Der Widerstand gegen den FDP-Tankrabatt ist groß. SPD und Grüne wollen, dass Besserverdiener leer ausgehen. Nun liegt ein Alternativ-Modell auf dem Tisch.
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Bezieht sich das auf Netto oder Brutto?
Denn bei Brutto würde es ja gerade Tarifangestellte im Vergleich zu Beamten benachteiligen, weil das Brutto zwar höher ist, aber Netto weniger auf dem Konto landet.
Wenn da "Brutto" steht, dann ist wohl kaum "Netto" gemeint. Wird ja auch sonst nirgendwo verwendet, weil es bis zur abgeschlossenen Steuerprüfung nicht einmal endgültig bekannt ist.
Das Beamte dadurch etwas mehr haben ... ist jetzt nicht wirklich das größte Problem an der Sache. Eher der riesige Aufwand, den ein Mehrstufensystem mit individueller Berechnung wieder mit sich bringt. Wahrscheinlich gibt der Bund am Ende 30 € pro Nase an Bürokratieaufwand zusätzlich aus, um gegenüber einem allgemeinen Bürgerenergiegeld 20 € pro Nase weniger auszahlen zu müssen.
Normalerweise würde ich ja sagen "wie immer". Aber wenn wir schon eine Regierung haben, in der die SPD die größten Militärausgaben seit dem zweiten Weltkrieg gegen Russland beschließt, in der die FDP die höchste reale Neuverschuldung aller Zeiten auf den Weg bringt und stärkste Eingriffe in die Preisbindung fordert und der die Grünen langristige Öllieferverträge mit Despoten aushandeln: Können wir dann nicht auch eine Regierung haben, in der die üblichen Ausnahmefetischsten und Klientelpolitiker eine simple, funktionale Regelung schreiben

?
Das ist doch keine Begründung.
Natürlich ist das eine Begründung. Wenn du dich dazu verpflichtest, jederzeit am anderen Ende der Republik eingesetzt zu werden, nicht zu streiken, auch außerhalb der Dienstzeit die Fresse zu halten, wenn du politisch anderer Meinung bist, Jobverlust zu riskieren wenn du mit den falschen Leuten Kontakt hast, überdurchschnittlich viele Soll-Arbeitsstunden zu leisten und dir selbst nach Ende des eigentlichen Jobs noch Vorschriften machen zu lassen, dann hast du dafür auch ein paar Garantien und Boni verdient.
Es lässt sich zwar darüber streiten, ob die Höhe dieser Boni in der Summe angemessen ist und ob es für den Staat über nötig ist, überall da zu verbeamten, wo bislang verbeamtet wird, aber dass wir prinzipiell rechtlich anders verortet Beamte brauchen, das lässt sich nicht abstreiten.
(Anm.: Bei der Betrachtung der Höhe ist übrigend der Faktor "Beamter" vom Faktor "öffentlicher Dienst" zu trennen. Wenn man nicht Spitzenkraft/allgemein zu den oberen 20% gehörig ist, sind die vom Staat gezahlten Löhne und Arbeitsbedingungen auch für Angestellte überdurchschnittlich bis weit überdurchschnittlich. Niedriglöhner & Co gibt es gleich gar nicht. Durch die Verbeamtung kommt vergleichsweise wenig oben drauf und ich kenne durchaus Leute, die auf Karrierepfaden sind, wo sie vor die Wahl gestellt werden dürften und die zumindest im Moment dazu tendieren, den gleichen Job lieber weiter als Angestellter zu machen, als sich verbeamten zu lassen.)