Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Das etwas geändert werden muß ist klar. Aber wie @Don-71 es schon geschrieben hat: wir leben in einer Demokratie. Und wenn unterschiedliche Parteien zusammen regieren wollen, muß man eben auch Kompromisse machen.
 
Der erklär doch mal wie ein schneller Kohleausstieg von statten gehen soll ohne groß Arbeitsplätze zu verlieren.

Wir reden von keinen 20.000 Arbeitsplätzen...
Alleine MAN hat doppelt so viele Beschäftige, sorry das ist für ein Klacks für ein Land wie Deutschland.
Ein paar Hundert schickst du großzügig in den Vorruhestand, die anderen schulst du um und fertig. Da muss keiner arm nach
Hause gehen.
 
Das etwas geändert werden muß ist klar. Aber wie @Don-71 es schon geschrieben hat: wir leben in einer Demokratie. Und wenn unterschiedliche Parteien zusammen regieren wollen, muß man eben auch Kompromisse machen.
Du kannst aber auch mit einer Demokratie nicht jede Notwendigkeit nicht tun zu müssen mit Verweis auf die Demokratie und "Kompromisse" rechtfertigen, wie du lustig bist, nur damit du möglichst nach 4 Jahren weiter am Fesstrog hocken kannst.

Kompromisse muss man sich am Ende auch genauso leisten können, das konnte man die letzten 30 Jahre noch mehr oder weniger und vielleicht kann man es noch 5 oder 10 Jahre länger, aber dann ist der Zug abgefahren, dann bringen dich faule Kompromisse keinen Meter mehr weiter.

Ist in etwa wie bei Hydraulikflüssigkeit bei einem Lenksystem im Auto, wenn der Schlau defekt ist und die Flüssigkeit ausläuft, kannst du vielleicht noch eine Weile mit dem Leck fahren, aber es wird immer schwerer zu lenken und irgendwann kommt der Punkt wo du dann krachend gegen irgend ein Hindernis fahren wirst, weil du den Punkt überschritten hast wo du halt einfach mal hättest in eine Werkstatt fahren müssen.
 
Das etwas geändert werden muß ist klar. Aber wie @Don-71 es schon geschrieben hat: wir leben in einer Demokratie. Und wenn unterschiedliche Parteien zusammen regieren wollen, muß man eben auch Kompromisse machen.
Das Problem ist, dass sich wahrscheinlich niemand Kompromisse machen wird oder sich um eine demokratische Lösung bemühen wird, wenn große Teile des Planeten unbewohnbar werden und mindestens 30% der globalen Nahrungsmittelproduktion wegbrechen.

Von mir aus kann man Kompromisse machen, man sollte aber die Eier haben zu sagen, dass das bedeutet, dass wir ab 2050 wahrscheinlich hunderte Millionen Flüchtlinge auf dem Weg nach Mitteleuropa haben werden und wir dann die Wahl haben sie aufzunehmen und nicht mehr ernähren zu können, oder sie vor den Grenzen nieder zu metzeln.

Wer nicht sieht, dass ein starker Klimawandel eine Völkerwanderung auslösen wird, der will das imho nicht sehen.
 
Das Problem ist das man nicht genau weiß wann der "Point of no return" erreicht ist.
Darauf ankommen lassen sollte man es nicht... das stimmt schon.
Aber in Panik verfallen ist auch falsch.
Und was passiert, wenn wir hier alles schnell umsetzen, aber der Rest der Welt nicht oder viel zu spät und der Zug trotzdem irgendwann abgefahren ist? Dann sind alle Bemühungen umsonst gewesen?
 
Der erklär doch mal wie ein schneller Kohleausstieg von statten gehen soll ohne groß Arbeitsplätze zu verlieren.
Und wie man Bürger dazu verleiten kann, mehr auf ÖPV umzusteigen, ohne das für sie erhebliche Nachteile entstehen. Dann muß auch noch die Infrakstruktur für E-Autos weiter ausgebaut werden. E-Autos müssen preislich erschwinglich sein... usw.
Du hast es nicht verstanden.
Irgendwann wird der Klimawandel uns zwingen. Dann geht es nicht mehr darum, dass es gut für alle läuft, dann geht es nur noch ums nackte Überleben.
 
Das Problem ist das man nicht genau weiß wann der "Point of no return" erreicht ist.
Darauf ankommen lassen sollte man es nicht... das stimmt schon.
Aber in Panik verfallen ist auch falsch.
Und was passiert, wenn wir hier alles schnell umsetzen, aber der Rest der Welt nicht oder viel zu spät und der Zug trotzdem irgendwann abgefahren ist? Dann sind alle Bemühungen umsonst gewesen?
Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass die Bemühungen umsonst sind. Man muss nur so ehrlich sein, dass es kein "Nichts tun" gibt. Wer die Emissionen nicht reduziert treibt den Klimawandel voran, entzieht dafür den meisten Menschen, die in der Nähe des Äquators leben , in den nächsten 50-200 Jahren die Lebensgrundlage und macht diese Gebiete unbewohnbar. Was das für unsere eigenen Kinder bedeutet, sollte leicht vorstellbar sein.
 
Klimawandel?

kevin-home-alone.gif
 
All das rumgeeiere hier
Das Problem ist, dass sich wahrscheinlich niemand Kompromisse machen wird oder sich um eine demokratische Lösung bemühen wird, wenn große Teile des Planeten unbewohnbar werden und mindestens 30% der globalen Nahrungsmittelproduktion wegbrechen.

Von mir aus kann man Kompromisse machen, man sollte aber die Eier haben zu sagen, dass das bedeutet, dass wir ab 2050 wahrscheinlich hunderte Millionen Flüchtlinge auf dem Weg nach Mitteleuropa haben werden und wir dann die Wahl haben sie aufzunehmen und nicht mehr ernähren zu können, oder sie vor den Grenzen nieder zu metzeln.

Wer nicht sieht, dass ein starker Klimawandel eine Völkerwanderung auslösen wird, der will das imho nicht sehen.
Gut!
Habe ich zur Kenntnis genommen, sehe deinen Post aber nicht als Faktum, sondern als eine behauptete Möglichkeit.
Desweiteren habe ich deinen Post exemplarisch ausgewählt, stellvertretend für alle, die die gleiche Argumentationslinie fahren.
Wenn man sich die letzten 10-12 Posts so anschaut und wie ihr gegen RyzA und natürlich auch mich oder andere Leute argumentiert, dass es eurer Meinung nach keine Kompromisse beim Kimawandel/CO2 Reduktion hier in Deutschland geben kann, dann seit gefälligst auch so mutig/radikal und sprecht die Systemfrage an.
Wie ich schon geschrieben habe, sind Kompromisse in der Demokratie immanent, das lernt jeder Schüler in Deutschland in der 8-9 Klasse, besonders dann, wenn es sich um eine föderale, parlamentarische Parteien Demokratie handelt, da gibt es auch keine Sonderfälle oder Ausnahmen (historisch). Das kann sich jeder in 70 Jahren BRD und allen politischen Entscheidungen anschauen und nachlesen.
Dazu gibt es Gewaltenteilung und ein 2/3 Vorbehalt bei vielen oder eher den enscheidenden Artikel unserer Verfassung.

Wer also mehrfach oder dauerhaft, auf den Hinweis reagiert, dass er in einem Staat lebt, der auf Kompromisse ausgerichtet ist und das seiner Meinung nach für die Klimapolitik ausschließt, sollte dann auch so ehrlich sein und sagen, das es mt dem augenblicklichen System nicht gehen wird, sondern man ein anderes System braucht (haben will), um kompromisslose Klimapolitik zu betreiben!
Entweder ist man zu feige und zu unehrlich es offen zu formulieren oder man verdrängt es und will es nicht sehen!
Wer A sagt, muss auch B sagen, dass ist nunmal in der harten Realität so und wenn man sich hier die Mehrzahl der Posts von einigen Usern durchließt, wären sie ja anscheinend durchaus bereit für kompromisslose Klimapolitik, die augenblickliche Demokratie in Deutschland zu opfern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Denkfehler ist eher, dass man meint keine Klimapolitik machen zu können. Man kann zwar Klimaschutzpolitk sein lassen, aber auch damit macht man Klimapolitik.

Hätte man vor 30 Jahren mit Klimapolitik angefangen, wären auch andere Kompromisse möglich gewesen. AKWs bis 2050 - Braunkohleende 2025?
 
wir leben in einer Demokratie.
Und es gibt auch noch eine Verfassung und eine Verfassungsgerichtsbarkeit. Die kassiert auch gerne mal Sachen oder fordert Nachbesserung, die von der "Demokratie" beschlossen wurde, weil sie gegen die Verfassung verstoßen. Z.B. wie vor kurzem gegen den Verfassungsgrundsatz des Schutz der natürlichen Lebensgrundlage (uvm.).

Zudem, wie viele hunderttausend Menschen haben mit der Wende in der ehemaligen DDR ihre Arbeitsplätze quasi über Nacht verloren?
Nicht nur Hunderttausend: Millionen Arbeitsplätze sind weggefallen.

sprecht die Systemfrage an
Die Überwindung des Kapitalismus ist richtig und wichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Überwindung des Kapitalismus ist richtig und wichtig.
Das kannst du ja und "deine" Partei, die nicht mal 5% der Stimmen bei der letzten Wahl geholt hat propagieren, nur braucht man dazu eine Mehrheit (nicht mal ansatzweise in Aussicht über die nächsten Jahrzehnte) oder eben Gewalt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Fehler ist halt die Fragestellung als politisch zu verstehen, wenn es eine Frage des Katastrophenschutzes ist. Man kann auch lange diskutieren ob oder wie man einen Waldbrand löschen sollte, wenn das Dorf brennt ist es aber zu spät.
 
Das kannst du ja und "deine" Prtei, die nicht mal 5% der Stimmen bei der letzten Wahl geholt hat propagieren, nur braucht man dazu eine Mehrheit (nicht mal ansatzweise in Aussicht über die nächsten Jahrzehnte) oder eben Gewalt.
Neben der PdL hat auch die SPD den demokratischen Sozialismus bis heute in ihrem Grundsatzprogramm als Ziel definiert.
 
Der Fehler ist halt die Fragestellung als politisch zu verstehen, wenn es eine Frage des Katastrophenschutzes ist. Man kann auch lange diskutieren ob oder wie man einen Waldbrand löschen sollte, wenn das Dorf brennt ist es aber zu spät.
Nein einen solchen Satz zu formulieren ist ??? !
Gesetze zu erlassen ist immer politisch, deshalb können es ja auch nur Parlamente mit gewählten Volksvertretern und in Einzelfällen sehr abgespeckt eine Executive.
Kapierst du einfach nicht, das bei 83 Millionen Menschen, es Millionen von unterschiedlichen Meinungen bzgl. Klimapolitik gibt, willst du in deren Leben eingreifen mit einer kompromisslosen Klimapoltik, ist das höchst politisch.

Du kannst auch mit deinen angeblichen Denkfehlern und Vergleichen mit Katastrophenschutz um dich werfen bis St. Nimmerlein, das ändert rein gar nichts, an der momentanen "Situation" und das man einerseits in diesem Staate eine qualifizierte Mehrheit braucht, um überhaupt "Dinge" durchzusetzen und durch zahlreiche andere Institutionen (Parteien, Bundesrat, Judikative etc.), das immer einen Kompromiss bedeutet.
Neben der PdL hat auch die SPD den demokratischen Sozialismus bis heute in ihrem Grundsatzprogramm als Ziel definiert.
Ja man hört sie gerade bei den Koalitionsverhandlungen, sie sind so unglaublich laut....
 
Nein einen solchen Satz zu formulieren ist ??? !
Gesetze zu erlassen ist immer politisch, deshalb können es ja auch nur Parlamente mit gewählten Volksvertretern und in Einzelfällen sehr abgespeckt eine Executive.
Kapierst du einfach nicht, das bei 83 Millionen Menschen, es Millionen von unterschiedlichen Meinungen bzgl. Klimapolitik gibt, willst du in deren Leben einfreifen mit einer kompromisslosen Klimapoltik, ist das höchst politisch.

Du kannst auch mit deinen angeblichen Denkfehlern und Vergleichen mit Katastrophenschutz um dich werfen bis St. Nimmerlein, das ändert rein gar nichts, an der momentanen "Situation" und das man einerseits in diesem Staate eine qualifizierte Mehrheit braucht, um überhaupt "Dinge" durchzusetzen und durch zahlreiche andere Institutionen (Bundesrat, Judikative etc.), das immer einen Kompromiss bedeutet.
Du verstehst es nicht. Dem Klima ist Politik egal. Mit Glück können wir durch vernünftige Politik die Klimakatastrophe abmildern - mehr nicht.
 
Du verstehst es nicht. Dem Klima ist Politik egal. Mit Glück können wir durch vernünftige Politik die Klimakatastrophe abmildern - mehr nicht.
Das kapiere ich! Schon lange!

Du kapierst aber anscheinend nicht die Realität in der wir leben und wie das System funktioniert und Entscheidungen/Gesetze zustande kommen.
Genauso kapierst du nicht, das es Millionen von Menschen gibt, die in ihrer eigenen (subjektiven) Wahrnehmung anderen Problemen mehr Gewicht einräumen oder priorisieren, als den Klimaschutz und entsprechend wählen.

Um es mit deinen Worten zu sagen (ganz ohne Wertung), Millionen von Menschen ist Klimaschutz so lange ein "Anliegen", so lange sie dadurch nicht persönlich und monetär betroffen sind, wenn doch, wird es mit dem Anliegen ziemlich schwierig.
Oder anders formuliert das Klima interessiert sich nicht für Politik und die Menschen, die die Politik wählen und legitimieren, interessieren sich nur teilweise oder eingeschränkt fürs Klima, was Ausdruck in der gemachten Politik findet.
 
Wenn man sich die letzten 10-12 Posts so anschaut und wie ihr gegen RyzA und natürlich auch mich oder andere Leute argumentiert, dass es eurer Meinung nach keine Kompromisse beim Kimawandel/CO2 Reduktion hier in Deutschland geben kann, dann seit gefälligst auch so mutig/radikal und sprecht die Systemfrage an.
Wie ich schon geschrieben habe, sind Kompromisse in der Demokratie immanent, das lernt jeder Schüler in Deutschland in der 8-9 Klasse, besonders dann, wenn es sich um eine föderale, parlamentarische Parteien Demokratie handelt, da gibt es auch keine Sonderfälle oder Ausnahmen (historisch). Das kann sich jeder in 70 Jahren BRD und allen politischen Entscheidungen anschauen und nachlesen.
Dazu gibt es Gewaltenteilung und ein 2/3 Vorbehalt bei vielen oder eher den enscheidenden Artikel unserer Verfassung.
Ich lese nur wieder bla bla bla Demokratie bla bla bla Kompromisse bla bla bla, übliche Ausflüchte bla bla bla, ohne das du auf die Argumente eingehtst die man dir vorbringt:

Zudem, wie viele hunderttausend Menschen haben mit der Wende in der ehemaligen DDR ihre Arbeitsplätze quasi über Nacht verloren?
Wer hat da protestiert "hey wir können die Betriebe nicht schließen, denkt doch an die Arbeitsplätze", oder "wir müssen die Betriebe über lange Zeit langsam abbauen, damit es sozialverträglich ist"?

Die wurden einfach dicht gemacht und die Menschen mussten halt Arbeitslosengeld beantragen und sich neue Arbeit suchen (die dann auch entstannt, oder wo man hingezogen ist, wo es sie halt gab).
Warum sollte man also auf ein paar zehntausend Stellen in irgendwelchen Kohlekraftwerken und Tagebauen heute urplötzlich mehr Rücksicht nehmen als damals bei hunderttausenden Arbeitsplätzen während der Wende?

Oder haben die Ostdeutschen damals 1990 nicht demokratisch gewählt?
Damals hieß es von den zur Wahl angetretenen Parteien auch nicht "ach übrigens, wenn ihr uns wählt werden wir alle eure Betriebe einfach mal mir nichts dir nichts dicht machen, morgen könnt ihr alle Arbeitslosengeld beantragen gehen".
 
Das kapiere ich! Schon lange!

Du kapierst aber anscheinend nicht die Realität in der wir leben und wie das System funktioniert und Entscheidungen/Gesetze zustande kommen.
Genauso kapierst du nicht, das es Millionen von Menschen gibt, die in ihrer eigenen (subjektiven) Wahrnehmung anderen Problemen mehr Gewicht einräumen oder priorisieren, als den Klimaschutz und entsprechend wählen.

Um es mit deinen Worten zu sagen (ganz ohne Wertung), Millionen von Menschen ist Klimaschutz so lange ein "Anliegen", so lange sie dadurch nicht persönlich und monetär betroffen sind, wenn doch, wird es mit dem Anliegen ziemlich schwierig.
Oder anders formuliert das Klima interessiert sich nicht für Politik und die Menschen, die die Politik wählen und legitimieren, interessieren sich nur teilweise oder eingeschränkt fürs Klima, was Ausdruck in der gemachten Politik findet.
Das ist richtig. Ändert aber nichts daran, dass diese Haltung ziemliche Konsequenzen haben wird, die vor allem kommende Generationen ertragen werden müssen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück