Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

  • Ersteller Ersteller -ElCritico-
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Weiß nicht ob das eine Neugründung ist, oder ob die was mit der aus der Weimarer Republik zutun hat.

Und das hat was mit Rechtsradikalen zu tun?

Das ist eine konservative Partei, konservativer als die Union aber doch keine radikale Partei.
 
Am Beispiel der CO2-Neutralität. Die FDP will einen Deckel beim Ausstoß und entsprechende Zertifikate jährlich reduzieren. Ergo steigt der Preis für die Belastung des Klimas, wie dann aber CO2 gespart wird, wollen sie nicht vorgeben. Es ist dann egal ob es E-Autos sind oder Verbrenner mit E-Fuels.
Es würden dadurch noch viel größere und weitreichendere Probleme entstehen.
Wegfall von Arbeitnehmerrechten, Dumpinglöhne und andere Ausbeutungen.
Und vom Klimaschutz her bräuchte man von der Industrie auch nicht viel erwarten.
Der Staat muß die Wirtschaft regulieren weil sonst der Kapitalismus ungebremst und schonungslos um sich greift.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor allem ködert die FDP immer mit "Liberalismus" usw aber ist eigentlich nur eine Lobby-Partei für Reiche.
Leider sind viele junge Wähler darauf reingefallen. Und jetzt muß man mit denen verhandeln. :schief:
 
Leider sind viele junge Wähler darauf reingefallen.
Junge Leute interessieren sich halt nicht für sowas. Die sehen ihre Welt und danach richten sie sich.
Sehe ich ja bei meinen Kindern. Da will man ins Berufsleben starten, hat Ziele, wünsche und Forderungen.
Die FDP bietet da was, auch wenn die Partei im EU Parlament grundsätzlich immer gegen Klimasachen und Regulierung stimmt.
 
Auch ältere Wähler lassen sich von der FDP blenden. Nur dieses mal waren es auffallend viele FDP-Jungwähler.
 
Irgendwie schon Klimaschutz aber gleichzeitig nicht so streberhaft spießig wie die Grünen klingt in der Werbung ja auch erstmal toll.
 
Letztens war bei Lanz Gerhart Baum zu Gast und es war erfrischend.
Schade, dass solche Menschen heute in der FDP in der Unterzahl sind.
 
Das haben die Grünen ja selber getan und Verbote als innovativ bezeichnet.
Naja, alles, was gegen den Status Quo geht, geht immer auch gegen die Bewahrer des zugehörigen Besitzstandes. Das sind dann auch die, die andere dazu bringen für sie die Diskussion zu führen.

Nehmen wir mal den Veggie Day. Was wurde daraus gemacht? Es ging um einen verdammten Tag ohne Fleisch in Kantinen. Daraus wurde die große Schnitzelverbotsorgie der Grünen gestrickt. Gleiches Muster übrigens bei der Diskussion um Schweinefleisch freies Essen in Kitas und Schulen. Das wurde postwendend von den einschlägigen Gruppen als Untergang des christlichen Abendlandes hochstilisiert.

In diesem Sinne sind die FDP und die CDU dann ja auch die AKW Verbotsparteien! ;)
 
Ich halte das für sehr unwahrscheinlich. Die SPD möchte keine große Koalition und die CDU wird nicht in eine Koalition mit einen SPD Kanzler gehen. Eher geht sie in die Opposition.

Wenn sich FDP und Grüne nicht einig werden oder nur zu Bedingungen, die sowohl für SPD als auch CDU unerträglich sind, dann gehen entweder alle in die Opposition und Merkel bleibt komissarisch im Amt oder es gibt GroKo. Wetten, dass ersteres nicht geschieht?
(Die dritte Option "Minderheitenregierung" ist bei der derzeitigen Blockadehaltung für niemanden attraktiv, Neuwahlen lehnen auch alle ab.)

In zweiter Geige weiterzuregieren dürfte dagegen für viele CDUler ganz attraktiv sein und so, wie sich die Partei gerade selbst zerlegt, denkt da in einem Monat jeder nur noch an sich, nicht an die Position der Partei insgesamt. Die einzige noch offene Frage: Vizekanzler Merz?Vizekanzler Oettinger Röttgen?
Edit: Keine Ahnung, wie ich die beiden Hackfressen verwechseln konnte. Erstaunlich, dass icht trotzdem verstanden wurde.

Die FDP hat vor allem von der Corona-Krise profitiert und viel von Freiheitsrechten usw gesprochen. Das ist gerade bei den Jungwählern gut angekommen. Darunter hat die FDP auch die meisten Wähler.

Bin schon länger kein Jungwähler mehr. Aber nachdem, was ich aus der Richtung unter 25 gehört / darüber gelesen habe, war der Anteil vernünftiger Menschen dort WEIT höher als in den älteren Schichten. Auf die Freiheit zu sterben und andere umzubringen, wie die Lockerung-um-jeden-Preis-Fraktion, die auch Lindner anzusprechen versucht hat, legten eher wenige wert. Man ist angepisst, dass CDU und SPD sich einen Dreck um Impfschutz für jüngere und Bedingungen in Klassenzimmern oder gar an Unis gekümmert haben, von typischen Studentenjobs, Kunst und Kultur ganz zu schweigen. Aber das führt nicht zur FDP, die dafür im Gegenteil noch weniger getan hätte.
Ich glaube eher, dass das ohnehin traditionell bessere Abschneiden der FDP bei Jungwählern diesmal etwas konzentrieter von der Ego-Fraktion gespeißt wurde. Jugendliche, die vor allem an eigenen Wohlstand / Klassenerhalt denken, gab und gibt es immer, aber früher haben davon noch erstaunlich viele CDU gewählt. Nach dem die diesmal soviel Murks gebaut hat und obendrein auch noch offen für eine Koalition mit der Lieblingspartei des verhassten FFF-Komillitonen war, ging der Trend diesmal halt eher zur FDP. Das würde auch zum Verhalten der Wähler insgesamt passen.


Wobei es den Jungen FDP-Wählen wohl weniger um Wirtschaftpolitik, sondern mehr um Freiheitsrechte wie Gleichberechtigung (inkl. LGBTQ), Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung und Uploadfilter und allgemein Digitalisierung gehen wird.
Und da sind durchaus große Schnittmengen zu den Grünen da.

Theoretisch ja, praktisch spielt das in Wahlprogramm, Wahlkampf und allgemein politischen Bemühungen der FDP keine Rolle. Sozialliberalität haben die schon lange nicht mehr vertreten. Dafür finden sich genau diese Inhalte und zugehörige Kompetenzen weiterhin geballt bei den Piraten, die jüngeren eigentlich noch ein Begriff sein sollten.


Die Frage ist jetzt nur, wie geht man mit der hohen AfD-Quote in Sachsen und Südost-Thüringen um.
Erschreckend auch, dass die so viele Direktmandate dort geholt haben, obwohl Rechtsextreme nun mal keine Probleme lösen.

Dazu trägt wohl auch die CDU/CSU bei, die im Wahlkampf immer vor einem Linksruck gewarnt hat, nun gibt es einen deutlichen Rechtsruck.

Die TAZ hat in ihrer gestrigen Ausgabe (Montag) mal versucht, der Motivation dieser Leute nachzuspüren. Ergebnis: Selbst in Wahlkreisen mit >>50% AFD-Erfolg war auf der Straße kein einziger AFD-Wähler zu finden. Nur Leute, denen zu Folge Politiker eh alle gleich mieß sind und sich nicht um sie kümmern, obwohl das in Augenschein genommene Dorf in den letzten Jahren Straßen saniert, eine neue Turnhalle, etc. bekommen hat.
Übrigens während der kommunale Vertreter der AFD sich mit populistischen Pöbeln beschäftigte, aber keinerlei Leistung in kommunalen Grämien brachte.


Du denkst auch, im Osten rennen die Leute nur H-Kreuz Tätowierung rum...
Ich kenne viele AFD Wähler...nen Rechter ist keiner von denen.

- AFD-Wählen
- Nicht Rechts sein
- Hirn haben

Pick 2. (or less)


Die sagen halt, wenn se rechts wären, würden se NPD wählen.^^

Die NPD ist hart rechtsEXTREM. Das heißt links von ihr ist noch reichlich Platz für teilweise rechte, klar rechte und teilweise rechtsextreme Parteien. Wie die AFD. "Nicht rechts" beginnt frühestens bei CDU und FDP, wobei erstere lange Zeit den expliziten Anspruch hatte, auch das konservativ-rechte Spektrum mit abzudecken, was viele höherrangige Parteimitglieder weiterhin fleißig machen.


Am Beispiel der CO2-Neutralität. Die FDP will einen Deckel beim Ausstoß und entsprechende Zertifikate jährlich reduzieren. Ergo steigt der Preis für die Belastung des Klimas, wie dann aber CO2 gespart wird, wollen sie nicht vorgeben. Es ist dann egal ob es E-Autos sind oder Verbrenner mit E-Fuels.

Was die FDP will, ist eine Nebelkerze mit reichlich Verwässerungspotential in Nachverhandlungen, die Ökos regelmäßig schlecht dastehen lässt, aber garantiert keinen Klimaschutz.

Wie miserabel Zertifaktsysteme funktionieren, sehen wir seit 1,5 Jahrzehnten auf EU-Ebene. Und das liegt nicht nur an der Politik, sondern auch am System:
Solange mehr als genug Zertifikate verfügbar sind, haben die (bei freiem Handel wie von der FDP gefordert) einen Preis von praktisch Null und entfalten keinerlei Lenkungswirkung. Sobald auch nur etwas weniger als nötig verfügbar sind, explodiert umgekehrt der Preis, begrenzt hart das Wirtschaftswachstum und kann ratzfatz ganze Branchen in den Ruin treiben. Solange kein politischer Preis für die Zertifikate festgelegt wird (was einer CO2-Abgabe gleich käme und eben kein reines Zertifikatsystem mehr ist), ist der Grat zwischen beiden Seiten extrem schmal und erfordert, dass die Politik ständig nachjustieren muss und sich dabei jedes Mal entweder gegen Klimaschutz oder für wirtschaftlichen Schaden entscheiden muss.

Ein Traum für Parteien wie die FDP, Wirtschaftsfreiheit ohne Blick auf die Folgen will, denn in so einem Szenario muss der entscheidende Politiker entweder Klimaschutz sein lassen oder er kriegt so regelmäßig derart schlechte Presse, dass er sich selbst in die außerparlamentarische Oppostion kegelt.

Ein tatsächlich wirklich marktkonformes Mittel wären CO2-Ausgaben: Man legt keine politisch-planwirtschaftliche Obergrenze fest, sondern allgemein einen CO2-Preis. Und das einmalig als Korridor auf Jahre hinaus, wie es klimatechnisch nötig ist. Dann hat jeder in der Wirtschaft Planungssicherheit und zugleich eine Motivation, soviel CO2 wie möglich einzusparen (und nicht nur bis knapp unter eine festgelegte Grenze) aber nicht den Zwang zu "mehr-als-möglich" (mit "Dichtmachen" als einzige Alternative). Genau dieses ur-liberale Konzept fordert die FDP aber komischerweise nicht, sondern verteufelt es als Grünes Unding.
 
Zuletzt bearbeitet:
In zweiter Geige weiterzuregieren dürfte dagegen für viele CDUler ganz attraktiv sein und so, wie sich die Partei gerade selbst zerlegt, denkt da in einem Monat jeder nur noch an sich, nicht an die Position der Partei insgesamt. Die einzige noch offene Frage: Vizekanzler Merz?Vizekanzler Oettinger?
Ich hab den Röttgen ja bei Anne Will gesehen und was der abgesondert hat, sagte letztendlich schon viel aus. Was auch für den Typen von der FDP galt.
Natürlich will die Union regieren und regelt das schon im Vorfeld mit der FDP. Wenn die Grünen dann mitmachen und festlegen, dass aber nicht Lasschet Kanzler wird (der Knabe ist meiner Meinung nach eh verbrannt), ist die Union sehr gerne bereit, einen anderen ins Kanzleramt zu schicken. Merz bietet sich da an.
Röttgen selbst natürlich auch.
 
Die Zeit mit über 5% ist mittlerweile auch schon wieder 9 Jahre her. Da waren die Erstwähler 9-13 Jahre alt. Wer von denen nicht besonders politikinteressiert ist wird sich daran tatsächlich nicht mehr erinnern.
Die wähle ich seit ein paar Jahren regelmäßig.
Klar, die internen Streitigkeiten sind furchtbar, aber die Ideen sind gut und wenn die Bundestagsparteien von den Piraten was übernehmen, wäre das schon toll.
Zumindest in meinen Augen besser als die Partei von Martin Sonneborn.
 
Das haben die Grünen ja selber getan und Verbote als innovativ bezeichnet.
Den Stempel "Verbotspartei" haben sie von anderen aufgedrückt bekommen. Schon im Vorfeld.
Eine Leutheusser Schnarrenberger fehlt ihr auch.
Hör bloß mit der auf. :ugly:

Mein Lieblings-FDP Politiker war Genscher. Nicht nur wegen dem Mauerfall.

Wenn sich FDP und Grüne nicht einig werden oder nur zu Bedingungen, die sowohl für SPD als auch CDU unerträglich sind, dann gehen entweder alle in die Opposition und Merkel bleibt komissarisch im Amt oder es gibt GroKo. Wetten, dass ersteres nicht geschieht?
(Die dritte Option "Minderheitenregierung" ist bei der derzeitigen Blockadehaltung für niemanden attraktiv, Neuwahlen lehnen auch alle ab.)

In zweiter Geige weiterzuregieren dürfte dagegen für viele CDUler ganz attraktiv sein und so, wie sich die Partei gerade selbst zerlegt, denkt da in einem Monat jeder nur noch an sich, nicht an die Position der Partei insgesamt. Die einzige noch offene Frage: Vizekanzler Merz?Vizekanzler Oettinger?
Eher gibt es Neuwahlen als die Union in zweiter Geige mitregiert. Die SPD will auch auf gar keinen Fall eine GroKo.
Bin schon länger kein Jungwähler mehr. Aber nachdem, was ich aus der Richtung unter 25 gehört / darüber gelesen habe, war der Anteil vernünftiger Menschen dort WEIT höher als in den älteren Schichten. Auf die Freiheit zu sterben und andere umzubringen, wie die Lockerung-um-jeden-Preis-Fraktion, die auch Lindner anzusprechen versucht hat, legten eher wenige wert. Man ist angepisst, dass CDU und SPD sich einen Dreck um Impfschutz für jüngere und Bedingungen in Klassenzimmern oder gar an Unis gekümmert haben, von typischen Studentenjobs, Kunst und Kultur ganz zu schweigen. Aber das führt nicht zur FDP, die dafür im Gegenteil noch weniger getan hätte.
Ich glaube eher, dass das ohnehin traditionell bessere Abschneiden der FDP bei Jungwählern diesmal etwas konzentrieter von der Ego-Fraktion gespeißt wurde. Jugendliche, die vor allem an eigenen Wohlstand / Klassenerhalt denken, gab und gibt es immer, aber früher haben davon noch erstaunlich viele CDU gewählt. Nach dem die diesmal soviel Murks gebaut hat und obendrein auch noch offen für eine Koalition mit der Lieblingspartei des verhassten FFF-Komillitonen war, ging der Trend diesmal halt eher zur FDP. Das würde auch zum Verhalten der Wähler insgesamt passen.
Nö. Gestern Abend bei "Hart aber fair" wurden Jugendliche auf der Straße interviewt warum sie FDP gewählt haben. Die meisten hatten "Liberalismus" bzw Freiheitsrechte angegeben.
Das bestätigt meine These. Die FDP hat von der Corona-Krise profitiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Stempel "Verbotspartei" haben sie von anderen aufgedrückt bekommen. Schon im Vorfeld.
Und im Wahlkampf dann auch wieder bestätigt. Ich bin generell kein Freund von Verboten, wenn es um technische Lösungen geht, da die Innovationen meist weit schneller sind als die Politik. In gesellschaftlichen Fragen finde ich sie nützlich. Tempolimit, Veggieday usw. waren alles richtig.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück