ist wohl kaum "Netto" gemeint. Wird ja auch sonst nirgendwo verwendet, weil es bis zur abgeschlossenen Steuerprüfung nicht einmal endgültig bekannt ist.

Das Beamte dadurch etwas mehr haben ... ist jetzt nicht wirklich das größte Problem an der Sache. Eher der riesige Aufwand, den ein Mehrstufensystem mit individueller Berechnung wieder mit sich bringt. Wahrscheinlich gibt der Bund am Ende 30 € pro Nase an Bürokratieaufwand zusätzlich aus, um gegenüber einem allgemeinen Bürgerenergiegeld 20 € pro Nase weniger auszahlen zu müssen.

Normalerweise würde ich ja sagen "wie immer". Aber wenn wir schon eine Regierung haben, in der die SPD die größten Militärausgaben seit dem zweiten Weltkrieg gegen Russland beschließt, in der die FDP die höchste reale Neuverschuldung aller Zeiten auf den Weg bringt und stärkste Eingriffe in die Preisbindung fordert und der die Grünen langristige Öllieferverträge mit Despoten aushandeln: Können wir dann nicht auch eine Regierung haben, in der die üblichen Ausnahmefetischsten und Klientelpolitiker eine simple, funktionale Regelung schreiben :ugly: ?


Das ist doch keine Begründung.

Natürlich ist das eine Begründung. Wenn du dich dazu verpflichtest, jederzeit am anderen Ende der Republik eingesetzt zu werden, nicht zu streiken, auch außerhalb der Dienstzeit die Fresse zu halten, wenn du politisch anderer Meinung bist, Jobverlust zu riskieren wenn du mit den falschen Leuten Kontakt hast, überdurchschnittlich viele Soll-Arbeitsstunden zu leisten und dir selbst nach Ende des eigentlichen Jobs noch Vorschriften machen zu lassen, dann hast du dafür auch ein paar Garantien und Boni verdient.

Es lässt sich zwar darüber streiten, ob die Höhe dieser Boni in der Summe angemessen ist und ob es für den Staat über nötig ist, überall da zu verbeamten, wo bislang verbeamtet wird, aber dass wir prinzipiell rechtlich anders verortet Beamte brauchen, das lässt sich nicht abstreiten.

(Anm.: Bei der Betrachtung der Höhe ist übrigend der Faktor "Beamter" vom Faktor "öffentlicher Dienst" zu trennen. Wenn man nicht Spitzenkraft/allgemein zu den oberen 20% gehörig ist, sind die vom Staat gezahlten Löhne und Arbeitsbedingungen auch für Angestellte überdurchschnittlich bis weit überdurchschnittlich. Niedriglöhner & Co gibt es gleich gar nicht. Durch die Verbeamtung kommt vergleichsweise wenig oben drauf und ich kenne durchaus Leute, die auf Karrierepfaden sind, wo sie vor die Wahl gestellt werden dürften und die zumindest im Moment dazu tendieren, den gleichen Job lieber weiter als Angestellter zu machen, als sich verbeamten zu lassen.)
 
Ich würde sagen, das hängt von der Branche ab. In der IT würde die freie Wirtschaft mehr zahlen.

Wenn da "Brutto" steht, dann ist wohl kaum "Netto" gemeint. Wird ja auch sonst nirgendwo verwendet, weil es bis zur abgeschlossenen Steuerprüfung nicht einmal endgültig bekannt ist.


Das Beamte dadurch etwas mehr haben ... ist jetzt nicht wirklich das größte Problem an der Sache. Eher der riesige Aufwand, den ein Mehrstufensystem mit individueller Berechnung wieder mit sich bringt. Wahrscheinlich gibt der Bund am Ende 30 € pro Nase an Bürokratieaufwand zusätzlich aus, um gegenüber einem allgemeinen Bürgerenergiegeld 20 € pro Nase weniger auszahlen zu müssen.

Problem ist ja auch, dass die Stufen bei diesem Energiegeld sehr niedrig sind.
Wenn ich in die E11 aufsteige, würde ich inkl. Zulage auch knapp über die 4000 Euro Brutto drüberkommen.

Und auch bei mir ist am Anfang des Jahres der Strom 33% teurer geworden pro Monat.

Wie sich in der Liste des PCGH-Teams zeigt, haben nun die meisten das Folding eingestellt.

Durch die Verbeamtung kommt vergleichsweise wenig oben drauf und ich kenne durchaus Leute, die auf Karrierepfaden sind, wo sie vor die Wahl gestellt werden dürften und die zumindest im Moment dazu tendieren, den gleichen Job lieber weiter als Angestellter zu machen, als sich verbeamten zu lassen.)

Bei vielen in Kettenbefristungen (inbesondere in wissenschaftlichen Bereichen üblich), bleibt irgendwann nur noch Jobverlust oder Verbeamtung.
 
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Natürlich ist das eine Begründung. Wenn du dich dazu verpflichtest, jederzeit am anderen Ende der Republik eingesetzt zu werden, nicht zu streiken, auch außerhalb der Dienstzeit die Fresse zu halten, wenn du politisch anderer Meinung bist, Jobverlust zu riskieren wenn du mit den falschen Leuten Kontakt hast, überdurchschnittlich viele Soll-Arbeitsstunden zu leisten und dir selbst nach Ende des eigentlichen Jobs noch Vorschriften machen zu lassen, dann hast du dafür auch ein paar Garantien und Boni verdient.
Welche Beamten machen denn Überstunden? Ich kenne niemanden. Eher das Gegenteil... die halten sich akribisch genau an ihre Pausenzeiten.
Wann werden denn Beamte mal an andere Orte versetzt? Ausser vielleicht bei der Polizei? Ist auch eher selten.
Und auch normale Arbeitnehmer, in der freien Wirtschaft, müssen woanders in Deutschland arbeiten. Kommt auf den Job und die Branche an.

Das sind doch alles keine Gründe für diese Ungleichbehandlungen. Das sind Relikte noch aus Monarchiezeiten, welche abgeschafft gehören.
 
Welche Beamten machen denn Überstunden? Ich kenne niemanden. Eher das Gegenteil... die halten sich akribisch genau an ihre Pausenzeiten.

Hunderttausende Überstunden bei Polizei vergangenes Jahr

Das OVG ist der Auffassung, dass der Beamte zwar Überstunden geleistet hätte. Diese seien aber keine Mehrarbeit im Sinne der Vorschriften gewesen. Der Beamte hatte nämlich aufgrund konkreter Umstände im Anschluss an seinen Dienst aus eigenem Entschluss weiter gearbeitet, weil er seine Pflichten als Polizist ernst genommen hat. Nach dem Gesetz seien Mehrarbeit nun einmal nur die Überstunden, die ein Beamter geleistet habe, weil sie dienstlich angeordnet oder genehmigt wurden. Für Überstunden, die ein Beamter aus eigener Initiative leiste, weil er seine Pflichten nicht vollständig innerhalb der Dienstzeit habe erbringen können, gebe es keine Rechtsgrundlage.

Und angeordnet wird Mehrarbeit nur über spezielle Einsatzbefehle zu Sonderlagen wie z.B. Anschläge.
 
Ich würde sagen, das hängt von der Branche ab. In der IT würde die freie Wirtschaft mehr zahlen.

Stimmt, da wird mal wieder auf jedem Level Geld wie Heu rausgeschippt. Die restlichen Angestellten müssen dass dann wieder irgendwie reinbringen...

Problem ist ja auch, dass die Stufen bei diesem Energiegeld sehr niedrig sind.
Wenn ich in die E11 aufsteige, würde ich inkl. Zulage auch knapp über die 4000 Euro Brutto drüberkommen.

Und auch bei mir ist am Anfang des Jahres der Strom 33% teurer geworden pro Monat.

WTF? Schuss nicht gehört???
Mit 4000 Brutto/~2500-2800 Netto pro Verdienendem gehört ein 2-Personenhaushalt zu den Top20-25% in Deutschland. (Rechnung mit 2 Personen beachten: Da das eine Haushaltsstatistik ist, wird eine Familie aus 2 Kindern, einer Hausfrau und einem 2800er Nettoeinkommen als "700 € / Nase" geführt. Aber der Energiebonus wird ja individuell pro Person berechnet, man muss die Statistik also nach Haushalten befragen, in denen alle verdienen)

Es ist wohl definitiv kein Problem, dass die oberste Stufe keine Geschenke für Bonzen vorsieht, sondern allenfalls dass es überhaupt Stufen sind und deren Umsetzung mehr kostet, als derartige Geschenke gekostet hätten.

Wie sich in der Liste des PCGH-Teams zeigt, haben nun die meisten das Folding eingestellt.

:ka:
Distributed Computing ist schon seit langem eine gradiose Energieverschwendung, erst recht mit extra Hardware. Das gleiche Geld der Forschung gespendet und in einen Großrechner gesteckt, würde viel mehr bingen.

Bei vielen in Kettenbefristungen (inbesondere in wissenschaftlichen Bereichen üblich), bleibt irgendwann nur noch Jobverlust oder Verbeamtung.

WTF? Wo soll das denn bitte schön sein? Selbst Professoren werden heute zu größeren Teilen nicht mehr verbeamtet (auch wenn viele ältere die Statistik noch weit hochziehen), der (knappe) Mittelbau ist eigentlich immer komplett angestellt. Das Problem für alle, die es mit Glück oder Vitamin B in die Forschung geschafft haben und bleiben wollen, besteht darin, dass es zuwenig Festanstellungen gibt. Nicht darin, dass stattdessen Verbeamtungen angeboten werden; die gibt es noch viel weniger.


Ja Polizeibeamte... aber der Großteil aller anderen Beamten nicht.

Wenn man 45 oder 49 Wochenstunden Sollarbeitszeit hat, ist es halt auch schwerer, Überstunden zu machen, als bei angestellten Kollegen in gleicher Position mit 38 bis 40 Stunden im Vertrag.

Erst recht, wenn bei beiden nur Arbeit für 25-30 Stunden da ist. Das ist nämlich eben der eigentlich Vorteil ab ÖD :ugly: .
 
Ich wohne allerdings alleine und du musst die hohen Mieten in Berlin bedenken.
Das mag sein, aber bedenke mal wieviele Menschen kein E11 kriegen.
Das traurige ist doch, dass man mit 4k Brutto soweit oben in der Statistik steht was bedeutet, zu viele Menschen verdienen einfach zuwenig Geld für das was Leben aktuell kostet.
 
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